Elphaba (Cynthia Erivo) und Glinda (Ariana Grande) haben sich entzweit – das hat Auswirkungen auf ganz Oz. Foto: Universal Studios
Nachdem der erfolgreiche Blockbuster „Wicked“ im letzten Jahr in die zauberhafte Welt von Oz eingeführt hat, erzählt Teil 2 nun das epische Finale der außer- gewöhnlichen Freundschaft von Elphaba und Glinda. Die Hexen haben sich entzweit und müssen nun mit den Konsequenzen ihrer Entscheidungen leben.
Elphaba (Cynthia Erivo, „Harriet – Der Weg in die Freiheit“), die inzwischen als Böse Hexe des Westens verteufelt wird, lebt im Exil in den Wäldern, wo sie ihren Kampf für die Freiheit der zum Schweigen gezwungenen Tiere fortführt. Verzweifelt versucht sie, die Wahrheit über den Zauberer (Jeff Goldblum, „Jurassic Park“) ans Licht zu bringen. Unterdessen ist Glinda (Ariana Grande, „Don’t Look Up“) für ganz Oz zum strahlenden Symbol des Guten geworden. Sie lebt im Palast in der Smaragdstadt und schwelgt in den Annehmlichkeiten von Ruhm und Ansehen. Auf Anweisung von Madame Akaber (Oscar-Preisträgerin Michelle Yeoh) dient Glinda als schillernde Trostspenderin.
Zwar wächst Glindas Ruhm immer weiter und die spektakuläre Hochzeit mit Prinz Fiyero (Jonathan Bailey, „Fellow Travelers“) steht bevor, doch noch immer leidet sie unter der Trennung von Elphaba. Obwohl sie sich bemüht, eine Versöhnung zwischen Elphaba und dem Zauberer herbeizuführen, entfernen sich die beiden Freundinnen nur noch mehr voneinander. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf Moq (Ethan Slater, „The Man Behind the Camera“) und Fiyero, sondern gefährdet auch die Sicherheit von Elphabas Schwester Nessarose (Marissa Bode, „Wicked“) – und plötzlich kommt auch noch ein Mädchen aus Kansas ins Spiel.
Als sich ein wütender Mob gegen die vermeintlich Böse Hexe erhebt, müssen Glinda und Elphaba ein letztes Mal zusammenfinden. Ihre außergewöhnliche Freundschaft ist der Schlüssel zu ihrem Schicksal, und es bleibt ihnen nur, einander in schonungsloser Ehrlichkeit und tiefem Mitgefühl zu begegnen, um sich selbst und ganz Oz zum Guten zu verändern. Regie führte erneut der preisgekrönte Regisseur Jon M. Chu („In the Heights“).
Ein Mord lässt den Konflikt zwischen Sheriff Joe Cross (Joaquin Phoenix) und Bürgermeister Ted Garcia (Pedro Pascal), eskalieren. Foto: Leonine Filmverleih
Frühling 2020 in New Mexico. Die Pandemie hat auch die verschlafene Kleinstadt Eddington im Wilden Westen im Griff. Dort stehen sich der Sheriff Joe Cross (Joaquin Phoenix) und der Bürgermeister Ted Garcia (Pedro Pascal) in einem Kampf gegenüber, der die Stadt zu zerreißen droht. Als ein Mord die fragile Ordnung erschüttert, nimmt die Gewalt ihren Lauf.
Für den visionären Ausnahmeregisseur und Autor Ari Aster („Beau is Afraid“, „Midsommar“) ist das der Ausgangspunkt für seine düstere Abrechnung mit der US-Gegenwart, die zugleich auch das Porträt einer tief gespaltenen Gesellschaft ist. In den Hauptrollen brilliert ein hochkarätiges Star-Ensemble: Neben Oscar-Gewinner Joaquin Phoenix („Joker“) und Pedro Pascal („The Last of Us“) auch Oscar-Gewinnerin Emma Stone („Poor Things“) und Austin Butler („Dune: Part Two“).
Lara (Pilar Fogliati) und Piero (Edoardo Leo) treffen sich zu ihrem ersten Date. Foto: Capelight Pictures
Die Möbelrestauratorin Lara und der frisch geschiedene Lehrer Piero treffen sich zu ihrem ersten Date. Von trauter Zweisamkeit jedoch keine Spur: Ihre personifizierten inneren Stimmen mischen sich unaufhörlich und ohne Rücksicht auf Verluste ein – rational, romantisch, instinktiv oder völlig verrückt. Zwischen Humor, Missverständnissen und peinlichen Momenten kämpfen Lara und Piero sich durch das Chaos der ersten Eindrücke, um herauszufinden, ob das Treffen ein totaler Reinfall oder vielleicht der Beginn einer neuen Liebe ist.
Erfolgsregisseur Paolo Genovese bringt nach „Perfetti Sconosciuti“ („Das perfekte Geheimnis“) – dem Film mit den bis dato meisten Remakes weltweit – endlich wieder eine große italienische Komödie in die Kinos, die in Italien bereits zum Publikumshit avancierte. Dabei rückt er ebenso originell wie charmant den ewigen Balanceakt zwischen Herz, Kopf und Bauchgefühl ins Zentrum und beweist: Liebe ist vielleicht verrückt, aber stets ein Abenteuer wert. Edoardo Leo („Perfetti Sconosciuti“) als Piero und Pilar Fogliati (Netflix-Serie „Ich hasse Weihnachten“) als Lara führen das Darstellerensemble an. Die inneren Stimmen der Protagonisten werden durch zahlreiche Stars des italienischen Kinos verkörpert, darunter Claudia Pandolfi („Baby“), Emanuela Fanelli („Morgen ist auch noch ein Tag“), Marco Giallini („Der Kommissar und die Alpen“) und Claudio Santamaria („Casino Royale“).
Auch die größten Hits des Kultmusicals „Phantom der Oper“ dürfen nicht fehlen. Foto: Best of Musicals
Am 27. Februar 2026 verwandelt sich das Konzerthaus Freiburg in eine Welt voller Musik, Emotionen und großer Stimmen. „Best of Musicals“ entführt das Publikum auf eine Reise durch die größten Musical-Hits der letzten Jahrzehnte. Mit einer spektakulären Inszenierung, beeindruckender Lichtshow und einem talentierten Ensemble bietet die Show einen unvergesslichen Abend für alle Musical-Liebhaber.
„Best of Musicals“ ist eine mitreißende Show, die die schönsten und bekanntesten Songs aus über 20 Musicals live auf die Bühne bringt. Von klassischen Meisterwerken bis zu modernen Erfolgshits – das Programm bietet eine einzigartige Mischung aus verschiedenen Stilen und Epochen. Die Show begeistert mit Songs aus „Das Phantom der Oper“, „Cats“, „Mamma Mia!“, „Der König der Löwen“, „Tanz der Vampire“, „Elisabeth“, „We Will Rock You“ und mehr.
Doch „Best of Musicals“ ist weit mehr als eine Aneinanderreihung von Hits. Mit liebevoll inszenierten Szenen, charmanter Moderation und einem stimmungsvollen Gesamtkonzept wird das Publikum auf eine emotionale Reise mitgenommen. Hinter der Erfolgsshow steht Espen Nowacki, ein erfahrener Musical-Darsteller, Produzent und Regisseur. eine zweieinhalbstündige Show mit beeindruckenden Stimmen, mitreißenden Choreografien und einem stimmungsvollen Licht- und Soundkonzept. Von gefühlvollen Balladen über rockige Hymnen bis hin zu unvergesslichen Showstoppern ist für jeden Geschmack etwas dabei. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr.
Der Freiburger Wochenbericht verlost drei Mal zwei Tickets für „Best of Musicals“ im Konzerthaus. Wer gewinnen möchte, ruft bis Sonntag, 16. November, 0 Uhr unter 01 37/ 9 37 95 95 (0,50 € pro Anruf aus dem Dt. Festnetz/Mobilfunk) an und nennt das Stichwort „Musical“. Teilnahme ab 18 Jahren. Viel Glück! Ein Gewinnspiel von: Freiburger Wochenbericht Verlags GmbH, Lörracher Straße 3, 79115 Freiburg. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Sexueller Übergriff in einer Freiburger Sauna: Noch am nächsten Tag wurde der Tatverdächtige verurteilt. Foto: Pexels
In einem Freiburger Fitnessstudio fasst ein 69-Jähriger eine Frau in der Sauna an den Busen. Die Polizei nimmt ihn fest, das Amtsgericht verhängt nur einen Tag später eine Bewährungsstrafe im Schnellverfahren.
Ein 69-jähriger Mann ist am Montag im Freiburger Umland wegen eines sexuellen Übergriffs und Körperverletzung im beschleunigten Verfahren zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Wie die Polizei mitteilt, soll sich der Vorfall am Sonntag, 9. November 2025, in der Dampfsauna eines Fitnessstudios ereignet haben.
Nach Angaben der Ermittler habe der kosovarische Staatsangehörige, der in der Schweiz lebt und sich am Wochenende in der Region aufhielt, eine 42-jährige Frau in der Sauna zunächst angesprochen, ihr ungefragt Komplimente gemacht und anzügliche Bemerkungen geäußert. Die Frau habe dem Mann unmissverständlich signalisiert, dass sie kein Interesse habe.
Als sie die Sauna verlassen wollte, soll der Verdächtige sie an der Hand festgehalten und ihr in sexueller Absicht an die nackte Brust gefasst haben. Außerdem habe er begonnen, die Frau zu küssen, wodurch sie eine Rötung am Hals erlitten habe. Die Frau habe sich aus der Situation befreien und das Personal des Fitnessstudios informieren können. Der mutmaßliche Täter konnte noch unmittelbar daraufhin von der Kriminalpolizei Freiburg auf Anordnung der Staatsanwaltschaft festgenommen werden.
Bereits am folgenden Tag hat das Amtsgericht Freiburg den Mann im beschleunigten Verfahren zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung sowie einer Geldauflage von 2.500 Euro verurteilt. Das Urteil ist laut Polizei noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft Freiburg führt solche beschleunigten Verfahren seit 2021 in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium und dem Amtsgericht durch, um bei klarer Beweislage besonders zügig zu entscheiden.
Die Maschinenhalle auf dem Hof von Martin Linser in Freiburg-Opfingen stand im Vollbrand. Foto: Feuerwehr Freiburg / Emrich
Am frühen Sonntagmorgen ist eine landwirtschaftliche Maschinenhalle auf dem Hof von Martin Linser in Freiburg-Opfingen in Brand geraten. Der Schock sitzt tief, wie Martin Linser auf Instagram schrieb: „Eine Nacht die man nicht erleben möchte“, so Linser.
Wie Polizei und Feuerwehr mitteilen, wurde das Feuer am Sonntag, 9. November gegen 0.30 Uhr gemeldet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte habe die Halle bereits in Vollbrand gestanden. Die Feuerwehr habe durch einen gezielten Löscheinsatz verhindern können, dass das Feuer auf ein angrenzendes Wohnhaus übergreift. Menschen seien laut Polizei nicht verletzt worden, auch Bewohnerinnen und Bewohner des angrenzenden Hauses blieben unverletzt. „Durch den unermüdlichen und professionellen Einsatz der Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen konnte unser Wohnhaus geschützt werden“, schildert Linser. „Danke allen die uns heute zur Seite standen, uns mit Essen versorgt haben, mit dem Hund spaziert sind, ihr Hilfe angeboten haben und so vieles mehr.“
Nach ersten Schätzungen sei durch den Brand der Maschinenhalle ein Schaden von rund 600.000 Euro entstanden. Die Halle sowie die darin gelagerten landwirtschaftlichen Geräte und Fahrzeuge seien vollständig zerstört worden. Die Feuerwehr habe mit mehreren Löschzügen, darunter auch Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr aus Opfingen und Waltershofen, den Brand bekämpft. Zusätzlich habe sie einen Erdgastank kühlen und schließen müssen, um eine unkontrollierte Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Die Wasserversorgung sei mit Tanklöschfahrzeugen sichergestellt worden. Der Einsatz habe bis etwa 7.20 Uhr am Morgen angedauert.
Zur Ursache des Feuers lägen laut Polizei noch keine Erkenntnisse vor. Sowohl ein technischer Defekt als auch Brandstiftung könnten nicht ausgeschlossen werden. Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise geben können oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich beim Polizeiposten Freiburg-Rieselfeld (07 61 – 4 76 87 00) oder rund um die Uhr beim Polizeirevier Freiburg-Süd (07 61 / 8 82 44 21) zu melden.
Christof Burger, Präsident der Handwerkskammer Freiburg, Theresia
Denzer-Urschel (Agentur für Arbeit Offenburg), Annette Rebmann-Schmelzer, (Handwerkskammer Freiburg), Anna Melchior (Agentur für
Arbeit Freiburg), und Simon Kaiser (IHK Südlicher Oberrhein). Foto: HWK Freiburg
Der Ausbildungsmarkt im Zuständigkeitsgebiet der Arbeitsagenturen (AfA) in Freiburg und Offenburg bleibt auch in diesem Jahr ein Bewerbermarkt. In der Ortenau kommen auf 100 Ausbildungsplätze lediglich 80 Bewerber, in Freiburg immerhin 94. Diese und viele weitere Zahlen haben die Freiburger AfA-Chefin Theresia Denzer-Urschel und ihre Geschäftsführungskollegin Anna Melchior am Montag gemeinsam mit Kammerpräsident Christof Burger von der Handwerkskammer (HWK) Freiburg, der HWK-Geschäftsführerin Annette Rebmann-Schmelzer sowie Simon Kaiser, Geschäftsführer für den Bereich Ausbildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein, vorgestellt.
Dabei lag ein besonderer Fokus auf dem Thema Migration und Migrationshintergrund bei angehenden Auszubildenden. „In den Betrieben herrscht immer mehr Unverständnis über die aktuelle Migrationsdebatte, die nicht vorankommt und Arbeitsmigration und Asyl in einen Topf wirft“, sagte Kaiser. Man habe in den vergangenen zehn Jahren über 3.600 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen mit Migrationshintergrund ausgebildet – das entspreche nahezu einem kompletten Jahrgang. Es sei daher unverständlich, dass die Politik den Eindruck erwecke, es gebe nichts Wichtigeres, als Syrer loszuwerden. Denn, so Kaiser weiter: „Diese Leute stabilisieren schlicht unser Ausbildungssystem.“ Auch Theresia Denzer-Urschel betonte: „Jugendliche beschäftigen sich oft erst spät wirklich intensiv mit Ausbildungsfragen.“ Aktuell seien noch rund 460 Ausbildungsplätze in der Region unbesetzt und es gebe einen Trend zu einem immer späteren Ausbildungsbeginn mit über 20 Jahren. Rund ein Drittel der Bewerberinnen und Bewerber im Raum Freiburg habe einen Migrationshintergrund.
Acht von zehn Auszubildenden werden übernommen
Fast die Hälfte der Schulabgänger entscheide sich derzeit für eine duale Ausbildung. Davon profitiere vor allem das Handwerk, erklärte HWK-Präsident Burger. Das Plus bei den Ausbildungsverträgen habe aktuell sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr betragen. Insgesamt wurden im Kammerbezirk über 2.600 Lehrverträge im Handwerk abgeschlossen. „Diese Zahlen machen Hoffnung“, so Burger. Seit 20 Jahren habe es im Handwerk in der Region nicht mehr eine so große Nachfrage nach Ausbildungsplätzen gegeben. Man habe offenbar die Trendwende geschafft. Annette Rebmann-Schmelzer ergänzte: Acht von zehn Auszubildenden würden derzeit in ihren Ausbildungsbetrieben übernommen. Das Handwerk übernehme „sehr, sehr viel Verantwortung“ in der Nachwuchsförderung.
Bei der IHK Südlicher Oberrhein dagegen lag die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse im Bezirk zuletzt unter dem Vorjahresniveau. Die konjunkturell angespannte Lage erzeugt also auch Bremsspuren am Ausbildungsmarkt – besonders spürbar in der Industrie. Unter dem Strich wurden zum 30. September 2025 knapp 3.900 Verträge geschlossen (minus vier Prozent gegenüber 2024).
Das Vorstandsteam von Gemeinsam Freiburg, die Entwickler des Systems und die Sponsoren fiebern dem Start der Echt Freiburg Card entgegen – auch Freiburgs Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach (vorne liegend) begrüßt das Engagement. Foto: Joers
Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft erhält der Freiburger Einzelhandel ein neues Gutschein-System. Punkten kann die neue Echt Freiburg Card & App mit ihrer Vielseitigkeit: Neben der Gutschein-Funktion dient sie auch als Bonuskarte für lokale Händler und als Mitarbeiter-Karte für Angestellte von Freiburger Firmen.
Ende November geht es los. Hinter der Einführung der Echt Freiburg Card steckt die Stadtinitiative Gemeinsam Freiburg. Mit ihr will die Initiative rückläufigen Besucherfrequenzen und dem veränderten Konsumverhalten durch Onlinehandel etwas entgegensetzen. Das Ziel sei es, „langfristig Kaufkraft in der Freiburger Innenstadt zu binden und gleichzeitig soziales, touristisches und wirtschaftliches Engagement miteinander zu verknüpfen“, sagt Geschäftsführerin Carmen Siecke. Gemeinsam Freiburg setzt dabei auf die bewährte Simpli-Citycard des Karlsruher Unternehmens Trolleymaker. Dieses hat sein System bereits in 50 Städten umgesetzt.
Echt Freiburg Card und App. Foto: Gemeinsam Freiburg
„Sehr wichtige Initiative“
Bei einer Veranstaltung am Montagabend im Stadttheater gaben die Macher der Echt Freiburg Card weitere Details zum bevorstehenden Start bekannt. Am 24. November soll es losgehen. Neben der physischen Karte in Scheckkartenformat wird es eine dazugehörige App geben. „Die Registrierung in der App ist freiwillig“, sagt Dieter Dehninger, Geschäftsführer von Trolleymaker. Die Karten können bis zu einem Gutscheinwert von 250 Euro aufgeladen werden. Die Ausgabestellen für die Freiburg Card sind der ADAC Südbaden (Am Predigertor 1) und der BZ-Shop in der Innenstadt.
30 Unternehmen sind zum Start mit dabei, zehn weitere haben verbindlich zugesagt. Fest steht, dass zum Beispiel die Beschicker des Freiburger Münstermarkts und das Stadttheater die Karte akzeptieren werden. Von der Echt Freiburg Card, die als „digitales Stadtmarketing-Instrument“ geplant ist, versprechen sich die Initiatoren zahlreiche Synergieeffekte: Über Push-Nachrichten können Händler lokale Events, Aktionen oder Angebote bewerben. Auch Bonusprogramme über Cashback-Funktionen sind möglich. „Ich halte diese Initiative für sehr wichtig. Alles was über die Echt Freiburg Card gekauft wird, kommt auch wieder der Infrastruktur der Stadt zugute“, sagt Matthias Blattmann, Inhaber der Freiburger Tanzschule, die das Angebot ebenfalls unterstützen wird.
Aus touristischer Sicht sind City-Voucher oder Willkommens-Gutscheine vorstellbar. Zudem dient das System als Mitarbeiterkarte – das heißt, Freiburger Arbeitgeber können die Echt Freiburg Card nutzen, um ihren Beschäftigten steuerfreie Zuwendungen etwa zu Jubiläen oder zu Weihnachten zu machen. Für den Wirtschaftsstandort Freiburg sei die Echt Freiburg Card „kaufkraftstärkend, bindungsfördernd, identitätsstiftend und aufenthaltsverlängernd“, sagt Carmen Siecke. Sie hofft, dass möglichst viele Geschäfte, Dienstleister sowie Gastronomie und Hotellerie mitmachen werden. Noch bis Ende des Jahres können sich Firmen gebührenfrei anmelden.
Auch die Stadt Freiburg begrüßt das Vorhaben, wie Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach am Montag betonte: „Seit einigen Jahren geht ein Ruck durch die Innenstadt, dass wir gemeinsam mehr machen müssen. Diese Initiative ist daher sehr wichtig“, so von Kirchbach. Zu den Kooperationspartnern zählen zudem die Haufe Group sowie die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau und die Volksbank Freiburg. Bezuschusst wird die Einführung der Echt Freiburg Card mit 50.000 Euro vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg.
Wer im Übrigen noch einen der roten Freiburg-Gutscheine besitzt, muss sich nicht sorgen – diese behalten ihre Gültigkeit für drei Jahre ab Ausstellungsdatum.
Cem Özdemir traf sich am Freitag mit IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Dieter Salomon und Mitgliedern des
Präsidiums zum Austausch im Hotel Oberkirch am Münsterplatz. Foto: Rita Eggstein
Cem Özdemir will Ministerpräsident von Baden-Württemberg werden. Deshalb tourt der Spitzenkandidat der Grünen durchs Ländle. Am vergangenen Freitag traf sich der Ex-Bundesminister mit Vertretern der IHK Südlicher Oberrhein. Im Hotel Oberkirch am Münsterplatz tauschten sie sich über die Lage der Wirtschaft in der Region aus.
„Es sind schwierige wirtschaftliche Zeiten, aber wir sind zuversichtlich“, betonte Cem Özdemir beim Pressegespräch. Zwar könne man äußere Faktoren wie den Ukraine-Krieg oder die Trump-Zölle nicht beeinflussen, aber auch im Land gebe es Verbesserungspotenzial. „Politik und Wirtschaft müssen zusammenarbeiten. Die Bürokratie hat sich wie ein Mehltau übers Land gelegt, das muss wieder auf den Kern reduziert und die Digitalisierung vorangetrieben werden.“ In vielen Bereichen – beispielsweise im Gesundheitswesen, als KI-Standort oder bei den Patenten – sei Baden-Württemberg bei den innovativen Ideen vorne mit dabei, „aber nicht bei der Umsetzung.“
Die aktuelle Herbst-Konjunkturumfrage der IHK zeigt: Am südlichen Oberrhein sehen viele Unternehmen die politischen Rahmenbedingungen als Risiko. Aber: Jedes fünfte Unternehmen (22 Prozent) rechnet wieder mit besseren Geschäften. Wir sehen „Licht am Ende des Tunnels“, so IHK-Vizepräsidentin Brigitta Schrempp.
Für Cem Özdemir ist der Ministerpräsident der „oberste Exportbotschafter des Landes“. „Ich stehe für einen pragmatischen Kurs der Mitte, muss aber noch Überzeugungsarbeit leisten, dass wir die Grünen in Baden-Württemberg sind, nicht die in Berlin“, so Özdemir. Doch die Grünen liegen laut neuesten Umfragen zur Landtagswahl im März 2026 mit rund 18 Prozent hinter der CDU – selbst die AfD hat einen knappen Vorsprung. Doch Özdemirs persönliche Werte sind andere: 39 Prozent wünschen ihn sich als Ministerpräsidenten und 18 Prozent seinen Konkurrenten Manuel Hagel von der CDU.
Die Stadt Freiburg ist eine starke Marke, zeigt ein aktuelles Monitoring. Foto: Joers
Freiburg hat im aktuellen Brandmeyer Stadtmarken-Monitor 2025 erstmals den zweiten Platz im Ranking der stärksten Stadtmarken Deutschlands belegt und damit München überholt. Nur Hamburg schneidet noch besser ab. Der Stadtmarken-Monitor basiert auf einer repräsentativen Befragung von 10.000 Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland.
Besonders stark schneidet Freiburg in den Bereichen „Guter Ruf“ und „Attraktivität für Familien“ ab – hier liegt die Stadt jeweils auf dem ersten Platz. Ebenso bei der Aussage „…ist sehr fortschrittlich bei Umwelt und Klimaschutz.“ Auch bei der Sympathie und der Wahrnehmung als lebenswerter Ort kam Freiburg unter die besten drei Städte. Bei der Altersklasse bis 29 Jahre landete Freiburg auf Platz vier hinter Hamburg, München und Köln.
„Die Auszeichnung zeigt: Freiburg hat Strahlkraft weit über un-sere Stadtgrenzen hinaus. Das ist eine schöne Anerkennung für Freiburg und für alle, die sich mit Herzblut für unsere Stadt engagieren“, so Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn.