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Freiburgs Oberbürgermeister Horn: „Wenn wir Menschen nicht abholen, verlieren wir sie“

Oberbürgermeister Martin HornFreiburgs Oberbürgermeister Martin Horn beim Interview am Tag nach seiner Wiederwahl. Foto: Michael Bamberger

Martin Horn bleibt Oberbürgermeister von Freiburg. Im Wochenbericht-Interview spricht er über seine Wiederwahl, die Verpackungssteuer und sein Verhältnis zu den Grünen im Gemeinderat.

Herr Horn, was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie am Sonntag unter Applaus als Wahlsieger auf den Rathausplatz kamen?

Martin Horn: Da war vor allem große Dankbarkeit! Und Erleichterung, dass das Gefühl der großen Zustimmung, das ich im Wahlkampf wahrgenommen habe, mich nicht getäuscht hat – auch wenn ich es selbst immer wieder hinterfragt habe. Ich liebe diese Stadt und „Gemeinsam Freiburg gestalten“ ist für mich kein leerer Slogan. Im Gegenteil, genau das treibt mich an. Deswegen bin ich dankbar, dass ich daran anknüpfen kann und weiter an der Zukunft unserer wunderbaren Stadt arbeiten darf. Und ich bin froh und stolz, dass wir in Freiburg eine so hohe Wahlbeteiligung haben. Es ist die höchste bei einer OB-Wahl in Freiburg seit dem Mauerfall, wirklich phänomenal.

Waren Sie überrascht, dass es im ersten Wahlgang geklappt hat?

Horn: Bei neun Kandidierenden durfte ich das nicht erwarten. Auf Straßen, Plätzen, Märkten und an Haustüren habe ich viel Unterstützung gespürt. Man muss aber demütig bleiben und immer hinterfragen, ob das nur die eigene politische Blase ist oder mehrheitsfähig. Ich hatte gehofft, dass es knapp über 50 Prozent werden könnten. Gleichzeitig hätten wir uns auch über 44 Prozent gefreut und wären motiviert und dankbar in einen zweiten Wahlgang gegangen.

Das Verhältnis zu den Grünen muss schnell gefixt werden. Gehen Sie auf die Grünen zu, oder erwarten Sie, dass die Grünen auf Sie zukommen?

Horn: Ich habe mich über die Glückwünsche der grünen Fraktionsspitze auf dem Rathausplatz sehr gefreut und auch darüber, dass Mitglieder der grünen Fraktion bei meiner Wahlparty waren. Das zeugt von demokratischer Größe. Die Grünen werden ihr Ergebnis analysieren, ich meines ebenso. Selbstverständlich gehen wir aufeinander zu – das haben wir gleich am Sonntagabend vereinbart. Es ist gut, jetzt ein paar Tage Kräfte zu sammeln. Im demokratischen Wettstreit ist es legitim, unterschiedliche Kandidaturen zu unterstützen. Jetzt betonen wir das Gemeinsame – und das ist das Engagement zum Wohle unserer Stadt. Dafür brauchen wir stabile Entscheidungen. Ich glaube, das entwickelt sich schnell nach vorne. Gerade mit den Grünen gibt es bei zentralen Zukunftsfragen viele gemeinsame Ziele – daran will ich anknüpfen.

Wie geht es mit der viel kritisierten Verpackungssteuer weiter?

Horn: Direkt nach der Wahl die Verpackungssteuer wieder aufs Tableau zu legen, wäre kein guter Stil. Jetzt geht es um vertrauensvolle Gespräche mit dem Gemeinderat. Im Oktober werden wir dann erneut über die Steuer beraten. Inhaltlich bleibe ich bei der Verpackungssteuer bei meiner Meinung: In der Gesamtabwägung verlieren wir damit mehr, als wir gewinnen. Ich hoffe sehr, dass es im Herbst eine klare Entscheidung gibt und wir die Verpackungssteuer, wie wir sie jetzt haben, beenden.

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Im Wahlkampf gab es erneut den Vorwurf an Sie, Sie würden nur Gute-Laune-Videos auf Social Media posten, etwa beim Trampolinspringen. Was entgegnen Sie?

Horn: Wir leben in modernen Zeiten mit neuen Kommunikationskanälen. Rechte Kräfte dominieren Social Media. Eine rechte Partei hat dort mehr Follower als alle anderen Parteien zusammen und ist extrem erfolgreich. Das verändern wir nicht, indem wir Social Media nur schlechtreden. Viele, die wenig Ahnung davon haben, kritisieren es pauschal. Das ermüdet mich. Wenn wir Menschen nicht dort abholen, wo sie sind, verlieren wir sie. Keiner will Bilder sehen, auf denen ältere Politiker sich die Hände schütteln. Ein großer Erfolg meines Teams ist, Kommunalpolitik nahbar zu machen und für hohe Wahlbeteiligung zu werben. Wenn es uns gelingt, bei einem Trampolin-Video zu erklären, dass es das erste Trampolin für Rollstuhlfahrende in Freiburg ist, ist das eine starke Botschaft. Schön, wenn das Zehntausende sehen.

Gab es im Wahlkampf einen inhaltlichen Kritikpunkt der Konkurrenz, den Sie nicht auf dem Schirm hatten?

Horn: Die Diskussion rund um die Zähringer Höhe wurde politisch instrumentalisiert. Das habe ich bei meinem Vor-Ort-Termin im Oktober/November direkt gespürt. Rückblickend hätte ich früher und klarer in die Debatte gehen sollen.

Wird das Ihre letzte Amtszeit? Sie hatten einmal 16 Jahre als mögliche Grenze ins Spiel gebracht.

Horn: Acht Jahre sind eine lange Zeit, 16 Jahre eine sehr lange Zeit. Jetzt freue ich mich erst einmal, weiter alles für diese Stadt zu geben. Was danach kommt, werden wir sehen, das Leben ist voller Türen. Aber Demokratie lebt vom Wandel. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass danach ein neuer Oberbürgermeister oder erstmals eine Oberbürgermeisterin übernimmt. Das entscheide dann aber nicht ich, sondern die Freiburgerinnen und Freiburger.

Mehr zur OB-Wahl in Freiburg finden Sie hier.

Gegen Lärm: In diesen Freiburger Straßen gilt nun auch tagsüber Tempo 30

Am östlichen und nördlichen Innenstadtring gilt künftig auch tagsüber Tempo 30 - wie hier am Schlossbergring. Foto: JoersAm östlichen und nördlichen Innenstadtring gilt künftig auch tagsüber Tempo 30 – wie hier am Schlossbergring. Foto: Joers

In der ersten Maiwoche setzt die Verwaltung den Lärmaktionsplan in weiteren Straßen um. So gilt am östlichen und nördlichen Innenstadtring künftig auch tagsüber Tempo 30. Die neue Regelung betrifft die Friedrichstraße, den Friedrichring, den Leopoldring, den Schlossbergring, den Greiffeneggring und den Schwabentorring. In diesen Straßen gelten Tempo-30-Regelungen zur Lärmminderung bislang nur nachts. Künftig darf hier einheitlich rund um die Uhr nicht schneller als 30 km/h gefahren werden. Die Verwaltung passt auch die Ampelsteuerung an die neue Höchstgeschwindigkeit an

Bis es an allen Straßen, für die im Lärmaktionsplan Änderungen vorgesehen sind, leiser ist, dauert es noch. Das liegt daran, dass an den meisten Strecken auch die Ampeln neu abgestimmt, berechnet und programmiert müssen. Nur dann funktioniert die „grüne Welle“ weiterhin, so die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

Hintergrund: In Freiburg ist es an vielen Stellen zu laut. Da an diesen Straßenabschnitten Menschen wohnen, ist die Verwaltung rechtlich verpflichtet, etwas gegen den Lärm zu tun. Daher müssen Autos an den betroffenen Straßen in Zukunft langsamer fahren. Das sieht der Lärmaktionsplan vor, dessen Fortschreibung der Gemeinderat Ende September 2025 beschlossen hat. Weitere Informationen zum Lärmaktionsplan gibt es online unter www.freiburg.de/laermaktionsplan.

Info: Was Unternehmerverbände zu den erweiterten Tempo-30-Regelungen in Freiburg sagen, lesen Sie hier.

Interaktive Ausstellung: „Spielfeld. Sport & Kunst“ im Museum für neue Kunst

Das Werk „Choi Hung Estate Basketball“ aus Hongkong des Fotokünstlers Pelle Cass.Das Werk „Choi Hung Estate Basketball“ aus Hongkong des Fotokünstlers Pelle Cass. Foto: Pelle Cass

Ausprobieren, Barrieren abbauen und Regeln neu denken: Das Museum für Neue Kunst verwandelt sich ab Freitag, 1. Mai, in ein Spielfeld. Die Besuchenden werden zu Akteuren oder Beobachtern an der Seitenlinie. In 22 Werken hinterfragen 17 internationale Künstler soziale, kulturelle und gesellschaftliche Dimensionen des Sports.

Die Ausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ eröffnet neue Perspektiven: Was geschieht, wenn man Regeln verändert oder völlig neu denkt? Funktionen und Formen von Sportgeräten abwandelt? Oder Sport vom Leistungsgedanken befreit? Schirmherr ist der ehemalige SC Freiburg-Trainer Christian Streich, der in der Ausstellung mit Audio-Kommentaren zu einzelnen Kunstwerken vertreten ist. Die Schau läuft bis Sonntag, 11. Oktober.

In den Frühling tanzen: Festlicher Maiball im Freiburger Ballhaus am 2. Mai

Tanzen zu Live-Musik: Das 14-köpfige Cotton Club Swing Orchestra steht für authentischen Bigband-Swing der 30er und 40er Jahre.Tanzen zu Live-Musik: Das 14-köpfige Cotton Club Swing Orchestra steht für authentischen Bigband-Swing der 30er und 40er Jahre. Foto: Valentin Behringer

Am Samstag, 2. Mai, lädt die Tanzschule Gutmann zum Maiball ins Ballhaus Freiburg ein. Der Abend markiert traditionell den Beginn der warmen Jahreszeit – ein festlicher Anlass, bei dem Tanz, Musik und Begegnung im Mittelpunkt stehen. Einlass ist ab 20 Uhr, das Programm dauert bis 2 Uhr.

Der Maiball verbindet klassische Tanzkultur mit einem modernen Eventformat und bringt Gäste aus der gesamten Region zusammen. Rund 700 Menschen feiern jedes Jahr bei diesem Ball den Start in den Mai auf mehreren Tanzflächen.

Im Mittelpunkt des Abends steht die große Standard/Latein-Tanzfläche, auf der Gäste in festlicher Atmosphäre tanzen können. Parallel dazu sorgt auf einem eigenen Floor ein musikalisches Highlight für besondere Stimmung: das Cotton Club Orchestra. Mit seinem Programm lässt die Band den Klang des „Golden Age of Jazz“ aufleben. Swing, Klassiker und tanzbare Arrangements schaffen eine besondere Atmosphäre – sowohl für leidenschaftliche Tänzer als auch für Gäste, die den Abend einfach genießen möchten.

Weitere Floors ergänzen das Programm mit unterschiedlichen Musikrichtungen. Dazu kommt eine Silent Disco, bei der die Gäste zwischen verschiedenen Musikkanälen wählen können. Mehrere Tanzshows sind Teil des Abendprogramms und zeigen eindrucksvoll, welche Vielfalt auf den Parketten möglich ist. Im Anschluss an die Shows wird einer der Tanzsäle zur Aftershow-Party mit Oliver Schmitt-Hartmann. Der Musiker bringt seine gefühlvolle Live-Performance ins Ballhaus Freiburg.

Tickets ab 29,50 Euro, Jugendliche ab 18,50 Euro, Dresscode: schick & frühlingshaft. Infos und Tickets unter www.tanzschule-gutmann.de/event/maiball.

So war’s bei der Schülertalkshow „Nachgefragt“ mit Comedy-Star Max Giermann

Max Giermann nahm sich natürlich Zeit für einen Schnappschuss mit dem Moderatoren-Duo Ida Wülfert und Neo Ulmann.Max Giermann nahm sich natürlich Zeit für einen Schnappschuss mit dem Moderatoren-Duo Ida Wülfert und Neo Ulmann. Foto: Thomas Kunz

Einen Abend mit vielen Lachern und voller persönlicher Anekdoten erlebten die Besucher bei „Nachgefragt“ am Freitagabend im Rotteck-Gymnasium. Zu Gast war kein Geringerer als Comedy-Star Max Giermann, der in Freiburg aufgewachsen ist und mittlerweile wieder hier wohnt. Der plauderte gut gelaunt zwei Stunden lang mit den Schülern Ida Wülfert und Neo Ulmann über Kunst, Comedy, seine Rückkehr nach Freiburg und mehr.

Die Idee für seinen eigenen Wein, den er mit dem Winzer Thomas Walz aus Heitersheim produziert, entstand „aus einer Bierlaune heraus in einer Kneipe“ – dafür war er öfter in der Region. „Das wahnsinnig schöne Umland habe ich anders wahrgenommen als früher.“ Mittlerweile ist Freiburg wieder seine Heimat, „hier ist die Welt noch ein bisschen in Ordnung.“

Ab 14. Mai ist er wieder bei der Erfolgsshow „LOL“ bei Amazon Prime zu sehen. „Es ist toll, dass man da alles machen kann, was man will. Es sind wirklich sechs Stunden, in denen man zusammen ist und nicht lachen darf, da ist nichts gescripted. Es macht total Spaß, ist aber auch schwer, denn als Comedian ist das Lachen ja eigentlich meine Belohnung. Da fragt man sich schon: ist es völlig unlustig? Früher hat mich das oft wahnsinnig nervös gemacht, mittlerweile kann ich besser mit dem Scheitern umgehen.“ Im Gegensatz dazu sei es ihm bei seinen Kunstwerken – Giermanns neue Leidenschaft – „ein bisschen egal, was andere darüber denken.“

Beim spontanen Malen mit den Schülern seiner Version Freiburgs entsteht ein Bild tanzender Freiburger. Parodien von Klaus Kinski, Stefan Raab oder Markus Lanz haben ihn bekannt gemacht. Die gibt er an diesem Abend auch zum Besten und sorgt damit für Lacher und Applaus beim Publikum. Übrigens, um das einzustudieren, nimmt sich der Comedian sechs Wochen Zeit, damit es auf der Bühne später locker wirkt.

Erfolgreicher Einsatz: Freiburger Nachteulen bekommen Verstärkung

Freuen sich über die Verstärkung für die Nachtmediatoren (v.l.): Ramon Oswald, Leiter der Abteilung Öffentlicher Raum beim Amt für Öffentliche Ordnung, die „Night Owles“ Edwin Velasco-Caicedo, Rachel Staffa, Sakhi-Ahmad Noori, Joris Kamerzin, Jade Decker, Aaron Aschenbrenner, und Elena Liegl, Ordungsbürgermeisterin Carolin Jenker und Franziska Scheuble, Leiterin des Amts für öffentliche Ordnung.Freuen sich über die Verstärkung für die Nachtmediatoren (v.l.): Ramon Oswald, Leiter der Abteilung Öffentlicher Raum beim Amt für Öffentliche Ordnung, die „Night Owles“ Edwin Velasco-Caicedo, Rachel Staffa, Sakhi-Ahmad Noori, Joris Kamerzin, Jade Decker, Aaron Aschenbrenner, und Elena Liegl, Ordungsbürgermeisterin Carolin Jenker und Franziska Scheuble, Leiterin des Amts für öffentliche Ordnung. Foto: Schuh

Sie sprechen mit Feiernden, die die Musik laut aufgedreht haben, oder weisen darauf hin, wo Müll entsorgt werden kann. Die Freiburger Nachtmediatoren sind nun schon im vierten Jahr im Einsatz – und ihr Engagement zahlt sich aus. So gab es zum Beispiel von Anwohnern am Seepark deutlich weniger Beschwerden. Mit ihren leuchtend roten T-Shirts erkennt man sie schon von Weitem: Insgesamt elf Nachteulen sind ab sofort donnerstags, freitags, samstags und vor Feiertagen jeweils von 17 bis 23 Uhr unterwegs, meist in Zweierteams – im Seepark, in der Innenstadt, im Colombipark, im Eschholzpark, an der Dreisam und auf dem Stühlinger Kirchplatz.

„Die Reaktionen sind größtenteils sehr positiv. Viele kennen uns auch noch nicht. Wir setzen uns für gegenseitiges Verständnis und ein respektvolles Miteinander ein. Als Nachtmediator sollte man aber auch Humor haben und nichts persönlich nehmen“, erzählt Rachel Staffa, die seit einem Jahr dabei ist.
„Wir gehen auf die Leute zu und führen meist konstruktive Gespräche. Wenn wir Glück haben, funktioniert es beim ersten Mal und die Musik bleibt leiser. Wenn nicht, kommen wir nochmal vorbei. Das ist der große Vorteil, dass wir dauerhaft vor Ort sind“, so Jade Decker, die bereits seit Anfang an Teil des Projekts ist.

Situation im Seepark „deutlich verbessert“

Sie unterstützen auch praktisch, informieren, wo die nächste Grillwiese oder öffentliche Toilette ist, ab wann die Nachtruhe gilt, begleiten bei Bedarf zur nächsten Bahnhaltestelle oder geben Müllbeutel aus, damit Verpackungen und Flaschen nicht einfach liegen bleiben. Und das zeigt Wirkung: „Im Seepark hat sich die Situation deutlich verbessert“, so Ramon Oswald, Leiter der Abteilung Öffentlicher Raum beim Amt für öffentliche Ordnung. Von Anwohnern am Seepark gab es deutlich weniger Beschwerden in den letzten Jahren. Viele potenzielle Konflikte entstünden erst gar nicht.

„Die Nachtmediatoren sind eine echte Erfolgsgeschichte. Ich bin überzeugt vom präventiven Ansatz – die positiven Rückmeldungen der Anwohnenden und auch der Feiernden bestärken uns auf diesem Weg“, so auch Ordnungsbürgermeisterin Carolin Jenkner. Das präventive Team sei „eine Besonderheit, deshalb werden wir schon von anderen Städten angefragt“, sagte Franziska Scheuble,
Leiterin des Amts für öffentliche Ordnung.

Gestartet ist das Projekt im Mai 2023 mit vier Nachtmediatoren. Mit elf in Teilzeit beschäftigten Mitarbeitern sind die Nachteulen in diesem Sommer deutlich präsenter. Ein kleines Team war auch im vergangenen Herbst und Winter im Einsatz.

Schwule Filmwoche startet am 29. April im Freiburger Kandelhof-Kino

Kai Stänickes surreal-traumhaftes Werk "Der Heimatlose" gewann auf der diesjährigen Berlinale den Teddy Jury Award. Im Kandelhof wird der Film am 2. Mai gezeigt. Foto: DCMKai Stänickes surreal-traumhaftes Werk „Der Heimatlose“ gewann auf der diesjährigen Berlinale den Teddy Jury Award. Im Kandelhof wird der Film am 2. Mai gezeigt. Foto: DCM

Freiburg wird wieder zum Herzstück des queeren Kinos: Vom 29. April bis 6. Mai öffnet das Freiburger Kino Kandelhof seine Türen für das älteste queere Filmfestival Deutschlands, das jedes Jahr aus einem Team von rund zwölf ehrenamtlich arbeitenden Film-Enthusiasten zusammengestellt und präsentiert wird. Auf dem Programm stehen rund 25 Spielfilme und Dokumentationen sowie Kurzfilme.

Zu sehen sind beispielsweise der deutsche Film „Der Heimatlose“ – Regisseur Kai Stänicke wird seinen Film persönlich vorstellen – „Pas de vagues“ („The Good Teacher“) oder „Animol“. Regisseur Sandy DuBowski stellt seine Doku „Sabbath Queen“ vor, David Moragas seinen neuen Film „Another Man“. Am 3. Mai ist das Theater Freiburg zu Gast: hier findet ein Gespräch mit dem türkischen Autor und Theaterregisseur Onur Karaoğlu und eine Lesung aus seinem Stück „Love Western“ statt.

Mehr zum Programm gibt es unter www.schwule-filmwoche.de.

SC Freiburg vor „Highlight-Spiel“ bei Sporting Braga in der Europa League

SC FreiburgHalbfinale, erster Teil: Beim SC Braga will der SC den Grundstein für den Finaleinzug legen. Foto: Detlef Berger

Der SC Freiburg hat ein großes Ziel vor Augen, nämlich in der Europa League das Finale zu erreichen. Die jüngsten beiden Niederlagen im DFB-Pokal und in der Liga beim BVB sollen daran nichts ändern. Alles, was jetzt zählt, ist das Gastspiel am Donnerstag beim SC Braga (21 Uhr / RTL).

„Wir wissen das schon gut einzustufen“, sagte SC-Trainer Julian Schuster nach der deutlichen 0:4-Niederlage in Dortmund und dem bitteren Aus im Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart (1:2 in der 119. Minute nach Verlängerung). „Das wird uns nicht von unserem Weg abbringen, ganz im Gegenteil“, so Schuster. Auch das Erreichen des siebten Platzes in der Bundesliga steht beim SC Freiburg weiterhin ganz oben auf der Agenda. „Wir wissen alle, was das bedeutet. Das ist das klare Ziel“, so der Freiburger Chefcoach.

Das ist der Gegner

Der Europa League-Halbfinalgegner hat es aber in sich. Bragas Weg in die Europa League führte über die Qualifikationsrunde. Die Ligaphase schlossen die Portugiesen als Tabellensechster wie der SC Freiburg mit fünf Siegen, zwei Remis und einer Niederlage ab – lediglich mit einem Tor mehr als die Breisgauer. In der Ligaphase blieb Braga bei den Siegen gegen Feyenoord Rotterdam (1:0), Celtic Glasgow (2:0), Roter Stern Belgrad (2:0), OGC Nizza (1:0) und Nottingham Forest (1:0) jeweils ohne Gegentor. Die einzige Niederlage gab es gegen Freiburgs Achtelfinal-Gegner KRC Genk (3:4). Auch im Viertelfinale behielten die Portugiesen eine weiße Weste gegen Ferencvaros Budapest (2:0 auswärts und 4:0 im Heimspiel). In der Primeira Liga liegt Braga aktuell auf dem vierten Tabellenplatz und bestätigt damit seinen Status als „Best of the Rest“ hinter den drei Traditionsklubs aus Porto und Lissabon. Am Sonntag verlor die Mannschaft von Trainer Carlos Vicens 1:2 (1:0) beim Tabellen-13. Santa Clara und feierte drei Tage davor einen 1:0-Auswärtserfolg im Nachholspiel beim Drittletzten Casa Pia.

Auf geht’s nach Braga ✈️🇵🇹

SC Freiburg (@scfreiburg.com) 2026-04-29T13:55:07.190Z

Kräftemäßig sehen sich die Freiburger gewappnet für die Hinspiel-Partie am Donnerstag in Portugal. „Wir haben ein Highlight-Spiel, ein Halbfinale, da sollten alle Körner wieder da sein“, sagt Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein.

Neue Veranstaltungsreihe: Erfolgreicher Auftakt bei der FT 1844 Freiburg

FT 1844 Freiburg Female HealthErfolgreicher Auftakt: Die FT 1844 Freiburg startete die Veranstaltungsreihe „Female Health“. Foto: FT

Mit einer gut besuchten Auftaktveranstaltung am 22. April ist die Veranstaltungsreihe „Female Health“ der Freiburger Turnerschaft (FT) erfolgreich gestartet. Über 70 Interessierte nahmen an der Eröffnung im Multimediaraum in der Act-Now-Halle teil. Den inhaltlichen Schwerpunkt des Abends setzte der Vortrag von Sportwissenschaftlerin Jana Strahler zum Thema „Frauen im (Spitzen-)Sport“.

Die Auftaktveranstaltung bildet den Einstieg in eine Reihe vertiefender Workshops, in denen die Inhalte praxisnah weitergeführt werden. Das große Interesse zeigt sich auch hier deutlich: 61 Sportlerinnen sowie Trainerinnen und Trainer haben sich bereits für die kommenden Workshops mit den ausgebildeten Female Health Coaches der FT angemeldet.

Mit der Veranstaltungsreihe „Female Health“ bietet die FT ein kostenloses Angebot, das sich gezielt an die Bedürfnisse von Frauen im Sport richtet und gleichzeitig Trainerinnen und Trainer für das Thema sensibilisiert. Die Veranstaltungsreihe leistet damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Wissen, mehr Sichtbarkeit und langfristig zu mehr Chancengleichheit im Sport.

Parker Bowles kehrt zurück zum EHC Freiburg

Echte Helden ArenaIn der Echte Helden Arena wird der kanadische Stürmer Parker Bowles bald wieder zu bestaunen sein. Foto: Detlef Berger

Eishockey-Zweitligist EHC Freiburg hat die Rückkehr von Parker Bowles zur kommenden Saison bekanntgegeben. Der kanadische Stürmer wird erneut das Trikot der Wölfe tragen.

Parkers Bowles, der bereits in der Saison 2023/24 für den EHC Freiburg auf dem Eis stand, überzeugte sowohl sportlich als auch menschlich und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft. Mit starken 56 Scorerpunkten, darunter 31 Tore, avancierte er zum Topscorer der Wölfe. In den darauffolgenden zwei Jahren beim Ligakonkurrenten aus Bad Nauheim konnte er seine Offensivqualitäten eindrucksvoll bestätigen, ehe er nun zu den Wölfen zurückkehrt.

„Wir sind sehr glücklich, Parker wieder bei uns zu haben. Er kennt den Standort, die Liga und unsere Erwartungen genau. Zudem standen wir in Freiburg bereits gemeinsam auf dem Eis, sodass ich aus eigener Erfahrung weiß, dass seine Qualitäten unserem Spiel guttun werden“, erklärt Interims-Sportchef Simon Danner.

Auch Parker Bowles selbst blickt voller Vorfreude auf seine Rückkehr: „Freiburg hat für mich immer eine besondere Bedeutung gehabt. Ich freue mich darauf, wieder vor den Fans zu spielen und gemeinsam mit dem Team erfolgreich zu sein.“

Weiterhin für die Wölfe auf dem Eis stehen werden zudem auch die beiden Leistungsträger Christian Billich und Nikolas Linsenmaier. Gemeinsam standen beide in beeindruckenden 1.597 Pflichtspielen für die Wölfe auf dem Eis. (fwb)