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Freiburg: 84-jährige Autofahrerin übersieht Radlerin mit Kinderanhänger – vier Verletzte

PolizeiIn der Stefan-Meier-Straße kam es zum Unfall. Foto: Adobe.Stock

Vier Menschen sind bei einem Verkehrsunfall an der Kreuzung Stefan-Meier-Straße und Tennenbacher Straße im Freiburger Stadtteil Herdern am Mittwochnachmittag leicht verletzt worden. Wie die Polizei mitteilt, habe eine 84 Jahre alte Autofahrerin am Mittwoch, 7. Januar gegen 14.50 Uhr vermutlich eine Fahrradfahrerin mit Anhänger übersehen, die an einer roten Ampel gehalten habe.

Der Wagen der Seniorin sei mit dem Anhänger zusammengestoßen, wodurch die Fahrradfahrerin gestürzt und leicht verletzt worden sei. Das einjährige Kind im Anhänger blieb dabei unverletzt. Anschließend habe die Autofahrerin aus bislang ungeklärten Gründen beschleunigt und sei trotz Rotlichts in die Stefan-Meier-Straße eingefahren. Dort sei sie mit einem von rechts kommenden Auto kollidiert, in dem sich zwei Menschen befunden hätten.

Die 84 Jahre alte Frau sowie die beiden Insassen des anderen Fahrzeugs hätten sich leicht verletzt und seien teilweise vom Rettungsdienst zur Untersuchung in eine Klinik gebracht worden. Der Sachschaden wird laut Polizei auf über 10.000 Euro geschätzt. Die Verkehrspolizei Freiburg ermittelt zur Unfallursache

Freiburgs OB Martin Horn: „Ich wünsche mir einen fairen Wahlkampf“

Martin HornOberbürgermeister Martin Horn blickt im Interview auf das Jahr 2025 zurück. Am 26. April möchte er für weitere acht Jahre gewählt werden. Foto: Thomas Kunz

Welche Ereignisse haben Freiburg im vergangenen Jahr bewegt und was kommt im neuen Jahr auf die Stadt zu? In unserem traditionellen Jahresbilanz-Interview mit dem Freiburger Oberbürgermeister stellt sich Amtsinhaber Martin Horn den Fragen von Redaktionsleiter Matthias Joers – und spricht auch darüber, mit welchen Gedanken er auf den kommenden OB-Wahlkampf blickt.

Was war 2025 das, was Sie am meisten bewegt hat?

Horn: Oh, da gibt’s so vieles. Ich erinnere mich an 55 Jahre Diakonieverein in Weingarten. Das war ein freudiger Tag. Aber auf der Veranstaltung haben auch Betroffene gesprochen: Ein Mann, der berichtete, wie sein Schwimmlehrer ihn als Kind missbraucht hatte. Eine Frau, die als Geflüchtete herkam, und jemand, der häusliche Gewalt erlebt hat. Also wirklich bedrückende Schicksale – doch verbunden mit der Botschaft: Ohne das Engagement von anderen würde es mir heute nicht so gut gehen oder würde ich vielleicht gar nicht mehr leben. Eine wichtige und mutmachende Botschaft, die zeigt, wie bedeutend das soziale, das professionelle und das ehrenamtliche Mithelfen ist, wenn es anderen schlecht geht. Darüber hinaus gab es ganz viele, sehr emotionale Momente. Ich bin seit Beginn des russischen Angriffskriegs 2022 jedes Jahr in der Ukraine gewesen. Bei keinem Besuch habe ich so häufig vor Rührung geweint wie 2025. Dieses Schicksal, diese Trauer, dieses Leid der Kinder getöteter Eltern und ein Gräberfriedhof, der wächst und wächst. Es gab aber genauso sehr viele positive Emotionen in diesem Jahr. Zum Beispiel, dass wir es geschafft haben, das Westbad-Außenbecken auf den Weg zu bringen. Dieser Tag war voller Freude.


Auch die Sanierung der Eishalle wurde auf den Weg gebracht. Das Westbad und das Eisstadion, zwei Langzeitprojekte: Geht es da auch um Vertrauen in die Politik, Versprochenes am Ende zu halten?

Horn: Ich glaube, bei beiden Anlässen haben sich sehr viele Freiburgerinnen und Freiburger mitgefreut. Deswegen hat das was mit Vertrauen und Verlässlichkeit zu tun. Aber es ist ehrlicherweise auch eine enorme Kraftanstrengung, solche Projekte umzusetzen. Wir sehen ja, dass überall in Deutschland Sportstätten oder Schwimmbäder eher geschlossen als eröffnet werden. Das macht ja niemand freiwillig, sondern weil die finanzielle Situation für Städte und Kommunen derzeit einfach enorm herausfordernd ist. Aber wir haben in Freiburg in den vergangenen Jahren gemeinsam viel richtig gemacht. Ich glaube, dass wir die richtigen Prioritäten gesetzt haben. Auch wenn ich mir die Entscheidung für das Eisstadion schon zwei Monate vorher gewünscht hätte. Auch weil politische Entscheidungen, je näher sie ans Jahresende rutschen, immer mehr als Wahlkampf abgestempelt werden. Aber der Beschluss und die mögliche Förderung sind beides echt wichtig und ich freue mich, dass wir das geschafft haben.

War es ein gutes Jahr für Freiburg?

Horn: International war es ein sehr herausforderndes, zum Teil auch besorgniserregendes Jahr. Ich glaube aber, für Freiburg war es ein richtig gutes Jahr, vor allem in Anbetracht der Weltsituation. Wenn ich sehe, wie viele Menschen Freiburg mit Tatkraft voranbringen im sozialen, im ökologischen, im wirtschaftlichen Sinne. Dass wir nach wie vor neue Firmenansiedlungen verkünden können, wie nun mit Endress+Hauser. Dass wir immer noch eine sehr starke Gewerbesteuer haben, dass es immer noch viele Jobs in Freiburg gibt und wir gleichzeitig tausend Stadtbauwohnungen bauen und wir stadtweit gesehen alle Kinder mit Kita-Plätzen versorgen können – das sind alles sehr gute Nachrichten für Freiburg.

Wo wurden Fehler gemacht?

Horn: Zum einen war es meiner Meinung nach eine verpasste Chance, dass der Gemeinderat nicht wollte, dass sich Freiburg als Austragungsort für die Frauenfußball-EM 2029 bewirbt. Ich kann verstehen, dass man gegenüber UEFA und FIFA Vorbehalte hat. Aber dennoch wäre es für den Mädchen- und Frauenfußball in unserer Sportstadt eine tolle Chance gewesen, Freiburg mit internationalem Frauenfußball zu bereichern. Wir haben außerdem in den neuen Pergola-Platz für suchtkranke Menschen am Colombipark viel Zeit, viel Vorbereitung und viel Geld investiert. Weil sich aber die Situation auf den Straßen so verändert hat, mussten wir uns eingestehen, dass es einfach nicht geklappt hat, wie wir das dachten. Das hat zu großen Belastungen für die Anwohner geführt, was mir sehr leid tut. Wir gemeinsam – Polizei, Prävention, Drogenarbeit und Stadtverwaltung – haben das falsch eingeschätzt bzw. wurden von neuen Entwicklungen überholt. Ein dritter Fehler ist meiner Meinung nach die Einführung der Verpackungssteuer zum 1. Januar 2026.

Ist diese Steuer ein Bürokratie-Monster, das zur Unzeit kommt?

Horn: Ich habe gegen die Einführung der Verpackungssteuer gestimmt und würde es wieder tun. Die Steuer bedeutet allein drei zusätzliche Stellen in der Stadtkämmerei aufgrund des bürokratischen Mehraufwands. Wir haben in den letzten Jahren eine hohe Inflation, alles wird teurer, Essen ganz besonders. Pizza, Döner, Popcorn im Kino, Pommes etc. vieles wird nun erstmal teurer werden. Deswegen ist es für Freiburg meiner Einschätzung nach ein politisches Eigentor. Gleichzeitig sehen wir Politikverdruss und den dringenden Bedarf zur Entbürokratisierung. Doch mit der Einführung der Verpackungssteuer tun wir genau das Gegenteil. Als Demokrat akzeptiere ich selbstverständlich die knappe Entscheidung im Gemeinderat. Natürlich setzen wir die Verpackungssteuer nun um. Das gehört sich so in einem demokratischen Rechtsstaat und dies gilt es wertzuschätzen und zu bewahren.

Freiburg baut Wohnungen gegen den Trend. Wie schafft Freiburg das, woran andere Städte aus
finanziellen Gründen scheitern?

Horn: Erstmal muss ich selbstkritisch festhalten: Das Wohnen Freiburg ist auch nach sieben Jahren Martin Horn zu teuer. Ich will aber entgegenhalten, dass es meiner Meinung nach kaum eine Stadt in Deutschland gibt, die so umfangreich mit verschiedenen Puzzleteilen unterwegs ist für mehr bezahlbares Wohnen. Unsere Freiburger Stadtbau hat gerade 1.000 Wohnungen gleichzeitig im Bau. Wir haben eine Wohnbau-Offensive von über 750 Millionen Euro beschlossen, die nicht nur 2.500 Wohnungen schafft, sondern insbesondere auch den Mittelstand und das Handwerk in der Stadt und der Region enorm unterstützt – das ist eine große Wirtschaftsfördermaßnahme. Darüber hinaus haben wir ganz viele Einzelmaßnahmen. Dazu gibt es neue Baugebiete wie Dietenbach, Kleineschholz oder Zinklern. Ja, das kostet viel und es dauert seine Zeit. Aber wir tun genau das Richtige.

Stichwort Einzelhandel: Wie zufrieden sind Sie mit der Vitalisierung der Innenstadt?

Horn: Wir haben es in den vergangenen Jahren und Monaten geschafft, wirklich strategische Impulse zu setzen. Erstmal in der Art und Weise, wie die Akteurinnen und Akteure der Innenstadt zusammenarbeiten. Das zeigt sich bei ganz vielen konkreten Projekten: Die Grünoasen mit über 30 neuen Grüninseln in der Innenstadt sind ein tolles Beispiel für konstruktive Zusammenarbeit. Gleichzeitig gab es die Eröffnung des Zaras oder die Eröffnung von Decathlon. Ich habe mich sicher ein Dutzend Mal mit Galeria Karstadt und Kaufhof in Videokonferenzen zusammengeschaltet, um für den Erhalt der beiden Filialen in Freiburg zu werben. Ich freue mich total, dass das geklappt hat. Aber es tut sich noch viel mehr. Das Fashion & Food Festival etwa hat sich super etabliert und die neue Initiative Gemeinsam Freiburg sind richtig gute Entwicklungen.

Die Polarisierung der Gesellschaft und der Aufstieg des Rechtspopulismus erscheinen unaufhaltsam. Welche Antworten haben Sie?

Horn: Rechtspopulisten und Spalter haben es in den letzten Jahren sehr perfide und leider auch sehr erfolgreich geschafft, Mitmenschlichkeit immer stärker zurückzudrängen. Es geht nicht mehr um Menschlichkeit und Werte, sondern stärker um „Wir gegen die“ und um Sündenböcke. Ich glaube, wir brauchen genau das Gegenteil. Es sollte uns nicht kalt lassen, wenn Menschen hungern, im Krieg sterben oder im Mittelmeer ertrinken. Und wir sollten die immer sich zuspitzende Spaltung zwischen Reich und Arm nicht akzeptieren. Mich macht es traurig, wenn ich sehe, dass selbst in unserem wohlhabenden, sozial engagierten Freiburg so viele Menschen auf der Straße leben. Das muss die Aufgabe der nächsten Jahre sein, noch stärker für die Schwächsten in der Gesellschaft da zu sein. Gleichzeitig ist ein Grund für den Aufstieg des Populismus, dass es die Politik über Jahre hinweg versäumt hat, eine realitätsnahe Erwartungshaltung zu geben. Zu lange hat Politik Dinge versprochen, die sie gar nicht halten kann. Das
schadet uns allen am Ende.

2026 ist OB-Wahlkampf in Freiburg. Wie wird der Debattenton in diesem Wahlkampf – und wird es ein fairer Wettstreit?

Horn: Wir haben ein enorm politisches erstes Halbjahr 2026 vor uns – mit drei Bürgermeisterwahlen am 3. Februar im Gemeinderat (Nachfolge von Finanzbürgermeister Stefan Breiter, von Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach und Wahl von Baubürgermeister Martin Haag zum Ersten Bürgermeister, Anm. d. Red.). Einen Monat später haben wir am 8. März die Landtagswahl mit fünf Kandidierenden aus unserem Gemeinderat (zwei davon sind Ersatzkandidierende, Anm. d. Red.). Und nur wenige Tage danach werden die Plakate für die OB-Wahl hochgehängt. Es gibt aktuell bereits einige Kandidierende. Das ist erst mal ein lebendiges Zeichen der demokratischen Vielfalt. Ich wünsche mir sehr, dass die kommenden Monate diese Stadt nicht spalten. Sondern, dass es einen Wettstreit gibt um die besten Visionen, die besten Ideen und um die besten neuen Projekte – mit möglichst wenig Polarisierung, keinen persönlichen Diffamierungen und in einem fairen Wahlkampf. Gleichzeitig wünsche ich mir vor allem eine hohe Wahlbeteiligung. Das muss unser gemeinsames Ziel sein.

Welche Herausforderungen und Entscheidungen stehen 2026 an?

Horn: Es gibt viele Dinge, auf die ich mich richtig freue. Es geht bei Hallensanierungen voran, bei Schulneubauten, genauso wie auch bei neuen Kitas. In den neuen Stadtteilen gibt es die ersten Spatenstiche. Im Schulbereich geht es darum, die Nachmittagsbetreuung weiter zu stabilisieren. Insbesondere im Fachkräftebereich wird es sehr herausfordernd, das Personal zu finden. Und ich freue mich wirklich, dass wir am 28. Februar endlich das Augustinermuseum eröffnen können. Mit einer kostenlosen Eröffnungswoche werden wir alle Freiburgerinnen und Freiburger ins Augustinermuseum einladen. Das ist tatsächlich etwas, worauf wir in Freiburg schon lange warten.

Wenn Algorithmen verdienen und Kreative verlieren: Freiburgs Künstler haben eine klare Position zu KI

Mit künstlicher Intelligenz können heute schon ganze Songs produziert werden – live bleibt das Gefühl aber ein anderes. Foto: Adobe Stock

Aus vielen Branchen ist KI bereits nicht mehr wegzudenken. In anderen wird sie jedoch zunehmend zur Konkurrenz – gerade in kreativen Berufen. Künstlerinnen und Künstler aus Freiburg berichten, wie sie zu künstlicher Intelligenz stehen und sehen neben Herausforderungen vor allem Möglichkeiten.

Ein Bild bearbeiten, Ideen für den Text für Omas Geburtstagskarte, oder ganze Songs mit künstlicher Intelligenz schreiben: Die Möglichkeiten, die KI bietet, sind heute fast grenzenlos. Auch für Privatpersonen werden ChatGPT und Co. immer mehr zum Werkzeug für den alltäglichen Gebrauch.
Als Musiker nutzen Felix und Till Neumann von Zweierpasch KI täglich: Zum Beispiel ChatGPT für Technikfragen. „Das spart Zeit und pimpt den Workflow“, so Till Neumann. Untertitel werden per KI generiert, Bilder nach Wunsch optimiert oder generiert.

„Im besten Fall ist KI eine teuflisch gute Helferin“, so Till Neumann. Trotzdem wirft KI Fragen auf – zum Beispiel nach dem Schutz geistigen Eigentums. Außerdem kritisiert der Musiker, dass zum Beispiel Spotify seine Playlists mit KI-Liedern füttere, ohne dafür Abgaben zu zahlen, und damit eine ohnehin schon klamme Einnahmequelle von Künstlern weiter schmälere. „Das ist kriminell“, so Neumann.

Angst habe er dennoch keine vor KI: „Kunst darf fehlerhaft sein, Schwächen zeigen, das ist zutiefst menschlich.“ Generell jedoch befänden sich freie Kulturschaffende „im freien Fall“, so Neumann: „Wer möchte, dass Vielfalt und Kreativität erhalten bleibt, sollte hin und wieder ein paar Euro in Tickets seiner Local Heroes stecken.“

Auch Unternehmen setzen in ihrer Arbeit auf Künstliche Intelligenz: Nico Dörle ist Gründer von drei Animationsstudios in Freiburg. In den letzten zwei Jahren seien künstliche Intelligenzen so gut geworden, dass man damit arbeiten könne, auch ChatGPT wird zu Recherchezwecken herangezogen. Generative KI sei noch zu unzuverlässig und dadurch „eher nervig“, so Dörle. Außerdem verstößt die Arbeit mit generativer KI gegen die Firmenethik: „Wir nutzen auch nie Stockfotos. Wir wollen wirklich alles selber machen.“

Das soll auch in Zukunft so bleiben. Was KI ohnehin nicht übernehmen könne, so Dörle, sei die beratende Tätigkeit, die die Animationsstudios übernehmen. „Wir wollen Ideen formen und gemeinsam mit dem Kunden herausfinden: Was passt hier überhaupt?“ Wer hingegen kleinere Projekte umsetzen will und schon genau weiß, was er oder sie sich vorstellt, könne von KI durchaus profitieren.

Gerade Firmen, die auf kleine Jobs mit niedrigen Budgets angewiesen sind, könnten dadurch verdrängt werden. Dieser Trend sei jedoch nicht unbedingt durch KI ausgelöst: Für Grafiker sei Deutschland aufgrund der Möglichkeit, Projekte in Niedriglohnländer outzusourcen, ein schwieriger Standort.

Doch auch Dörle geht davon aus, dass KI seinen Job beeinflussen wird. Umso wichtiger ist es ihm, sich jetzt zu positionieren. „Wer mit KI kämpft, wird in den nächsten 10 bis 15 Jahren große Probleme haben.“ Er bedauert, dass KI den Eindruck verbreite, dass kreative Arbeit leicht zu ersetzen und weniger Wert sei.

KI wird Änderungen bringen

Auch Luca Forbes, Gründer des Freiburger Spielestudios „Sticky-Stones-Studios“, beobachtet, dass die Nutzung von KI steigt – vor allem in der Entwicklung von Prototypen sowie der effizienteren Arbeit an monotonen Aufgaben und weniger im kreativen Bereich. Im Rahmen der DSGVO und interner Richtlinien ist es den Mitgliedern erlaubt, KI einzusetzen. „Wir sind nicht der Ansicht, dass es aktuell ohne jegliches Grundwissen der Materie möglich ist, ein Spiel aus dem Nichts zu erschaffen“, so Forbes. Denn: „Am Ende ist KI nur so gut wie das Wissen und die Kenntnisse der Person, die den Prompt eingibt“, so Forbes.

Er sieht vor allem die starke Abhängigkeit von einzelnen Konzernen und die Wertschöpfungskette im Bezug auf Hard- und Software als problematisch an. Lösung könne hier eine euopäische und vor allem wettbewerbsfähige KI sein.

Die Freiburger Grafikdesignerin Susa Goerke erlebt durch KI einen großen Einfluss auf ihre Branche, den sie auch durch das Internet bereits bemerkt habe. Wie Dörle weist sie hier auf die Nutzung billiger Arbeitskräfte in Drittländern durch das Internet hin.

Im Ideenfindungsbereich oder zu Recherchezwecken nutze sie selbst KI, allerdings nur vorsichtig: „Man kann sich nie sicher sein, wie korrekt so eine Antwort ist“, so Goerke. Zur Logogestaltung nutze sie KI nach wie vor nicht und sieht dies kritisch: „Die Wertschätzung und damit die Wertschöpfung meiner Arbeit nimmt generell ab“, so Goerke. Ein Laie könne auch nur schwer erkennen, ob das Logo professionell sei. Dies sei aber durch das Internet und KI allgemein billiger und niederschwelliger geworden. Das sei „nicht nur Konkurrenz sondern Killer ganzer Berufe“, so Goerke. Sie wäre generell für eine Reglementierung von Künstlicher Intelligenz.

Große Spiele: HSG Freiburg spielt am Sonntag in der Act-Now-Halle

Große SpieleDer 4. Spieltag der Großen Spiele steht an – dieses Mal mit den Red Sparrows der HSG Freiburg. Foto: Berger

Am kommenden Sonntag findet der vierte Spieltag der Großen Spiele statt: Gastgeber ist Frauen-Handball-Zweitligist HSG Freiburg, der Bayer 04 Leverkusen empfängt. Los geht es um 16.30 Uhr in der Act-Now-Halle der FT Freiburg.

Die Sport-Initiative Große Spiele von EHC, HSG, USC und FT Freiburg bietet auch in diese Saison Ticket-Pakete an, mit denen man zu vergünstigten Preisen ausgewählte Erstligaspiele besuchen kann (mehr unter grosse-spiele.de)

DEL 2: Wölfe Freiburg chancenlos in Bad Nauheim

EHC Freiburg Beim EC Bad Nauheim unterlagen die Wölfe mit 0:6 deutlich. Foto: Detlef Berger

Zwei Tage nach dem Punktgewinn bei der 2:3-Penalty-Niederlage in Düsseldorf trat Eishockeyzweitligist EHC Freiburg am Sonntag erneut auswärts an. Beim EC Bad Nauheim unterlagen die Wölfe mit 0:6 deutlich.

Erstmals seit Wochen konnte Headcoach Juraj Faith vier komplette Sturmreihen aufbieten, stand doch Paul Bechtold nach Verletzungspause wieder zur Verfügung, ebenso wie Travis Ewanyk. Doch schon nach dem ersten Drittel stand es bereits 3:0 für die Gastgeber – innerhalb von 5 Minuten schlug Bad Nauheim dreifach zu. Wurden im ersten Drittel noch alle Treffer bei numerischer Gleichheit erzielt, so brachten im Mittelabschnitt die Special Teams den zählbaren Unterschied. Bad Nauheim traf im Powerplay (Bengtsson, 40.), Freiburg nicht. Früh im Schlussdrittel fiel das 5:0 durch den Ex-Freiburger Parker Bowles.

Weiter geht es für die Wölfe am kommenden Freitag, 19.30 Uhr im Heimspiel gegen Weißwasser.

Derbysieg für die Freiburger FT-Volleyballer

In einem engen Spiel gewinnen die Erstliga-Volleyballer der FT 1844 Freiburg ihr Derby gegen die Baden Volleys aus Karlsruhe mit 3:2.

Vor 1.500 Heimspiel-Zuschauern in der Act Now Halle am Samstagabend konnten sich die Erstliga-Volleyballer der FT 1844 Freiburg im Derby gegen Karlsruhe durchsetzen. Zu den herausragenden Akteuren zählte Freiburgs Charlie Figy.

Im Block war der 1,95-Mann der Affenbande von den Gästen aus Karlsruhe kaum zu überwinden, im Angriff bestach er mit herausragender Quote (77%) und im Aufschlag überzeugte er mit einem Mixtape aus Hybrid-Aufschlägen, harten Sprungangaben und Standfloats – beim 3:2- Sieg der Volleyballer von der Schwarzwaldstraße war Figy der überragende Mann. +15 Punkte standen am Ende auf seinem persönlichen Statistik-Board.

„Charlie war brutal“, gab 1844-Manager Florian Schneider hinterher zu Protokoll. Und in der Tat hielt Figy als einer der wenigen Akteure über die komplette Dauer des 2-Stunden-Marathon-Matches die Form hoch. Während die Leistung ansonsten bei Heim- und Gast Team stark schwankte, blieb der Blondschopf eine Konstante. „Das hat uns extrem geholfen, dass er so verlässlich war“, stellte auch Trainer Wolfgang Beck fest. Der ausverkaufte Dschungel sah über zwei Stunden lang ein abwechslungsreiches und am Ende auch spannendes Spiel. Gerade im zweiten Satz hielt die Affenbande dem stärker werdenden Aufschlagsdruck der Gäste nicht stand. „Da waren wir fahrig, haben zweite Bälle reinfallen lassen und Shots nicht verteidigt, das passiert uns normalerweise nicht“, befand Beck.

Weiter geht es für die Freiburger kommende Woche bei Aufsteiger Ludwigsburg. In der Hinrunde verletzte sich damals Figy bei einer 21:20-Führung im ersten Satz. Mit der Verletzung kam ein Bruch ins Freiburger Spiel, und Ludwigsburg spielte sich mit ihrem starken Diagonalangreifer Oumene in einen Rausch. Mittlerweile ist Figy wieder fit, wie er eindrucksvoll unter
Beweis stellte.

Ausblick: Was 2026 auf Freiburg zukommt

AugustinermuseumDie Bauarbeiten am Augustinermuseum sollen dieses Jahr endlich abgeschlossen werden. Foto; Augustinermuseum

2026 wird in Freiburg das Superwahljahr schlechthin: Neben der OB-Wahl kommt auch die Landtagswahl auf die Bürgerinnen und Bürger zu. Nach langem Warten soll zudem das Augustinermuseum eröffnet werden. Verpackungssteuer, die Sanierung der Rathausgasse und weitere Bauprojekte sorgen ebenfalls für Wirbel.

Wahlen in Freiburg

Am 8. März wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag – auch die Freiburger. Dies ist nur eine Wahl, die 2026 Freiburg bewegt, denn auch das Amt des OBs ist neu zu besetzen: Am 26. April findet der erste Wahlgang statt, am 17. Mai die Stichwahl – sofern eine nötig ist. Nach dem Ausscheiden von Ulrich von Kirchbach (SPD) und Stefan Breiter (CDU) stellen sich Roland Meder (SPD) als Kulturbürgermeister und Carolin Jenkner (CDU) als Finanzbürgermeisterin zur Wahl. Bürgermeister Martin Haag wird voraussichtlich zudem neuer Erster Bürgermeister.

125 Jahre Stadtbibliothek

Einen großen Wandel durchlaufen hat die Freiburger Stadtbibliothek am Münsterplatz in den letzten 125 Jahren. Dieses Jahr feiert die Stadtbibliothek daher ihr großes Jubiläum – ein Termin für die Feierlichkeiten steht aber noch aus.

Fashion & Food

Eines der Highlights der vergangenen Jahre ist das Fashion & Food Festival geworden, das sich schnell etabliert hat. Auch 2026 soll es wieder mit vielen Programmpunkten stattfinden. Ein Termin für das Festival wird noch bekannt gegeben.

Das das Fashion & Food-Festvial kommt 2026 zurück. Foto: FWTM / Rainer Muranyi

Rathausgasse Sanierung

Zu Beginn des Jahres stehen große Bauarbeiten in der Innenstadt an: Die Rathausgasse bekommt bis Oktober 2027 eine Rundumerneuerung für 1,3 Millionen Euro. Neben einer umfassenden Erneuerung der Gas- und Wasseranschlüsse an den Häusern wird auch der Oberflächenbelag mit barrierefreiem Natursteinpflaster mit einem Blindenleitstreifen ersetzt. Los geht es am 12. Januar, über Weihnachten 2026 sollen die Arbeiten pausieren.

Eröffnung des Augustinermuseums

Nach langer Sanierungszeit wird das Augustinermuseum am 28. Februar feierlich eröffnet. Während den Bauarbeiten kamen Schimmelpilze in der Dachkonstruktion zu Tage – die Arbeiten wurden aufwendiger und teurer. Trotzdem blieb das Museum während der Arbeiten stets für die Öffentlichkeit zugänglich. 23 Jahre und rund 90 Millionen Euro später erstrahlt das Museum in neuem Glanz.

Die Münsterplatzkonzerte sorgen wieder für Open-Air-Feeling in der Innenstadt. Foto: Bamberger

Münsterplatzkonzerte

Das Festivalfieber kommt auch dieses Jahr wieder auf den Münsterplatz zurück. Als Publikumsmagnet bringen die Münsterplatzkonzerte an sechs Abenden wieder Musik aus allen Genres auf die Bühne. So spielen unter anderem Clueso (11. Juni), SDP (12. Juni) und das Freiburger Barockorchester (14. Juni) mit den Solisten Philippe Jaroussky und Dorothee Oberlinger.

Verpackungssteuer

Mit Beginn des Jahres greift die viel diskutierte Verpackungssteuer: Jede Einweggetränkeverpackung und jede Einwegmahlzeitenverpackung kosten 50 Cent. Einwegbesteck schlägt mit 20 Cent pro Set zu Buche. Werden bei einem Menü mehrere Einwegverpackungen genutzt, summiert sich der Preis.

175 Jahre Feuerwehr

Auch die Feuerwehr Freiburg kann auf eine lange Tradition zurückblicken: 2026 steht das Jahr ganz im Zeichen des 175-Jährigen Jubiläums. Neben einer Jubiläumsausstellung ab März in der Meckelhalle im Sparkassen-Finanzzentrum findet am 26. September am Freiburger Münster eine große Jubiläumsübung statt. Am 3. Oktober lädt die Feuerwehr zum Tag der offenen Gerätehäuser.

Fortschritt Dietenbach

Freiburgs neuer Stadtteil Dietenbach soll der großen Wohnungsnot in Freiburg den Kampf ansagen. Hier stehen dieses Jahr zwei wichtige Dinge an: Am 27. Februar beginnt die Vermarktung für den
ersten Bauabschnitt. Für Mai dieses Jahres ist außerdem der Baubeschluss für die Schule im neuen Stadtteil Dietenbach geplant.

Wohnungsbau

Rund 700 wohnungslose Menschen warten in Freiburg derzeit auf eine Kleinstwohnung. Die Genossenschaft Wohnbau Bogenständig baut in der Schwarzwaldstraße 69 im Rahmen eines Erbbaurechts in drei Gebäuden 22 Kleinstwohnungen. Das Sanierungskonzept kann im Anschluss auf andere Bestandsgebäude übertragen werden. Parallel entsteht auch ein Neubauprojekt als Referenz für eine unbebaute städtische Fläche.


Unbekannte sprengen mehrere Zigarettenautomaten in Freiburg

ZigarettenDie Unbekannten entkamen nach den Automatensprengungen mit dem Diebesgut. Foto: Pixabay

In Freiburg sprengen Unbekannte mehrere Zigarettenautomaten in Hochdorf und Wiehre. Die Polizei findet Geld und Zigaretten vor Ort. Verdächtige flüchten bei einem Polizei-Einsatz.

Unbekannte haben in den vergangenen Tagen in Freiburg mehrere Zigarettenautomaten gesprengt. Wie die Polizei mitteilt, wurde am Mittwoch, 31. Dezember ein beschädigter Automat in der Abrichtstraße im Gewerbegebiet Freiburg-Hochdorf gemeldet, dessen Sprengung vermutlich bereits in der Nacht zuvor gegen drei Uhr stattgefunden habe. Vor Ort habe die Polizei noch Geld und einzelne Zigarettenpackungen sicherstellen können.

In der Silvesternacht sei gegen drei Uhr ein weiterer Automat in der Admiral-Spee-Straße in Freiburg-Wiehre gesprengt worden, der beim Eintreffen der Polizei fast vollständig geleert gewesen sei.

Eine dritte Sprengung habe sich am Freitag, 2. Januar gegen ein Uhr in der Langemarckstraße ereignet. Zeugen hätten dort vier dunkel gekleidete, mit schwarzen Taschen ausgestattete Verdächtige beobachtet, von denen eine Person maskiert gewesen sei. Beim Eintreffen der Polizei flüchteten die Personen.

Konkrete Angaben zur jeweiligen Schadenshöhe und zur Größenordnung des Diebesguts liegen bislang noch nicht vor. Die Polizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0761/8822880.

Silvester in Freiburg: Viele Einsätze für Polizei und Feuerwehr

Silvester 2026Für die Einsatzkräfte gab es an Silvester viel zu tun. Foto; Musielik

In der Silvesternacht in Freiburg hatten die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten alle Hände voll zu tun. Größere Zwischenfälle blieben jedoch aus.

n der Silvesternacht in Freiburg hatten die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten alle Hände voll zu tun. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Freiburg gab es zahlreiche Polizeieinsätze.

So beobachteten Polizeibeamte in der Silvesternacht vor dem Stadttheater zwei Personen, die gegen 0.10 Uhr mehrfach Feuerwerksraketen gezielt in eine Menschenmenge auf dem Platz der Alten Synagoge schossen. Die beiden Männer im Alter von 21 und 38 Jahren wurden unmittelbar im Anschluss kontrolliert. Ihre Personalien wurden aufgenommen, gegen sie wurden Ermittlungen eingeleitet. Ob durch die Raketen Personen verletzt wurden, ist bislang nicht bekannt.

Mögliche Geschädigte und Zeuginnen und Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07 61 / 8 82 – 42 21 beim Polizeirevier Freiburg-Nord zu melden.

Balkonbrände in der StadtIm Zusammenhang mit den Feierlichkeiten registrierte die Polizei insgesamt 15 Körperverletzungsdelikte registriert, darunter mehrere Auseinandersetzungen unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Zudem kam es zu drei Widerständen bzw. tätlichen Angriffen gegen Polizeibeamte. Eine Polizeibeamtin erlitt dabei leichte Verletzungen.

Rund 55 Einsätze standen im Zusammenhang mit dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Der Großteil betraf Verstöße aufgrund unsachgemäßen Umgangs mit Pyrotechnik. Auffällig sei laut Polizeisprecher Özkan Cira insbesondere „das gegenseitige Bewerfen mit Böllern durch Jugendliche und Heranwachsende“ gewesen. Vereinzelt wurden auch Würfe in Richtung eingesetzter Kräfte gemeldet.
Darüber hinaus wurden etwa 70 Brände verzeichnet, darunter mehrere Gebäudebrände mit Sachschäden im sechsstelligen Eurobereich.

Hauptsächlich wurden die Kräfte der Feuerwehr durch viele kleine Brände beschäftigt, wie die Feuerwehr Freiburg meldete. Am häufigsten wurde die Feuerwehr zu Bränden von Müllbehältern, Unrat oder Hecken gerufen. Zum Großteil handelte es sich dabei um Kleinbrände, aber auch um zwei Balkonbrände sowie mehrere ausgelöste Brandmeldeanlagen. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte in mehreren Fällen ein Übergreifen der Flammen auf Gebäude und Fahrzeuge verhindert werden.

Tragisch endete ein Brand in Bonndorf im Landkreis Waldshut. Eine Person verstarb beim Vollbrand eines Mehrfamilienhauses. Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Neuer Standort für die Gebäudereinigungsfirma San2Go in Freiburg

San2go FreiburgVon links: Andrea Männer (Assistenz Kaufmännische Leitung), Timo Wagner (Betriebsleiter), Anita Krznarić (Assistenz Vertrieb) und Heiko Ehret (Geschäftsführer & Inhaber). Foto: San2go

Die Firma San2Go ist Spezialist rund um gewerbliche Reinigungsaufgaben. Jetzt bezieht das Freiburger Unternehmen seinen neuen Standort in der Weißerlenstraße.

Seit dem 1. Juli 2025 befindet sich die Gebäudereinigungsfirma San2Go in neuen Räume in der Weißerlenstraße 13 in Freiburg-Hochdorf. Für das tatkräftige Team von San2Go gibt es praktisch keine Herausforderung in der gewerblichen Gebäudereinigung für das es keine Lösung findet: Baustellenreinigung, Grund- und Unterhaltungsreinigung von Gebäuden, Fassaden, Fenstern, Rolltreppen oder Sanitäranlagen sowie die Pflege von Außenanlagen – San2Go hat die passenden Geräte und geschulte Mitarbeiter. Auch Spezialaufträge wie Schädlingsbekämpfung oder Tatortreinigung gehören zum Angebot der Reinigungsexperten.