Beim Inklusiven Sporttag gibt es zahlreiche Mitmachangebote für Kinder. Foto: Rita Eggstein
Das Netzwerk Inklusion und Sport Freiburg lädt am 18. April, 10 bis 13.30 Uhr, zu einem Inklusiven Sporttag vor der alten Stadthalle (Schützenallee 72) ein. Los geht es um 10 Uhr mit der Eröffnung durch Max Grässlin (Organisator des Netzwerks Inklusion und Sport Freiburg) und Sportbürgermeisterin Carolin Jenkner.
Um 10.15 Uhr gibt es eine Gesprächsrunde u.a. mit Esther Weber (mehrfache Medaillengewinnerin & Paralympics-Siegerin im Fechten), um 10.30 Uhr gemeinsames Warm-up mit beneFit. Ab 10.45 Uhr gibt es zahlreiche Mitmachstationen für Kinder, unter anderem mit Bewegungs-Glücksrad (bsj Freiburg), Bike- & Rollstuhlparcours (MTB Freiburg), mobilem Basketball-Korb (Eisvögel Freiburg), Sportbox, Lacrosse & Ultimate Frisbee (PTSV Jahn Freiburg), Bewegungsstation mit dem Ball (SC Freiburg), kick mobil (step stiftung Freiburg), Tischtennis (DIEPLATTENSPIELER.com) Zirkusspektakel, Volleyball und inklusives Kinderturnen (FT 1844), Blindenbiathlon- & Ruderanlage (OSP Freiburg), Kreativangebot T-Shirt Druck (Gemischte Tüte Freiburg). Auch für das leibliche Wohl ist mit Kaffee und Kuchen gesorgt. Die Veranstaltung wird von der Matthias Ginter Stiftung unterstützt.
Freiburgerin Delijah Haile begeisterte mit einem gefühlvollen und starken Auftritt. Foto: RTL / Stefan Gregorowius
Mit Delijah Haile und Jean-Luc Wagner waren am Dienstagabend gleich zwei Freiburger bei „Deutschland sucht den Superstar“ zu sehen. Die 24-Jährige Delijah wurde von einem guten Freund bei DSDS angemeldet. Ihre Songs, die sie selbst schreibt, sind sehr persönlich und ihre große Hoffnung für die Zukunft.
Sie lieferte einen starken, gefühlvollen Auftritt und eroberte den letzten Platz des Tages im Golden Room. Auch bei den Singoffs war sie erfolgreich: Delijah und Mitkandidat Maric kehrten aus dem Golden Room zur Jury zurück und erhielten beide ein Recall -Ticket, ohne erneut singen zu müssen.
Der 20-jährige Lehramtsstudent Jean-Luc Wagner trat mit „Brother Louie“ von Modern Talking und dem eigenen Song „Where Is My Angel“ an und präsentierte einen ungewöhnlichen und äußerst unterhaltsamen Auftritt. Zum Weiterkommen hat es bei der RTL-Show leider nicht gereicht, aber er hat sich einen Traum erfüllt: „Wenn ich einmal vor Dieter Bohlen singen darf, kann ich sagen, das Leben hat sich gelohnt“, sagte er vorab.
Jean-Luc Wagner hat es nicht in die nchste Runde geschafft, aber sich einen Traum erfüllt, indem er für Dieter Bohlen gesungen hat. Foto: RTL / Stefan Gregorowius
Beim Mädelsflohmarkt gibt es wieder viel zu entdecken. Foto: Fetzer Veranstaltungs-GmbH
Was gestern modisch angesagt war, kommt vielleicht erst übermorgen wieder. Aber eins ist klar: Der Zeitpunkt wird kommen, an dem jeder Style von gestern wieder gefragt sein wird. Vintage-Mode, ausgewählte Design-Stücke und gelebte Nachhaltigkeit mit Spaß an neuen alten Klamotten bietet der Mädelsflohmarkt in der Messe Freiburg am 18. April, 11 bis 16 Uhr. Die Mädelsflohmärkte von SüMa Maier und Fetzer Veranstaltungen in Freiburg werden von über 350 Frauen und Mädchen beschickt und locken zahllose modebegeisterte Frauen an.
Zu entdecken gibt es dort trendige Kleidung, Marken- und Designerstücke, Schuhe, Brillen, Handtaschen, Accessoires, Schmuck, Selbstgemachtes und natürlich einzigartige Dinge im Vintage- und Retro-Look. Eintritt 5 Euro.
Einige der Mitglieder der englischen Schülergruppe von 1936. Foto: Stadtarchiv Freiburg M 75-1 K. 1
Am 17. April 1936 gerieten 27 englische Schüler, geführt von ihrem Lehrer, am Schauinsland in Bergnot. Retter aus Hofsgrund eilten ihnen zur Hilfe, doch fünf Schüler kamen ums Leben. Nun treffen sich nach 90 Jahren erstmals die Nachfahren der Geretteten und der Retter in Freiburg und in Hofsgrund.
Unterhalb des Gipfels des Schauinslands erinnert das Engländerdenkmal an die Tragödie, die sich am 17. April 1936 abgespielt hat. Nun kommen auf Initiative von Bernd Hainmüller und des in Hofsgrund aufgewachsenen Journalisten Marius Buhl zum 90. Jahrestag erstmals Nachfahren der Schüler aus England nach Freiburg und Hofsgrund, um die Nachfahren der damaligen Retter zu treffen. Rund 25 Gäste aus Großbritannien, darunter Nachfahren von sieben damals betroffenen Familien, werden in Freiburg erwartet.
Als der Freiburger Soziologe und Erziehungswissenschaftler Bernd Hainmüller vor 27 Jahren zum ersten Mal am 1938 von der Hitlerjugend errichteten Engländer-Denkmal stand, fand er dort nur die Version eines tragischen Bergunglücks. „Es war die Nazi-Sicht der Ereignisse“, sagt Hainmüller. Eine Version, geprägt von der Legende vom unvermeidlichen Unglück, die der Lehrer Kenneth Keast erzählte und die die Nationalsozialisten bereitwillig aufgriffen. Kein kritisches Wort war erlaubt darüber, wie ein Lehrer ihm anvertraute Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren trotz der ihm bekannten schlechten Wetteraussichten und mehreren Warnungen, leicht bekleidet auf eine Wanderung von Freiburg über den Schauinsland nach Todtnauberg führen konnte. Auch kein Wort über die Menschen aus Hofsgrund, ohne deren Rettungseinsatz weitere der erschöpften und unterkühlten Schüler ihr Leben in dieser Nacht verloren hätten.
Das Engländerdenkmal am Schauinsland oberhalb von Hofsgrund. Foto: Schwende
Hainmüller wollte den Geschehnissen auf den Grund gehen und sprach mit den Nachfahren der Retter aus Hofsgrund. „Jede Familie hat Erinnerungen an den Unglücksabend, als der ganze Ort den Schülern geholfen hat.“ Auf der Inschrift des Engländerdenkmals war davon keine Rede. Der Hobby-Historiker erforschte die Geschichtsarchive und konnte nicht nur die eigentlichen Ereignisse am Unglückstag rekonstruieren, sondern auch darlegen, wie das Narrativ vom unvermeidlichen Unglück zur Propaganda der Nationalsozialisten passte. Sein Buch „Tod am Schauinsland“ erschien 2021 und erhielt im Erscheinungsjahr den Landespreis für Heimatkunde.
Bernd Hainmüller Foto: Privat
Das Treffen der Nachfahren zum 90. Jahrestag des Engländerunglücks beginnt auf Einladung des Freiburger Gastronomen Toni Schlegel mit einem gemeinsamen Abendessen in Oberkirchs Weinstuben. Sie freue sich auf den Austausch mit den Nachfahren der am Engländerunglück Beteiligten, sagt Julia Wolrab, Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus. Auch die Journalistin Kate Connolly, die 2016 im Guardian über die Ereignisse und ihre Instrumentalisierung durch die NS-Propaganda berichtete, wird am Treffen teilnehmen.
Am Samstag, 18. April, wird es einen Gedenkgottesdienst in Hofsgrund geben. Am Sonntag, 19. April, wird mit einer öffentlichen Ausstellung im Bürgerhaus in Hofsgrund mit historischen Fotos und Vorträgen von Hainmüller die Geschichte rund um das Engländerunglück erlebbar gemacht. Auch der 2022 gedrehte englische Dokumentarfilm „The hike that killed five schoolboys“ wird erstmalig mit deutscher Übersetzung zu sehen sein. Heike Schwende
Bei der Survival-Challenge gingen die Teilnehmer an ihre Grenzen Foto: Lars Konarek
Eine 24-stündige Survival-Challenge im Schwarzwald, die die Teilnehmer an ihre Grenzen bringt. Das ist im neuen YouTube-Format „1vsWOOD24“ von Lars Konarek zu sehen. Der Freiburger ist seit über 20 Jahren Survival Guide und war schon bei mehr als 100 Fernsehproduktionen dabei. Was das Besondere an seinem YouTube-Format ist, erzählt er im Gespräch mit Saskia Schuh.
Wie sind Sie auf die Idee für dieses YouTube-Format gekommen?
Lars Konarek: Es gibt viele ähnliche Formate. Ich wollte jedoch etwas schaffen, das in die Tiefe geht und den Entwicklungsprozess der Teilnehmer zeigt. Bei dieser Challenge sind beispielsweise eine Ingenieurin oder eine Entomologin dabei, die keine Erfahrung im Survival-Bereich haben. Mit dem Format möchte ich zeigen, wie jemand draußen Fortschritte macht, mit einer Ausrüstung, die die Person selbst wählt. Außerdem gibt es in jeder Folge ein Feuergespräch, in dem man den Teilnehmer kennenlernt.
Sie waren bereits bei über 100 Fernsehproduktionen – unter anderem Galileo oder National Geographic – dabei, im Gegensatz zu vielen davon ist Ihr Format nicht inszeniert?
Konarek: Genau, es gibt kein Drehbuch. Als Survival-Guide begleite ich das Projekt persönlich, gebe aber nur wenige Tipps am Anfang. Ich sage zum Beispiel, dass Laub in einer kalten Nacht ein guter Isolator ist und man die Kleidung damit ausstopfen kann, um Körperwärme zu halten.
Gab es Herausforderungen?
Konarek: Wir haben früh im Jahr gedreht: Anfang Februar bis Anfang März, mit nächtlichen Temperaturen teils bis minus zwei Grad. Aus überlebenstechnischer Sicht ist Deutschland mit einer Durchschnittstemperatur von 8,5 Grad Celsius eine Todeszone. Mit Feuchtigkeit, Wind, Niederschlag und Morgentau – das ist eine enorme Herausforderung. Unterkühlung ist lebensbedrohlich. Jeder Teilnehmer hatte diese eine gefährliche Nacht und musste sie mit den gewählten Gegenständen, Wissen oder Improvisation überstehen.
Hat Sie bei den Dreharbeiten etwas überrascht?
Konsarek: Ja. Die Auswahl der Gegenstände hat mich bei fast allen überrascht – ich hätte komplett anders gewählt. Das sagten mir auch Zuschauer. Man muss aber fair sein: Die Teilnehmer wussten nicht, dass sie mit einer Holzwährung – Tokens – spontan einkaufen müssen. Außerdem hat mich beeindruckt, wie zäh die Frauen sind. Alle Teilnehmerinnen hatten enormen Biss. Da kann sich mancher Herr eine Scheibe abschneiden.
Wie fiel das Feedback der Teilnehmer aus?
Konarek: Alle haben mir ein extrem positives Feedback gegeben. Viele sagten danach, sie würden ihr Leben in irgendeiner Weise positiv verändern, die Natur für sich entdecken und den Fokus neu setzen. Das freut mich besonders, weil ich mir genau das gewünscht habe: Menschen zu sensibilisieren, rauszugehen in die Natur.
Haben Sie bereits ein neues Format geplant?
Konarek: Das Format wird gut angenommen. Natürlich habe ich nicht die Reichweite wie Seven vs. Wild mit Millionen Zuschauern – ich stemme das ja allein. Aber wenn es so weitergeht, könnte es eine zweite Staffel geben. Die wäre einen Tick härter und hätte ganz andere Herausforderungen.
Info: Die ersten Episoden der Survival-Reportage „1vsWOOD24“ sind unter www.youtube.com/@larskonarek zu sehen. Insgesamt gibt es acht Folgen, diese werden sonntags um 19 Uhr veröffentlicht.
Survival Guide Lars Konarek gab den Teilnehmern der Challenge nur anfangs wenige Tipps, dann waren diese auf sich allein gestellt. Foto: Lars Konarek
Carmen (Veronica Falcón) merkt schnell, dass mit Katie (Natalie Grace) etwas nicht stimmt, nachdem sie zurückgekehrt ist. Foto: Warner Bros.
Nach dem Rekord-Revival der Toten in „Evil Dead Rise“ widmet sich Drehbuchautor und Regisseur Lee Cronin einer der berühmtesten Horrorgeschichten aller Zeiten und verwandelt sie in eine gewagte und abgedrehte Neuinterpretation: „Lee Cronin’s The Mummy“.
Katie, die junge Tochter des Journalisten Paul (Jack Reynor, „Midsommar“), verschwindet spurlos in der Wüste. Die zerrüttete Familie ist fassungslos, als das Mädchen acht Jahre später plötzlich wieder bei ihnen auftaucht. Doch was eigentlich ein freudiges Wiedersehen sein sollte, verwandelt sich schnell in einen wahren Albtraum. Denn das Mädchen ist nicht alleine zurückgekehrt und unerklärliche Ereignisse erschüttern das Haus der Familie. Während Katie über verstörende Erinnerungen spricht, versucht Paul verzweifelt herauszufinden, was in der Wüste geschehen ist, doch jede neue Spur führt tiefer in einen Albtraum aus uralten Kräften und unheimlichen Visionen.
Die Hauptrollen spielen Jack Reynor, Laia Costa („Victoria“), May Calamawy („Moon Knight“), Natalie Grace („The Conjuring: Last Rites“) sowie Veronica Falcón („Queen of the South“). Das Drehbuch stammt von Cronin, der auch Regie führte. Der verspricht ein Horror-Remake des Klassikers mit einer deutlich düstereren und furchterregenderen Version der Mumie, die sich deutlich von früheren Filmen unterscheidet. Produziert wurde der Film von den „Conjuring“-Machern James Wan, Jason Blum und John Keville.
Uma Thurman kehrt als namenlose Braut auf die Kinoleinwand zurück. Foto: Miramax
Quentin Tarantinos ultimative Rachegeschichte kehrt zurück auf die große Leinwand – so wie der Kultregisseur sie immer zeigen wollte: Kill Bill Vol. 1 & 2 vereint zu einem Gesamtkunstwerk, inklusive neuer, bisher unveröffentlichter Szenen. Diese epische, vierstündige Schnittfassung des Kult-Actionfilms von 2003/4 mit Uma Thurman lag jahrelang unveröffentlicht im Archiv und wird nun erstmals im Kino zu sehen sein – ungeschnitten, unzensiert und in voller Länge.
Uma Thurman geht als namenlose Braut auf einen blutdurchtränkten Rachefeldzug. Nachdem ein brutales Attentat ihres Ex-Geliebten Bill (David Carradine) sie ihr ungeborenes Kind gekostet und in ein vierjähriges Koma gestürzt hat, plant die ehemalige Auftragsmörderin nun ihre kompromisslose Vendetta – und kämpft sich Leiche für Leiche zu Bill durch. Denn der Vergeltung an ihrem Peiniger stehen die vier Mitglieder des Deadly Viper Assassination Squads im Weg: Vorstadthausfrau Vernita Green (Vivica A. Fox) und Yakuza-Chefin O-Ren Ishii (Lucy Liu), Bills Bruder Budd (Michael Madsen) und seine rechte Hand, die ruchlose Elle Driver (Daryl Hannah).
Verteidiger Klaus Malek (links) mit dem angeklagten Vater des achtjährigen Opfers. Foto: Bernd Peters
Seit vergangenem Montag steht in Freiburg ein 58-Jähriger vor Gericht: Der Vater von vier Kindern soll seine jüngste Tochter im Oktober vergangenen Jahres in Bollschweil durch massive stumpfe Gewalt und mehrere Messerstiche umgebracht haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt die Unterbringung im Maßregelvollzug wegen Mordes.
Es sind grausame Details, die am vergangenen Montag am Freiburger Landgericht zum Mord eines achtjährigen Mädchens in Bollschweil vorgetragen wurden. Dort begann an diesem Tag das Sicherungsverfahren gegen den mutmaßlichen Täter – den Vater des Mädchens. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er am 11. Oktober vergangenen Jahres seine damals achtjährige Tochter aus dem Haus der von ihm getrennt lebenden Mutter in Bollschweil zunächst mitnehmen wollte, sich dann beim Einschreiten des 13-jährigen Bruders und der Mutter mit ihr im Haus verbarrikadiert und diese auf grausame Art und Weise getötet hatte.
Nachbarn hatten die Polizei alarmiert und waren zu Hilfe geeilt, wo sie beobachten konnten, wie der Vater das Kind zu Boden brachte und würgte. Erst, als die Nachbarn ein Küchenfenster öffnen konnten, ließ der 58-Jährige von seiner Tochter ab und ging ebenfalls in die Küche, wo er sich mit einem Messer bewaffnete. Mit diesem sowie einem Spaten fügte er dem Mädchen die wohl tödlichen Verletzungen zu.
Hinzugerufene Polizeibeamte gaben durch das Fenster zwei Schüsse auf den Angeklagten ab, einer davon traf ihn an der Hüfte. Der Vater zog sich daraufhin mit der bereits toten Tochter in eine nicht einsehbare Ecke zurück. Als die von der Polizei hinzugerufene Verstärkung eintraf und die Tür aufbrach, kam ihnen der Angeklagte nackt mit seinem Opfer entgegen.
Neben den beiden 13- und achtjährigen Geschwistern hat der 58-jährige Angeklagte noch zwei weitere, bereits erwachsene Kinder aus vorangegangenen Beziehungen. Mit der Mutter der jüngsten Kinder sei die Beziehung von Anfang an schwierig gewesen. „Rund lief es bei uns nur phasenweise“, so der Angeklagte.
An vieles erinnerte er sich vor Gericht nicht: Zum Beispiel, weshalb sein Arzt ihn knapp ein Jahr krankgeschrieben hatte und weshalb in seine Bundeswehrakte – der Angeklagte hatte hier einen 15-monatigen Wehrdienst absolviert – ein Vermerk gelangte, dass er als Reservist nicht mehr hinzuzuziehen sei. „Ich habe ein Problem mit Menschen gehabt“, so der Angeklagte zur Krankschreibung. Einen anderen Grund habe er seinem Arzt nicht genannt. In der Corona-Pandemie habe er sich der Masken- und Testpflicht verweigert und sei „aus der Gesellschaft ausgegrenzt“ worden. In Staufen, wo er zuletzt gelebt hatte, habe er „irgendwann das Gefühl bekommen, schon einmal gelebt zu haben“, so der Angeklagte. In den Wochen vor der Tat soll er fast nackt auf den Belchen gewandert sein – die Polizei habe ihn damals aufgegriffen, aber nicht mitgenommen.
Zwar vereinte es der Angeklagte, auch anderen Menschen gegenüber schon einmal gewalttätig geworden zu sein, gab jedoch zu, seinen heute 13-jährigen Sohn als Kleinkind zur Strafe „ein, zwei Mal auf den Popo“ geschlagen zu haben und ihm gegenüber auch nach der Trennung wegen Differenzen zum Handykonsum handgreiflich geworden zu sein.
Als mögliches Motiv sieht die Staatsanwaltschaft, dass der 58-Jährige davon ausging, das Mädchen sei nicht seine leibliche Tochter. Dies leugnete der Angeklagte später – er wisse nicht, warum er dies angegeben habe, habe es jedoch zu keinem Zeitpunkt ernsthaft geglaubt. Gleichzeitig gab er jedoch an, auch bei dem 13-Jährigen bereits vor vielen Jahren befürchtet zu haben, dass es sich bei ihm nicht um sein leibliches Kind handle.
Zum Tatzeitpunkt stand er unter THC-Einfluss, zudem habe er eine paranoide Schizophrenie sowie eine cannabisinduzierte Psychose. Die Staatsanwaltschaft geht daher von mindestens eingeschränkter Schuldfähigkeit aus. Da er laut Staatsanwaltschaft infolge seines Zustandes gefährlich für die Allgemeinheit sei und weitere Taten zu erwarten seien, beantragte Staatsanwalt Klaus Hoffmann die Unterbringung in einer Psychiatrie. Mithilfe zweier psychologischer Gutachten soll sich sowohl die Frage zur Gefährdung der Allgemeinheit als auch die zur Schuldfähigkeit im Laufe des Verfahrens klären.
Therapeutin Lilan (Jodie Foster) glaubt nicht, dass sich ihre Patientin umgebracht hat.
Foto: Plaion Pictures
Die Amerikanerin Lilian Steiner (Jodie Foster) lebt seit Jahren in Paris und hat sich dort einen Namen als brillante Therapeutin gemacht. Als ihre Patientin Paula (Virginie Efira) unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, ist sie fassungslos. War es wirklich Selbstmord, wie die Polizei rasch annimmt? Oder hat jemand sehr geschickt nachgeholfen? Zusammen mit ihrem Ex-Mann Gabriel (Daniel Auteuil), der noch immer nicht von ihr lassen kann, begibt sich Lilian auf eine turbulente Spurensuche, um dem Geheimnis von Paula auf die Spur zu kommen.
Die zweifache Oscar-Preisträgerin Jodie Foster ist zurück auf der großen Leinwand! In dem Fom zieht sie alle Register ihres komödiantischen Könnens. Dabei wird sie mit sichtlich viel Freude begleitet von einem hochkarätigen französischen Ensemble aus Daniel Auteuil, Virginie Efira und Mathieu Amalric. Regisseurin Rebecca Zlotowski gelingt ein temporeicher Cocktail voller überraschender Wendungen und pointierter Dialoge, der mit viel Fantasie und Leichtigkeit zwischen Humor, Spannung und Romantik navigiert.
Cinja, der Partnerin von SC-Kicker Eren Dinkçi ist an Blutkrebs erkrankt. Die Diagnose war für die beiden ein Schock Foto: privat
Vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim (Sonntag, 19. April) veranstaltet der Sport-Club gemeinsam mit der DKMS und den Gästen aus Heidenheim eine Registrierungsaktion im Europa-Park Stadion. Innerhalb weniger Minuten kann man sich dabei kostenlos als potenzieller Stammzellspender registrieren. Anlass ist die Blutkrebs-Erkrankung von Cinja, der Partnerin von SC-Kicker Eren Dinkçi, der leihweise bei Heidenheim spielt.
„Von einem Moment auf den anderen steht alles still und gleichzeitig beginnt ein Weg, den man sich so nie hätte vorstellen können“, sagen Eren Dinkçi und seine Partnerin Cinja, bei der Ende Januar Leukämie diagnostiziert wurde. In Deutschland erhält alle zwölf Minuten ein Mensch die Diagnose Blutkrebs. Für viele Betroffene ist eine Stammzellspende die letzte Chance auf Überleben. Potenzielle Spenderinnen und Spender können sich innerhalb weniger Minuten mit drei Abstrichen der Wangeninnenschleimhaut kosten- und schmerzlos registrieren lassen und so vielleicht mithelfen, Leben zu retten. Auch Cinja ist möglicherweise auf eine Stammzellspende durch einen anderen Menschen angewiesen. Besonders prägend sind für Cinja und Eren neben den eigenen Herausforderungen die Begegnungen mit anderen Patientinnen und Patienten. Menschen unterschiedlichsten Alters, die ganz eigene Geschichten, Hoffnungen und Kämpfe mitbringen. Schicksale, die berühren, lange nachhallen und zeigen, wie viele Menschen auf diese eine Chance angewiesen sind.
Für Cinja und viele viele andere Menschen, die eine Stammzelltransplantation benötigen, betreuen freiwillige SC-Volunteers sowie das Team der DKMS am Sonntag zwei Aktionsflächen vor dem Europa-Park Stadion. Von 13 Uhr bis zum Anpfiff um 15:30 Uhr können sich Fans beim Biergarten vor dem Eingang E1 sowie vor der Fankneipe „15:30“ vor der Osttribüne registrieren lassen. Der Prozess nimmt etwa zehn Minuten in Anspruch und umfasst das Ausfüllen einer digitalen Einwilligungserklärung sowie drei kurze Wangenabstriche. Registrieren lassen können sich alle gesunden Menschen zwischen 17 und 55 Jahren.
Der 1. FC Heidenheim wiederholt die Aktion bei seinem nächsten Heimspiel in der Voith-Arena am 25. April gegen den FC St. Pauli. Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, deren Ziel es ist, weltweit so vielen an Blutkrebs erkrankten Menschen wie möglich eine zweite Lebenschance zu geben. In der DKMS sind mehr als 13 Millionen potenzielle Spenderinnen und Spender registriert. Bis heute hat die Organisation mehr als 135.000 Stammzellspenden vermittelt.
Eine Registrierung ist auch online möglich. Alle Informationen gibt es unter www.dkms.de/cinja