Neurologin Alexandra (Özlem Saglanmak) kämpft mit den emotionalen Nachwirkungen einer falschen Entscheidung. Foto: Foto: Lighthouse
Auf der überlasteten Schlaganfallstation eines Krankenhauses beginnt der Tag für Neurologin Alexandra wie viele zuvor: zu wenig Personal, zu viele Entscheidungen, ein ständiger Kampf gegen die Uhr. Als der 18-jährige Oliver mit seiner Mutter Camilla die Station betritt, wirkt sein Zustand unspektakulär. Alexandra stuft seine Symptome als harmlos ein – dann bricht er zusammen. Was darauf folgt, ist ein präzise beobachteter, psychologischer Thriller: Eltern suchen Antworten, Kollegen rücken ab, und Alexandra ist konfrontiert mit der Möglichkeit eines folgenschweren Irrtums.
„Nachbeben“ ist das bewegende und preisgekrönte Spielfilmdebüt von Zinnini Elkington: Ein tief menschlicher Blick auf die Verantwortung, die Menschen in medizinischen Berufen auf sich laden müssen.
Das Festival wird mit der Atari Show von Goma eröffnet. Er verwandelt alltägliche Situationen in etwas Absurdes und Komisches. Foto: Piotr Spigiel
Mit einer Mischung aus professionellem Theater, Zirkus und Clownerie verwandelt das Freiburger Straßentheaterfestival verschiedene Orte in der Stadt in bunte Bühnen. Kultur unter freiem Himmel – kostenfrei, niederschwellig und für alle. Erstmals gastiert es dieses Jahr in Landwasser.
Der vielfältige Stadtteil Landwasser feiert nicht nur sein 60. Jubiläum, sondern bietet auch ideale, lebendige Spielorte für EasyStreet: den Platz der Begegnung im Herzen des Quartiers (Freitag und Samstag) sowie das Ufer des Moosweiher (Sonntag).
Dieses Jahr dürfen sich die Besucher auf ein vielfältiges und multikulturelles Programm aus Figurentheater, Clowns, Akrobatik und bewegenden Geschichten freuen. Liebevoll von einem kleinen Team von Künstlern kuratiert, hat sich EasyStreet inzwischen als feste Größe im Freiburger Kulturleben etabliert und zieht immer mehrere tausend Besucher an.
Das neunte EasyStreet Festival wird am Freitag um 17 Uhr mit der Atari Show von Goma eröffnet – einem Lachmuskeltrainer, der mit Musik und Kreativität Szenen aus dem Nichts entstehen lässt. Ebenfalls zu sehen ist die Möchtegern-Grand-Dame Andreanne Thiboutot aus Belgien mit „Hoopelai“. Den Abschluss bildet um 21 Uhr die traumhaft-surreale Show für Erwachsene „Abattoir Blues“ des Italieners Luigi Ciotta. Ab 15 Uhr geht es am Samstag mit dem schwedischen Zirkus Trattofon weiter. Die Flying Sisters der Company Crelle bringen eine urlustige Straßenshow mit. Und die Akrobaten von Omnivolant treten ebenfalls auf. Außerdem bereichert der Walk-Act des inklusiven Freiburger Theaters fundwerk den Nachmittag mit Masken.
Am Sonntag erzählt Marcelo Miguel eine wunderschöne Freundschaftsgeschichte; Akrobatik in und auf der Tonne zeigt das Frauen-Duo Tonnection, während Luigi Ciotta in seiner zweiten Show in die Rolle eines jonglierenden Zuckerwatteverkäufers schlüpft. Auch Omnivolant haben eine weitere Show dabei: eine poetische, akrobatische Performance. Mehr unter www.easystreetfestival.de.
Beim Colombischlössle-Fest gibt es für Familien wieder viel zu entdecken. Foto: Marc Doradzillo
Am Sonntag, 10. Mai, von 11 bis 17.30 Uhr wird der Colombipark zum lebendigen Steinzeitlager: Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, lädt große und kleine Besucher zum jährlichen Fest mit vielfältigen Mitmachaktionen, anschaulichen Einblicken in die Archäologie und kulinarischen Angeboten ein. Auf Abenteuerlustige wartet ein Steinzeit-Parcours, der Spürsinn und Geschicklichkeit fordert.
Der Eintritt kostet 8 Euro, mit Museums-Pass-Musées 6 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen 3 Euro. Im steinzeitlichen Kostüm ist der Eintritt frei. Online-Tickets gibt es unter www.museen-freiburg.de/shop/colombischloessle-fest.
Drei Kübel mit Bäumen stehen als zusätzliche Schattenspender seit Dienstag auf dem Platz der Alten Synagoge – mit Rundbänken als Sitzgelegenheit. Foto: Bernhard Strauss/Bloom.Green.Systems
Der Platz der Alten Synagoge gilt im Sommer als einer der Hitze-Hotspots der Stadt. Deshalb wurden hier am Dienstag von der Freiburger Firma „Bloom.Green.Systems GmbH“ im Auftrag der Stadt drei große Baumkübel mit Rundbänken aufgestellt. Diese spenden über die Sommermonate hinweg zusätzlichen Schatten und sollen neue Aufenthaltsorte schaffen.
Die Maßnahme ist Teil der Freiburger Grünoasen und läuft zunächst für sechs Monate. Wenn sich die Lösung in der Testphase bewährt, soll sie bleiben. „Für uns ist das eine Weltpremiere. Wir müssen mehr Grün in die Städte bringen, das ist unser Ansporn“, so Wulf Wössner, einer der Gründer des Freiburger Unternehmens, der über 30 Jahre Expertise in der Leitung von Großbauprojekten sowie in der Bauwerksbegrünung mitbringt. Nach dem Pilotprojekt ist als nächster Schritt die Begrünung eines Freiburger Gewerbegebiets geplant.
Zum Einsatz kommen Kübel, die zwei Kubikmeter Substrat fassen. Darin fühlen sich auch große Bäume, die viel Schatten werfen, lange wohl. Durch einen integrierten Wasserspeicher und ein Bewässerungssystem bekommen die Bäume auch im Sommer ausreichend Wasser. Die Rundbänke um die Bäume laden zum Ausruhen im Schatten ein. Für eine mobile Lösung habe man sich entschieden, da auf dem Platz der Alten Synagoge „zusätzliche Bäume, die im Boden wurzeln, nicht möglich sind“, so die Stadtverwaltung. Da sich unter der Oberfläche ein komplexer Aufbau aus speziellem Beton mit einem ausgeklügelten Entwässerungssystem sowie zahlreiche Schächte und Leitungen befinden.
Die Miete der drei Baumkübel inklusive Lieferung, Pflege und Wartung kostet für die sechs Monate insgesamt rund 28.000 Euro. Bei einer späteren Übernahme wird der Mietbetrag vollständig auf den Kaufpreis angerechnet.
Am Dienstagmorgen wurden die drei Blumenkübel aufgestellt. Foto: Joers
Freiburg sichert sich einen Punkt gegen Wolfsburg – und spielt am Donnerstag um den Einzug ins Europa-League-Finale. Foto: Detlef Berger
Der SC Freiburg zeigt Moral: Nach Rückstand holt Freiburg gegen Wolfsburg ein 1:1 (0:0) – und steht nun vor einem entscheidenden Europapokalabend im eigenen Stadion.
Der SC Freiburg hat sich am 32. Bundesliga-Spieltag mit einem 1:1-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg getrennt. Im Europa-Park Stadion sahen die 32.500 Zuschauer eine insgesamt umkämpfte, phasenweise jedoch zerfahrene Partie.
Die Gäste gingen in der 55. Minute in Führung: Konstantinos Koulierakis traf für Wolfsburg nach einem Eckball und einem mustergültigen Kopfball zur Führung. Freiburg tat sich lange schwer im Offensivspiel, steigerte sich aber im zweiten Durchgang deutlich.
Der Ausgleich fiel schließlich in der 75. Minute: Innenverteidiger Philipp Lienhart traf zum verdienten 1:1 – ebenfalls präzise per Kopf – und brachte den Sport-Club zurück ins Spiel. In der Schlussphase drängten die Freiburger auf den Siegtreffer, doch Wolfsburg verteidigte den Punktgewinn. Freiburg überholte durch den Punkt in der Tabelle Frankfurt und ist nun Siebter. „Der Punkt kann viel wert sein“, sagte Freiburg-Torschütze Lienhart gegenüber DAZN. „Es war wichtig nach Rückstand nicht zu verlieren“, so der Österreicher.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt dem SC Freiburg nicht. Bereits am Donnerstag (21 Uhr / RTL) steht das richtungsweisende Rückspiel im Halbfinale der Europa League gegen Sporting Braga an. Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel benötigen die Breisgauer im eigenen Stadion einen Sieg, um den Traum vom Finaleinzug am Leben zu halten. „Für den ganzen Verein ist es ein historisches Spiel. Wir glauben daran, dass wir es schaffen können“, sagte SC-Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein.
Der SC Freiburg hat das Hinspiel in Braga durch ein Last-Minute-Tor verloren. Archivfoto: Detlef Berger
Auf dem Weg ins Europa-League-Finale von Istanbul hat der SC Freiburg im Halbfinal-Hinspiel einen Dämpfer erlitten. Trotz eines beherzten Auftritts verlor die Schuster-Elf bei Sporting Braga 1:2 (1:1). Das entscheidende Gegentor fiel erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit.
Eingebettet in die Felsenlandschaft des Estádio Municipal de Braga und getragen von der lautstarken Kulisse – darunter rund 2.000 mitgereiste Freiburger Fans – erlebte der SC Freiburg in Portugal einen historischen Abend: Erstmals stand der Klub in einem europäischen Halbfinale.
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen bereits früh in Führung: Nach einer unsauberen Klärung von Jordy Makengo im Freiburger Strafraum nutzte Braga die Situation eiskalt aus und traf in der 8. Minute zum 1:0. Freiburg zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt, stabilisierte sich zusehends.
Der Ausgleich fiel folgerichtig in der 16. Minute: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die Breisgauer blitzschnell um. SC-Rekordtorschütze Vincenzo Grifo vollendete ein präzises Zuspiel von Niklas Beste zum 1:1.
Kurz vor der Pause wurde es noch einmal dramatisch: Nach VAR-Eingriff entschied der englische Schiedsrichter Anthony Taylor auf Elfmeter für Braga und korrigierte damit seine eigene Entscheidung. Doch Freiburgs Keeper Noah Atubolu parierte Zalazars Schuss stark und hielt sein Team im Spiel.
Im zweiten Durchgang zeigten die Freiburger einen höchst disziplinierten und kontrollierten Auftritt. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe zwischen dem Tabellenvierten aus Portugal und dem Tabellenachten der Bundesliga. Doch in den letzten 20 Minuten erhöhten die Gastgeber immer mehr den Druck auf das Freiburger Tor.
Schuster: Spätes Gegentor „sehr, sehr ärgerlich“
Mit der letzten Aktion schlugen die Portugiesen dann zu: Ein Schuss von Vitor Carvahlo ließ Noah Atubolu nach vorne abprallen. Dorgeles reagierte am schnellsten und erzielte das Last-Minute-Tor zum 2:1-Endstand (90.+2). „Wir haben es in wenigen Momenten nicht gut verteidigt. Da sind wir bestraft worden. Das können wir besser“, so SC-Trainer Schuster nach der Partie gegenüber RTL. „Es ist natürlich sehr, sehr ärgerlich, dass wir so ein spätes Gegentor bekommen. Das darf uns natürlich nicht passieren.“ Das Spiel sei für seine Mannschaft sehr „aufwändig“ gewesen, so Schuster.
Noah Atubolu: „Sehe den Ball fast nicht“
Noah Atubolu sagte nach der Partie. „So ein unnötiges Gegentor, es ist unfassbar. Die Kraft hat uns am Ende ein bisschen gefehlt. Wir machen uns das Leben selber schwer“. Zum späten Gegentor sagte der Freiburger Keeper. „Das Problem war, dass ich den Ball fast nicht sehe, weil Philipp Lienhart vor mir stand. Ich sehe ihn noch gerade so, kriege die Hände weg und dann prallt er irgendwo hin“, so der SC-Torwart.
Damit benötigen die Freiburger im Rückspiel am Donnerstag (21 Uhr) im Europa-Park Stadion einen Heimsieg, um den Traum vom Finale am 20. Mai in Istanbul wahrzumachen. „Wir wissen ganz genau, was auf uns zukommt. Zuhause mit unseren Fans ist alles möglich“, so Schuster.
Das zweite Halbfinal-Hinspiel des Abends zwischen den englischen Premier-League-Vereinen Nottingham und Aston Villa endete mit einem 1:0 (0:0)-Heimerfolg für Nottingham Forest.
Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn beim Interview am Tag nach seiner Wiederwahl. Foto: Michael Bamberger
Martin Horn bleibt Oberbürgermeister von Freiburg. Im Wochenbericht-Interview spricht er über seine Wiederwahl, die Verpackungssteuer und sein Verhältnis zu den Grünen im Gemeinderat.
Herr Horn, was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie am Sonntag unter Applaus als Wahlsieger auf den Rathausplatz kamen?
Martin Horn: Da war vor allem große Dankbarkeit! Und Erleichterung, dass das Gefühl der großen Zustimmung, das ich im Wahlkampf wahrgenommen habe, mich nicht getäuscht hat – auch wenn ich es selbst immer wieder hinterfragt habe. Ich liebe diese Stadt und „Gemeinsam Freiburg gestalten“ ist für mich kein leerer Slogan. Im Gegenteil, genau das treibt mich an. Deswegen bin ich dankbar, dass ich daran anknüpfen kann und weiter an der Zukunft unserer wunderbaren Stadt arbeiten darf. Und ich bin froh und stolz, dass wir in Freiburg eine so hohe Wahlbeteiligung haben. Es ist die höchste bei einer OB-Wahl in Freiburg seit dem Mauerfall, wirklich phänomenal.
Waren Sie überrascht, dass es im ersten Wahlgang geklappt hat?
Horn: Bei neun Kandidierenden durfte ich das nicht erwarten. Auf Straßen, Plätzen, Märkten und an Haustüren habe ich viel Unterstützung gespürt. Man muss aber demütig bleiben und immer hinterfragen, ob das nur die eigene politische Blase ist oder mehrheitsfähig. Ich hatte gehofft, dass es knapp über 50 Prozent werden könnten. Gleichzeitig hätten wir uns auch über 44 Prozent gefreut und wären motiviert und dankbar in einen zweiten Wahlgang gegangen.
Das Verhältnis zu den Grünen muss schnell gefixt werden. Gehen Sie auf die Grünen zu, oder erwarten Sie, dass die Grünen auf Sie zukommen?
Horn:Ich habe mich über die Glückwünsche der grünen Fraktionsspitze auf dem Rathausplatz sehr gefreut und auch darüber, dass Mitglieder der grünen Fraktion bei meiner Wahlparty waren. Das zeugt von demokratischer Größe. Die Grünen werden ihr Ergebnis analysieren, ich meines ebenso. Selbstverständlich gehen wir aufeinander zu – das haben wir gleich am Sonntagabend vereinbart. Es ist gut, jetzt ein paar Tage Kräfte zu sammeln. Im demokratischen Wettstreit ist es legitim, unterschiedliche Kandidaturen zu unterstützen. Jetzt betonen wir das Gemeinsame – und das ist das Engagement zum Wohle unserer Stadt. Dafür brauchen wir stabile Entscheidungen. Ich glaube, das entwickelt sich schnell nach vorne. Gerade mit den Grünen gibt es bei zentralen Zukunftsfragen viele gemeinsame Ziele – daran will ich anknüpfen.
Wie geht es mit der viel kritisierten Verpackungssteuer weiter?
Horn: Direkt nach der Wahl die Verpackungssteuer wieder aufs Tableau zu legen, wäre kein guter Stil. Jetzt geht es um vertrauensvolle Gespräche mit dem Gemeinderat. Im Oktober werden wir dann erneut über die Steuer beraten. Inhaltlich bleibe ich bei der Verpackungssteuer bei meiner Meinung: In der Gesamtabwägung verlieren wir damit mehr, als wir gewinnen. Ich hoffe sehr, dass es im Herbst eine klare Entscheidung gibt und wir die Verpackungssteuer, wie wir sie jetzt haben, beenden.
Im Wahlkampf gab es erneut den Vorwurf an Sie, Sie würden nur Gute-Laune-Videos auf Social Media posten, etwa beim Trampolinspringen. Was entgegnen Sie?
Horn: Wir leben in modernen Zeiten mit neuen Kommunikationskanälen. Rechte Kräfte dominieren Social Media. Eine rechte Partei hat dort mehr Follower als alle anderen Parteien zusammen und ist extrem erfolgreich. Das verändern wir nicht, indem wir Social Media nur schlechtreden. Viele, die wenig Ahnung davon haben, kritisieren es pauschal. Das ermüdet mich. Wenn wir Menschen nicht dort abholen, wo sie sind, verlieren wir sie. Keiner will Bilder sehen, auf denen ältere Politiker sich die Hände schütteln. Ein großer Erfolg meines Teams ist, Kommunalpolitik nahbar zu machen und für hohe Wahlbeteiligung zu werben. Wenn es uns gelingt, bei einem Trampolin-Video zu erklären, dass es das erste Trampolin für Rollstuhlfahrende in Freiburg ist, ist das eine starke Botschaft. Schön, wenn das Zehntausende sehen.
Gab es im Wahlkampf einen inhaltlichen Kritikpunkt der Konkurrenz, den Sie nicht auf dem Schirm hatten?
Horn: Die Diskussion rund um die Zähringer Höhe wurde politisch instrumentalisiert. Das habe ich bei meinem Vor-Ort-Termin im Oktober/November direkt gespürt. Rückblickend hätte ich früher und klarer in die Debatte gehen sollen.
Wird das Ihre letzte Amtszeit? Sie hatten einmal 16 Jahre als mögliche Grenze ins Spiel gebracht.
Horn: Acht Jahre sind eine lange Zeit, 16 Jahre eine sehr lange Zeit. Jetzt freue ich mich erst einmal, weiter alles für diese Stadt zu geben. Was danach kommt, werden wir sehen, das Leben ist voller Türen. Aber Demokratie lebt vom Wandel. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass danach ein neuer Oberbürgermeister oder erstmals eine Oberbürgermeisterin übernimmt. Das entscheide dann aber nicht ich, sondern die Freiburgerinnen und Freiburger.
Am östlichen und
nördlichen Innenstadtring gilt künftig auch tagsüber Tempo 30 – wie hier am Schlossbergring. Foto: Joers
In der ersten Maiwoche setzt die Verwaltung den Lärmaktionsplan in weiteren Straßen um. So gilt am östlichen und nördlichen Innenstadtring künftig auch tagsüber Tempo 30. Die neue Regelung betrifft die Friedrichstraße, den Friedrichring, den Leopoldring, den Schlossbergring, den Greiffeneggring und den Schwabentorring. In diesen Straßen gelten Tempo-30-Regelungen zur Lärmminderung bislang nur nachts. Künftig darf hier einheitlich rund um die Uhr nicht schneller als 30 km/h gefahren werden. Die Verwaltung passt auch die Ampelsteuerung an die neue Höchstgeschwindigkeit an
Bis es an allen Straßen, für die im Lärmaktionsplan Änderungen vorgesehen sind, leiser ist, dauert es noch. Das liegt daran, dass an den meisten Strecken auch die Ampeln neu abgestimmt, berechnet und programmiert müssen. Nur dann funktioniert die „grüne Welle“ weiterhin, so die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.
Hintergrund: In Freiburg ist es an vielen Stellen zu laut. Da an diesen Straßenabschnitten Menschen wohnen, ist die Verwaltung rechtlich verpflichtet, etwas gegen den Lärm zu tun. Daher müssen Autos an den betroffenen Straßen in Zukunft langsamer fahren. Das sieht der Lärmaktionsplan vor, dessen Fortschreibung der Gemeinderat Ende September 2025 beschlossen hat. Weitere Informationen zum Lärmaktionsplan gibt es online unter www.freiburg.de/laermaktionsplan.
Das Werk „Choi Hung Estate Basketball“ aus Hongkong des Fotokünstlers Pelle Cass. Foto: Pelle Cass
Ausprobieren, Barrieren abbauen und Regeln neu denken: Das Museum für Neue Kunst verwandelt sich ab Freitag, 1. Mai, in ein Spielfeld. Die Besuchenden werden zu Akteuren oder Beobachtern an der Seitenlinie. In 22 Werken hinterfragen 17 internationale Künstler soziale, kulturelle und gesellschaftliche Dimensionen des Sports.
Die Ausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ eröffnet neue Perspektiven: Was geschieht, wenn man Regeln verändert oder völlig neu denkt? Funktionen und Formen von Sportgeräten abwandelt? Oder Sport vom Leistungsgedanken befreit? Schirmherr ist der ehemalige SC Freiburg-Trainer Christian Streich, der in der Ausstellung mit Audio-Kommentaren zu einzelnen Kunstwerken vertreten ist. Die Schau läuft bis Sonntag, 11. Oktober.
Tanzen zu Live-Musik: Das 14-köpfige Cotton Club Swing Orchestra steht für authentischen Bigband-Swing der 30er und 40er Jahre.
Foto: Valentin Behringer
Am Samstag, 2. Mai, lädt die Tanzschule Gutmann zum Maiball ins Ballhaus Freiburg ein. Der Abend markiert traditionell den Beginn der warmen Jahreszeit – ein festlicher Anlass, bei dem Tanz, Musik und Begegnung im Mittelpunkt stehen. Einlass ist ab 20 Uhr, das Programm dauert bis 2 Uhr.
Der Maiball verbindet klassische Tanzkultur mit einem modernen Eventformat und bringt Gäste aus der gesamten Region zusammen. Rund 700 Menschen feiern jedes Jahr bei diesem Ball den Start in den Mai auf mehreren Tanzflächen.
Im Mittelpunkt des Abends steht die große Standard/Latein-Tanzfläche, auf der Gäste in festlicher Atmosphäre tanzen können. Parallel dazu sorgt auf einem eigenen Floor ein musikalisches Highlight für besondere Stimmung: das Cotton Club Orchestra. Mit seinem Programm lässt die Band den Klang des „Golden Age of Jazz“ aufleben. Swing, Klassiker und tanzbare Arrangements schaffen eine besondere Atmosphäre – sowohl für leidenschaftliche Tänzer als auch für Gäste, die den Abend einfach genießen möchten.
Weitere Floors ergänzen das Programm mit unterschiedlichen Musikrichtungen. Dazu kommt eine Silent Disco, bei der die Gäste zwischen verschiedenen Musikkanälen wählen können. Mehrere Tanzshows sind Teil des Abendprogramms und zeigen eindrucksvoll, welche Vielfalt auf den Parketten möglich ist. Im Anschluss an die Shows wird einer der Tanzsäle zur Aftershow-Party mit Oliver Schmitt-Hartmann. Der Musiker bringt seine gefühlvolle Live-Performance ins Ballhaus Freiburg.