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SC Freiburg startet mit Heimspiel gegen die Bayern in den entscheidenden April

Manuel Neuer FC Bayern MünchenManuel Neuer ist wohl wieder fit für das Heimspiel gegen den SC Freiburg. Foto: Detlef Berger

Nach der Länderspielpause ist vor dem Rekordmeister: Der SC Freiburg empfängt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) den Spitzenreiter aus München im Europa-Park Stadion. Zuvor waren mehrere Freiburger mit ihren Nationalmannschaften, teilweise sehr erfolgreich, unterwegs.

Den weitesten Weg der Freiburger Nationalspieler hatte dieses Mal Igor Matanovic. Der kroatische Stürmer spielte im 7.600 Kilometer Luftlinie entfernten Orlando im US-Bundesstaat Florida – und das mit Erfolg. Beim 2:1 gegen Kolumbien stand Matanovic nicht nur in der Startelf, sondern erzielte noch vor der Pause den Siegtreffer. Danach durfte er vom Feld. Gegen Brasilien am Dienstag blieb er ohne Einsatz. Beim 5:0 von Burkina Faso gegen Guinea-Bissau im kaum weniger weit entfernten Ouagadougou (4.000 Kilometer) wirkte auch Cyriaque Irié als Startelfspieler mit. Wertvolle Spielminuten und Siege mit ihren Nationalmannschaften sammelten zudem Philipp Lienhart (5:1 mit Österreich gegen Ghana und 1:0 gegen Südkorea) und Yuito Suzuki (1:0 mit Japan gegen Schottland und 1:0 gegen England).

Spielt Neuer in Freiburg?

Und Johan Manzambi stand beim 3:4 der Schweizer Nationalelf gegen Deutschland in Basel sowie beim 0:0 gegen Norwegen auf dem Feld. Den Münchner DFB-Spielern wird Manzambi am Samstag im Heimspiel gegen den FC Bayern erneut begegnen. Im Breisgau wird der Rekordmeister vermutlich auch wieder auf Manuel Neuer setzen können. Am Montag trainierte der frisch gebackene 40-Jährige nach seiner Wadenverletzung wieder mit der Mannschaft.

Die deutsche Nationalmannschaft bleibt auch beim SC weiterhin ein Thema. So brach nun SC-Verteidiger Philipp Treu im „Kicker“ eine Lanze für seinen Abwehrchef Matthias Ginter, dem er aufgrund seiner Leistungen eine WM-Nominierung gönnen würde. „Matze coacht extrem viel, sein Aufbauspiel ist Weltklasse und er geht echt voran, treibt an und hilft uns brutal“, schwärmt er vom 32-jährigen Weltmeister aus Freiburg.

Für ihn und das gesamte SC-Team stehen im April entscheidende Wochen an. Auf das Spiel gegen die Bayern, die selbst am Dienstag im Champions-League-Viertelfinale bei Real Madrid gefordert sind, folgt am Donnerstag nächster Woche das Freiburger Viertelfinal-Debüt in der Europa League gegen Celta Vigo. Am 23. April steht das Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart an und drei Tage später das Liga-Gastspiel in Dortmund. Auf den SC wartet also ein heißer April.

Besondere Auszeichnung: Jürgen Mack zum Ehrenbürger ernannt

Jürgen Mack wurde zum Ehrenbürger der Gemeinde Rust ernannt: Bürgermeister Kai-Achim Klare mit Jürgen und Mauritia Mack bei der Verleihung.Jürgen Mack wurde zum Ehrenbürger der Gemeinde Rust ernannt: Bürgermeister Kai-Achim Klare mit Jürgen und Mauritia Mack bei der Verleihung. Foto: Europa-Park

Über eine besondere Auszeichnung durfte sich auch Europa-Park-Inhaber Jürgen Mack freuen. Er wurde zum Ehrenbürger der Gemeinde Rust ernannt. Bürgermeister Kai-Achim Klare betonte in seiner Laudatio insbesondere das langjährige unternehmerische Engagement von Jürgen Mack, durch das sich Rust zu einer international bedeutenden Tourismusdestination entwickelt hat.

Auch das gesellschaftliche Engagement des Europa-Park Inhabers Jürgen Mack wurde vom Bürgermeister besonders herausgestellt. Für ihn sei Unternehmertum untrennbar mit sozialer Verantwortung verbunden. Ob bei der Unterstützung von Geflüchteten, im Einsatz für soziale Projekte oder durch sein langjähriges Engagement für Vereine und kirchliche Initiativen. Jürgen Mack leistet zusammen mit seiner Frau Mauritia Mack einen nachhaltigen Beitrag für das Gemeinwohl in Rust und der gesamten Region.

Jürgen Mack dankt der Gemeinde für die besondere Ehrung: „Diese Auszeichnung bedeutet mir sehr viel und erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Rust ist für uns nicht nur seit 38 Jahren Heimat geworden, sondern auch ein Ort voller Möglichkeiten, an dem Ideen entstehen, die Menschen aus aller Welt begeistern und gleichzeitig der gesamten Region zugutekommen. Sie steht für die enge und gewachsene Verbundenheit unserer Familie mit der Gemeinde Rust.“

Mit der Ernennung ist Jürgen Mack einer von nur fünf Persönlichkeiten, denen die Ehrenbürgerschaft verliehen wurde. Diese Ehrung wurde zuvor bereits seinem Vater Franz Mack sowie seinem Bruder Roland Mack zuteil.

Wie der Sport Summit Freiburg neue Projekte in der Sportregion Freiburg anstoßen will

Sport Summit FreiburgHochkarätiges Line-up aus Sport und Business beim Sport Summit Freiburg (von oben links, im Uhrzeigersinn): Felicia Mutterer, Benedikt Doll, und Sportvermarktungsexperte Stephan Westermann. Fotos: Sport Summit Freiburg / Serviceplan

Der erste Sport Summit Freiburg am 8. und 9. Mai im FT-Sportpark Freiburg will Vertreter aus Spitzensport, Wirtschaft und Politik an einen Tisch bringen. Prominente Gäste sind Wintersport-Ass Benedikt Doll und die in Freiburg geborene Co-Gründerin Felicia Mutterer von Frauen-Zweitligist FC Viktoria Berlin. Was steckt dahinter?

Freiburg ist eine sportverrückte Stadt. 197 Sportvereine mit rund 156.000 Mitgliedern gibt es im Stadtkreis Freiburg (2021 waren es 176 Vereine bei 95.000 Mitgliedern). Spitzenreiter bei den Mitgliederzahlen ist naturgemäß der SC Freiburg, der allein 80.000 Mitglieder auf sich vereint – dahinter kommen die Sektion Freiburg des Deutschen Alpenvereins (19.500) und die Freiburger Turnerschaft (7.400). Jenseits der SC-Fußballer gibt es also noch jede Menge ungenutztes Potenzial für die Sportregion Freiburg. Davon ist Dietmar Junginger überzeugt und möchte dieses Potenzial beim ersten Sport Summit Freiburg am 8. und 9. Mai im FT-Sportpark zutage fördern.

Kooperationen anstoßen

Denn woran es im regionalen Spitzensport häufig hapere, sei der Impuls, gemeinsam mit anderen Akteuren Entwicklungen anzustoßen. Vielen Sportvereinen fehle es zudem am Know-how im Umgang mit der Wirtschaft. „Vereine müssten aber wissen, welche Tools es braucht, um den Nerv eines Sponsors zu treffen“, sagt Junginger. Allen, „die ein Interesse daran haben, den Sport in der Region nach vorne zu bringen“, möchte der Sport Summit Freiburg deshalb eine Plattform bieten: Akteuren aus Sport und Politik, Unternehmern mit Interesse an regionalem Spitzensport, aber zum Beispiel auch Sportstudierenden. Sie möchte Junginger an einen Tisch holen, um Perspektiven auszuloten und konkrete Kooperationen anzustoßen. „Es geht darum, die Puzzleteile zusammenzusetzen, um ein Sportbild der Zukunft für die Region Freiburg zu kreieren“, sagt er.

Sport trifft Business – damit kennt sich der Chef der Kirchzartener Agentur Jumediaprint bestens aus. Denn Ausgangspunkt für den Sport Summit Freiburg ist das Erfolgsprojekt „Die Großen Spiele“, welches Junginger 2023 ins Leben gerufen hatte. Vier Freiburger Spitzensportvereine aus Basketball (USC), Eishockey (EHC), Handball (HSG) und Volleyball (FT) haben für die „Großen Spiele“ ihre Kräfte unter einem gemeinsamen Marketingdach gebündelt. Daraus entstanden gemeinsame Ticketaktionen und besondere Spiel-Highlights. Das Projekt hat eindrucksvoll bewiesen, welches Potenzial in abgestimmter Zusammenarbeit liegt. „Wer hätte gedacht, dass ein Format wie die Großen Spiele so einschlägt. Dafür braucht es Mut“, sagt Junginger, der mit dem Sport Summit Freiburg nun die zweite Stufe folgen lässt. Unterstützt wird er dabei von Nicolas Häbel von der Freiburger Eventagentur Mehrpunkt und vom früheren Marketingchef des EHC Freiburg, David Bartholomä (SCCE GmbH).

Elf Speaker, 250 Teilnehmer

Freuen dürfen sich die rund 250 Summit-Teilnehmer auf elf hochkarätige Gäste, die viel Praxiserfahrung mitbringen. So wie Felicia Mutterer. Die gebürtige Freiburgerin ist Co-Gründerin und Geschäftsführerin des Frauen-Zweitligisten FC Viktoria Berlin und gilt als Expertin für Professionalisierung im Frauensport. Weitere Speaker sind der frühere Profi-Biathlet Benedikt Doll, der Hamburger Sportvermarktungsexperte Stephan Westermann sowie Eva-Maria Hänel, CEO der Influencer-Marketing-Agentur Reachbird. „Wir bringen innovative Vordenker aus dem Sport nach Freiburg, die tiefgründige Facheinblicke ermöglichen“, so Junginger. Moderiert wird das zweitägige Event von Stefan Mayer, Stadionmoderator des SC Freiburg. Neben Talks und zehn Workshops sowie einer Podiumsdiskussion am Freitagabend werden am zweiten Summit-Samstag auch Experten aus der Sportmedizin zu Wort kommen.

Als emotionalen Höhepunkt und Abschluss des Summits erleben die Teilnehmer am Samstagabend ein Live-Spiel der HSG Freiburg Red Sparrows in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen. Junginger möchte mit dem Sport Summit Freiburg die Kräfte aus Wirtschaft, Politik und Sport bündeln. „Wir wollen den aktiven Akteuren Mut machen. Denn es ist unheimlich wichtig, dass diese drei Player möglichst eng im Austausch sind.“

Info: Sport Summit Freiburg, 8./9. Mai 2026, FT-Sportpark. Ticketpakete unter sport-summit.de

EHC Freiburg trennt sich von seinem Sportdirektor

Peter SalmikPeter Salmik ist nicht länger Sportchef des EHC Freiburg. Foto: Detlef Berger

Der EHC Freiburg beendet überraschend die Zusammenarbeit mit Sportdirektor Peter Salmik. Hintergrund ist eine strategische Neuausrichtung im sportlichen Bereich. Wie es weitergeht, bleibt offen.

Paukenschlag beim EHC Freiburg. Der Eishockey-Zweitligist hat die Zusammenarbeit mit seinem Sportdirektor Peter Salmik mit sofortiger Wirkung beendet. Das teilte der Verein am Dienstag in einer Pressemitteilung mit.

„Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung im sportlichen Bereich hat sich der Verein dazu entschieden, die entsprechenden Verantwortlichkeiten organisatorisch neu zu strukturieren“, so der EHC. Bis auf Weiteres würden die sportlichen Belange „vereinsintern durch die zuständigen Gremien und Verantwortlichen übernommen“. Über die zukünftige personelle und strukturelle Ausgestaltung wolle der EHC Freiburg zu gegebener Zeit informieren. Weitere Details zu den Hintergründen dieser Entscheidung wolle der Verein nicht veröffentlichen – „im Interesse aller Beteiligten“, wie es heißt. Der Fokus liege nun auf der zielgerichteten sportlichen und organisatorischen Vorbereitung der anstehenden Aufgaben.

Salmik war seit 2021 Sportchef des EHC Freiburg. Hinter den Kulissen rumorte es im vergangenen November 2025 kräftig, als der Verein Salmik vorübergehend von seinen Aufgaben suspendierte. Wichtige personelle Weichen am Kader für die kommende Spielzeit wurden bereits eingeleitet, wie zuletzt die Vertragsverlängerung mit Offensivspieler Lynden McCallum.

Wie Deepfakes im Internet Leben zerstören

Ganze Identitäten lassen sich heute mit KI erstellen – und das beeinträchtigt die Meinungsbildung. Foto: Adobe Stock

Gesichter, Stimmen, ganze Identitäten – mit wenigen Klicks lassen sie sich austauschen oder neu erschaffen. Sogenannte Deepfakes sind längst kein Randphänomen mehr, wie auch der Fall um Collien Fernandes und ihren Ex-Mann Christian Ulmen in jüngster Vergangenheit zeigte. Die technischen Möglichkeiten entwickeln sich rasant – und mit ihnen wächst die Herausforderung.

Rund 90 Prozent der Online-Inhalte sind nach Einschätzungen von Europol schon jetzt künstlich generiert – auch in Zukunft werden solche Inhalte den digitalen Raum zunehmend prägen. „Wir dürfen unsere eigene Fähigkeit, KI-generierte Inhalte zu erkennen, nicht überschätzen“, sagt Melissa Bernhardt von der Landeszentrale für politische Bildung in Freiburg. Vor ein paar Jahren habe man Fälschungen noch an Details wie unnatürlicher Mimik oder falscher Fingeranzahl erkennen können, so Bernhardt, doch die Zeit sei nun vorbei.

Melissa Bernhardt. Foto: Privat

Heute lassen sich Gesichter austauschen, Stimmen imitieren und sogar Mimik und Sprachmelodie anpassen. Mit geringem Aufwand entstehen neue Identitäten. Frauen und Mädchen sind dabei oft besonders betroffen, so Bernhardt: Schätzungen zufolge machen nicht-einvernehmliche pornografische Deepfakes rund 95 Prozent der Fälle aus. Dabei werden Gesichter auf pornografische Inhalte montiert oder vollständig künstliche intime Darstellungen erzeugt – ohne Zustimmung der Betroffenen, wie es zuletzt auch im Fall Collien Fernandez bekannt geworden war. Fernandez hatte im März Anzeige gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erstattet und ihm unter anderem Identitätsdiebstahl vorgeworfen.

„Der Fall Collien Fernandes zeigt, dass es längst überfällig ist, den Umgang mit Deepfakes und digitaler Gewalt auf die politische Agenda zu setzen“, so Bernhardt. Auffällig sei, dass überwiegend Frauen und Mädchen von dieser Form der Gewalt betroffen sind. „Die Gesellschaft muss Betroffenen zuhören und sie schützen“, so Bernhardt. Außerdem müsse sich die Gesellschaft Gedanken darüber machen, welche Rolle Geschlechterbilder dabei spielen.

Doch Deepfakes beeinflussen auch politische Prozesse: Neben kostengünstiger Wahlwerbung – eher unspektakulär und nicht per se illegal – würden laut Bernhardt auch diskriminierende Darstellungen genutzt. Die Krux: „Was polarisiert, funktioniert in den sozialen Medien besonders gut“, so Bernhardt. Hinzu kommt das Phänomen der Filterblasen. Wer sich über Plattformen wie Facebook oder Instagram informiert, sieht vor allem Inhalte, die die eigene Sichtweise bestätigen. „Es liegt in der menschlichen Natur, gern recht zu haben. Aber wenn wir kaum noch mit anderen Argumenten konfrontiert werden, verengt sich unser Blick.“

„Menschen sind grundsätzlich nicht skeptisch genug. Wir müssen lernen, genauer hinzuschauen – und auch andere Perspektiven zuzulassen.“
Melissa Bernhardt,
Lpb Freiburg

Gleichzeitig sei es unrealistisch, zu glauben, man könne Deepfakes allein am Material erkennen. „Wir müssen davon wegkommen, zu denken: Ich sehe das schon“, sagt sie. Stattdessen müsse man sich fragen: Wer hat den Inhalt veröffentlicht? Mit welchem Interesse? Gibt es eine seriöse Quelle? Wird das Thema von etablierten Medien eingeordnet?

Die Landeszentrale für politische Bildung in Freiburg ist mit Workshops und Aktionstagen auch an Schulen unterwegs. Dort gehe es vor allem um grundlegende Kompetenzen im Umgang mit KI. Sie fordert klarere politische Regeln und konsequentere Regulierung auf nationaler und europäischer Ebene. „Wir brauchen mehr Schutzmechanismen und mehr Transparenz“, sagt sie. Gleichzeitig sei Bildung der entscheidende Schlüssel: „Menschen sind grundsätzlich nicht skeptisch genug. Wir müssen lernen, genauer hinzuschauen – und auch andere Perspektiven zuzulassen.“

Trotz aller Risiken warnt Bernhardt vor Alarmismus. Künstliche Intelligenz sei ein technologischer Umbruch, der einer historischen Zäsur gleichen könne.

Wer selbst ausprobiert, wie KI-Inhalte entstehen, entwickle ein besseres Verständnis für ihre Wirkung, sagt Bernhardt. Deepfakes und KI böten auch Chancen – etwa für kreative Formate oder niedrigschwellige politische Kommunikation. Entscheidend sei jedoch, wem wir unsere Aufmerksamkeit schenken.

Diese Kandidaten stehen auf dem Wahlzettel für die OB-Wahl in Freiburg

Rathaus OB-WahlNeun aus 13: Jetzt steht offiziell fest, welche Kandidierende im Rennen um den Rathaus-Chefposten zugelassen sind. Foto: Joers

Der Wahlausschuss in Freiburg hat entschieden: Neun Kandidaten dürfen bei der Oberbürgermeisterwahl antreten. Die Wahlzettel gehen noch in dieser Woche in den Druck.

Am Montagabend ist die Bewerbungsfrist für die Oberbürgermeisterwahl am 26. April in Freiburg abgelaufen. Am Dienstag hat der Gemeindewahlausschuss in seiner ersten Sitzung über die gültigen und ungültigen Bewerbungsunterlagen entschieden. 

13 Bewerbungen gingen fristgerecht ein, eine davon wurde am 30. März aus gesundheitlichen Gründen zurückgenommen. Drei weitere Bewerberinnen und Bewerber – darunter Vinzenz Bothe von der Werteunion – schafften es nicht, bis zum Ende der Bewerbungsfrist die notwendigen 250 Unterstützer Unterschriften vorzulegen. Der Wahlausschuss unter dem Vorsitz von Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag (parteilos und ab 1. April Erster Bürgermeister) hat diese drei Bewerbungen am Dienstagnachmittag dementsprechend abgelehnt. Die abgelehnten Kandidaten haben nun einen Monat Zeit, Widerspruch gegen diese Entscheidung einzulegen. Dies habe ich aber keine aufschiebende Wirkung, so Wahlamtsleiter Michael Haußmann. 

Bei der Auslosung der Reihenfolge auf dem Wahlzettel: Michael Haußmann (links) und Martin Haag achten darauf, dass alles fair zugeht. Foto: Bernd Peters

Am Dienstag hat der Wahlausschuss auch ausgelost, in welcher Reihenfolge die Namen der sieben Kandidatinnen und Kandidaten auf dem Wahlzettel stehen werden, die ihre Bewerbungsunterlagen bereits am ersten Tag der Frist abgegeben hatten. An erster Stelle auf dem Wahlzettel wird demnach der parteilose ehemalige Freiburger Stadtrat Florian Braune stehen. An zweiter Stelle Amtsinhaber Martin Horn (parteilos) vor dem bis dahin unbekannten Freiburger Studenten Wim Kölker, dem parteilosen Unternehmer Achim Wiehle, der von der CDU unterstützt wird, und Monika Stein, die auf Rang fünf steht und unter anderem von den Grünen und der Linken Liste in Freiburg unterstützt wird. Der Freiburger Lehrer Dejan Mihailovic steht auf Platz sechs der Liste, auf Platz sieben folgt der Spaßkandidat Claudio Probst von der „Anarchistische Pogo Partei“. Martin Borgmann von der Satiregruppe Die Partei, der seine Bewerbung erst später abgegeben hatte, steht auf Platz acht der Liste. Und AfD-Stadtrat Karl Schwarz, der seine Bewerbungsunterlagen in der vergangenen Woche eingereicht hat, steht auf Platz neun. 

Michael Haußmann kündigte am Dienstag im Anschluss an die Ausschusssitzung an, dass die Wahlzettel noch im Lauf der Woche in den Druck gehen sollen. 17.000 Wahlberechtigte in Freiburg hätten bereits Briefwahlunterlagen beantragt. Diese würden spätestens ab dem kommenden Dienstag verschickt werden. Insgesamt sind in Freiburg rund 175.000 Menschen wahlberechtigt. Die offizielle Kandidatenvorstellung in Freiburger Konzerthaus findet am 15. April um 19:30 Uhr statt. Sollte im ersten Wahlgang am 26. April niemand eine absolute Mehrheit erringen, findet drei Wochen später eine Stichwahl unter den zwei Bestplatzierten statt.

Bernd Peters

Bürgermeister-Abschiede in Freiburg: Standing Ovations für Ulrich von Kirchbach

Verabschiedung Ulrich von Kirchbach im TheaterNie ohne seine Turnschuhe: Ulrich von Kirchbach beim emotionalen Abschied im Theater. Foto: Rita Eggstein

Nach 24 Jahren verlässt Ulrich von Kirchbach das Freiburger Rathaus. Im Theater gab es Standing Ovations für den Ersten Bürgermeister. Und Finanzbürgermeister Stefan Breiter wurde für seinen feierlichen Abschied mit der Feuerwehr abgeholt.

Mit Ulrich von Kirchbach (SPD) und Stefan Breiter (CDU) hat die Stadt Freiburg am vergangenen Wochenende gleich zwei Bürgermeister feierlich verabschiedet. Emotional wurde es vor allem am Sonntagmorgen im Theater Freiburg: Unter Standing Ovations der 600 Gäste stand dort von Kirchbach auf der Theaterbühne, nur einen Tag nach seinem 70. Geburtstag. 24 Jahre war er als Bürgermeister für Kultur, Soziales und Integration im Amt – und im Theater ein Dauergast, wie Intendant Felix Rothenhäusler schilderte. Wie omnipräsent und hochgeschätzt von Kirchbach in der Stadt war, betonten alle Redner, darunter OB Martin Horn und die SPD-Fraktionsvorsitzende Julia Söhne.

Besonders hervorgehoben wurde von Kirchbachs Wirken für sozial benachteiligte Menschen und sein Einsatz in der Flüchtlingskrise – auch gegen alle Widerstände, etwa als er Drohbriefe erhielt und sein Auto mit Fäkalien beschmiert wurde. „Du hast dich für die Kleinsten, die Ältesten und die Schwächsten eingesetzt“, so OB Horn. Von Kirchbach habe „Brücken zwischen den Menschen gebaut“, sagte Senay Awad, Vorsitzende des Sozialdienstes muslimischer Frauen. Auch Anekdoten kamen reichlich zur Sprache – darunter von Kirchbachs weiße Turnschuhe, die mittlerweile zu seinem Markenzeichen geworden sind.

Feuerwehr holt Breiter ab

Bereits am Freitag erfolgte der Abschied von Finanzbürgermeister Stefan Breiter im Historischen Kaufhaus – und er war davor, wie jeden Freitag um 6.45 Uhr, mit Ulrich von Kirchbach joggen. Als Überraschung holte der Musikzug der Feuerwehr Breiter mitsamt Drehleiter von dessen Zuhause ab. „Es ist uns gelungen, das bis zum Schluss geheim zu halten“, verriet Freiburgs Feuerwehrchef Christian Emrich und bezeichnete Breiter als „echten Feuerwehrbürgermeister“. Auch deshalb stand die Feuerwehr Spalier mit ihren Fahrzeugen vor dem Historischen Kaufhaus. Überraschungsgast des Abschieds war der frühere Ministerpräsident und EU-Kommissar Günther Oettinger, als dessen persönlicher Referent Breiter vor seiner Zeit als Bürgermeister arbeitete. „Wir waren damals Tag und Nacht zusammen“, so Oettinger. Breiter, der sich nach acht Jahren im Amt nun um seinen zweijährigen Sohn und seine 84-jährige Mutter kümmern will, hielt eine flammende Rede für den Wert von Care-Arbeit. Und schmunzelnd sagte er: „Sollten Sie es mal eilig haben und ich stehe an der Supermarktkasse vor Ihnen, dann sprechen Sie mich an – ich werde Sie gerne vorbeilassen.“

Stefan Breiter (rechts) an der Seite seiner früheren Chefs, Oberbürgermeister Martin Horn (links) und Günther Oettinger. Foto: Joers

Comedian Bülent Ceylan wird in der Sick-Arena am 17. April zum „Diktatürk“

Bülent Ceylan hat die Nase voll – jetzt wird zurückdiktiert.Bülent Ceylan hat die Nase voll – jetzt wird zurückdiktiert. Foto: D4-Entertainment GmbH

Kult-Comedian Bülent Ceylan kommt am 17.April, 20 Uhr, mit seinem brandneuen Programm „Diktatürk“ nach Freiburg in die Sick Arena. Bülent hat die Nase voll. Überall Diktatoren. Jetzt wird zurückdiktiert.

Egal ob Politik, Mode, Beziehung oder Ernährung – ständig will Dir einer sagen, was Du zu tun hast. Aber nicht mit Bülent. Der Thor wird zum Dikta-Thor. Mompfreeds Frau Waltraut braucht auch dringend mal wieder ’ne Ansage.

Anneliese ist natürlich schon lange die perfekte Ver-Führerin. Harald lebt in seiner ganz eigenen Welt, in der nur seine Regeln gelten. Und Hasan wäre gerne Diktatürk. Der aber natürlich keine Nachbarländer besetzt, sondern höchstens mal drei Stunden das Klo. Ja, und bei Bülent zuhause herrscht das Familienregiment. Da muss sogar Bülent mal strammstehen. Metal und Marschmusik gibt’s (im neuen Programm) natürlich auch.

Tickets gibt es beim BZ-Kartenservice unter https://bz-ticket.de/buelent-ceylan-diktatuerk-tickets-sick-arena-freiburg?d=416419089

Nach Kälteschock sollen demnächst steigende Temperaturen Spargelernte in Schwung bringen

Gestiegene Produktionskosten schlagen sich auch auf die Spargelpreise nieder. Foto: Adobe.stock.comGestiegene Produktionskosten schlagen sich auch auf die Spargelpreise nieder. Foto: Adobe.stock.com

Die Spargelsaison hat begonnen, auch wenn die Erntemenge derzeit aufgrund der kühlen Temperaturen noch gering ist. Den Spargelproduzenten machen jedoch die Unsicherheit bei den Energiekosten und der Mitarbeitermangel zunehmend zu schaffen.

Auf dem Münstermarkt scharen sich die Kaufwilligen am Stand von David Sexauer, um passend zum Frühlingsanfang den ersten Spargel der Saison 2026 zu erstehen. Für den Landwirt aus dem sonnenverwöhnten Ihringen am Kaiserstuhl war der Saisonstart durch warme Tage im März so früh wie noch nie. „Normalerweise starten wir um den 25. März, aber dieses Jahr konnten wir noch einmal eine Woche früher ernten.“ Allerdings sind die Mengen noch klein und der Kälteeinbruch in der vergangenen Woche hat auch in Ihringen für eine Vollbremsung bei der Spargelernte gesorgt.

Gestiegene Kosten für die Landwirte

Bis zu 25 Euro zahlte man vergangene Woche auf dem Münstermarkt für ein Kilogramm frühen Spargel. Wenn die Spargelsaison voranschreitet, werden die Preise sinken. Doch Dumpingpreise im Mai, wenn die Spargelernte auf Hochtouren läuft, werde es nicht geben, sagt Sexauer. Gestiegene Kosten für Energie und Löhne für die Mitarbeiter würden das nicht erlauben.

Bei Arno Fünfgelt aus Freiburg-Opfingen startet die Spargelernte erst am 7. April. Er benutzt für seine Spargelanlagen einfache Folien statt Doppelfolien und ist dadurch etwas später dran. Verkauft wird der Spargel bei Fünfgelt ausschließlich direkt auf seinem Hof sowie an einige Gastronomiebetriebe, die er beliefert. Für Fünfgelt hat die Direktvermarktung Vorteile: Er ist nicht an die Preisvorgaben von Großeinkäufern gebunden. Steigende Erzeugungskosten machten auch ihm zu schaffen, aber seine Hofkunden zeigten Verständnis dafür, dass die Preise nicht wie im Supermarkt sein könnten.

Martin Linser, stellvertretender Vorsitzender des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands, beobachtet einen Rückgang der heimischen Spargelbetriebe. Höhere Herstellungskosten ließen sich nicht eins zu eins an die Kunden weitergeben. „Beim Spargelpreis bewegen wir uns bereits auf einem hohen Niveau“, sagt Martin Linser. Würden die Landwirte die Preise weiter erhöhen, überlegten sich die Kunden, ob sie wirklich Spargel essen wollten. Oder Käufer greifen zur günstigeren Importware.
Den Betrieben falle es trotz steigender Löhne zunehmend schwer, ausreichend Personal für die Spargelernte zu finden, sagt Linser weiter.

Jüngere essen seltener Spargel

Als Konsequenz würden etliche Landwirte den Spargelanbau ganz aufgeben, weil er sich nicht mehr für sie rechne. Eine Spargelanlage werde auf acht bis zehn Jahre geplant, erklärt Martin Linser. Wenn die Landwirte aber nicht wüssten, ob sie über diesen Zeitraum überhaupt die Mitarbeiter finden und deren Löhne zahlen könnten, ließen sie es lieber bleiben. Auch in Freiburg-Opfingen haben zwei Nachbarn von Fünfgelt mittlerweile den Spargelanbau aufgegeben.

2025 wurden in Deutschland rund 103.900 Tonnen Spargel geerntet, weiß das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft zu berichten. Pro Kopf verspeiste jeder in Deutschland 1,2 Kilogramm des edlen Gemüses. Dennoch scheint Spargel bei der jüngeren Generation an Beliebtheit einzubüßen. Bei einer repräsentativen Umfrage von YouGov im vergangenen Jahr gaben 22 Prozent der Befragten zwischen 18 und 24 Jahren an, überhaupt keinen weißen Spargel zu essen. Bei Menschen zwischen 45 und 54 Jahren lag dieser Wert deutlich geringer bei 12 Prozent und bei den über 55-Jährigen waren es nur 11 Prozent, die angaben, überhaupt keinen Spargel zu essen.

Auch bei den jüngeren Konsumenten kann hingegen der grüne Spargel punkten. Seit rund zehn Jahren nehme die Nachfrage nach grünem Spargel zu, sagt Sexauer. Für den Landwirt aus Ihringen gilt: „Die Vielfalt macht es beim Spargel.“ Sein Favorit ist Spargeltoast mit Käse und Schinken. Arno Fünfgelt isst weißen Spargel gerne klassisch: mit gebräunter Butter und Schinken, dazu Kartoffeln oder Kratzete. Grünen Spargel isst er bevorzugt angebraten.

New Yorker Sängerin Dana Fuchs gastiert mit ihrer Tour im Freiburger Jazzhaus

Mit im Gepäck hat die Sängerin ihr neues Live-Album.Mit im Gepäck hat die Sängerin ihr neues Live-Album. Foto: Merri Cyr

Die New Yorker Sängerin Dana Fuchs tritt am 4. April um 20 Uhr im Jazzhaus auf. Dort bringt sie ihre unvergleichliche Stimme und energiegeladene Performance auf die Bühne. Ihre neue Tour trägt den Titel „Zurück nach Deutschland“. Mit im Gepäck hat sie ihr neues Live-Album.

Bevor sie 2003 ihr erstes eigenes Album veröffentlichte, war Dana bereits eine feste Größe in der US-amerikanischen Rock-, Blues- und Soulszene. Sie teilte die Bühne mit Legenden wie Little Feat, Marianne Faithfull und Etta James. Den internationalen Durchbruch erzielte sie, als die Produzenten des Musicals “Love, Janis“ ihr die Hauptrolle der Janis Joplin anvertrauten. 2018 war Dana Fuchs zuletzt in Deutschland live zu erleben. Tickets (36 Euro VVK, 39 Euro Abendkasse) unter www.jazzhaus.de.