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Freiburger Kantatenchor feiert 50-Jähriges Jubiläum mit dem Konzert „Elias“

Der Kantatenchor führt in der in der Maria-Hilf-Kirche „Elias“ auf – hier übergibt Wolfgang Failer die Leitung an seinen Nachfolger. Foto: Freiburger KantatenchorDer Kantatenchor führt in der in der Maria-Hilf-Kirche „Elias“ auf – hier übergibt Wolfgang Failer die Leitung an seinen Nachfolger. Foto: Freiburger Kantatenchor

Bei der Chorgala im Konzerthaus ist der Freiburger Kantatenchor kürzlich als Projektchor 2024 ausgezeichnet worden. Dieser feiert in diesem Jahr sein 50-Jähriges. Die Geschichte des Chores ist Wolfgang Failer zutiefst verbunden – der übergibt die Leitung bei einem besonderen Konzert am Oktober an seinen Nachfolger.

Angefangen hat alles vor 50 Jahren mit einem Chor an der Albert-Schweitzer-Grundschule in Landwasser. „Mit der Zeit sind die Jungen älter geworden und konnten plötzlich nicht mehr Sopran und Alt singen. Darum haben wir irgendwann gesagt, wir könnten eigentlich einen gemischten Chor gründen. Es waren etwa 25 ehemalige Grundschüler. Um weitere Chormitglieder zu gewinnen, haben wir das Requiem von Mozart aufgeführt und waren plötzlich 120 Sänger. Es war wohl Glück, dass damals der Film Amadeus in den Kinos lief“, erzählt Wolfgang Failer.

Mit einem seiner romantischen Lieblingswerke übergibt er nun den Kantatenchor an Clemens Morgenthaler. Gemeinsam führen die beiden den Elias von Mendelssohn-Bartholdy in der Maria-Hilf-Kirche am 19. Oktober um 18 Uhr auf: Wolfgang Failer auf dem Dirigentenpult und Clemens Morgenthaler als solistischer Bass. „Elias habe ich bewusst ausgewählt. Es ist eines meiner Lieblingsstücke neben Mozarts Requiem und c-Moll-Messe. Zwei Stücke, die ein großartiger Komponist nicht fertig schreiben konnte und die wir erst vor kurzem mit dem Chor aufgeführt haben“,so Wolfgang Failer. Weitere Solisten sind Blanca Moreno (Sopran), Carolin Neukamm (Alt) und Richard Resch (Tenor). Die camerata academica freiburg begleitet den Kantatenchor in großer Orchesterbesetzung und ein Knabe der Freiburger Domsingschule übernimmt die Partie des „Knaben“. Eintritt 25 Euro / ermäßigt zehn Euro. Tickets auf www.freiburger-Kantatenchor.de. Es ist freie Platzwahl. Einlass ist eine Stunde vor Beginn.

FT Freiburg lädt zu spektakulärer Rollkunstlauf-Gala ein

Sie bieten den Zuschauern eine beeindruckende Show bei der Gala: Freiburger Rollkunstläufer wie Diego Birlinger und Charlotte Schenk zeigen mit internationalen Spitzenläufern ihr Können auf der Bühne. Foto: Freiburger FTSie bieten den Zuschauern eine beeindruckende Show bei der Gala: Freiburger Rollkunstläufer wie Diego Birlinger und Charlotte Schenk zeigen mit internationalen Spitzenläufern ihr Können auf der Bühne. Foto: Freiburger FT

Die Rollkunstlaufabteilung der Freiburger Turnerschaft lädt zu einem unvergesslichen Event ein: Am 25. und 26. Oktober, 17 Uhr verwandelt sich die Schauenberghalle in eine glitzernde Bühne für eine spektakuläre Rollkunstlauf-Gala. In diesem Jahr erwartet das Publikum zwar kein Märchen, doch dafür eine Show der Extraklasse – mit packender Musik, dynamischen Tänzen und atemberaubenden Choreografien auf höchstem Niveau. Auch wenn es diesmal keine Märchenwelt zu entdecken gibt, wird die Gala Zuschauer aller Altersklassen begeistern.

Freiburger Künstler stehen gemeinsam mit internationalen Spitzenläufern auf der Bühne und zeigen ihr Können in einzigartigen Performances. Von beeindruckender Akrobatik bis hin zu emotionalen Tanzdarbietungen – diese Gala verbindet Sport und Kunst auf Weltklasse-Niveau und bietet magische Momente für die ganze Familie. Als besonderes Highlight findet am 26. Oktober im Anschluss an die Gala die große Rollschuh-Disco der Freiburger Turnerschaft statt! Ab 20 Uhr verwandelt sich die Halle in eine Disco mit Musik vom DJ und tollem Lichtspektakel. Rollschuhe können vor Ort ausgeliehen werden – also nichts wie rein in die Rollschuhe und ab auf die Tanzfläche. Tickets gibt es unter www.reservix.de

Kinotipp: Das bildgewaltige Fantasy-Epos „Hagen – Im Tal der Nibelungen“

Hagen von Tronje (Gijs Naber) kämpft mit seinen heimlichen Gefühlen für die Königstochter. Foto: Constantin FilmHagen von Tronje (Gijs Naber) kämpft mit seinen heimlichen Gefühlen für die Königstochter. Foto: Constantin Film

Das epische Fantasy-Abenteuer beruht auf dem Erfolgsroman „Hagen von Tronje“ und erzählt das berühmte Nibelungenlied neu. Waffenmeister Hagen kämpft gegen seine düsterte Vergangenheit und die verbotenen Gefühle für die Königstochter – und dann taucht auch noch der berühmte Drachentöter Siegfried auf.

Der Burgunder Waffenmeister Hagen von Tronje (Gijs Naber, „Die Geschichte meiner Frau“) hält mit Pflichtbewusstsein und eiserner Härte das von Krisen geschüttelte Königreich zusammen. Dabei unterdrückt er die heimliche Liebe zur Königstochter Kriemhild (Lilja van der Zwaag, „Homeshopper’s Paradise“) und verdrängt seine eigene dunkle Vergangenheit. Als der berühmte Drachentöter Siegfried von Xanten (Jannis Niewöhner, „Smaragdgrün“) in Worms auftaucht und mit seiner Unberechenbarkeit die alten Strukturen gefährdet, wird Hagen zunehmend zur tragischen Figur.

Der junge und durch den plötzlichen Tod seines Vaters noch unerfahrene König Gunter (Dominic Marcus Singer, „Einer von uns“) sieht in Siegfried eine Chance, das Reich zu retten. Er bittet ihn um Hilfe, ausgerechnet die gefährliche Walküre Brunhild (Rosalinde Mynster, „Worlds apart“) zur Frau zu nehmen. Als sich Kriemhild in Hagens Widersacher Siegfried verliebt, muss er sich zwischen Liebe und Königstreue entscheiden. Hagen von Tronje wird dabei herausfinden, wer er wirklich ist.

Siegfried (Jannis Niewöhner) und Kriemhild (Lilja van der Zwaag) kommen sich langsam näher. Foto: Constantin Film

Inszeniert von dem renommierten Regie-Duo Cyrill Boss und Philipp Stennert geben Gijs Naber als „Hagen von Tronje“ und Jannis Niewöhner als „Siegfried von Xanten“ eine eindrückliche Performance als gegensätzliche Antagonisten auf Augenhöhe. In weiteren Rollen sind unter anderem Jördis Triebel, Jörg Hartmann, Bela Gabor Lenz, Alessandro Schuster, Johanna Kolberg, Emma Preisendanz und Maria Erwolter zu sehen. Der Film beruht auf dem Roman „Hagen von Tronje“ von Bestsellerautor Wolfgang Hohlbein.

Erfolgsmusical „Cabaret“ im Freiburger E-Werk

Das kultige Musical „Cabaret“ fängt die einzigartige Stimmung des legendären Berliner Clubs ein. Das kultige Musical „Cabaret“ fängt die einzigartige Stimmung des legendären Berliner Clubs ein. Foto: Die Schönen/Musiktheater im E-Werk

b dem 18. Oktober wird das Musiktheater im E-Werk in Freiburg wieder zum KitKat Club. Im heißesten Underground-Club von Berlin erlebt das Publikum „Cabaret“, eines der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten. John Kanders brillante Songs wie „Maybe This Time“, „Money Makes The World Go Round“, „Mein lieber Herr“ oder der Titelsong „Cabaret“ fangen die einzigartige Stimmung des legendären Clubs ein.

Basierend auf dem authentischen Erfahrungsbericht des Schriftstellers Christopher Isherwood, der in den späten zwanziger Jahren in Berlin lebte. Termine: 18., 19., 25. und 26. Oktober; 1., 2., 8., 9., 15. und 16. November. VVK bei BZ Kartenservice und www.dieschoenen.com.

Am Freitag startet die Freiburger Herbstmess’ – wir verlosen Freifahrten

Freiburger Herbstmess'Vorfreude auf die Herbstmess‘: Seit 25 Jahren ist die Freiburger Mess‘ bereits auf dem Neuen Messplatz zu finden und erfreut sich großer Beliebtheit. Foto: FWTM

Fahrgeschäfte, Kulinarik und Marktstände bei der Freiburger Herbstmess’: Vom 18. bis 28. Oktober 2024 herrscht an der Freiburger Messe wieder ein buntes Treiben mit 112 Schaustellern und Marktkaufleuten. Und: Der Freiburger Wochenbericht verlost exklusive Freikarten-Pakete für die diesjährige Herbstmess‘.

Mit dem bunten Angebot von 112 Schaustellern und Marktkaufleuten bietet die Freiburger Herbstmess’ vom 18. bis 28. Oktober 2024 ein vielfältiges Programm für große und kleine Besucher. Seit 25 Jahren ist die Freiburger Mess’ bereits auf dem Neuen Messplatz zu finden, immer zweimal im Jahr – einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Der Eintritt zur Freiburger Herbstmess’ ist frei.

Udo Eichmeier, FWTM-Abteilungsleitung Märkte und Events: „Über 100 Schausteller bieten auch in diesem Jahr eine aufregende Mischung aus Fahrgeschäften, Warenständen, Spielmöglichkei-ten und Gastronomieangeboten. Viele Attraktionen warten auf große wie kleine Besucher, da ist sicher für jeden etwas dabei.“

25 Warenstände mit individueller Kleidung, Schmuck, Gewürzen und Haushaltswaren, 37 gastronomische Angebote, 26 lustige Spielstände und 24 aufregende Fahrgeschäfte: Das alles erwartet die Besucher der Freiburger Herbstmess’. Los geht es am Freitag, 18. Oktober, um 17 Uhr, mit einer halben Stunde Freifahrten. Die traditionelle Eröffnung mit Fassanstich findet ebenfalls am Freitag, 18. Oktober, um 19 Uhr vor dem Riesenrad statt, mit Bürgermeister Martin Haag und dem Spielmannszug der Feuerwehr Freiburg.
Highlights bei den Fahrgeschäften sind in diesem Jahr die große Geisterstadt der Familie Fellerhoff, die Kinderachterbahn „verrückte Baustelle“ der Familie Luxem sowie weitere Kultgeschäfte wie die „Wilde Maus“, der „Musikexpress“ oder die schnellen Fahrgeschäfte „Eclipse“ und „The King“. Premiere in Freiburg feiert diesen Herbst der „Mythos“ von Jacqueline Högerle, ein Karussell, welches sich gleichzeitig um zwei Achsen dreht.

Geöffnet hat die Freiburger Herbstmess’ am ersten Veranstaltungstag, Freitag, 18. Ok-tober, von 17 bis 23 Uhr, Montag, Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 22 Uhr, Dienstag, Freitag und Samstag von 14 bis 23 Uhr sowie sonntags von 11 bis 22 Uhr. Am letzten Veranstaltungstag, Montag, 28. Oktober, hat die Herbstmess’ noch einmal von 14 bis 23 Uhr geöffnet. Weitere Infos zur Freiburger Herbstmess’ 2024 gibt es unter www.freiburgermess.freiburg.de.

Gewinnspiel:

Info: Der Freiburger Wochenbericht verlost zwei Pakete mit Freikarten für die Herbstmess’. Wer gewinnen möchte, ruft ab heute, Mittwoch, 17. Oktober, bis Sonntag, 20.10, 0 Uhr unter der 01 37/ 9 37 95 95 (0,50 € pro Anruf aus dem Dt. Festnetz/Mobilfunk) an und nennt das Stichwort „Rummel“. Teilnahme ab 18 Jahren. Viel Glück! Ein Gewinnspiel von: Freiburger Wochenbericht Verlags GmbH, Lörracher Straße 3, 79115 Freiburg. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Freiburg möchte beim Bauen in die Höhe gehen

Bauen auf dem freien Feld ist in Freiburg nur noch bedingt möglich – Nachverdichten heißt daher die Devise. Foto: pixabay.de

In Freiburgs Stadtteil Mooswald gibt es Potential zur Nachverdichtung: Nun soll es möglich sein, hier noch ein Geschoss höher zu bauen. Ein Großteil des Gemeinderates begüßt dies auch über die Stadtteilgrenzen hinaus.

Das „Rahmenkonzept Mooswald“ von 2019 soll nun eine Erweiterung von Bestandsgebäuden um ein komplettes Geschoss ermöglichen. Während früher noch vor allem die Struktur des Wohngebietes beibehalten werden sollten, tut sich nun etwas im Gemeinderat. Ob mehr Wohnraum oder flachere Dächer für mehr Photovoltaik: Das Gremium will weg von festgefahrenen Strukturen.

„Wir als Fraktion befürworten es, wenn die Fläche, die wir versiegeln, bestmöglich ausgenutzt und möglichst dicht bebaut wird“, so Julia Söhne (SPD). An vielen Stellen habe man sich ein bis zwei Geschosse mehr gewünscht.

Auch die Fraktionsgemeinschaft der Grünen Alternative und „Eine Stadt für alle“ begrüßt ein Bauen in die Höhe: „Es ist nur konsequent, wenn bei Bestands- wie bei Neubauten geprüft wird, ob zusätzliche Geschosse möglich sind“, so Stadträtin Lina Wiemer-Cialowicz. Als wachsende Großstadt seien in Freiburg Flächen für Neubauten knapp.

Die „Freiburg 4 You“-Fraktion sieht ebenfalls eine Möglichkeit, mit wenig Aufwand und ohne Flächenversiegelung dringend benötigten Wohnraum zu schaffen – nicht nur bei Bestandsbauten, auch bei Neubauten seien mehr Geschosse „unverzichtbar“, so Julian Schreck.

„Boden ist begrenzt – deshalb ist es gut, wenn dicht und in die Höhe gebaut wird“, sagt auch Grünen-Stadtrat Timothy Simms. Zusätzlichen Geschossen stehe man grundsätzlich positiv gegenüber.

Doch mit der Aufstockung gehen auch Probleme einher: Dazu gehören neben erweiterten Vorgaben beim Brandschutz auch mangelnde Barrierefreiheit. Die SPD legt zudem Wert auf Durchmischung, FR4U auf Parks und Freiflächen als Ausgleich.

Freiburgs Straßenbahnnetz soll länger werden

Die Straßenbahnführung in Freiburg ändert sich regelmäßig – auch das Streckennetz soll wachsen. Foto: Kleinhans

Freiburgs Stadtbahnnetz soll weiter wachsen: An verschiedenen Ecken und Enden der Stadt gibt es bereits Pläne für Erweiterungen und alternative Linienführungen. Kommende Woche ist der aktuelle Sachstand und die Veränderungen im Zeitplan auch Thema im Gemeinderat.

Die Stadtbahnverlängerung in Littenweiler kommt später, in St. Georgen statt der Straßenbahn eine engere Bustaktung: Vielfältige Ursachen liegen den Änderungen im Rahmenzeitplan für den Stadtbahnausbau 2030 zugrunde. Konkrete Planungen gebe es bereits zu den Stadtbahnlinien durch Dietenbach und der Verlängerung durch Littenweiler, so Garten- und Tiefbauamtsleiter Frank Uekermann.

In Dietenbach sei man vor allem von den Planungen rund um den Stadtteil abhängig: „Die Stadtbahn Dietenbach soll in Betrieb gehen, wenn die ersten 500 Personen dort leben“, so Uekermann. Vorher sei dies nicht sinnvoll. Da die Planungen zum Stadtteil Dietenbach sich verzögern, rechnet Uekermann mit einem Baustart frühestens 2027 oder 2028. Derzeit spreche man mit Zuschussgebern.

Die Planungen zur Stadtbahnverlängerung Littenweiler unterscheidet sich vor allem dadurch, dass in Dietenbach auf der freien Wiese gebaut werden soll, während die Bauarbeiten in Littenweiler im Bestand stattfinden. „Wir dachten, wir bauen die Stadtbahnverlängerung in Littenweiler unabhängig, dann kam aber die Tunnelsanierung vom Regierungspräsidium dazwischen“, so Uekermann: Ab 2027 soll eine umfassende Sanierung des Schützenalleetunnels sowie des Kappler Tunnels erfolgen.

Damit der Verkehr weiterhin fließen kann, muss die Kappler Straße saniert werden, denn diese ist in desolatem Zustand: „Wir brauchen sie als Ausweichstrecke und es geht nicht beides gleichzeitig“, so Uekermann. Daher saniert das Garten- und Tiefbauamt ab kommendem Jahr für rund eineinhalb Jahre die Kappler Straße.

Auch St. Georgen soll eigentlich einen Stadtbahnanschluss erhalten, hier stehen die Planer jedoch vor immensen Problemen. „Wir könnten laut einer Machbarkeitsstudie zwar eine Stadtbahn durch St. Georgen bauen, müssten dafür aber Privatgrundstücke nutzen und Gebäude, in denen derzeit Menschen leben, abreißen“, so Frank Uekermann. Eine Stadtbahnstrecke ginge also mit Zwangsenteignungen einher.

Stattdessen wolle man sich um eine verbesserte Busverbindung kümmern: „Die VAG macht sich gemeinsam mit dem Bürgerverein hierüber Gedanken – dann können wir das anschließend neu bewerten“, so Uekermann. Und: „Technisch ist fast alles machbar, nur ob es sinnvoll ist, ist fraglich.“

Wie die Stadtbahn Messe als Verbindungsstück zwischen dem Fahnenbergplatz und der Hohenzollernstraße technisch umzusetzen ist, ist derzeit noch Gegenstand der Planung. Sie soll vor allem das betriebliche Nadelöhr an der Hauptbahnhofbrücke entlasten.

„Wir planen, ob das technisch im Rahmen der Regelwerke möglich ist“, sagt Uekermann. Schon jetzt sei die Strecke in den Morgenstunden ausgelastet. „Wir müssen dann auch Aufstellflächen für die Umsteigenden schaffen“, so Uekermann.

In Kontakt stehen die Planer auch mit den Fördermittelgebern. Wie viel genau bezuschusst wird, ist noch unklar, so Uekermann. Man bewege sich mit zwischen 85 und 92 Prozent allerdings in den höchstmöglichen Fördersätzen.

Fraglich ist allerdings, ob Bund und Land als Fördermittelgeber die Planungen als komplett förderfähig sehen. Sonst müsste die Stadt die Kosten für nicht förderfähige Bauarbeiten selbst tragen – Uekermann rechnet mit rund 25 Prozent.

PKW kollidiert mit Straßenbahn

Einen Unfall mit einer Stadtbahn nahm die Polizei am Samstag auf. Foto: pixabay.de

Am Samstagnachmittag, 12. Oktober, gegen 14.25 Uhr kam es im Bereich der Elsässer Straße in Landwasser zu einem Verkehrsunfall zwischen einer Straßenbahn und einem Pkw. Nach derzeitigen Erkenntnissen soll der Autofahrer im Kreuzungsbereich offenbar das Rotlicht einer Ampelanlage missachtet haben und nach links abgebogen sein.

Hierbei kam es mit einer herannahenden, bevorrechtigten Straßenbahn zu einem Zusammenstoß. Verletzt wurde offenbar niemand. Der an der Straßenbahn sowie am Pkw entstandene Sachschaden wird auf insgesamt rund 10.000 Euro geschätzt.

DEL 2: Warum Trainer Timo Saarikoski beim EHC Freiburg gehen musste

Trainer Timo Saarikoski beim EHC Freiburg entlassenTimo Saarikoski steht nicht länger an der Bande bei den Freiburger Wölfen. Foto: Detlef Berger

Der Finne Timo Saarikoski ist nicht länger Trainer des EHC Freiburg in der DEL 2. Das gab der Eishockey-Zweitligist am Sonntag bekannt. Nach der Entlassung des Wölfe-Trainers soll ein Nachfolger schnell präsentiert werden.

Mit Saarikoskis Entlassung reagieren die Freiburger auf den durchwachsenen Saisonstart in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) mit zuletzt drei Niederlagen aus vier Spielen. Saarikoskis Demission und die seines Co-Trainers Sami Lehtinen sei notwendig gewesen, „um unsere gesteckten Ziele nicht aus dem Auge zu verlieren und das Potenzial unseres Kaders vollständig zu entfalten“, wird Sportchef Peter Salmik vom Verein zitiert.

Nicht konstant genug

Nachdem sich der EHC nach den ersten sechs Spielen zwischenzeitlich unter den Top drei wiederfand, kam die Entlassung am Sonntag für viele überraschend. Doch schon nach dem zweiten Spieltag hatte Salmik den Druck auf Saarikoski erhöht, als er im Wochenbericht-Interview sagte, eines der Hauptziele dieser Saison sei es, dass das Team gegenüber dem Vorjahr „noch konstanter“ werden müsse, da man im ersten Jahr unter Saarikoski „zu oft drei, vier Spiele in Folge verloren“ habe. Es folgten auf einen 3:1-Heimsieg gegen Weißwasser die drei Niederlagen gegen Dresden, Krefeld und Regensburg. Spätestens da reifte wohl im EHC-Vorstand die Überzeugung, dass die Entwicklung unter Saarikoski stagnierte. Die Ansprüche beim EHC im Jahr des 40. Vereinsjubiläums sind groß, die Playoffs das Ziel und immer wieder warnte Salmik vor dem engen Wettbewerb in der DEL2: „Jedes Pünktchen ist wichtig“, sagt er.

Das Saarikoski-Aus habe auch in der Mannschaft „am Anfang für Unruhe“ gesorgt, sagte EHC-Spieler Chris Billich am Dienstag auf einer Pressekonferenz. „Für die Mannschaft ist das nicht immer einfach. Aber ich glaube, dass unser Weg wieder nach oben geht“, so Billich. Und Freiburgs Ex-Kapitän Simon Danner ergänzte: „Für die Trainerentlassung gibt es bestimmt mehrere Gründe.“

Im ersten Spiel nach Saarikoski stand Peter Salmik als Interimstrainer an der Bande. 0:3 scheiterten die Wölfe an Spitzenreiter Landshut. „Es ist bitter, wir haben 38:29 Schüsse. Aber es kommt auf die Qualität der Schüsse an“, so Salmik, der im Training an den „läuferischen Fähigkeiten“ des Teams feilen möchte. Auch das Zweikampfverhalten gefalle ihm nicht. „Es kann nicht sein, dass der Gegner immer als Sieger aus den Zweikämpfen in den Ecken hervorgeht“, so Salmik. Aber man müsse neidlos anerkennen, dass Landshut das bessere Team war. „Man darf nicht alles schlecht reden. Es ist keine Schande, gegen Landshut zu verlieren“, so der EHC-Sportchef, der bereits „intensiv“ an der Suche nach einem neuen Trainer arbeite. Der EHC wolle „zeitnah“ mehr dazu bekanntgeben.

Freiburger Baulöwe Peter Unmüßig: „Mich reizt hier noch vieles“

Für Projektentwickler Peter Unmüßig war die Entwicklung eines neues Quartierszentrums in Landwasser eine Herzensangelegenheit. Jetzt ist das 175-Millionen-Euro-Projekt fertiggestellt. Foto: Bamberger

Für Projektentwickler Peter Unmüßig war die Entwicklung eines neues Quartierszentrums in Landwasser eine Herzensangelegenheit. Jetzt ist das 175-Millionen-Euro-Projekt fertiggestellt und es pulsiert darin das Stadtteilleben. Der 73-jährige gebürtige Freiburger kann sich noch viele andere Großprojekte in der Stadt vorstellen. Im Gespräch mit Redaktionsleiter Sven Meyer spricht der wohl bekannteste Baulöwe des Breisgaus darüber.

Herr Unmüßig, das neue Zentrum Landwasser war aufgrund des langen Vorlaufs, der Verwerfungen durch die Pandemie und den Ukrainekrieg, wohl eines ihrer schwierigsten Projekte. Lässt sich aber nun sagen: Ende gut, alles gut?

Peter Unmüßig: Es war von Anfang an ein Projekt mit vielen Hindernissen. Und gewissermaßen ein Projekt in Familientradition: Mein Vater hatte vor mehr als 50 Jahren das alte Zentrum mit unserem Unternehmen gebaut. Aber irgendwann nagt an allem der Zahn der Zeit. Das sah zuletzt furchtbar aus, überall wuchs Gras zwischen den Pflastersteinen heraus. Man hat die Nerven der Landwasseraner sehr strapaziert. Der damalige Finanzbürgermeister Otto Neideck hat mich gebeten, ob wir uns dem nicht annehmen können. Wir haben dann eine sehr anspruchsvolle Projektplanung entwickelt. Mindestens zehn Jahre kam die Stadtverwaltung nicht in die Gänge. Dann kamen die Pandemie, die Zinswende, der Ukrainekrieg und die Folgen mit Lieferengpässen, steigenden Rohstoffpreisen etc. – das hatte tatsächlich bei diesem Projekt ökonomisch große negative Auswirkungen. Aber wir haben es mit plus-minus-null am Ende hingekriegt, und darauf sind wir sehr stolz. Was mich auch sehr freut: Von den Bewohnern Landwassers erhalten wir eigentlich ausschließlich positive Rückmeldungen.


Werden Sie das fertige Projekt nun an institutionelle Anleger verkaufen?

Unmüßig: Normalerweise ja, aber aktuell ist der Markt kaputt. Nicht umsonst fallen gerade viele Bauträger um wie die Fliegen. Aktuell gibt es kaum Kaufinteressenten. Daher nehmen wir das Zentrum Landwasser nun in unseren eigenen Bestand. Das ist für uns praktisch ein Nullsummenspiel. Das können wir machen, weil wir immer gut gewirtschaftet haben. Irgendwann, in vermutlich drei bis fünf Jahren, wird sich der Markt wieder drehen, dann verkaufen wir.


Von Landwasser über die Westarkaden bis zum Güterbahnhofareal haben Sie sich an vielen Stellen in Freiburg verewigt. Was reizt Sie als nächstes?

Unmüßig: Mich reizt hier noch vieles. Ich will mich immer weiterentwickeln. Ein Projekt, das in Sichtweite ist, ist die Neubebauung am Europaeck, das sind das ehemalige Commerzbank-Gebäude am Nordende der Bahnhofsache und das danebenstehende Hochhaus. Seit 10 Jahren machen wir daran rum. Wir sind uns nun über eine sehr schöne Bebauung mit der Stadt einig. Es wird Einzelhandel, Hotel und Wohnungen geben. Mitte 2026 wollen wir mit dem Bau beginnen, im Jahr 2029 soll es dann fertig sein.


Ein weiteres Diskussionsthema ist Kleineschholz, das gemeinwohlorientierten Bauträgern vorbehalten sein soll. Dennoch möchten Sie dabei sein.

Unmüßig: Auch die Gemeinnützigen müssen doch irgendwie ein Ergebnis erzielen, sonst kriegen die gar keine Finanzierung von irgendeiner Bank. So wie die Stadt sich das vorstellt, geht das gar nicht. Alles muss betriebswirtschaftlich vernünftig darstellbar sein. Ich will jetzt einfach mal den Lackmustest machen und der Politik den Spiegel vorhalten. Wenn ich am Ende die beste Variante für den einkommensschwachen Mieter offerieren kann, wie entscheidet man dann? Das Endergebnis muss doch ausschlaggebend sein – egal ob es von den vermeintlich Guten oder einem angeblich Bösen wie mir kommt. Daher habe ich ein Angebot abgegeben. Ich bin gespannt, ob die Stadt über ihren Schatten springen kann.


Gegenüber der BZ hatten Sie vor kurzem angedeutet, es sei in Freiburg schwieriger als anderswo zu bauen. Ist das wirklich so?

Unmüßig: Nein, das kann man so nicht sagen. Es gibt hier aber eine generelle Geisteshaltung, die vieles erschwert. Der Prophet im eigenen Land gilt hier nichts. Ich mache ja wirklich viel, habe in den zurückliegenden Jahren etwa 1,2 Milliarden Euro Projektvolumen nach Freiburg gebracht, es entstehen Werte, aber hier wird das kaum goutiert. In anderen Städten wird viel mehr die Kreativität und das Engagement eines Projektentwicklers gewürdigt.


Sie sind einer der Top 10 Projektentwickler in Deutschland. Und seit geraumer Zeit auch in Guatemala. War Ihnen etwa langweilig, brauchten Sie ein Abenteuer?

Unmüßig: Ein bisschen geht es in die Richtung. Ich bin ja mit einer Guatemalteka verheiratet und fliege einige Male im Jahr dorthin, immer zwei Wochen. Es ist wunderschön, aber irgendwann wurde es auch langweilig. Ich kann mir ja nicht nur Vulkane und exotische Blumen anschauen. Da ich nichts anderes gelernt habe, als zu arbeiten, kam ich auf die Idee, dort ein Unternehmen zu gründen. Das war vor zehn Jahren. Inzwischen haben wir 40 Mitarbeiter und bauen in Downtown von Guatemala City sehr schöne hochwertige Hochhäuser made in Germany – mit Hansgrohe Badarmaturen und allem, was dazu gehört. Es ist schon etwas abenteuerlich, aber inzwischen kenne ich da meine Pappenheimer.


Man könnte nun ja sagen, ein Kreis schließt sich: Ihr Vater hat den ersten Zentrumsbau von Landwasser verantwortet, nun haben Sie ein neues Zentrum fertiggestellt. Aber es klingt nicht so, als würden Sie an Ruhestand denken.

Unmüßig: Nein, dazu macht es viel zu viel Spaß – zumal ich ja auch meinen erfolgreichen jungen Kollegen und meinem Sohn gegenüber verantwortlich bin. Ich möchte und werde ihnen helfen, erfolgreich in die Zukunft zu kommen. Wir sind als mittelständisches Unternehmen 78 Jahre am Markt und auch in 78 Jahren soll es die Firma noch geben. Es gibt noch viel zu tun. Landwasser zum Beispiel braucht jetzt einen neuen Platz der Begegnung, das darf kein Schrottplätzchen werden. Ein Platz ist ein wichtiger Ort der Begegnung und natürlich muss es da auch eine schöne Lokalität geben, wo die Menschen etwas essen und trinken können – das ist meine Lebenskultur.