bz.medien-logo

News

Eishallen-Sanierung in Freiburg würde 39 Millionen Euro kosten

Eishalle Freiburg Echte Helden ArenaEin Relikt aus einer anderen Zeit: Die Echte Helden Arena ist alles andere als zeitgemäß und soll nun an selber Stelle quasi wie neu gebaut werden – vorausgesetzt, der Gemeinderat stimmt zu. Foto: Joers

Ein finanzstarker Geldgeber, eine vielversprechende Bundesförderung und eine smarte Projektidee – plötzlich stehen die Zeichen für eine Eishallensanierung in Freiburg so günstig wie nie, sagt die Rathausspitze. Für den EHC Freiburg bliebe es aber eine enorme Kraftanstrengung. Am 9. Dezember ist der Gemeinderat am Zug.

Eine herzliche Umarmung des EHC-Vorsitzenden Michael Müller setzte am Montag den Schlusspunkt unter eine denkwürdige Pressekonferenz. Nur wenige Minuten zuvor hatte Maximilian Zimber-Morat von der MZM-Holding GmbH öffentlich erklärt, warum er das Eishallen-Projekt in Freiburg mit 5 Millionen Euro unterstützen möchte. „Es ist mir ein Anliegen, den Breitensport zu unterstützen. Ich mache das sehr gerne.“ Das veranlasste nicht nur Müller zu der spontanen Umarmung des bekennenden EHC-Fans Zimber- Morat, sondern nötigte auch Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn größten Respekt ab. „Dass jemand in diesen Zeiten so viel Geld in die Hand nimmt, ist wirklich außergewöhnlich“, sagte Horn.

Sie stellten im Rathaus das Eishallen-Projekt vor (v.l.n.r.): Baubürgermeister Martin Haag, Oberbürgermeister Martin Horn, EHC-Vorstand Michael Müller und Mäzen Maximilian Zimber-Morat (nicht im Bild: Finanzbürgermeister Stefan Breiter). Foto: Joers

Das seit Jahren stockende Eishallenprojekt in Freiburg nimmt also plötzlich gehörig Fahrt auf. Die am Montag vorgestellte Machbarkeitsstudie zeigt, dass eine Generalsanierung der Echte-Helden-Arena möglich ist. „Wir haben den Bestand intensiv geprüft und wissen nun, dass eine Sanierung technisch machbar ist“, so Baubürgermeister Martin Haag. Wesentliche Teile der alten Halle blieben erhalten, darunter die Fundamente und ein Großteil der Tribüne. Neu errichtet würde die Haupttribüne sowie ein neuer Gebäudeteil mit Funktionsräumen sowie das Dach. Die alte, marode Dachkonstruktion der Echte-Helden-Arena, die aufgrund der notwendigen, stabilisierenden Stahlträger den Zuschauern die Sicht nimmt und die Hallenkapazität verringert, wäre also endlich Geschichte. In der dann „neuen“, DEL-tauglichen Halle hätten künftig 4.500 bis 5.000 Zuschauer Platz. Die Hallenkapazität ergibt sich aus den bereits existierenden Tribünen. „Diese für eine geringere Kapazität zurückzubauen, wäre ja ein Schildbürgerstreich“, so Baubürgermeister Haag.

„Es sind keine K.O.-Kriterien erkennbar“, sagt Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag über das angedachte Sanierungskonzept für die Eishalle. Neben einer großflächigen Photovoltaiknutzung auf dem künftigen Hallendach wäre auch der Lärmschutz für die Anwohner deutlich verbessert. „Die Sanierung ist nachhaltiger und vor allem kostengünstiger, da wir vieles nicht bauen müssen, weil es schon da ist“, so Haag.

Das „Momentum“ (OB Horn) für die Hallensanierung ergibt sich auch aus der Finanzierung. Rund 39 Millionen Euro würde das Projekt kosten. Der Eigenanteil des EHC Freiburg liegt bei neun Millionen Euro, wovon fünf Millionen Euro von Max Zimber-Morath stammen. Zudem strebt das Rathaus einen Zuschuss aus dem Sportfördertopf der sogenannten „Sport-Milliarde“ des Bundes an. Eine Maximalförderung bis zu acht Millionen Euro wäre hier möglich. „Die Fördermittel sind essenziell für das Gesamtprojekt“, sagt Finanzbürgermeister Stefan Breiter. Schon Mitte Januar will die Stadt den Antrag auf den Weg bringen. Auch mit den Bundestagsabgeordneten aus Freiburg und der Region befinde sich die Stadt deshalb in
Gesprächen. „Was für die Eishalle spricht, ist ihre regionale Bedeutung“, so der Oberbürgermeister. Laut EHC-Vorstand Müller werde die Halle nur zu zehn Prozent vom Zweitliga-Profiteam genutzt. „Wenn wir diese Lösung nicht gemeinsam stemmen, bedeutet das das Aus für den Nachwuchs, den Publikumslauf und auch für den EHC“, so Müller.

Doch der Verein wird sich bis zum erhofften Quasi-Neubau auf eine beschwerliche Reise begeben müssen. Gebaut würde im laufenden Betrieb, jeweils in den Sommermonaten und das drei Jahre lang von 2029 bis 2031 – was für den EHC auch Einbußen bei den Zuschauereinnahmen bedeutet. Zur Saison 2031/32 könnte alles fertig sein.

Das finale Wort hat der Freiburger Gemeinderat. Am 9. Dezember entscheidet er über das Projekt.

Kinderwunsch wird wahr: Samuel Koch aus Südbaden wird zum ersten Mal Vater

amuel Koch und seine Frau Sarah Elena werden zum ersten Mal Eltern – hier bei einem Besuch im Europa-Park vor Längerem.amuel Koch und seine Frau Sarah Elena werden zum ersten Mal Eltern – hier bei einem Besuch im Europa-Park vor Längerem. Foto: Europa-Park

15 Jahre nach seinem Unfall bei „Wetten, dass..?“ wird Schauspieler Samuel Koch aus Südbaden Vater. Schon lange hatten sich der 38-Jährige aus Efringen-Kirchen und seine Frau Sarah Elena ein Kind gewünscht. In einem RTL-Interview im April sagte Sarah Elena über das Thema: „Ein Kind ist ja wirklich mit das schönste Geschenk, das es gibt, aber es ist immer noch ein Wunder. Es ist ja kein Ding, das man mal eben so im Lidl kaufen geht.“ Laut Medienberichten hat es geklappt und sie dürfen sich über Nachwuchs freuen.

Das Baby soll bereits Mitte Dezember zur Welt kommen. Die Querschnittslähmung von Samuel Koch war dabei kein Hindernis, bereits 2023 hatte er im Gespräch mit Rollstuhlbasketballer Leeroy Matata bei Youtube erklärt, dass ihn dies nicht davon abhalte, Vater zu werden, da das Nervensystem intakt sei. Herzlichen Glückwunsch!

Ministerpräsident Winfried Kretschmann bekommt Ehrenpreis in Freiburg

Winfried Kretschmann wurde in Freiburg mit dem „Prix Bartholdi“ ausgezeichnet.Winfried Kretschmann wurde in Freiburg mit dem „Prix Bartholdi“ ausgezeichnet. Foto: Maximo-Hans Musielik

Ministerpräsident Winfried Kretschmann war am vergangenen Freitag im Peterhofkeller der Uni Freiburg zu Gast. Hier wurde er für seine grenzübergreifende Zusammenarbeit mit Frankreich und der Schweiz mit dem „Prix Bartholdi“ ausgezeichnet. Auch Laudator Markus Dieth lobte sein großes Engagement. „So eine Lobrede zu hören, wenn man noch lebt, ist schon großartig – auch wenn manches, was meine Person betrifft, sicher übertrieben war“, sagte der Ministerpräsident nach der Preisverleihung.

Jedes Jahr würdigt der Bartholdi-Ehrenpreis eine Persönlichkeit oder Institution, die durch ihr Handeln
und ihr Engagement in bemerkenswerter Weise zur Entwicklung der grenzüberschreitenden
Zusammenarbeit am Oberrhein beigetragen hat. Zu den illustren früheren Preisträgern gehören Martin
Herrenknecht
(2012), Roland Mack (2014), Willy Liebherr sowie Hans-Martin Tschudi (2024).

Kinotipp: Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery“ mit Daniel Craig

Detektiv Benoit Blanc (Daniel Craig, r.) soll einen mysteriösen Mord aufklären – dabei wird er von dem jungen Priester Jud Duplenticy (Josh O’Connor) unterstützt.Detektiv Benoit Blanc (Daniel Craig, r.) soll einen mysteriösen Mord aufklären – dabei wird er von dem jungen Priester Jud Duplenticy (Josh O’Connor) unterstützt. Foto: Netflix

Erneut schlüpft Daniel Craig in die Rolle des Meisterdetektivs Benoit Blanc. Und der muss seinen bisher schwersten und vor allem gefährlichsten Fall lösen. In einer Kirchengemeinde geschieht ein Mord – ein scheinbar unmögliches Verbrechen. Jeder ist ein Verdächtiger, doch nichts ist so, wie es scheint.

Der junge Priester Jud Duplenticy (Josh O’Connor, „The Crown“) wird in eine kleine Gemeinde in der Nähe von New York geschickt, um Monsignore Jefferson Wicks (Josh Brolin, „Dune“) zu unterstützen. Der ist für seine exzentrischen Predigten bekannt.

Zu den Mitgliedern dieser mysteriösen und fast schon sektenähnlichen Gemeinschaft zählen Martha Delacroix (Glenn Close, „Damages“), der Hausmeister Samson Holt (Thomas Haden Church, „Spider-Man 3“), die Anwältin Vera Draven (Kerry Washington, „Django Unchained“), der Politiker Cy Draven (Daryl McCormack, „Peaky Blinders“), der Stadtarzt Dr. Nat Sharp (Jeremy Renner, „Avengers: Endgame“), der Autor Lee Ross (Andrew Scott, „Sherlock“) und die Cellistin Simone Vivane (Cailee Spaeny, „Priscilla“). Als ein Mord geschieht, der unter den gegebenen Umständen unmöglich scheint, erschüttert das die kleine Gemeinde. Polizeichefin Geraldine Scott (Mila Kunis, „Die wilden Siebziger“) bittet schließlich den legendären Detektiv Benoit Blanc (Daniel Craig) um Hilfe.

Nach „Mord ist Familiensache“ (2019) und „Glass Onion“ (2022) bringt Rian Johnson mit „Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery“ den dritten Teil der erfolgreichen Krimi-Reihe auf die große Leinwand. Erneut versammelt sich ein hochkarätiges Ensemble um Daniel Craig. Die ersten Kritiker überzeugt der neue „Knives Out“-Film. Auf den Filmbewertungsseiten Imdb (7,9 von 10 Punkten) und „Rottentomatoes“ (Score von 95 Prozent) schneidet dieser ebenfalls sehr gut ab.

Wildes Abenteuer für tierische Detektive in „Zoomania 2“

Die tierischen Detektive Judy Hopps und Nick Wilde geraten auf die rätselhafte Spur eines geheimnisvollen Reptils, das in Zoomania auftaucht. Foto: Disney EnterprisesDie tierischen Detektive Judy Hopps und Nick Wilde geraten auf die rätselhafte Spur eines geheimnisvollen Reptils, das in Zoomania auftaucht. Foto: Disney Enterprises

Die tierischen Detektive Judy Hopps und Nick Wilde geraten auf die rätselhafte Spur eines geheimnisvollen Reptils, das in Zoomania auftaucht und die Metropole völlig auf den Kopf stellt: Gary De’Snake! Um den Fall zu lösen, müssen die beiden undercover in völlig unbekannte Stadtteile vordringen – und dabei wird ihre wachsende Partnerschaft auf eine harte Probe gestellt. Bei ihren Ermittlungen treffen die beiden auch auf jede Menge neue Charaktere! Neben Gary De „Snake und Biber Nibbles Maplestick gibt auch Quokka-Therapeutin Dr. Fuzzby ihr tierisches Leinwanddebüt. Die Oscar-Preisträger Jared Bush („Encanto“) und Byron Howard („Zoomania“) führen Regie.

Neuauflage des Helden-Epos: Ralph Fiennes als Odysseus in „Rückkehr nach Ithaka“

Odysseus (Ralph Fiennes) ist nach seiner Rückkehr ein Anderer.Odysseus (Ralph Fiennes) ist nach seiner Rückkehr ein Anderer. Foto: Ithaca Films Limited

Nach 20 Jahren der Irrfahrt strandet Odysseus (Ralph Fiennes) an den Küsten von Ithaka,  ausgezehrt und nicht wiederzuerkennen. Der König ist endlich nach Hause zurückgekehrt, aber in seinem Königreich hat sich viel verändert, seit er in den Krieg gegen Troja gezogen ist. Seine Frau Penelope (Juliette Binoche) ist nun eine Gefangene in ihrem eigenen Heim, bedrängt vom Verlangen ihrer vielen ehrgeizigen Verehrer, einen neuen Ehemann und König zu erwählen. Ihr Sohn Telemachos, der ohne Vater aufgewachsen ist, sieht sich dem Tod durch die Hände der Freier gegenüber, die ihn als Hindernis in ihrem unerbittlichen Streben nach Penelope und dem Königreich betrachten. Auch Odysseus hat sich verändert. Gezeichnet von seinen Kriegserfahrungen ist er nicht mehr der mächtige Krieger, an den sich sein Volk erinnert. Aber er ist gezwungen, sich seiner Vergangenheit zu stellen und die Kraft wiederzufinden, die er braucht, um seine Familie zu retten und die Liebe zurückzugewinnen, die er verloren hat.

Regisseur Uberto Pasolini („Nowhere Special“) erzählt Homers Epos von der Heimkehr des Odysseus neu: als eindringliches Kammerspiel über Verlust, Entfremdung und den langen Schatten des Krieges.

Mehrweg statt weg damit: Pilotprojekt in Freiburg gestartet – Deutschlandweit einzigartiger Verbund

Die Freiburger Mehrwegbecher sehen unterschiedlich aus, können aber in allen Betrieben, die bei der Mehrwegoffensive dabei sind, gekauft und zurückgegeben werden.Die Freiburger Mehrwegbecher sehen unterschiedlich aus, können aber in allen Betrieben, die bei der Mehrwegoffensive dabei sind, gekauft und zurückgegeben werden. Foto: Schuh

Weniger Müll auf Freiburgs Straßen: Dafür wird am 1. Januar die Verpackungssteuer eingeführt. Parallel dazu setzt die Stadt aber auch eine Mehrwegoffensive um. Die Pilotphase läuft bereits seit Anfang November. Zehn Betriebe mit 16 Filialen sind dabei. Und die ersten Rückmeldungen sind positiv.

Das Projekt ist deutschlandweit einzigartig: Freiburg baut als erste Stadt einen Mehrwegverbund. Hier ist alles zentral organisiert – von der Logistik über die Reinigung bis hin zur Pfandabrechnung. Gestartet wird mit dem Mehrwegbecher: Der kann bei jedem der teilnehmenden Betriebe für einen Euro Pfand gekauft und wieder zurückgegeben werden. Die Becher sehen unterschiedlich aus und stammen von verschiedenen Betrieben, tragen aber alle eine einheitliche Kennzeichnung. Wer bei der Mehrwegoffensive mitmacht, zeigt sich am grünen Mehrweg-Logo am Eingang.

Wenn die Verpackungssteuer, wie vom Gemeinderat beschlossen, am 1. Januar in Kraft tritt, bieten Mehrwegverpackungen auch einen finanziellen Anreiz, denn der Coffee-to-go im Mehrwegbecher ist dann 50 Cent günstiger als in der Einwegvariante. „Wir wollen nicht nur eine Steuer einführen, sondern auch eine echte Alternative bieten, die einfach und attraktiv für den Konsumenten ist. Mit dem Mehrwegverbund übernehmen wir eine Vorreiterrolle in Deutschland. Wichtig ist, dass wir den Mehrweganteil deutlich erhöhen“, betonte Oberbürgermeister Martin Horn bei einem Pressetermin am Dienstag.

„Seit drei Jahren gibt es in Deutschland die Pflicht für Betriebe, auch Mehrwegalternativen anzubieten. Die Mehrwegquote ist aber leider noch immer sehr niedrig, auch in Freiburg. Nur rund 15 Prozent der Betriebe bieten bundesweit vertretene Mehrweglösungen an. Hier wollen wir mit der Mehrwegoffensive unterstützen“, so Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit.

Das Projekt beruht auf Freiwilligkeit, für die Betriebe soll es dank der zentralen Logistik attraktiv sein. Die benutzten Becher werden von der ASF in Sammelboxen abgeholt und zur Reinigung in einen Spülbetrieb gebracht. Allein in Freiburg werden laut Klaus von Zahn, Leiter des Umweltschutzamts, bisher pro Tag rund 20.000 Einwegbecher ausgegeben, pro Jahr sind es rund 7,6 Millionen.
Bislang wurden rund 1.000 Mehrwegbecher ausgegeben. Die Rückmeldungen der Betriebe, die bei der Pilotphase dabei sind, sind positiv. „Einige mussten schon nachbestellen. Wo sonst zwei bis drei Mehrwegbecher im Jahr verkauft wurden, sind es in zwei Wochen jetzt schon 50 Stück“, so Robert Reiche von der Initiative „Reusable To-Go“.

Das soll aber erst der Anfang sein, 2027 will man das Angebot auf Bowls erweitern

Freiburger Fasnet: Vergünstigte Tickets für die Kappensitzung 2026 sichern

Kappensitzung Breisgauer NarrenzunftMit dem Wochenbericht-Code geht’s zur Kappensitzung 2026 und ein buntes und unterhalsames Programm erleben. Foto: Breisgauer Narrenzunft

Mit dem Wochenbericht-Code zur traditionellen Kappensitzung: Am 31. Januar 2026 gibt es wieder ein buntes Programm mit der Breisgauer Narrenzunft (BNZ).

Die Freiburger Narren sind tradionell in die „fünfte Jahreszeit“ gestartet. Die Fasnet bietet wieder zahlreiche Höhepunkte. Allen voran die große Kappensitzung, die am 31. Januar 2026 im Bürgerhaus Seepark stattfinden wird. Die Kappensitzung ist ein Programmabend der Freiburger Fasnet mit anschließendem Tanz mit DJ.

Info: Für die Leserinnen und Leser des Freiburger Wochenberichts stellt die Breisgauer Narrenzunft ab sofort für eine Woche lang besondere Ticketpreise zur Verfügung. Tickets können mit dem Code: FASNET26 unter www.breisgauer-narrenzunft.de erworben werden.

Schwarzwald trifft Weltkino beim ersten Black Forest Film Festival im Freiburger Friedrichsbau

Bei dem Filmfestival im Friedrichsbau-Kino wird auch das Jugenddrama „Defiant“ gezeigt. Darin kämpft die rebellische Jugendliche Vilma in einer Jugendeinrichtung gegen Autoritäten und das System.Bei dem Filmfestival im Friedrichsbau-Kino wird auch das Jugenddrama „Defiant“ gezeigt. Darin kämpft die rebellische Jugendliche Vilma in einer Jugendeinrichtung gegen Autoritäten und das System. Foto: Rabbit Films

Das Black Forest Film Festival feiert seine Premiere in Freiburg: Zentrale Spielstätte für Filmpremieren, Klassiker und mehr ist das Friedrichsbau-Kino in Freiburg – flankiert von Veranstaltungen in Emmendingen. Die Macherinnen haben ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt und hoffen, dass das Festival ein Publikumsmagnet wird und sich langfristig etabliert.

Ein Highlight: der Wettbewerb um den Goldenen Tannenzapfen. Hier treffen internationale Produktionen auf deutsche Premieren. Eröffnet wird das Festival mit dem Drama „Our Hero, Balthazar“, Hollywood-Schauspieler Asa Butterfield wird dabei live aus London zugeschaltet. Gezeigt werden unter anderem auch das intensive Jugenddrama „Defiant“, der Coming-of-Age-Film „Danke für Nichts“ oder das Porträt „Twiggy“. Aber auch Klassiker aus den 50er-Jahren wie „Das kalte Herz“ und „Schwarzwaldmädel“ dürfen als nostalgische Schwarzwald-Highlights nicht fehlen.

Das Festival soll zum Treffpunkt von Filmfans und Filmemachern werden. „Ein Ort der Begegnung zwischen Erinnerung und Zukunft, Fantasie und Wirklichkeit – zwischen Schwarzwaldmagie und globalem Kino“, sagt Anna-Katharina Gerson, die das Festival mit Cornelia Hammelmann und Petra Kraus und einem engagierten Team ins Leben gerufen hat. Die Kunst- und Filmhistorikerin kommt gebürtig aus
Kenzingen, ist in Freiburg zur Schule gegangen und hat hier ihr Studium begonnen. „Seitdem wollte ich schon ein solches Festival machen. Außerdem stamme ich aus einer Kinofamilie. Meine Großmutter hat 1932 ihr komplettes Vermögen ins Tonfilmtheater investiert, und wir hatten das legendäre Roxy-Kino in Kollnau“, so Gerson.

Märchen und „KI“-Experten

Deshalb hat sie mit ihren Mitstreitern viel Herzblut in die Organisation gesteckt und kann die Premiere kaum erwarten: „Ich freue mich auf die vielen Begegnungen und Gespräche und besonders auf Margarete von Trotta und Chris Kimsey.“ Margarete von Trotta ist die Schirmherrin des Festivals und spricht in einer Masterclass über Leidenschaft, Perspektive und das politische Erzählen. Außerdem werden ihre Werke – darunter „Hannah Arendt“ und „Ingeborg Bachmann“ – gezeigt. Chris Kimsey, legendärer Produzent der Rolling Stones oder von Led Zeppelin, blickt auf über fünf Jahrzehnte Musikgeschichte zurück, während Adrian Wooton, CEO von Film London, von der Entstehung der Rockoper „Tommy“ erzählt.

Am Donnerstag, 27. November, liegt der Fokus auf „Märchen und Sagen“. Der Schauspieler Robert Herzl liest Märchen und Sagen aus dem Dreiländereck – eröffnet durch ein Grußwort der Marmeladen-Oma, eine der bekanntesten YouTuberinnen Deutschlands. Anschließend diskutieren Johannes Grenzfurthner, Michèle Salmony Di Stefano und weitere Gäste über die Rückkehr des Fantastischen und die Kraft von Mythen und Magie in der Gegenwart.

Ein Thema ist auch „KI und Kreativität“. Bei Innovations-Experte Kay Meseberg und Anwalt Emil Winkler geht es um die Frage, wem Geschichten im Zeitalter der Algorithmen gehören und wer sie erzählt.
In Emmendingen zeigt das Cine Maja im Rahmen des Festivals ebenfalls Premieren und das Tagebucharchiv präsentiert eine kreative Plattform für Filmideen.

„Wir hoffen, dass viele Kinofans dabei sind und die Premiere ein Erfolg wird. Das soll keine einmalige Veranstaltung sein, sondern sich als internationales, grenzüberschreitendes Festival etablieren.“ Mehr unter www.blackforestfilmfest.com.

Der Freiburger Weihnachtsmarkt lädt ab 20. November zum Bummeln und Genießen ein

Rund 127 Marktstände präsentieren weihnachtliche Produkte, kulinarische Spezialitäten und Kunsthandwerk. Foto: FWTM/BenderRund 127 Marktstände präsentieren weihnachtliche Produkte, kulinarische Spezialitäten und Kunsthandwerk. Foto: FWTM/Bender

Vom 20. November bis 23. Dezember lädt der Freiburger Weihnachtsmarkt wieder zu einem stimmungsvollen Bummel durch die festlich geschmückte Innenstadt ein. An insgesamt 33 Veranstaltungstagen präsentieren rund 127 Marktstände weihnachtliche Produkte, kulinarische Spezialitäten und kunsthandwerkliche Arbeiten.

Die Eröffnung findet am Donnerstag, den 20. November, um 14 Uhr statt. Die traditionelle Feier mit Lebkuchenanschnitt ist für 19 Uhr auf dem Rathausplatz geplant, gemeinsam mit Oberbürgermeister Martin Horn und FWTM-Geschäftsführer Jens Mohrmann.

Wie in den Vorjahren erstreckt sich der Weihnachtsmarkt über mehrere Plätze in der Innenstadt. Insgesamt 127 Stände verteilen sich auf die acht Standorte Rathausplatz, Franziskanerstraße, Kartoffelmarkt, Unterlinden, Predigertor, Turmstraße, Rotteckring und Colombipark. An den Adventssonntagen ergänzen 19 zusätzliche Stände auf der Kaiser-Joseph-Straße das Angebot und verbinden die Schauplätze zu einem weihnachtlichen Rundgang durch die Innenstadt.

Kunsthandwerk und Kulinarik

Das Angebot reicht von handgefertigtem Kunsthandwerk wie Holzspielzeug, Krippenfiguren und Kerzen bis zu einer breiten Auswahl an kulinarischen Spezialitäten. Besucherinnen und Besucher können sich auf 75 Kunsthandwerksstände, 38 gastronomische Anbieter und 14 Glühweinstände freuen. Für Kinder gibt es zwei Karussells, eine Weihnachtsbäckerei auf dem Kartoffelmarkt sowie einen Besuch des Nikolaus am 6. Dezember um 17 Uhr auf dem Rathausplatz.

Colombipark und soziale Angebote

Im Colombipark stehen 11 gastronomische Stände mit Glühwein, Kinderpunsch, Crêpes, Raclette, heißen Marroni und weiteren winterlichen Spezialitäten. Ein Fotopoint lädt Besucherinnen und Besucher zu Erinnerungsfotos ein, die unter dem Hashtag #weihnachtsmarktfreiburg2025 auf Social Media geteilt werden können. Soziale Einrichtungen erhalten an allen Wochenenden die Möglichkeit, sich an einem kostenfreien Stand zu präsentieren.

Für mehr Sicherheit

Eine Neuerung gegenüber den Vorjahren gibt es beim Schutz vor Fahrzeugangriffen. Nach enger Abstimmung mit Stadt und Polizei sowie einem Testlauf beim Weinfest hat die FWTM mobile Zufahrtssperren des Sperrsystems Armis One angeschafft. Sie stehen nun für den Weihnachtsmarkt zur Verfügung. An mehreren neuralgischen Punkten sichern sie die Zugänge zum Weihnachtsmarkt ab. Weitere Informationen unter www.weihnachtsmarkt.freiburg.de.