Auch die „Soulfamily“ ist beim Festival „Chorwärts“ dabei. Foto: Privat
Alemannisch z`singe – das ist beim diesjährigen Chorwärts-Festival das gemeinsame Anliegen der Veranstalter Chorstadt Freiburg und Chorverband Breisgau. Die Besonderheit: Jeder der mehr als 60 teilnehmenden Chöre wird mindestens ein Lied in alemannischer Mundart präsentieren.
Den Anfang macht die 9. Freiburger Chornacht am Freitagabend. Ab 18 Uhr musizieren die Chöre auf den Bühnen Basler Hof, Rathausinnenhof, Augustinerplatz und im Stadtgarten. Der Abschluss wird das gemeinsam gesungene „Der Mond ist aufgegangen“ um Mitternacht im Stadtgarten sein .
Der Samstag steht dann ganz im Zeichen der Kinder-, Jugend- und Schulchöre. Ab 10.30 Uhr im Stadtgarten und auf dem Augustinerplatz und ab 15 Uhr auch im Baslerhof und im Innenhof des Schwarzen Klosters.Der Abschluss des Samstags findet um 19 Uhr im Stadtgarten statt. Mit dabei das Jazz-Duo „Lose ä Mol“, der „Junior Jazzchor“, der Kammerchor „Vocale Neuburg“ und der Gebärdenchor “Singende Hände“.
Am Sonntag beginnt das Programm um 10.30 Uhr mit Chören aus Freiburg und der Region. Aber auch der Kammerchor „Vocale Neuburg“ aus Vorarlberg und der Winzerchor „La Chorale des Vignerons de Goxwiller“ aus dem Elsass sind zu Gast. Als weiteres Highlight gibt es das „Offene Singen“ mit Uli Führe. Außerdem ergänzt die Aufführung der „Alemannischen Passion“ um 14 Uhr in der Konviktkirche das Programm. Beim Abschlusskonzert bringen Chöre aus Freiburg und der Region die Bühne mit Stücken in alemannischer Mundart zum Schwingen. Dabei schlägt der Dialekt-Comedy-Preisträger Fabian Bürkin mit seiner Moderation Brücken zwischen den Formationen. Für den alemannischen Drive sorgt die Folk-Rock-Band “Goschehobel“. Und dann das Finale: die Freiburger A-Cappella-Gruppe „anders“. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, um Spenden wird gebeten.
Popsänger Clueso begeisterte mit emotionalen Songs und seiner lockeren Art. Foto: Maximo-Hans Musielik
Für Freiburger Konzertfans war es definitiv eines der Highlights des Jahres: Bei den Münsterplatzkonzerten wurde der Platz rund um das Wahrzeichen wieder zur Bühne für Musik. Rund 23.000 Besucher zog das Live-Spektakel an – der Rekord von 27.500 vom Vorjahr konnte nicht geknackt werden. Trotzdem zeigen sich die Veranstalter zufrieden: „Es kann nicht jedes Jahr einen Rekord geben“, so Marc Oßwald von Vaddi Concerts gegenüber der BZ.
Eröffnet wurde die vierte Auflage des Festivals mit einer „Spanischen Nacht“ der Albert Konzerte, am Tag darauf gab es dann eine besondere Premiere. Mit Sabaton ließ es erstmals eine Heavy-Metal-Band auf dem Münsterplatz krachen. Selbst ein wenig Regen – der einzige während der sechs Festivaltage – konnte ihnen und den Fans nichts anhaben. „Durch Regen. Durch Sturm. Freiburg stand stark. Ein großes Lob an alle unglaublichen Menschen in dieser Menge“, postete die Band samt zahlreicher Fotos und Videos bei Instagram. Popsänger Clueso begeisterte nicht nur mit emotionalen und mitreißenden Songs, sondern auch mit seiner lockeren Art, zahleichen Anekdoten und weil er die Nähe des Publikums suchte und auch mal die Hände in die Menge streckte.
Für Malle- und Partystimmung sorgte dagegen die Band SDP – ihr Konzert war schon lange ausverkauft. „Danke Freiburg…wenn du etwas liebst, dann musst du dafür brennen“, posteten sie samt Bühnen-Schnappschuss. Am Samstag kamen dann Liebhaber elektronischer Musik auf ihre Kosten. Hier sorgten die gefeierten DJs Marco Carola, Jan Blomqvist und Nora En Pure für Stimmung. „Es war so schön und heiß“, schrieb letztere bei Instagram. Zum Finale präsentierte das Freiburger Barockorchester ein „Italienisches Fest“. Die fünfte Auflage der Reihe findet im kommenden Jahr vom 1. bis zum 6. Juni statt – da dürfen sich Musikfans bestimmt wieder auf ein abwechslungsreiches Programm freuen!
Mit „Sabaton“ gab’s erstmals Heavy Metal auf dem Münsterplatz – die Band und deren Fans feierten die Konzertlocation. Foto: www.instagram.com/sabatonofficial
Die Band SDP brachte Malle-Feeling ans Münster – die Stimmung war ausgelassen. Foto: Moreli Ketterer
Am Samstag sorgten DJs wie Nora En Pure für Partystimmung. Foto: Stefan Eckenfels
Die Stars aus „Let’s Dance“ hautnah erleben: Melissa Ortiz-Gomez unterrichtet bei der Euro Dance Festival Freiburg-Edition am Samstag und Sonntag gleich mehrere Workshops. Foto: Valentin Behringer
Diesen Termin sollten sich Tanzfans vormerken: Vom 30. Juli bis 2. August verwandelt die Freiburg-Edition des Euro Dance Festivals das Ballhaus in eine Bühne für Workshops, Shows und mehr. Die Sommerausgabe von Europas größtem Tanzfestival bringt auch dieses Jahr bekannte Gesichter aus der TV-Show „Let’s Dance“ sowie zahlreiche internationale Trainer nach Freiburg. Mit dabei sind unter anderem Valentin Lusin, Ekaterina Leonova, Paul Lorenz, Sergiu und Anastasia Maruster sowie Melissa Ortiz-Gomez. Gemeinsam mit weiteren internationalen Coaches gestalten sie ein umfangreiches Workshop-Programm für Tanzbegeisterte aller Levels. Auch in diesem Jahr werden wieder rund 1.800 Gäste erwartet.
„Die Freiburg-Edition lebt von ihrer besonderen Atmosphäre: internationale Coaches, unterschiedliche Tanzstile und viele Menschen, die ihre Begeisterung für Tanz teilen“, sagt Johnny Schmidt-Brinkmann, Inhaber der Tanzschule Gutmann. Auf dem Programm stehen Workshops in Standard/Latein, Salsa, Discofox, West Coast Swing, Tango Argentino und weiteren Tanzrichtungen. Ergänzt wird das Festival durch Shows, Social Dancing und Abendveranstaltungen. Highlights sind unter anderem die Summer Salsa Night oder der Sommernachtsball.
Autos, wohin das Auge sieht: Die Sanierungsarbeiten auf der B31a haben gerade erst begonnen. Foto: Thomas Kunz
Die Stadt Freiburg erlebt einen staureichen Sommer: Bauarbeiten auf der B31a und an den Stadtbahn-Gleisen in Zähringen bringen den Verkehr ins Stocken. Besserung ist in Sicht.
Dass Geduld auf Freiburgs Straßen stets ein guter Wegbegleiter ist, ist ja nichts Neues. Laut Angaben des Karten- und Navigationsspezialisten TomTom verloren Pendler in der Stadt Freiburg im vergangenen Jahr 61 Stunden im Stau (auf einer Strecke von zehn Kilometer). Die Durchschnittsgeschwindigkeit im Stadtgebiet betrug 28,8 Kilometer pro Stunde. Zurzeit allerdings müssen Autofahrer besonders gute Nerven mitbringen. Vor einer Woche fiel der Startschuss für eine rund drei Kilometer lange Baustelle auf der B31a stadtauswärts Richtung Kaiserstuhl. Die Sanierungsarbeiten führen zu kilometerlangen Rückstaus auf einer der Hauptverkehrsadern durch Freiburg. Grund dafür sind die lange Einspurigkeit im Baustellenbereich und die auffahrenden Fahrzeuge an den einzelnen Zufahrten. Parallel dazu laufen im Freiburger Norden Sanierungsarbeiten der Freiburger Verkehrs AG an den Gleisen der Zähringer Straße. Auch dort staut sich der Verkehr.
Beim Regierungspräsidium Freiburg (RP), das für die Arbeiten an der B31a zuständig ist, stehen die Telefone seitdem nicht mehr still. „Verständlicherweise sind in den vergangenen Tagen Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern bei uns eingegangen. Wir erklären die Situation in jedem Einzelfall, verweisen auf die anstehende Entspannung und bitten um Verständnis“, berichtet Pressesprecherin Heike Spannagel.
Gleichzeitig geht man im RP davon aus, dass baldige Besserung in Sicht ist. Die Bauarbeiten gingen wie geplant voran, auch weil die zuständige Baufirma sich durch erhöhten Maschineneinsatz und Wochenendarbeit an den Zeitplan halte, so Spannagel. „Wir gehen davon aus, dass sich die Verkehrslage ab Donnerstag entspannen wird: Wie geplant, wird am Mittwoch die derzeit gesperrte Überholspur fertig saniert sein, so dass dann die Erneuerung der rechten Fahrspur beginnen kann.“ Diese werde abschnittsweise gesperrt und saniert. Los geht es an der Anschlussstelle Lehen. Dann wandert die Baustelle Abschnitt für Abschnitt bis zur Berliner Allee. „Zwar wird sich der Verkehr auf der B 31 auch in dieser Phase stauen, aber in deutlich geringerem Ausmaß“, so die RP-Sprecherin.
Vorwärts geht es laut Angaben der Freiburger Verkehrs AG (VAG) auch bei den Gleisarbeiten in der Zähringer Straße. Neben den jahrzehntealten Gleisen werden dort Haltestellen und im Untergrund Leitungen für Fernwärme, Gas und Wasser sowie die Kanalisation modernisiert. Die VAG rät den Fahrgästen des Schienenersatzverkehrs (SEV) dazu, Zeit mitzubringen. „Aufgrund der angespannten Verkehrslage kann es entlang der SEV-Strecke zu Staus kommen“, so die VAG, Verspätungen der SEV-Busse seien nicht ausgeschlossen.
Aufgrund der Gleisbauarbeiten in Zähringen kommt der Verkehr nur quälend langsam vorwärts. Foto: Thomas Kunz
Die perfekte Mischung aus Großbaustellen an gleich mehreren Ausfallstraßen sorgt dafür, dass auch Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst umdisponieren, um den Stau zu umgehen. So hält die Freiwillige Feuerwehr laut einem BZ-Bericht eine Fahrzeugbesatzung im Gerätehaus in der Tullastraße ständig einsatzbereit – für die berufstätigen Feuerwehrleute ist vor Ort sogar eigens ein Home-Office-Arbeitsplatz geschaffen worden. Der Rettungsdienst von Rotem Kreuz und Maltesern verlegte zusätzliche Rettungswagenbesatzungen nach Umkirch. Vermehrt kommt zudem der Rettungshubschrauer zum Einsatz. Konsequenzen aus dem Stau-Dilemma will die Stadt Freiburg ziehen. Die Gleichzeitigkeit von Großbaustellen dieser Art soll rasch aufgearbeitet werden. „Wir laden noch vor der Sommerpause alle betroffenen Unternehmen und Bauherren zu einem Abstimmungstermin ein“, sagt Koja Mälicke von der städtischen Pressestelle. „Ziel ist es, die Abstimmung – und damit die Koordinierung und Planung – zu verbessern. So sollen nach Möglichkeit die verkehrlichen Auswirkungen verbessert werden.“
Die „Fahrradgruppe“ der Polizei Freiburg ist mit E-Bikes in der Stadt unterwegs – sie haben bei ihren Kontrollen nun vor allem Raddiebe im Visier. Foto: Schuh
Allein im vergangenen Jahr registrierte die Polizei im Stadtkreis Freiburg mehr als 2.700 Fahrraddiebstähle. Nur 7,5 Prozent der Fälle konnten aufgeklärt werden. Damit sich das ändert, ist die Fahrradgruppe nun nicht mehr nur im Einsatz, um Verkehrsverstöße zu kontrollieren. Sie sind nun auch verstärkt Fahrraddieben auf der Spur.
Speziell geschulte Polizisten sind seit Mai 2025 mit E-Bikes im Stadtgebiet Freiburg auf Streife. Sie überwachten bisher vor allem Brennpunkte, wo viele Radler unterwegs sind und es öfter zu Unfällen kommt. Jetzt haben sie vor allem auch Fahrraddiebe im Visier. „Wir haben eine schlechte Aufklärungsquote von 7,5 Prozent. Wir wollen so den Kontroll- und Fahndungsdruck erhöhen, die Fälle reduzieren und die Täter ermitteln“, erklärte Heiko Baumgärtner, Leiter der Verkehrspolizeiinspektion, bei einem Pressegespräch am Dienstag.
In den kommenden Monaten wird es verstärkte Kontrollen geben. Gezielt sollen gestohlene Räder aufgespürt und Täter geschnappt werden. „Wir picken uns Radfahrer für eine Kontrolle raus, wenn etwas nicht passt. Beispielsweise wenn ein Mann auf einem Kinder- oder Frauenrad unterwegs ist“, sagte Andreas Meier, Leiter der Fahrradgruppe. Dann wird das Rad anhand der Rahmennummer überprüft und mit einer bundesweiten Datenbank gestohlener Räder abgeglichen, und es wird nachgefragt, wo es gekauft wurde. Stellt sich heraus, dass es geklaut ist, gebe der Täter auch gerne mal Gas, da sei eine Verfolgung auf dem Rad leichter als mit dem Streifenwagen. Die Polizisten auf dem Rad kontrollieren beispielsweise auch in Parks oder auf Radschnellwegen. „Wir sind in Zweier- oder Dreierteams in der Stadt unterwegs. Wir kriegen viel mehr mit und werden öfter angesprochen, das Feedback ist bisher sehr positiv“, so Andreas Meier.
Seit 1. April wurden mehr als 20 geklaute Fahrräder sichergestellt. Allein im vergangenen Jahr gab es im Stadtkreis Freiburg 2.704 solcher Fälle – ein Anstieg von 16,8 Prozent. Der Sachschaden liegt bei mehr als vier Millionen Euro. Vor allem hochwertige Pedelecs sind bei den Dieben begehrt. Zum Vergleich: In Karlsruhe waren es im Jahr 2025 1.400 gestohlene Räder, in Mannheim 1.250. In Freiburg sind die Fahrraddiebe laut den Polizisten meist am Nachmittag und Abend unterwegs. Oft werden die Räder beispielsweise mit einem Transporter nach Frankreich gebracht und zwischengelagert, bevor es nach Osteuropa geht. Deshalb der Appell der Beamten: „Jeder, der etwas Verdächtiges sieht, sollte den Notruf wählen“, so Andreas Meier. Das erhöhe die Wahrscheinlichkeit deutlich, den Dieb auf frischer Tat zu erwischen. Außerdem sei es wichtig, sich die Rahmennummer zu notieren, und ganz wichtig: „Ein teures Rad sollte auf jeden Fall ein vernünftiges Schloss haben“.
Filmhighlights unter Sternen: Das Open-Air-Kino bietet wieder ein abwechslungsreiches Programm Foto: Veranstalter
Publikumslieblinge der letzten zwölf Monate, Klassiker oder Premieren: Vom 25. Juni bis 5. September wird der lauschige Innenhof des Schwarzen Klosters wieder zum Treffpunkt für Filmfans. Auf was sich die Besucher beim Sommernachts-Kino in diesem Jahr freuen dürfen, verrät Veranstalter Ludwig Ammann im Gespräch mit Saskia Schuh.
Herr Ammann, was erwartet die Besucher beim Sommernachtskino?
Ludwig Ammann: Wie jedes Jahr zeigen wir die besten Filme der vergangenen zwölf Monate. Die besten heißen für uns: Jene, die von den Menschen am meisten gesehen wurden – Filme, bei denen man sagt: Da muss ich hin, und am besten gleich noch ein zweites Mal. Dazu kommen einige ausgewählte Premieren wie „H wie Habicht“ oder „Bitteres Fest“ von Pedro Almodóvar. Außerdem gibt es wieder klasse Klassiker. Wenn uns Pedro Almodóvar mit einem neuen Film beglückt, zeigen wir auch eine Reihe seiner Klassiker – etwa „Alles über meine Mutter“, „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ oder „Volver“.
Welche Highlights gibt es – worauf freuen Sie sich persönlich?
Ammann: Schon zum Auftakt bringen wir ein paar echte Highlights. Zur Eröffnung zeigen wir „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ – ein Film, der bei uns schon fast ein halbes Jahr läuft, einer dieser Titel, den einfach alle sehen wollen. Wir zeigen beispielsweise auch das Bob-Dylan-Biopic „Like a Complete Unknown“ mit Timothée Chalamet: Definitiv einer meiner Lieblingsfilme der vergangenen zwölf Monate. Da habe ich zum ersten Mal verstanden, was für ein außergewöhnlich guter Schauspieler er ist, der alles kann: singen, Gitarre spielen und schauspielern. Das war großartig. Und dann haben wir natürlich noch die Freiburger Reisedoku „Same Sun“ mit Wiebke Lühmann – die ist bereits ausverkauft. Solche Filme kommen extrem gut an. Wir spielen jetzt wahrscheinlich auch schon zum dritten Mal im Sommernachtskino den Freiburger Film „Fitness California“.
Letztes Jahr haben Sie knapp die 15.000 Besucher verfehlt. Könnte es dieses Jahr klappen?
Ammann: Wir haben jedes Jahr die gleiche Zahl an Tagen und sind damit schon sehr an der Kapazitätsgrenze. Es hängt mit anderen Worten ausschließlich vom Wetter ab. Wir haben rund 80 Vorstellungen. Wenn es ein Bilderbuchsommer wird, können wir die 15.000 knacken. Wenn es wieder zwei Phasen mit schlechterem Wetter gibt wie im letzten Jahr, dann eben nicht.
Die Freiburger gelten als schlechtwettererprobt, oder?
Ammann: Zur Hälfte. Es gibt Leute, die dann stornieren – das lassen wir zu, wenn es feucht oder kühl ist. Da wird fleißig storniert, und selbst bei eigentlich ausverkauften Vorstellungen bleiben am Ende manchmal nur noch 30 Leute übrig.
Das Sommernachts-Kino läuft teilweise parallel zur Fußball-WM…
Ammann: Ja, wir fangen an, wenn sich die WM gerade erst warm läuft. Ich spüre allerdings keine große Begeisterung, nicht dieses Gefühl von: Man muss dabei gewesen sein. Die Spielzeiten sind für viele auch schwierig. Das dürfte insgesamt gedämpfter sein als sonst. Was mich in Bezug auf das Sommernachts-Kino sehr freut: Wir sind dieses Jahr besonders früh in den Online-Verkauf gestartet, und das zahlt sich aus. Man merkt, dass die Leute darauf warten und sich direkt Tickets sichern.
Der neugestaltete Platz in Ebnet lädt zum Verweilen ein. Foto: Heike Schwende
Rund um eine imposante Eiche hat die Stadt mit der Umgestaltung des Elisabeth-von-zur-Mühlen-Platz in Ebnet die erste Grünoase in einem Freiburger Ortsteil geschaffen. Mit Sitzgruppen, Balancierbalken und viel Grün soll der Platz die Bewohner zum Verweilen, Austauschen und Entspannen einladen.
Neu ist der Elisabeth-von-zur-Mühlen-Platz am Hirschenhofweg in Ebnet nicht. Die Eiche in seinem Zentrum steht schon viele Jahre und hat schon etlichen Generationen als Treffpunkt gedient, wie Anwohner berichten. Doch nun wurde der Platz im Rahmen des seit 2024 laufenden Grünoasenprojekts der Stadt Freiburg aufgewertet. Neben locker platzierten Sitzgruppen mit Bänken und Tischen zum Verweilen gibt es auch Balancierbalken, die zur Bewegung einladen. Mit einem Staudenbeet mit insektenfreundlichen Pflanzen und einer Blühwiese soll der Platz zur Artenvielfalt beitragen. Die Gestaltung des Platzes sei mit dem Ortschaftsrat abgestimmt worden, sagt Kathrin Sehl vom Garten- und Tiefbauamt der Stadt. Rund zwei Monate dauerten die Arbeiten, die Gesamtkosten belaufen sich auf 60.000 Euro. Darin inbegriffen sind die Kosten für die Pflege des Grüns für ein Jahr.
Im Rahmen des Grünoasen-Projekts sollten in Freiburg nicht nur neue Grünoasen geschaffen, sondern auch bereits bestehende grüne Plätze nachhaltig verbessert werden, sagte Oberbürgermeister Martin Horn bei der Eröffnungsfeier am vergangenen Freitag. „In allen Himmelsrichtungen passiert etwas“, fuhr Horn fort und zählte neben der geplanten Grünoase am Zollhallenplatz Baumpflanzungen und Sitzmöglichkeiten für den Platz der Zähringer und den neuen Trinkbrunnen in Waltershofen als Beispiele auf. Bereits umgesetzte Grünoasen-Projekte sind verschiedene Bauminseln in der Innenstadt und neue Bäume im Stadtteil Rieselfeld. Ziel der Kampagne ist es, im ganzen Stadtgebiet klimaangepasste Aufenthaltsorte zu schaffen, mit Grün und schattigen Sitzgelegenheiten.
Gabi Hoferichter, Ortsvorsteherin von Ebnet, freut sich über die neuen Sitzgelegenheiten auf dem Platz. Früher habe es auch schon Bänke rund um die Eiche gegeben, aber dort hätten die Menschen mit dem Rücken zueinander gesessen – „eher etwas, wenn man nicht miteinander reden will“, so Hoferichter.
Schwätzbänkle lädt zu Gesprächen ein
Es habe im Vorfeld auch Bedenken einiger Anwohner gegeben, sagt Hoferichter. Der Platz ist von mehreren Wohnhäusern eingerahmt. „Manche fürchten, es könnte abends zu laut werden.“ Doch die Ortsvorsteherin denkt nicht, dass es zu Problemen kommen wird. In Ebnet gebe es viele andere Orte, die für bis spät feiernde Jugendliche attraktiver seien als der von allen Seiten gut einsehbare Platz. Hoferichter ist zuversichtlich, dass der neugestaltete Platz rund um die alte Eiche, in deren Krone dieses Jahr ein Storchenpaar nistet, von den Ebnetern gut angenommen wird und zu vielen Begegnungen führt. Die Ortsvorsteherin kann sich durchaus vorstellen, künftig die eine oder andere Bürgersprechstunde auf dem Platz abzuhalten. Eine der neuen Bänke ist sogar offiziell das 25. Schwätzbänkle in Freiburg. Anja Schwab, Leiterin des Seniorenbüros Freiburg, hatte das Schwätzbänkle-Schild dabei, das Kathrin Sehl bei der Eröffnungsfeier mit dem Akkuschrauber an der Bank befestigte.
Noch ein weiteres Projekt zur besseren Klimaanpassung sei in Ebnet in Vorbereitung, sagt Hoferichter. Bei der Dreisam-Halle soll ein Trinkbrunnen angebracht werden.
Bei der Nostalgischen Messe gibt es wieder Fahrgeschäfte, Kulinarisches, Musik und mehr. Foto: Veranstalter
Auf dem Stühlinger Kirchplatz findet vom 18. bis 21. Juni die 28. Nostalgische Messe statt. Seit 1995 organisiert der Bürgerverein Stühlinger e.V. diese mit viel ehrenamtlichem Engagement. Der Vorstand entschied sich, die Tradition der günstigen und familienfreundlichen Preise weiterzuführen. Deshalb gibt es auch dieses Jahr Pommes für den „nostalgischen Preis“ von 50 Cent.
Das Programm: Donnerstag, 18. Juni: Messebeginn 15 Uhr, ab 17.30 Uhr offizielle Eröffnung, ab 20 Uhr wird eine Überraschungsband für Stimmung sorgen. Freitag, 19. Juni: Beginn 15 Uhr, ab 19.30 Uhr wird die Band „Fire of Soul“ zu Soul, Rhythm und Blues aufspielen. Samstag, 20. Juni : Messebeginn 10 Uhr, von 8 Uhr bis 16 Uhr organisiert das Jugendzentrum „LetzFetz“ einen Flohmarkt (Anmeldung unter 0761/2115630) rund um die Messe, ab 19.30 Uhr wird „Boogie Project“ das Publikum mit Spielfreude und guter Laune begeistern Sonntag, 21. Juni : 10 Uhr Ökumenischer Gottesdienst, 11 Uhr Öffnung der Stände. 14 Uhr Kinderangebot: Die Feuerwehr kommt. Danach buntes Messetreiben bis in den Abend. Die Messe schließt donnerstags bis samstags um 23 Uhr, sonntags endet die Messe um 21 Uhr.
Auf der Suche nach Clark verliert sich Therapeutin Mary (Renate Reinsve) in den Untiefen der unheimlichen Backrooms. Foto: A24
Ein Möbelhausbesitzer verschwindet in einem Labyrinth aus endlosen gelben Räumen. Mit „Backrooms“ hat der erst 20-jährige Regisseur Kane Parsons ein Internet-Meme in einen Kinoerfolg verwandelt. „Backrooms“ gilt als der Horrorfilm des Jahres, der allein am US-Startwochenende rekordverdächtige 81 Millionen Dollar an den Kinokassen einspielte.
Clark weiß nicht, wie er hineingekommen ist. Er weiß nicht, wie er wieder herauskommt. Der Möbelhausbesitzer hat eine mysteriöse Tür entdeckt, die ihn in eine scheinbar endlose Reihe unheimlicher Räume führt. Als er nicht zurückkommt, macht sich seine Therapeutin Mary (Renate Reinsve) auf die Suche nach ihm.
Kahle, verschachtelte Büroflure, endlose beige-gelbe Wände, ein unaufhörliches, unerträglich lautes Surren von Leuchtstoffröhren: Die „Backrooms“ beschreiben eine neue Art von Albtraum, eine menschenleere Parallelwelt sich wiederholender, fensterloser Stockwerke, die die Realität auf den ersten Blick spiegelt und sich ihr doch mit jedem Schritt weiter entzieht. Verstörend verlassen wirken die labyrinthischen Räume, doch allein ist man dort nicht.
Regisseur Kane Parsons verwandelt die Idee einer unberechenbaren Parallelwelt aus seltsam leeren Geschäftsräumen in einen beklemmenden Horror-Thriller. Der 20-Jährige hat zuvor schon eine „The Backrooms“-Serie bei YouTube produziert, die schon mehr als 200 Millionen Mal angeklickt wurde. In den Hauptrollen spielen Chiwetel Ejiofor („12 Years a Slave“) und Renate Reinsve („Sentimental Value“ ), die sich in den Untiefen der unheimlichen Backrooms zu verlieren drohen. In Nebenrollen sind Mark Duplass, Lukita Maxwell, Finn Bennett, Avan Jogia und Robert Bobroczkyi zu sehen.
Der Hype um den Horrorstreifen ist groß: Der Film hat in den USA mit 81 Millionen Dollar ein Rekordergebnis eingebracht, nach nur sechs Tagen in den amerikanischen Kinos wurde die 100-Millionen-Dollar-Marke bereits geknackt – und das bei einem Produktionsbudget von rund zehn Millionen Dollar.
„Guru“ Matt Vasseur (Pierre Niney) lässt sich von der Menge feiern. Foto: Studiocanal
Matt Vasseur (Pierre Niney, „Der Graf von Monte Christo“) steht als Coach auf der Bühne und propagiert vor Tausenden von Menschen Selbstliebe und Selbstvertrauen. Riesige Menschenmengen feiern ihn wie einen Erlöser und wollen seinem Vorbild folgen – auf der Suche nach Liebe, Erfolg und Glück. Doch als sich Matt vor einer Regierungskommission unbequemen Fragen zu seinem Geschäftsmodell stellen muss und einer seiner Anhänger ihm gefährlich nahekommt, droht Matts Business-Imperium zu zerbrechen.
Von den Machern von „Black Box“ stammt dieser packende Psychothriller über einen charismatischen Life Coach, der an die Grenzen von Macht und Manipulation geht. „Guru“ erzählt eine fesselnde Geschichte über den gefährlichen Hunger nach Erfolg und Anerkennung.