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Christian Streich vom SC Freiburg über die Kritik an Noah Atubolu: „Die Leute sollten jubeln“

Christian Streich und Noah Atubolu vom SC FreiburgWichtig ist, was der Trainer sagt: Das gilt auch in diesem speziellen Freiburger Fall, bei dem Christian Streich seinen Torwart Noah Atubolu gegen Kritik aus dem Internet in Schutz nimmt. Foto: Detlef Berger

Das musste mal raus. Als Christian Streich nach dem 1:1 gegen Mainz seine Stimme in der Causa Noah Atubolu erhob, wurde einmal mehr deutlich, wie sehr den SC-Trainer die gestiegenen Ansprüche rund um den Verein beschäftigen – mit all ihren unschönen Begleiterscheinungen.

Noah Atubolu, 21 Jahre alt, geboren in Freiburg, seit bald neun Jahren beim SC und seit dieser Saison die Nummer eins zwischen den Pfosten „seines“ Vereins stand vom ersten Spieltag an unter Beobachtung. Vor allem in den Sozialen Medien werden bisweilen unfaire Maßstäbe an den deutschen U21-Nationaltorwart angelegt, der gerade seine erste komplette Bundesligasaison inklusive DFB- und Europapokaleinsätzen absolviert. Sein Vorgänger? Mark Flekken, niederländischer Nationaltorhüter und Stammtorwart beim englischen Premier-League-Klub FC Brentford. In dieser Saison spielte Atubolu bereits neunmal zu null: Nur zwei andere Bundesliga-Keeper blieben genauso oft (VfB Stuttgart/Nübel) oder noch häufiger (Leverkusen/Hradecky) ohne Gegentor.

Und doch entbrennt in den SC-Fanforen nach beinahe jedem Spiel eine leidenschaftliche, haarklein geführte Diskussion darüber, wie Atubolus Leistung zu bewerten wäre. Jeder vermeintliche Wackler, jedes Zögern des Keepers im Strafraum oder bei der Ballabgabe werden seziert. Diskutiert wird auch, ob der Verein sich einen Gefallen damit getan hat, Atubolu in seinen jungen Jahren ins Rampenlicht der Bundesliga zu stellen. Selbst professionelle Medien schlagen bisweilen mit ihren Zeilen über die Stränge: Von „Einer geht Noah rein!“ (11Freunde) bis „Mit diesen Torwartpatzern wird das nichts“ (Sport1) war schon einiges zu lesen, was einen 21-Jährigen zum Grübeln bringen könnte.

Aber vor allem die Diskussionen in den Sozialen Medien missfallen Streich, weil er weiß, dass sein junger Torwart dem kaum entgehen kann. Besonders gravierend: In den Kommentaren einiger Unbelehrbarer driftet die Atubolu-Kritik nicht selten in Richtung knallhartem Rassismus ab. „Das ist Wahnsinn, was der Kerl mitkriegt. Das geht nicht“, sagt der Freiburger Trainer.

Gefährdet sieht der SC-Coach vor allem die seit Jahren erfolgreich praktizierte Philosophie des Vereins, jungen Eigengewächsen den Weg ins Profigeschäft zu ebnen. Streich fragt zu Recht, warum der Verein bei einem Torhüter anders handeln solle als bei einem jungen Feldspieler. „Das ist der Freiburger Weg“, sagt er. „Der SC Freiburg entscheidet sich für einen Torwart aus der eigenen Jugend, aus der eigenen Stadt. Genau das ist unser Weg. Die Leute sollten jubeln“, so Streich.

Für Atubolu ist ein Zu-Null-Rekordwert in Reichweite

Dass er durch seine öffentlichen Worte fürs Erste das Gegenteil erreicht und die von ihm beklagte Unruhe nicht verschwindet, sondern Atubolu weiter im Fokus stehen wird, das dürfte dem Medienprofi Streich klar gewesen sein. Aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel und auch hier hat der Verein längst vorgebaut: Im üblichen Frage-und-Antwort-Spiel der Medien darf der Torwart (noch) nicht mitspielen, Interviews gibt er keine. Für Medienvertreter eine schmerzhafte, aber aus Vereinssicht nachvollziehbare Entscheidung.

Zumindest in einem Videointerview des SC Freiburg kam der Keeper vor der Saison zu Wort: „Es ist meine erste Bundesligasaison“ und es gehe für ihn erstmal darum „Spiel für Spiel zu absolvieren und mit den Jungs da weiter zumachen, wo sie letzte Saison aufgehört haben.“ Bei seinen Zielen und denen des Vereins liegt Atubolu also vollständig im Soll. Mit jetzt 40 Punkten und Platz sieben hat der SC auch dank Atubolu alle Möglichkeiten, zum dritten Mal in Folge das europäische Geschäft zu erreichen.

Und das nach einer komplizierten, von Verletzungen und Ausfällen geprägten Saison. Während er sich in der Abwehr häufig auf wechselnde Vorderleute einzustellen hatte, spielte Atubolu fast immer. Gegen den Heimspielgegner Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr / Sky) wird Atubolu bereits seinen 42. Pflichtspieleinsatz absolvieren. Sollte er die Saison wie geplant zu Ende spielen, wird er mit dann 45 Einsätzen der SC-Torhüter mit den meisten Spielen in einer Saison überhaupt sein und sogar Mark Flekken (44 Einsätze/ Saison 22/23) überholen.

Auch den wettbewerbsübergreifenden Zu-Null-Rekordwerten aller Freiburger Profi-Torhüter in einer Saison (Mark Flekken: 16 weiße Westen / Oliver Baumann: 15 weiße Westen) kommt der 21-Jährige mit 14 Zu-Null-Spielen nahe, bei noch vier ausstehenden Spielen. Die Zahlen sprechen also für ihn und Atubolu hat gute Gründe, selbstbewusst zu sein. Egal, was das Internet sagt.

Noah Atubolu kann in seiner ersten kompletten Saison als Nummer eins beim SC Freiburg Topwerte vorweisen. Foto: Detlef Berger

LAC Freiburg feiert Teamerfolg bei der Deutschen Meisterschaft im Berglauf

Frederik Schäfer vom LAC FreiburgFrederik Schäfer vom LAC Freiburg lief bei der Berglauf-DM auf Platz sechs. Foto: Joers

Erfolgreiche Berglauf-DM: Dank des sechsten Platzes von Frederik Schäfer, Platz sieben für Yannik Fuchs und Platz 17 für Simon Pfleiderer gewinnt der Leichtathletik Club Freiburg die Teamwertung in Zell am Harmersbach.

Die Deutsche Meisterschaft im Berglauf in Zell am Harmersbach endete mit einem Teamerfolg für den Leichtathletik Club Freiburg (LAC). In 3:34:27 Stunden gewann der LAC Freiburg nach 16 Kilometern und 890 Höhenmetern den Mannschaftstitel.

Das LAC-Team bestand aus Frederik Schäfer, Yannik Fuchs und Simon Pfleiderer: Schäfer als Sechster (1:09:36 Stunden) und Fuchs als Siebter (1:09:37) überquerten das Ziel gemeinsam, Pfleiderer wurde 17. (1:15:14). Den Tagessieg holte Lukas Ehrle (LG Brandenkopf) in 1:04:53.

Bei den Frauen schied Stefanie Doll vom SV Kirchzarten vorzeitig aus, den Sieg holte die Tübingerin Hanna Gröber in 1:16:40 Stunden. (fwb)

Neu im Kino: Der Actionkracher „The Fall Guy“ mit Ryan Gosling

Ryan Gosling in "The Fall Guy"Stuntman Colt Seavers (Ryan Gosling) will seine Ex-Freundin Jody Moreno (Emily Blunt) zurückgewinnen – doch erst muss er einen verschwundenen Filmstar wiederfinden. Foto: Universal Studios

„The Fall Guy“ ist die actionreiche Neuauflage des 80er-Jahre-Hits „Ein Colt für alle Fälle“: Ryan Gosling schlüpft in die Rolle des Stuntmans Colt Seavers. Der muss einen vermissten Filmstar aufspüren, eine Verschwörung aufklären, die Liebe seines Lebens zurückgewinnen – und ganz nebenbei seinen normalen Job machen. Was soll da schon schiefgehen?

Man sprengt ihn in die Luft, schießt auf ihn, zerschmettert ihm die Knochen und wirft ihn aus großer Höhe aus dem Fenster – alles zu unserer Unterhaltung. Der von unzähligen Jobs gezeichnete Stuntman Colt Seavers (Ryan Gosling, „Barbie“) hatte sich eigentlich ein Jahr zuvor aus dem aktiven Dienst zurückgezogen, um sich körperlich und geistig von seinem Knochenjob zu erholen. Doch dann verschwindet Tom Ryder (Aaron Taylor-Johnson, „Bullet Train“), Star eines millionenschweren Filmprojekts, spurlos. Bei dem Film führt Colts Ex Jody Moreno (Emily Blunt, „Oppenheimer“) Regie – und ehe er sich versieht, befindet sich Colt wieder im Dienst.

Während die abgebrühte Produzentin des Films (Hannah Waddingham, „Ted Lasso“) versucht, das Verschwinden ihres Stars vor dem Studio und den Medien geheim zu halten, übernimmt Colt die haarsträubenden Stunts und versucht mehr oder weniger erfolgreich, Jodys Gunst zurückzugewinnen. Doch schon bald werden die Geheimnisse um den verschwundenen Star immer mysteriöser, und Colt sieht sich in eine finstere Verschwörung verwickelt, die gefährlicher ist als jeder Stunt.

Inspiriert von der erfolgreichen Fernsehserie „Ein Colt für alle Fälle“ legt David Leitch („Bullet Train“) seinen bisher persönlichsten Film vor. Leitch, selbst ehemaliger Stuntman, hat damit nicht nur ein spektakuläres Actionfeuerwerk mit zahlreichen Stars geschaffen, sondern auch eine Liebeserklärung an das Actionkino ansich – und an die hart arbeitenden Menschen, die es überhaupt erst möglich machen. In weiteren Rollen sind Winston Duke (Black Panther-Filme) und Stephanie Hsu („Everything Everywhere All at Once“) zu sehen.

Wer bleibt und wer geht beim EHC Freiburg in der DEL 2?

EHC FreiburgWie sehr wird sich das Gesicht der Freiburger Mannschaft verändern? Die Planungen schreiten hier voran. Foto: Detlef Berger

Kaderupdate beim EHC Freiburg: Vier weitere Abgänge stehen fest – doch mit Marvin Neher bleibt ein Leistungsträger den Wölfen weiterhin treu.

Der EHC Freiburg hat weitere Kaderentscheidungen für die kommende DEL2-Eishockeysaison getroffen. So werden David Makuzki, Sebastian Hon und Mick Hochreither die Wölfe verlassen. Am Mittwoch gab der Verein außerdem bekannt, dass auch der 26-jährige Verteidiger Calvin Pokorny seinen Abschied aus Freiburg nimmt. In drei Saisons und 134 Pflichtspielen verbuchte er für die Wölfe 43 Scorerpunkte. Angreifer Makuzki trug in drei Saisons und 136 Spielen das EHC-Trikot. Verteidiger Mick Hochreither kam in der Saison 2022/23 zum EHC und absolvierte 87 Spiele. Sebastian Hon brachte es in zwei Spielzeiten auf 85 Spiele.

Seinen Vertrag verlängert hat der 26-jährige Marvin Neher, der seit sechs Jahren ein fester Bestandteil der EHC-Defensivabteilung ist. „Marvin ist aus unserem Kader schon fast nicht mehr wegzudenken, er gehört zu unserem Kern. Wir sind uns bewusst, was wir an ihm haben und schätzen Marvin als Spieler auf und neben dem Eis“, sagte Wölfe-Sportdirektor Peter Salmik. Neher selbst sagte, die Stadt und die Fans hätten ihn „unglaublich unterstützt“ und er freue sich sehr darauf, weiterhin sein Bestes für den EHC zu geben.

Nico Schneck vertritt die schwangere Theresa Merk als neuer Trainer des SC Freiburg

Nico Schneck wird der neue Trainer der Frauen des SC FreiburgDie Frauen des SC Freiburg werden künftig von Nico Schneck trainiert, der die schwangere Theresa Merk vertritt. Foto: SC Freiburg

Die Schwangerschaftsvertretung für Theresa Merk steht fest: Nico Schneck wird im Sommer neuer Cheftrainer bei den Erstligafußballerinnen des SC Freiburg. Auch ein neuer Co-Trainer kommt.

Bereits Anfang März hatte Frauenerstligist SC Freiburg und Theresa Merk die Schwangerschaft der 34-jährigen Trainerin öffentlich gemacht. Während Merks Abwesenheit aufgrund von Schwangerschaft und Mutterschutz wird ab dem 1. Juli 2024 Nico Schneck hauptverantwortlicher Cheftrainer der SC-Frauen.

Auch neuer Co-Trainer kommt

Der 36-Jährige ist im Besitz der A-Lizenz und war zuletzt für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Co-Trainer der U16-Juniorinnen tätig. „Nico ist ein sehr ambitionierter Trainer, der bei allen seinen Stationen viel Leidenschaft und Engagement gezeigt hat. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn für unser Team gewinnen konnten“, sagt SC-Abteilungsleiterin Birgit Bauer-Schick. Schneck werde die Mannschaft so lange betreuten, bis „ein guter Zeitpunkt“ für Merks Rückkehr und eine Neuverteilung der Verantwortlichkeit gekommen sei, so Bauer-Schick. Schneck bezeichnete Freiburg als „einen super Standort, der es ermöglicht, unter absolut professionellen Bedingungen zu arbeiten“.

Die Co-Trainer Luca Murdolo und Philo König beenden indes ihre Arbeit beim SC. Dafür stößt Sebastian Grunert vom SV Werder Bremen als neuer Co-Trainer hinzu.

Feuerwehr löscht Brand in Fahrradkeller in einem Hochhaus in Freiburg-Zähringen

Einsatz für die Freiburger FeuerwehrEinsatz für die Freiburger Feuerwehr. Archivfoto: Seeger

Glimpflichlich ausgegangen ist ein Brand am Sonntagabend in einem 14-stöckigen Hochhaus in der Denzlinger Straße in Freiburg-Zähringen. Die Feuerwehr konnte das Feuer in einem Fahrradverletzt rasch löschen. Verletzte gab es keine.

45 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr rückten aus, als gegen 18:30 Uhr am Sonntag Anrufer einen Brand in einem Keller eines Wohnhochhauses in der Denzlinger Straße im Ortsteil Zähringen meldeten. Vor Ort angekommen, drang bereits dichter Rauch aus einem Fahrradkeller im Untergeschoss des 14-stöckigen Gebäudes. Schnell konnte die Brandstelle laut Angaben der Feuerwehr Freiburg von den ersteintreffenden Feuerwehrkräften ausfindig gemacht und eine Brandbekämpfung unter Atemschutz mit einem Strahlrohr aufgenommen werden. In dem Abstellraum für Zweiräder waren zwei herkömmliche Fahrräder – ohne Elektroantrieb aus ungeklärter Ursache in Brand geraten.

Parallel dazu kontrollierten weitere Angehörige der Feuerwehr das restliche Gebäude und
die angrenzenden Treppenräume auf eine etwaige Rauchausbreitung. Eine Ausbreitung des Rauches und somit eine Gefährdung für die Bewohner des Hochhauses konnte durch das rasche Einleiten der Brandbekämpfung verhindert werden. Auch eine maschinelle Überdruckbelüftung kam dabei zum Einsatz.

Der Brand konnte schnell gelöscht und das Brandgeschehen somit auf das Kellerabteil des
Hauses begrenzt werden. Dabei hätten auch die baulichen Vorkehrungen des Hochhauses,
in Form von Schleusen und verschlossenen Türen, ihre erwünschte Schutzwirkung erfüllt, so die Feuerwehr.

Verletzte Personen gab es bei dem Einsatz keine. Der Rettungsdienst mit leitendem Notarzt
nebst Organisatorischem Leiter Rettungsdienst, musste keine Patienten versorgen. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Polizei übernommen.

Der SC Freiburg holt einen Punkt gegen Mainz und Streich stärkt Noah Atubolu

Noah Atubolu im Heimspiel gegen MainzNoah Atubolu im Heimspiel gegen Mainz: WIe schon im Hinspiel zeigte der SC-Keeper gegen die Mainzer eine gute Leistung. Foto: Detlef Berger

Der SC Freiburg hat im Bundesliga-Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 am Sonntagabend 1:1 (1:1)-Unentschieden gespielt. Die frühe Führung für Freiburg erzielte Michael Gregoritsch. Nach der Partie hielt SC-Trainer Streich ein emotionales Plädoyer für seinen Torhüter Noah Atubolu.

Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der Hausherren: Eine butterweiche Flanke von Ritsu Doan aus dem Halbfeld vor dem Mainzer Strafraum verwertete SC-Angreifer Michael Gregoritsch bereits nach sechs Minuten per Kopf. Nach der frühen Freiburger 1:0-Führung entwickelte sich eine umkämpfte Partie, in der die abstiegsbedrohten Gäste vor allem in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel hatten. Die Großchance zum 2:0 hatte aber zunächst Gregoritsch in der 29. Minute: Zentner klärte in höchster Not mit der Fußspitze. Auch Freiburgs Nummer eins Noah Atubolu war in der 33. Minute gegen Jonathan Burkhardt gefordert, der im SC-Strafraum freistehend zum Schuss kam. Atubolu kam hier noch mit der Fußspitze an den Ball. „Schwieriges Spiel. Die Mainzer sind aggressiv. Es ging darum, dass wir sehr diszipliniert arbeiten. Das haben wir getan“, sagte SC-Trainer Christian Streich.

In der 40. Minute fiel dann doch der Ausgleich: Erneut war es Burkhardt, der Yannik Keitel entwischte und einen flach gespielten Querpass von Caci zum 1:1 verwertete. „Vielleicht muss ich da einen Tick näher stehen“, sagte Keitel.

In die zweite Halbzeit vor 33.700 Zuschauern im Europa-Park Stadion ging es auf Freiburger Seite zunächst ohne Wechsel. Leicht strittig war eine Szene in der 53. Minute, als Eggestein bei einem Kopfball zu Fall kam. Schiedsrichter Marco Fritz ließ hier aber weiterspielen. Nach gut einer Stunde nahm SC-Trainer Christian Streich seinen Kapitän Christian Günter und Vincenzo Grifo vom Feld, für sie kamen Röhl und Makengo, die sofort für Wirbel sorgten: Röhl löste sich mit einer Drehung im Mittelfeld und lief Richtung Strafraum, wo er zu Gregoritsch passte. Dessen Schuss verfehlte das Mainzer Tor nur um Zentimeter (58.).

In der 62. Minute tauchte Gregoritsch aussichtsreich vorm Mainzer Tor auf. Doans Flanke und der anschließende Kopfball des SC-Stürmers blieben jedoch folgenlos. In der 82. Minute prüfte Gregoritsch FSV-Keeper Robin Zentner dann mit einem Schuss von der Strafraumgrenze. Auch die Mainzer sorgten noch einmal für Gefahr: Atubolu aber kam rechtzeitig gegen Onisiwo aus seinem Kasten heraus und faustete den Ball weg (88.).

Streich hält Plädoyer

Die Pressekonferenz nach der Partie nutzte Christian Streich, um ein Plädoyer für den jungen SC-Torhüter zu halten, der in dieser Saison schon neunmal ohne Gegentor geblieben war – dem drittbesten Wert hinter Leverkusen und Stuttgart. „Was mir nicht gefiel, es ist mir viel zu unruhig um den Noah Atubolu. Ich kriege mit, was in den Sozialen Medien abgeht. Das ist unglaublich, das geht nicht. Der hat vielleicht zwei, drei Fehler gemacht, hat aber in der Saison schon 40 Spiele gemacht und ist erst 21 Jahre alt. Wir sind in Freiburg. Und wir müssen so junge Spieler unterstützen“, sagte Streich, der sich davon überzeugt zeigte, dass der gebürtige Freiburger Atubolu sich in der Bundesliga durchsetzen könne.

Durch den einen Punkt überholte Freiburg den FC Augsburg in der Tabelle und steht nun mit 40 Punkten auf dem siebten Platz. Der Punkt gehe „in Ordnung“, sagte Vincenzo Grifo: „Und den siebten Platz wollen wir jetzt verteidigen. Das dritte Jahr in Folge europäisch zu spielen wäre für uns herausragend.“ Am kommenden Samstag gegen Wolfsburg spielen die Freiburger erneut vor heimischen Publikum, wo der Sport-Club seit mittlerweile sechs Bundesligaspielen auf einen Heimsieg wartet.

Polizei in Freiburg fischt ein Quad aus dem Dietenbachsee und sucht den Besitzer

Ein Quad im Dietenbachsee: Polizei sucht jetzt nach Hinweisen.Ein Quad im Dietenbachsee: Polizei sucht jetzt nach Hinweisen. Fotos: Polizei / Stadt Freiburg

Ungewöhnliches Fundstück in einem Freiburger See: Polizei und Feuerwehr haben aus dem Dietenbachsee ein wahrscheinlich gestohlenes Quad aus dem Wasser geborgen. Jetzt stehen die Ermittler vor einem Rätsel.

Im Dietenbachsee in Freiburg ist am Donnerstagnachmittag ein blau-weißes Quad gefunden worden. Das Fahrzeug wurde von der Feuerwehr geborgen und von der Polizei sichergestellt. Am dem vierrädrigen Geländefahrzeug war lediglich noch ein kleiner Teil des Kennzeichens vorhanden. Es handelt sich zweifelsfrei um eine Freiburger Zulassung mit einer HU-Plakette gültig bis 05/24.

Die Spurenlage am Fahrzeug deutet darauf hin, dass das Quad vermutlich entwendet wurde. Der aktuelle Halter des Fahrzeugs konnte bisher noch nicht ermittelt werden. Die Polizei Freiburg geht daher mit folgenden Fragen an die Öffentlichkeit: Wer erkennt das auf dem Foto abgebildete Quad und kann sachdienliche Hinweise zu seinem Halter bzw. Besitzer geben? Wer hat im Bereich Dietenbachsee Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Quad gemacht?

Hinweise nimmt das Polizeirevier Freiburg-Süd telefonisch unter 07 61 / 8 82 – 44 21 rund um die Uhr entgegen.

Das Sondertrikot des SC Freiburg war schon nach wenigen Stunden ausverkauft

Europa-Park StadionAm Sonntag laufen die SC-Spieler im Europa-Park Stadion in Sondertrikots auf. Foto: Joers

Zu seinem 120-jährigen Vereinsjubiläum läuft der SC Freiburg im Heimspiel am Sonntag gegen Mainz 05 in einem limitierten Sondertrikot auf. Im Online-Shop des Vereins allerdings war das rot-weiß-gestreifte Jersey bereits nach wenigen Stunden vergriffen.

Fußball-Bundesligist SC Freiburg feiert in diesem Jahr mit verschiedenen Aktionen sein 120-jähriges Vereinsjubiläum. Den runden Geburtstag nimmt der Verein unter anderem zum Anlass und präsentierte am Donnerstag ein limitiertes Sondertrikot, in dem die SC-Spieler ihr Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz am Sonntag (19:30 Uhr) bestreiten werden. Auch die Erstliga-Frauen des SC werden das Jubiläumstrikot in ihrem letzten Ligaheimspiel gegen RB Leipzig am 20. Mai tragen.

Zu kaufen gibt es das limitierte Trikot aber nicht mehr, wie der Verein auf X (früher Twitter) nur kurz nach der Vorstellung des Hemdes einräumen musste. „Bereits nach wenigen Stunden“, sei das Sondertrikot zum Jubiläum vergriffen gewesen, so der Verein. Vereinzelt seien noch Exemplare in Kindergrößen erhältlich. Unter dem Post machen enttäuschte SC-Fans ihrem Ärger darüber Luft, dass sie keines der begehrten Hemden mehr bekommen haben oder von der Verkaufsaktion nichts mitbekommen hätten und der Verein diese frühzeitiger hätte ankündigen müssen. Einzelne Käufer preisen das Trikot bereits zu stark überhöhten Preisen im Internet an, wie zum Beispiel in einem mittlerweile gelöschten Angebot auf der Verkaufsplattform Ebay-Kleinanzeigen.

Das Trikot hat ein gestreiftes Design in den Vereinsfarben weiß-rot und einen laut SC „bewusst gewählten Retro-Look“, dank des eingestickten SC-Wappens in Kombination mit dem 120-Jahre-Kampagnenlogo. Beworben hat der Verein das Jersey in einer Fotokampagne unter anderem mit den früheren SC-Fußballern Tobias Willi, Martin Braun, Karim Guédé und Hans-Peter Schulze. Schulze und Willi gehören auch dem Organisationsteam der SC-Traditionsmannschaft an.

Im Rahmen seines Vereinsjubiläums wird es am 2. Juni im Dreisamstadion auch ein Stadtteilturnier geben. Für das Grümpelturnier kooperiert der SC mit den einzelnen Bürgervereinen der Stadt, eingeladen sind alle 26 Freiburger Stadtteile. Noch bis zum 30. April können Bürgervereine ein eigenes Team für das Stadtteilturnier melden. Am 30. Juli 2024 wird es außerdem einen SC-Jubiläumsabend auf dem Zelt-Musik-Festival (ZMF) geben, dass in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert.

Streich warnt vor Mainz

Auf der Pressekonferenz vor der Partie am Sonntag warnte SC-Trainer Christian Streich vor dem kommenden Gegner aus Mainz, der „sehr gut besetzt“ sei, so der SC-Coach: „Gegen Mainz, die in so einer Verfassung sind und gegen den Abstieg kämpfen, brauchen wir 100-prozentige Präsenz. Und wenn wir nicht die mannschaftliche Geschlossenheit hinkriegen, dann werden wir den Kürzeren ziehen“, sagte Streich.

Für seine eigene Mannschaft kämen für die Partie personell „2 bis 3 Wechsel“ in Frage, so Streich: „Natürlich gibt es auf gewissen Positionen nicht so viele Möglichkeiten. Einige stehen aber auch wieder besser da“, sagte der 58-Jährige, der noch in fünf Partien als SC-Trainer an der Seitenlinie stehen wird und zum Saisonende aufhört.

Streik: Heute und morgen fahren in Freiburg keine Busse und Straßenbahnen

Bus in FreiburgNichts geht mehr: Verdi ruft am Donnerstag und Freiburg zum Streik im Nahverkehr in Freiburg auf. Foto: Joers

In Freiburg hat der zweitägige Streik im Nahverkehr begonnen. Keine zwei Monate nach dem letzten Streik sorgt die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag und Freitag, 18. und 19. April, erneut für Stillstand im Nahverkehr. Im VAG-Liniennetz fahren an beiden Tagen keine Straßenbahnen und fast keine Busse.

In Freiburg hat der zweitägige Verdi-Streik begonnen. Von Betriebsbeginn bis Betriebsschluss fahren deshalb im Liniennetz der Freiburger Verkehrs-AG (VAG) heute und am morgigen Freitag keine Straßenbahnen und mit wenigen Ausnahmen keine Busse. Auch die Schauinslandbahn sowie das Kundenzentrum pluspunkt, das VAG-Fundbüro und die Abteilung für das erhöhte Beförderungsentgelt im pluspunkt bleiben geschlossen.

Im Omnibusbereich bleiben lediglich die Linien 15 und 32 weitgehend in Betrieb sowie etwa die Hälfte der Fahrten auf den Linien 24, 33 und 34, weil diese von privaten Auftragsunternehmen gefahren werden. Alle anderen VAG-Buslinien fahren nicht. Alle stattfindenden Fahrten werden in der elektronischen Fahrplanauskunft verzeichnet sein.

Ein Notfallfahrplan sei laut Angaben der VAG nicht möglich. Betroffen vom Streik ist in der Nacht von Freitag auf Samstag auch der durchgehende Nachtverkehr im Stadtbahnnetz, die Nachtbuslinie N40 sowie die dazugehörigen Anschlusstaxi-Angebote in die angeschlossenen Umlandgemeinden.

Die VAG weist darauf hin, dass die trotz des Streiks verkehrenden Buslinien keinen Anschluss an andere Stadtbahn- oder Buslinien der VAG bieten. Zudem sind mit den Linien der Breisgau-S-Bahn sowie über die innerstädtischen Haltepunkte des Regionalverkehrs der Deutschen Bahn und mit einigen Linien der im Umland verkehrenden Busgesellschaften Ziele in der Stadt Freiburg weiter erreichbar.

Verdi bestreikt den Nahverkehr in Freiburg
Nichts geht mehr am Donnerstag und Freitag: Verdi streikt. Foto: VAG

Parallel zu den Streiks finden in Freiburg auch die Abiprüfungen statt. Die kurzfristige Streikankündigung sorgte auch deshalb für Kritik bei den VAG-Vorständen Oliver Benz und Stephan Bartosch: „Am 24. April steht der nächste Verhandlungstermin mit der Gewerkschaft bereits fest. Wir waren auch während der Urabstimmung zu Gesprächen bereit und sind es weiterhin“, so Benz. „Mit den nächsten Streiktagen wird der Tarifkonflikt erneut auf dem Rücken unserer Fahrgäste ausgetragen. Dass nun auch zum Teil Abiturientinnen und Abiturienten betroffen sind, die am Donnerstag und Freitag ihre Prüfungen haben, ist schlechter Stil.“

Kultusministerin kritisiert Streikzeitpunkt wegen der Abiturprüfungen

Auch das baden-württembergische Kultusministerium äußerte sich zu der terminlichen Kollission des Streiks mit den Abiturprüfungen im Land: „Das ist natürlich ein sehr unglücklicher Zeitpunkt, schließlich ist das Abitur an sich schon eine große Herausforderung und die Schülerinnen und Schüler stehen unter enormer Anspannung. Da braucht es eigentlich nicht noch zusätzlichen Stress“, so die Kultusministerin Theresa Schopper. Für die anstehenden Abitur- und Abschlussprüfungen gelte laut dem Ministerium: Das Abitur und die Abschlussprüfungen finden statt. Für das Zu-Spät-Kommen gelte eine Toleranzgrenze von 30 Minuten. Auch wer also eine halbe Stunde zu spät komme, dürfe noch mitschreiben. Und wer aufgrund des Streiks nicht in die Schule kommen könne, für den bleibe grundsätzlich der Nachtermin. Es bedfrf auch hier der Prüfung des Einzelfalls, ob die Schülerin oder der Schüler nicht unter zumutbaren Anstrengungen zur Schule hätte kommen können. Dies zu beurteilen liege dem Ministerium zufolge dann jeweils im Aufgabenbereich der Schulen vor Ort.

Nach vier Runden hatte Verdi die Verhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband, der auch die VAG vertritt, am 11. März für gescheitert erklärt. Die Gewerkschaft fordert vor allem eine Verkürzung der Arbeitszeit von 39 auf 35 Stunden. Laut den VAG-Vorständen hätte die vorgelegten Forderungen zum Tarifabschluss ein Gesamtplus von 30 Prozent zur Folge. Für die VAG würde das laut ihren Angaben ein jährliches Defizit von über 14 Millionen Euro bedeuten: „Das wäre den Steuerzahlerinnen und Steuerzahler nicht zu vermitteln gewesen“, erklärten die beiden VAG-Vorstände.

Mit den beiden nun anstehenden Streiktagen werden es allein im Jahr 2024 schon fünf Tage sein, an denen Verdi den Nahverkehr bestreikt. Damit wird der bisherige Rekord von fünf Streiktagen in einem Jahr in Freiburg eingestellt.