bz.medien-logo

News

Freiburger Unternehmen: Lexware wird neuer Hauptsponsor des SC Freiburg

SC FreiburgVon links nach rechts: Christian Steiger (Geschäftsführer Lexware), SC-Vorstand Oliver Leki, Birte Hackenjos (CEO Haufe Group), SC-Vorstand Jochen Saier. Foto: SC Freiburg

Der SC Freiburg präsentiert Lexware als neuen Hauptsponsor. Die Partnerschaft mit dem Freiburger Software-Unternehmen umfasst künftig Trikotsponsoring bei Profis, U23 und erstmals auch bei den SC-Frauen.

Lexware wird ab der Saison 2026/27 neuer Haupt- und Trikotsponsor des SC Freiburg. Das Freiburger Software-Unternehmen löst damit den bisherigen Hauptsponsor Jobrad ab und wird künftig bei allen Wettbewerben auf der Brust der SC-Männer sowie der U23 zu sehen sein.

Lexware und der SC Freiburg arbeiten bereits seit 1999 zusammen. Aus zunächst kleineren Engagements in der Freiburger Fußballschule entwickelte sich in den vergangenen Jahren eine umfassende Partnerschaft: Seit der Saison 2023/24 ist Lexware Exklusivpartner des Sport-Club, seitdem auch Ärmelsponsor der SC-Männer. In der Spielzeit 2024/25 kam die Rolle als Hauptsponsor der Freiburger Fußballschule hinzu, die Lexware auch künftig behält – inklusive Trikotsponsoring bei allen Juniorenteams.

Mit dem neuen Vertrag weitet das Unternehmen sein Engagement weiter aus. Laut Bild-Informationen überweist Lexware dafür sieben bis acht Millionen Euro an den SC. Neben der Trikotbrust bei den Profis und der U23 umfasst die Kooperation laut Verein künftig auch umfangreiche TV-relevante Werberechte im Stadion- und Spieltagsumfeld sowie Presenting- und Aktivierungsrechte, etwa auf den digitalen Kanälen des SC. Auf den Shirts der Einlaufkinder bei den Bundesliga-Heimspielen der SC-Männer bleibt Lexware ebenfalls präsent. Neu hinzu kommt das Ärmelsponsoring bei den SC-Frauen, wo das Unternehmen bislang als Co-Sponsor auftritt.

Der SC verweist zudem auf das langjährige Engagement Lexwares im regionalen Breitensport. Das Unternehmen unterstützt seit mehr als 30 Jahren über 150 Vereine in der Region und war in der Vergangenheit unter anderem an den „Füchsle-Camps“ und „Füchsle-Tagen“, am Sponsoring der Einlaufkinder sowie an der Sanierung verschiedener Bewegungsanlagen in Freiburg beteiligt.

„Lexware ist seit 1999 ein verlässlicher und starker Partner an unserer Seite, der mit seiner Professionalität, mit seinen Wurzeln in Freiburg und seiner erfolgreichen Unternehmensentwicklung hervorragend zu uns passt“, wird SC-Vorstand Oliver Leki in der Mitteilung zitiert. Er freue sich, „die gemeinsame Geschichte ab der kommenden Saison in neuer Konstellation, dann mit unserem neuen Hauptsponsor Lexware, weiterzuschreiben“.

Haufe-CEO Birte Hackenjos: „Teilen mit dem SC gemeinsames Werteverständnis“

Birte Hackenjos, CEO der Haufe Group, zu der Lexware gehört, betont die regionale Verwurzelung: Die Partnerschaft unterstreiche die enge Verbundenheit mit der Region, deren Entwicklung man seit vielen Jahren aktiv mitgestalte. „Mit dem SC Freiburg teilen wir ein gemeinsames Werteverständnis“, sagt Hackenjos. Lexware-Geschäftsführer Christian Steiger stellt den Bezug zur eigenen Zielgruppe heraus: Mehr als vier Millionen Selbstständige in Deutschland würden „jeden Tag das machen, was sie lieben – wir erledigen für sie den Bürokram“. Mit dem Engagement sei man dort präsent, „wo viele von ihnen Woche für Woche mitfiebern“. Lexware mit Sitz in Freiburg unterstützt nach eigenen Angaben Selbstständige, Gründerinnen und Gründer sowie kleine Unternehmen mit kaufmännischer Software, digitalen Services und Wissensangeboten und ist Marktführer im Bereich Unternehmenssoftware für kleine Unternehmen. Das Unternehmen gehört seit 1992 zur Haufe Group, die einen Umsatz von 562 Millionen Euro erwirtschaft. 2.700 Menschen sind bei der Hauge Group angestellt, 2.200 davon in Freiburg selbst.

Beliebte Ausstellung: Der Familienklassiker „Vom Ei zum Küken“ startet am 21. Februar

Der flauschige Hühner-Nachwuchs begeistert im Museum Natur und Mensch.Der flauschige Hühner-Nachwuchs begeistert wieder im Museum Natur und Mensch. Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg

Hör mal, wer da raschelt, pickt und piepst! Im Museum Natur und Mensch geht am Samstag, 21.
Februar, die allseits beliebte, sehnsüchtig erwartete Ausstellung „Vom Ei zum Küken“ in die nächste Runde. Zum 35. Mal können kleine und große Fans beim Schlüpf-Marathon mitfiebern und den flauschigen Hühner-Nachwuchs bewundern.

Zum Jubiläum blickt die Schau auf eine erfolgreiche Laufzeit zurück: Allein in den letzten zehn Jahren zog sie über 235.000 Besuchende an. Bis Sonntag, 12. April, gibt es jede Menge Spannendes über die Welt der Hühner und eierlegenden Tiere, eine verantwortungsvolle Nutztierhaltung sowie Feste und Bräuche zu entdecken.

Winzig, bunt und wuselig: Die unterschiedlichen Küken seltener Hühnerrassen begeistern alle. Dabei sind die Museumsküken nicht nur süß. Sie regen auch zum Nachdenken an: Was bedeuten die Zahlen auf den Eiern im Supermarkt? Wie viel Platz haben Hühner bei den diversen Haltungsformen? Welche Produkte enthalten Eier, wo wir sie gar nicht erwarten? Und was ist eigentlich ein Zweinutzungshuhn? Antworten bieten verschiedene Mitmachstationen, die spielerisch für bewussten Konsum, Tierwohl und nachhaltige Landwirtschaft sensibilisieren.

In der Mitmachausstellung erfahren Neugierige Wissenswertes über Feste und Bräuche: vom mexikanischen Glücksbringer bis zum hartgekochten Beizah des Pessach-Festes. Doch damit nicht genug. Beim Rätseln und Ausprobieren wird klar: Das Ei ist überall im Tierreich präsent. Ob der Schopf-Tinamu mit seinem grün-glänzenden Gelege oder die Gespenstschrecke, deren winzige Eier erst unterm Mikroskop ihre bizarre Schönheit offenbaren – es gibt so einiges zu erkunden.

Ebenso vielfältig ist das Begleitprogramm der Ausstellung: Veranstaltungen laden zum Mitmachen und Spaßhaben ein. Wer mag, geht beim Info- Nachmittag der Reptilienauffangstation auf Tuchfühlung mit Schildkröten und anderen Reptilien oder lässt der Fantasie beim Küken-Filzen freien Lauf.
Ein Highlight: die Lesung und der Workshop zum Buch „Das Osterküken“ mit der Illustratorin Alexandra Junge. Gemeinsam mit Henne Hilda suchen die Kinder nach dem Geheimnis von Ostern, lernen wie ein Bilderbuch entsteht und schaffen eigene Bildwelten. Das Veranstaltungsangebot und Tickets
finden sich im Online-Shop der Museen Freiburg: museen-freiburg.de/shop.

Bei einer nagelneuen Rallye können Spürnasen jedes Alters auf der Jagd nach dem geheimnisvollen Eierdieb ihr detektivisches Geschick erproben. Das Küken-Mitmachheft gibt es wieder für 2,50 Euro an der Museumskasse.

Auch für Schulen und Kitas verspricht die Ausstellung nicht nur Spaß. Sie erfüllt auch einen wichtigen Bildungsauftrag: Entsprechend der Leitlinien zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung erfahren Kinder und Jugendliche in vielseitigen Programmen mehr über artgerechte Tierhaltung und reflektieren
ihr Konsumverhalten. Die Buchung ist möglich unter museen.freiburg.de/kita-schule.

Beim Kreativwettbewerb haben Kita- und Grundschulgruppen die Chance, sich künstlerisch auszutoben und tolle Preise abzustauben. Bis Sonntag, 15. März, können die Kinder Eier-Kreationen gestalten, die dann am bunten „Eierhimmel“ als Teil der Ausstellung präsentiert werden. Unter allen Einsendungen wählen die Besuchenden ihre Lieblingsstücke aus. Die Hauptgewinner können sich auf einen aufregenden Ausflug zum Bio-Bauernhof freuen.


Das Museum Natur und Mensch ist dienstags von 10 bis 19 Uhr und mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren, Mitglieder des Freundeskreises und mit dem Museums-Pass-Musées ist der Eintritt frei. Mehr unter museen.freiburg.de/aktuelles.

Wandel und Schönheit des Planeten: Live-Reportagen von Greenpeace im Freiburger Friedrichsbau

Ein Clownfisch, Seeanemomen und eine Riesenmuschel zeigen ein gesundes Korallenriff - doch diese sterben weltweit ab. Auch darum geht es im Live-Vortrag vom Markus Mauthe am 20. Februar Foto: Markus MautheEin Clownfisch, Seeanemomen und eine Riesenmuschel zeigen ein gesundes Korallenriff – doch diese sterben weltweit ab. Auch darum geht es im Live-Vortrag vom Markus Mauthe am 26. Februar im Friedrichsbau-Kino. Foto: Markus Mauthe

Bei den Greenpeace Live-Reportagen im Friedrichsbau-Kino nehmen Naturfotograf Markus Mauthe und Journalistin Louisa Schneider mit auf eine Reise zu den Brennpunkten der Erde – dorthin, wo die Klimakrise bereits heute spürbar ist. Sie haben mit Menschen gesprochen, die sich mutig für den Schutz ihrer Umwelt einsetzen.

Am 26. Februar, 19 Uhr, macht Markus Mauthe mit eindrucksvollen Fotografien und lebendigen Erzählungen globale Zusammenhänge sichtbar und feiert zugleich die Schönheit des Planeten. Am 30. April, 18.30 Uhr, zeigt Louisa Schneider mit eindrucksvollen filmischen Interviews und persönlichen Geschichten, dass es nie zu spät ist, sich für eine gerechtere und nachhaltigere Welt stark zu machen.

Der Eintritt ist frei, eine Ticketbuchung ist allerdings im Voraus notwendig. Für das Ticketsystem fällt eine kleine Servicegebühr von 2,50 Euro an. Infos und Tickets unter https://outdoor-ticket.net/events/grad-jetzt-markus-mauthe

Einzigartige Natur auf La Réunion: Mundologia-Vortrag am 26. Februar

Steffen Hoppe hat die einzigartige Landschaft in atemberaubenden Bildern eingefangen. foto: hoppeSteffen Hoppe hat die einzigartige Landschaft in atemberaubenden Bildern eingefangen. Foto: Steffen Hoppe

Zwischen Vulkanen, Regenwäldern und abgelegenen Dörfern zeigt Steffen Hoppe beim Mundologia-Vortrag am 26. Februar, 19.30 Uhr, im Bürgerhaus Seepark das Unesco-Weltnaturerbes La Réunion als eine der spektakulärsten Wander- und Naturdestinationen der Welt. Die Insel beeindruckt mit Wasserfällen, Regenwäldern, Vulkanen und Bergen. Die unterschiedlichen Mikroklima haben eine einzigartige Natur erschaffen. Bergsteiger und Fotograf Steffen Hoppe hat die landschaftlichen Reize in atemberaubenden Bildern eingefangen.

Tickets und Infos unter www.mundologia.de

Freiburger Einzelhandel: Wer öffnet, wer schließt?

Neueröffnung HerderThalia lockt die Bücherfreunde in die modernisierte Filiale. Foto: Joers

Vom Karlsbau bis zur KaJo, überall in der Freiburger Innenstadt ist Bewegung drin: So gab es am
vergangenen Wochenende eine große Wiederöffnung zu feiern, andere Geschäfte dagegen stehen vor dem baldigen Aus.

Ein größerer Umbau steht in der westlichen Karlsbau-Passage bevor. Die Drogeriekette Müller hat bereits geschlossen. Spätestens Ende Februar schließt auch das Modegeschäft Bonanza nach mehr als 40 Jahren, Ende März folgt das Einrichtungshaus Saumer. Künftig soll nach Wochenbericht-Informationen ein größerer Edeka im Karlsbau-Erdgeschoss eröffnen, wie auch die BZ vermeldete. Die Karlsbau-Eigentümer wollten eine Einigung mit Edeka auf Anfrage unserer Redaktion noch nicht bestätigen. Die umfassende Sanierung soll in diesem Jahr starten.

Auf der Kaiser-Joseph-Straße erfolgte am Freitag die feierliche Wiederöffnung der Thalia-Filiale nach einem Großumbau (mehr dazu hier). „Für die Frequenz auf der Kaiser-Joseph-Straße ist diese Wiederöffnung von großer Bedeutung“, sagt David Lehr aus dem Vorstand der Stadtinitiative Gemeinsam Freiburg und Chef des Freiburger Modehauses Breuninger. Noch offen ist, was aus den übergangsweise von Thalia-Herder genutzten Räumen im früheren Salamanderhaus am Martinstor wird.

Juwelier Drubba Moments öffnet im Frühjahr

Kurz vor der Eröffnung steht dagegen die Filiale von Blume 2000 im Galeria-Kaufhaus – geplanter Eröffnungstermin ist der 19. Februar. Neu eröffnet wird in Kürze außerdem der Juwelier Drubba Moments. Dieser zieht im Frühjahr in das frühere Breuninger Outlet an der Ecke Münsterplatz und Münsterstraße.

Ein eher ungewöhnliches Konzept, dass sich an Kleinstunternehmer und Start-ups richtet, wird dagegen bald in Unterlinden an der Hausnummer 10 zu finden sein: Dort eröffnet im März „S’Fachl“, welches Verkaufsflächen in zentraler Innenstadtlage für einen bestimmten Zeitraum an Interessenten vermietet. Das Konzept gibt es bereits an über 30 Standorten in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Im Karstadt eröffnet bald die Filiale einer Blumen-Kette. Foto: Joers

Erlös aus Gastro-Silvester: Südstar spendet für den guten Zweck

Südstar Spende Gastro-Silvester 2026Scheckübergabe: Martin Ehmer (links) und Antje Kössl-Janssen (beide Geschäftsführer Palliativnetz gGmbH) mit Markus Weiss (Geschäftsführer Südstar Getränke GmbH).

Die Südstar Getränke GmbH hat mit Unterstützung ihrer Partner aus der Getränkeindustrie bereits zum dritten Mal das „Südstar-Gastro-Silvester“ veranstaltet. Das besondere Event richtet sich an Gastronominnen und Gastronomen sowie deren Mitarbeitende, die am 31. Dezember im Einsatz waren, damit ihre Gäste feiern können – und bietet ihnen die Möglichkeit, Silvester gemeinsam nachzufeiern.

Die Veranstaltung war erneut ein großer Erfolg. Den Erlös von 12.352 Euro spendet Südstar nun in Höhe von jeweils 6.176 Euro an die Freiburger StraßenSchule e.V. sowie an das Palliativnetz Freiburg.

Südstar und das gesamte Team freuen sich über die gelungene Veranstaltung und darüber, mit der Spende zwei wichtige soziale Einrichtungen in der Region unterstützen zu können.

Freude auch bei der Freiburger StraßenSchule e.V.: Markus Weiss (Geschäftsführer Südstar Getränke GmbH) und mit Cornelia Weiß (Öffentlichkeitsarbeit Freiburger StraßenSchule). Foto: Südstar

Freiburger Buchladen Thalia feiert Wiedereröffnung mit Joachim Löw

Buchladen ThaliaEx-Bundestrainer Joachim Löw mit Verleger Manuel Herder (r.). Foto: Rita Eggstein

Das erste Buch, das bei der Neueröffnung der Herder & Thalia-Buchhandlung am vergangenen Freitag über den Ladentisch ging, kaufte Ex-Bundestrainer Joachim Löw. Er entschied sich für eine Biografie über Mustafa Kemal Atatürk. Nach Abschluss der ein Jahr andauernden Umbau- und Modernisierungsarbeiten präsentiert sich die Traditionsbuchhandlung an ihrem alten Standort in der Kaiser-Joseph-Straße 180 in völlig neuem Gewand.

Durch die komplette Versetzung des Treppenhauses und des Fahrstuhls hat die Buchhandlung deutlich an Platz und Übersicht gewonnen. Das umfangreiche Buchsortiment, die große Auswahl an Spielen und Spielwaren sowie Trend- und Geschenkartikeln werden nun übersichtlich und in völlig neuem, modernen Thalia Ladenbau präsentiert. Im ersten Obergeschoss lädt das Selbstbedienungscafé zur Kaffeepause mit Blick auf die Kaiser-Joseph-Straße ein. „Wir freuen uns, Freiburg auf vertrauter Fläche eine ganz neue Buchhandlung präsentieren zu können“, sagt Manuel Herder, Verleger und Mehrheitsgesellschafter von Thalia.

Gegen Lärm: Tempo 30-Zonen in Freiburg werden ausgeweitet – neue Schilder ab kommender Woche

Laut Lärmaktionsplan soll zukünftig rundum die komplette Altstadt (hier der Schlossbergring) künftig tagsüber Tempo 30 gelten. Foto: JoersLaut Lärmaktionsplan soll zukünftig rundum die komplette Altstadt (hier der Schlossbergring) künftig tagsüber Tempo 30 gelten. Foto: Joers

In Freiburg ist es an vielen Stellen zu laut. Da an diesen Straßenabschnitten Menschen wohnen, ist die Verwaltung rechtlich verpflichtet, etwas gegen den Lärm zu tun. Daher müssen Autos an den betroffenen Straßen in Zukunft langsamer fahren. Das sieht der Lärmaktionsplan (LAP) vor, dessen Fortschreibung der Gemeinderat Ende September 2025 beschlossen hat. Kommende Woche beginnt die Verwaltung mit der Umsetzung und passt die Beschilderung entsprechend an, so die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

Leiser wird es in einem ersten Paket zunächst an folgenden Straßen: Elsässer Straße im Stadtteil Mooswald, Uffhauser Straße, Günterstalstraße, Wiesentalstraße zwischen der Eisenbahnüberführung Rheintalbahn und der Merzhauser Straße, Hansjakobstraße sowie Schwarzwaldstraße östlich der Einmündung Hansjakobstraße. In diesen Straßen gelten Tempo-30-Regelungen bislang nur nachts (Lärmschutz) oder nur tagsüber (Umfeld von Schulen und Kindergärten). Das wird jetzt einheitlicher. Künftig darf hier rund um die Uhr nicht schneller als 30 km/h gefahren werden.

Hinzu kommt die Opfinger Straße in Weingarten, an der eine Tempo-30- Regelung nur in den Nachtstunden (22-6 Uhr) eingeführt wird.

Konkret sieht der Entwurf 28 Stellen vor, an denen Tempogrenzen kommen sollen: Darunter der Friedrichring, wo heute tagsüber Tempo 50 und nachts Tempo 30 gilt. Künftig käme hier durchgängig Tempo 30 – denn in der Spitze werden tagsüber Lärmpegel bis 74 Dezibel erreicht. Gleiches gilt für den ganzen Leopold-, Schlossberg- und Greiffeneggring, die Habsburgerstraße, die Stefan-Meier-Straße sowie die gesamte Eschholzstraße vom Friedrich-Ebert-Platz bis zur Hauptfeuerwache.

Bis es an allen Straßen, für die im Lärmaktionsplan Änderungen vorgesehen sind, wirklich leiser ist, dauert es noch. Der Grund: An vielen Strecken müssen auch die Ampeln neu abgestimmt, berechnet und programmiert werden, damit die „grüne Welle“ weiterhin funktioniert. Weitere Informationen zum Lärmaktionsplan gibt es online unter
freiburg.de/laermaktionsplan.

„Hornisgrinde-Wolf“ darf abgeschossen werden – Warum Alternativen scheiterten, erklärt ein Freiburger Experte

Der „Hornisgrinde-Wolf“ zeigt sich selbst von Menschengruppen unbeeindruckt.Der „Hornisgrinde-Wolf“ zeigt sich selbst von Menschengruppen unbeeindruckt. Symbolfoto: stock.adobe.com

Ein Wolf im Schwarzwald zeigt zu wenig Scheu vor Menschen. Deshalb hat das Umweltministerium Baden-Württemberg den Abschuss des Tieres genehmigt. Umweltschützer zogen vor Gericht – doch der Verwaltungsgerichtshof hat am Montag entschieden, dass der „Hornisgrinde-Wolf“ getötet werden darf. Dr. Micha Herdtfelder, Wolfsexperte der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg in Freiburg, erklärt, warum das Verhalten des Wolfs problematisch ist.

Herr Herdtfelder, warum ist das Verhalten des Wolfes ein Problem?

Micha Herdtfelder: Dieser Wolf ist ein sehr spezieller Fall. Er ist Menschen gegenüber extrem entspannt, in der Fachsprache spricht man von einer sehr starken Habituierung. Er hat sich daran gewöhnt, dass Menschen auch sehr nah keine Gefahr darstellen. Gleichzeitig geht von Hunden ein starker positiver Reiz auf ihn aus: Als Wolf ohne Weibchen sucht er den Kontakt zu Artgenossen, und diese Kombination aus Anziehung und Habituierung führt dazu, dass er Menschen mitunter extrem nahe kommt, teils unter fünf Metern. Das ist sehr ungewöhnlich, und damit steigt das Risiko, dass irgendwann etwas passieren kann. Bislang haben wir bei diesem Tier kein gefährliches, aber ein kritisches Verhalten festgestellt, das kippen kann, etwa wenn Menschen ihn anfüttern. Dann kann es auch gefährlich werden.


Selbst vor Menschengruppen zeigt er keine Scheu?

Herdtfelder: Ja, er zeigt sich auch Menschengruppen gegenüber unbeeindruckt und nähert sich gerne an. Er ist daran gewöhnt und bleibt sehr entspannt.


Ist es aus Ihrer Sicht also sinnvoll, dass das Tier abgeschossen wird?

Herdtfelder: Dabei geht es immer um eine Risikoabwägung. Diese trifft die zuständige Behörde, hier das Umweltministerium in Baden-Württemberg. Grundlage ist ein von Fachleuten auf Bundesebene erarbeitetes Skript, das regelt, welche Maßnahmen bei auffälligem Verhalten nötig sind. Bei mehrfachen Annäherungen unter 30 Metern wird empfohlen, das Tier zu besendern. Kennt man dank Senderhalsband seine Position, kann man über einen längeren Zeitraum Vergrämungsmaßnahmen ergreifen. Verändert sich das Verhalten dadurch nicht, ist im Skript als Ultima Ratio der Abschuss vorgesehen. Die Grundlage für Entscheidungen liefern die Monitoring-Daten.


Aber bei diesem Wolf hat das nicht funktioniert?

Herdtfelder: Als wir 2024 das ungewöhnliche Verhalten festgestellt haben, wurde die Besenderung beschlossen. Das ist jedoch extrem schwierig. Trotz seiner Gewöhnung an Menschen bleibt der Wolf ein sehr intelligentes und vorsichtiges Tier. Zunächst haben externe Experten gemeinsam mit uns versucht, ihn mittels Fußfallen zu fangen. Das ist trotz intensiven, großflächigen und zeitaufwendigen Einsatzes nicht gelungen. Anschließend wurde versucht, ihn mit dem Narkosegewehr zu betäuben. Dafür muss man sehr nah an das Tier heran. Wölfe merken jedoch, wenn etwas anders ist als gewohnt: Kommt ein Spaziergänger mit Hund, nähert er sich, doch sobald die Körpersprache der Menschen signalisiert, dass etwas nicht normal ist, hält er wieder Abstand. Deshalb hat das nicht funktioniert. Zugleich hat das Tier über drei Jahre hinweg immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es in Menschennähe entspannt sein kann. Wir haben rund 250 Beobachtungen zwischen dem Wolf und Menschen ausgewertet, es dürfte noch deutlich mehr geben. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Vergrämung nach drei Jahren noch zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung führt, ist extrem gering.


Lässt sich im Schwarzwald ein aufkommender Wolfstourismus beobachten? Zumindest warnen neue Schilder im Nationalpark Schwarzwald: „Wolfstourismus schadet dem Wolf“.

Herdtfelder: Wir haben dazu keine systematischen Daten. Es gibt Hinweise, etwa vom Bürgermeister vor Ort, dass vermehrt nach dem Wolf gefragt wird. Ob das echter Wolfstourismus ist oder ob Menschen, die einfach schon vor Ort sind, Interesse zeigen, lässt sich nicht bewerten. Hochkritisch wäre es allerdings, wenn Personen versuchen, den Wolf gezielt herzulocken oder zu füttern. Das schafft unter Umständen eine gefährliche Situation, weil der Wolf nicht lernen darf, Futter aus Menschenhand zu bekommen.


Thema Wolfsrudel: Gibt es Hinweise, dass sich im Land wieder eines etabliert?

Herdtfelder: Im Nordschwarzwald gibt es Entwicklungen östlich der Murg. In diesem Territorium wurde ein weiblicher Wolf nachgewiesen. Im Dezember gab es ein Fotofallenbild mit zwei Tieren. Wir gehen von einem Paar aus und erwarten in diesem Frühjahr Jungtiere. Alles andere würde uns überraschen, sicher sagen kann man es jedoch nicht.


Sie sind neben dem Wolf auch für das Luchs-Monitoring zuständig, gibt es hier neue Entwicklungen?

Herdtfelder: Es gibt aktuell ein Projekt zur Auswilderung von Luchsen, da hier anders als beim Wolf keine Population nur durch Zuwanderung entsteht. Bisher wurden drei Weibchen und zwei Männchen ausgewildert. Ein erstes Weibchen ist leider an einem Virus erkrankt und gestorben. Bei den beiden anderen Weibchen, die im Nordschwarzwald unterwegs sind, rechnen wir in diesem Frühjahr mit Nachwuchs.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Vergrämung nach drei Jahren noch zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung führt, ist extrem gering, so Micha Herdtfelder, Wolfsexperte der Freiburger FVA. Foto: Christian Hanner

Kinotipp: In „Dust Bunny“ soll ein Auftragskiller Monster jagen

Aurora (Sophie Sloan) ist davon überzeugt, dass Monster existieren, und bittet einen Auftragskiller ( Mads Mikkelsen) und seine Chefin (Sigourney Weaver) um Hilfe.Aurora (Sophie Sloan) ist davon überzeugt, dass Monster existieren, und bittet einen Auftragskiller ( Mads Mikkelsen) und seine Chefin (Sigourney Weaver) um Hilfe. Foto: Lionsgate

In Bryan Fullers („Hannibal“) visionärem wie fantastischem Spielfilm-Regiedebüt „Dust Bunny“ tut sich ein zehnjähriges Mädchen mit ihrem geheimnisvollen Nachbarn, einem Auftragskiller, zusammen, um es mit ihren jeweiligen Monstern aufzunehmen.

Die junge Aurora (Newcomerin Sophie Sloan) lebt in einem heruntergekommenen Wohnkomplex am Rand von New York. Sie ist überzeugt davon, dass ein Monster unter ihrem Bett lebt, das ihre Familie verschlungen hat.

In ihrer Verzweiflung sucht sie Hilfe bei dem mysteriösen Fremden von nebenan (Mads Mikkelsen, „Hannibal“), einem Auftragskiller, dessen Aufgabe es ist, die Straße von Feinden zu säubern, überwacht von seiner Chefin Laverne (Sigourney Weaver, „Alien“). Widerwillig sagt er dem Mädchen seine Dienste zu. Er vermutet, dass Auroras Eltern gar nicht von einem Fabelwesen gefressen, sondern Opfer eines Anschlags wurden, der eigentlich ihm galt. Getrieben von Schuld- und Verantwortungsgefühlen stellt er sich schließlich der Aufgabe, das Mädchen zu beschützen – und muss dabei erkennen, dass so manche Monster tatsächlich real sind. Was als skurrile Geschichte beginnt, entwickelt sich rasch zu einem düsteren Geflecht aus Gewalt, Schuld und kindlicher Vorstellungskraft. Realität und Illusion verschwimmen – und am Ende bleibt die Frage: Wer sind die wahren Monster?

„Dust Bunny“ ist eine fesselnde Reise in die dunklen Winkel der Fantasie, ein gnadenloser Rachefeldzug – voller schwarzem Humor, bizarrer Kreaturen und brutaler Konsequenzen. Ein düsteres Märchen voller Vorstellungskraft, Witz – und einem ganz besonderen Monsterhasen. In weiteren Rollen sind David Dastmalchian („Dune“), Rebecca Henderson („Russian Doll“) und Sheila Atim („The Underground Railroad“) zu sehen.