Großer Andrang und begeisterte Teilnehmer gab es beim ersten „Playdate“: nun stehen weitere Termine für den Spieletreff fest. Foto: Steinbrecher
Unter dem Motto „Spielen verbindet und macht Spaß!“ fand im Januar der erste zentrale Freiburger Spieletreff „Playdate“ statt. Die Idee hat einen Nerv getroffen: Statt der erwarteten 150 Personen kamen mehr als 500 Menschen. Sie haben an diesem Abend nicht nur gespielt, sondern sich ausgetauscht und vernetzt. Aufgrund der erfolgreichen Premiere findet am 23. März der nächste Spieletreff in der Markthalle statt.
Los geht es um 18 Uhr, das Ende ist für 22 Uhr vorgesehen. Und die nächsten Termine für dieses Jahr stehen bereits fest: Weitergespielt werden kann am Montag, 18. Mai, und am Montag, 16. November. Ziel der Veranstaltung ist es, Menschen ins Gespräch zu bringen und Gemeinschaft zu fördern – insbesondere auch für diejenigen, die sich allein fühlen oder neue Kontakte knüpfen möchten. Spielen schafft Nähe, baut Barrieren ab und verbindet unterschiedlichste Menschen ganz natürlich.
Vor Ort erwarten die Besucher vielfältige Gesellschaftsspiele, erfahrene Spiele-enthusiasten („Erklärbären“) sowie Möglichkeiten zum zwanglosen Austausch. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.
Das Angebot ist für alle erwachsenen Menschen, die Lust auf Begegnung, Spaß und gemeinsames Ausprobieren haben. Dabei ist es egal, ob sie erfahrene Spieler sind oder nicht. Während des Abends kann der Tisch immer wieder gewechselt werden, um verschiedene Spiele auszuprobieren. Das Projekt ist eine Kooperation zahlreicher ehrenamtlicher Spieletreffs aus den Stadtteilen, der Markthalle Freiburg, des Spieleladens FreiSpiel und dem Nachhaltigkeitsmanagement der Stadt Freiburg. Weitere Infos unter www.spieletreff-freiburg.de/playdate
Burning Spear, einer der prägendsten Stimmen der Reggae-Geschichte, wird das ZMF eröffnen. Foto: Burning Spear
Am 15. Juli öffnet das 42. Zelt-Musik-Festival seine Zeltplanen und gestaltet für 19 Tage den Freiburger Sommer. Nun steht auch fest, welcher musikalische Act den Festivalsommer eröffnen wird: Burning Spear, einer der prägendsten Stimmen der Reggae-Geschichte, wird am ersten Festivalabend im ZMF-Zirkuszelt auftreten. Seit über sechs Jahrzehnten verkörpert der jamaikanische Musiker eine kraftvolle musikalische Vision, die weit über die Grenzen des Genres hinausgeht. Mit seiner einmaligen Stimme und seiner tief verwurzelten Botschaft von Selbstbestimmung, kultureller Identität und Einheit hat er Generationen von Hörern weltweit beeinflusst.
Das Programm des 42. Zelt-Musik-Festivals ist fast vollständig, fünf weitere Acts stehen nun ebenfalls fest: Am 16. Juli kehrt die Band um Frontfrau Dota Kehr endlich zurück auf die ZMF-Bühne. Dota besticht durch eine seltene Mischung aus musikalischer Präzision und textlichem Tiefgang. Mal mit bissiger Ironie, mal mit entwaffnender Ehrlichkeit begegnet die Band dem Alltäglichen und hüllt es in ein Gewand aus modernen Liedermacher-Melodien. Ein Abend für alle, die Musik mit Haltung und Poesie suchen.
Mit einer Stimme, die Vergleiche mit Legenden wie Nina Hagen nicht scheuen muss, erobert Lara Hulo am 23. Juli erstmals das Freiburger Festival. Die junge Künstlerin thematisiert in ihren Songs das Suchen und Finden der queeren Liebe – mal als zerbrechliche Ballade, mal als kraftvolles Statement. Live überzeugt sie durch eine Authentizität, die zwischen rauer Energie und intimen Momenten schwankt und das Publikum unmittelbar in ihren Bann zieht.
Ein weiteres ZMF-Debüt kann das Publikum am 24. Juli mit der Punkrock-BandItchy erleben. Seit 25 Jahren beweist das Trio, dass man auch als etablierte Band die Spielfreude eines Newcomers behalten kann. Mit einer explosiven Mischung aus eingängigen Melodien, klarer gesellschaftspolitischer Haltung und einer ordentlichen Portion Selbstironie bringt die Band jede Bühne zum Beben. Ein Pflichttermin für alle, die Lust auf ehrlichen Punkrock und eine mitreißende Show haben.
Acht Jahre nach seinem ersten Auftritt als Support kehrt Tristan Brusch am 29. Juli als Hauptact zum ZMF zurück. Im Gepäck hat der Ausnahmekünstler den Abschluss seiner gefeierten Album-Trilogie. Brusch gilt als einer der talentiertesten Songschreiber der Gegenwart und versteht es wie kaum ein Zweiter, Wahn, Liebe und Melancholie in opulente Pop-Arrangements zu gießen. Ein Konzert-Highlight für Liebhaber:innen anspruchsvoller Texte und musikalischem Feingefühl.
Ihr 30-jähriges Bandbestehen feiert am 2. August die aus Hamm stammende BandKapelle Petra. Bekannt für ihren humorvollen Indie-Rock, eine treue Fangemeinde und ihren legendären Bühnengast „Gazelle“, verspricht das Trio eine Show, die zwischen absurder Komik und mitreißenden Hymnen pendelt – ein würdiges Finale für den Festivalsommer.
Tickets auf www.zmf.de und an allen bekannten VVK-Stellen.
Lara Hulo ist zum ersten Mal beim ZMF zu Gast. Foto: Jeanette Friedrich
Die Punkrock-Band Itchy einer explosiven Mischung aus eingängigen Melodien, klarer gesellschaftspolitischer Haltung und einer ordentlichen Portion Selbstironie Foto: Dominik Drossart
Carsten Gabbert ist seit 2024 Regierungspräsident in Freiburg. Foto: Bernd Peters
Bürokratieabbau ist ein beliebtes Thema. Zuletzt hat die FDP im vergangenen Herbst die Abschaffung der Regierungspräsidien im Land gefordert. Carsten Gabbert (Grüne), seit rund zwei Jahren in Freiburg als Regierungspräsident im Amt, hält von solchen Radikalforderungen wenig.
Das ist Bürokratie, das kann weg: Spätestens bei den politischen Erfolgen von libertären Anti-Bürokraten wie Javier Milei in Argentinien und dem radikalen Abbau von Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst in den USA durch Elon Musks „DOGE“-Behörde wird auch hierzulande wieder verstärkt – und sicher nicht immer zu Unrecht – über Bürokratie und Behörden diskutiert und manchmal auch geschimpft.
Gebündelte fachliche Expertise unter einem Behördendach
Ein beliebtes Ziel solcher Debatten waren und sind in Baden-Württemberg immer wieder die Regierungspräsidien (RP) als Mittler zwischen der Landesregierung in Stuttgart und den einzelnen Regionen im Land. Zuletzt hat die FDP im vergangenen Herbst das Thema wieder hervorgeholt und die Abschaffung der Regierungspräsidien in Stuttgart, Tübingen, Karlsruhe und Freiburg gefordert. Carsten Gabbert, Regierungspräsident in Freiburg, hält von solchen Radikalforderungen erwartungsgemäß wenig. Gerade in Südbaden, weit weg von den Schaltstellen der Landesmacht in Stuttgart, sei es gut, fachliche Expertise gebündelt unter einem Behördendach anbieten zu können. Ein Beispiel seien die zahlreichen Landesförderprogramme, die von den Fachabteilungen am RP umgesetzt werden und bei denen es auf die regionale Sachkenntnis besonders entscheidend ankomme: So habe die Freiburger Behörde im vergangenen Jahr allein 146 Schulprojekte mit 125 Millionen Euro Landesförderung eingesetzt.
Wie das Geld verteilt werde, hänge viel von der vorausgehenden Fachberatung durch das RP ab, so Juliane Laule, die stellvertretende Leiterin der Schulabteilung am RP Freiburg. Über 20 Millionen gingen an die Feuerwehren in der Region, so Vizeregierungspräsident Klemens Ficht, überwiegend für die Anschaffung neuer Feuerwehrautos. Und 47 Millionen wurden im Straßenbau eingesetzt. „Wobei solche Förderungen dank unserer Beratungskompetenz auch ein Vielfaches an Investitionen vor Ort erst ermöglichen“, betont der Abteilungsleiter für Verkehr und Straßen, Karl Kleemann. Ähnlich sei es im Städtebau, so der zuständige Abteilungsleiter Johannes Dreier, wo das RP 2025 satte 58 Millionen Euro eingesetzt hat: „Jeder Förder-Euro löst das sieben- bis achtfache an Investitionen aus!“
Der Breisacher Hof wird mit Hilfe des Städtebauförderprogramms saniert. Foto: Michael Bamberger
Mehr Mut und Offenheit, weniger Problemorientierung
Ob Strukturförderung im ländlichen Raum (41 Millionen Euro in 2025) oder Umweltmaßnahmen und die Versorgungssicherung in der Wasserwirtschaft (37,4 Millionen Euro in 2025): Die durchs RP geförderte Regionalentwicklung ist für jemanden wie Gabbert und sein breit aufgestelltes Team eher ein Beweis für ein funktionierendes Staatswesen als für eine Last am Bein des Steuerzahlers. Carsten Gabbert ist überzeugt: Würde man den Laden in Freiburg zusperren, so drohe eine weit weniger effektive Förderpolitik „mit der Gießkanne“ von Stuttgart aus und ohne das Expertenwissen an der Basis.
Reformbedarf gebe es ohne Frage, so Carsten Gabbert unlängst vor Journalisten weiter. Wobei der Freiburger Behördenchef nicht nur aus dem Bauch heraus argumentiert, sondern aus seiner Zeit als Bürgermeister von Schuttertal in der Ortenau und als selbstständiger Unternehmensberater einiges an Innensicht und Ansatzpunkten für Behördenreformen mitbringt. In seinem aktuellen Buch „Was Verwaltung braucht … ist alles schon da!“ beschreibt er eindrücklich einerseits die fehlende Agilität und Bereitschaft, Neues auszuprobieren, die Behördenarbeit häufig lähmt. Und er rät andererseits zu mehr Mut und Offenheit (beispielsweise beim Thema Digitalisierung) und weniger Problemorientierung (beispielsweise beim Thema Datenschutz). Nicht nur zum Selbstzweck und für mehr Tempo im Amt, sondern auch, um eine Behörde wie das RP Freiburg als Arbeitgeber für junge Menschen attraktiver zu machen: Themen wie KI oder Cloud-Computing seien etwas, was die „Generation Alpha“ erwarte, wenn sie ins Arbeitsleben einsteigt. Es gebe viele Möglichkeiten, Behördenarbeit zu modernisieren, schreibt Gabbert in seinem Buch. Man müsse sie nur einsetzen.
Sie sorgten zur Showeröffnung für Stimmung: Die Formation Cantaloop des 1. Jazzdance Club Freiburg. Foto: Valentin Behringer
Für die Freiburger Sportlerszene war der vergangene Samstag wieder der Höhepunkt des Jahres, denn die Galanacht des Sports wurde für sie zum feierlichen Treffpunkt. Rund 1.500 Gäste erlebten eine mitreißende Show. Für Stimmung sorgten unter anderem der 1. Jazzdance Club Freiburg sowie Niclas Gunkel und Johanna Forst – ein Duo aus dem Showteam Matrix des TV Freiburg-Herdern. Aber auch Handstand-Akrobat Ruslan Kalachevskyi aus der Ukraine faszinierte das Publikum mit seiner Darbietung.
Oberbürgermeister Martin Horn und Sportbürgermeister Stefan Breiter zeigten ebenfalls vollen Einsatz. Sie übergaben 173 Medaillen an Freiburgs beste Sportler. Eine Besonderheit an diesem Abend: Mit Leonie (Europameisterin im Unterwasserrugby) und Lars Schäfle (RKG-Ringer) gewann ein Geschwisterpaar den Titel „beste Sportlerin“ beziehungsweise „bester Sportler“. Lars Schäfle war bereits fünf Mal nominiert, aber erst dieses Mal hat er den Titel geholt. Und dann gibt es noch Sophia Schäfle, eine ebenfalls, wie ihr Bruder, aktuell sehr erfolgreiche Ringerin. Alle drei standen auch gemeinsam auf der Bühne, als sie von OB Horn ihre Sportmedaillen überreicht bekamen. „Ich bin natürlich sehr stolz. Und für Lars freut es mich besonders, weil er so oft nominiert war und es dieses Mal endlich geklappt hat“, sagte der Vater der drei Geschwister, Hartmut Leiber, Vorsitzender der RKG Freiburg.
Emotional wurde es auch, als Sportbürgermeister Stefan Breiter verabschiedet wurde – als Geschenk gab’s ein Gutscheinbuch zahlreicher Vereine. Damit kann er zig Sportarten testen, „mit Kegeln fange ich an“, verriet er. Nach dem offiziellen Teil wurde dann ausgelassen auf der Tanzfläche zum Sound von DJ MR.T weitergefeiert, hier bewiesen nicht nur die Sportler, sondern auch die anderen Gäste jede Menge Kondition!
Hier herrschte Partystimmung: Nach dem offiziellen Teil wurde auf der Tanzfläche bis spät in die Nacht gefeiert. Foto: Valentin Behringer
Freuten sich über die gelungene Galanacht (v.l.): Oberbürgermeister Martin Horn, Sportbürgermeister Stefan Breiter, Martin Zenke, Geschäftsführer des Freiburger Wochenbericht, der Medienpartner der Galanacht ist, Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach und Bildungsbürgermeisterin Christine Buchheit. Foto: Valentin Behringer
Michaela Klausmann ist die erste Frau auf dem Löschzug der Berufsfeuerwehr Freiburg. Foto: Feuerwehr Freiburg
Als einzige Frau arbeitet Michaela Klausmann in der Freiburger Berufsfeuerwehr auf dem Löschzug. Damit machte sie ihr Hobby zum Beruf – und möchte gleichzeitig ein Vorbild für Jungen und Mädchen sein, die Menschen helfen wollen.
Mit 12 Jahren trat Michaela Klausmann in die Freiwillige Feuerwehr in ihrer Heimatstadt Waldkirch ein und damit in die Fußstapfen ihres Großvaters. Heute, 24 Jahre später, hat sie ihre Leidenschaft zum beruf gemacht und arbeitet als einzige Frau in Südbaden auf einem Profilöschzug.
Nach der Realschule entschied sich Klausmann für sein FSJ beim DRK-Ortsverein in Emmendingen. „Hier habe ich festgestellt, dass der Rettungsdienst ein toller Beruf ist“, so Klausmann. Es folgten die Ausbildung zur Rettungssanitäterin und später die Qualifikation zur Notfallsanitäterin. Gleichzeitig wechselte sie mit 18 Jahren in die aktive Abteilung der FFW in Waldkirch – und entschied sich, den Sprung in die Berufsfeuerwehr zu wagen. 2019 begann sie die 18-monatige Ausbildung in Freiburg. „Der Job ist ähnlich zur Freiwilligen Feuerwehr – das Feuer brennt überall gleich heiß“, so Klausmann. Die Lehrgänge, die in der Freiwilligen Feuerwehr normalerweise an den Wochenenden absolviert werden, legte sie gesammelt in der sechsmonatigen Grundausbildung ab, ebenso wie die Befähigung, verbeamtet zu werden. Da sie bereits Sanitäterin war, konnte sie sich den Kurs sparen. Zur Ausbildung gehört auch ein rund einjähriges Wachpraktikum auf der Wache.
Ausbildungstechnisch sei noch viel möglich, so Klausmann, gerade, wenn sie in den gehobenen Dienst wechseln will. Derzeit fühlt sich die 36-Jährige aber wohl im mittleren Dienst.
Mehr Frauen in den Beruf
Während es in der Integrierten Leitstelle und im Hintergrund noch weitere Frauen gibt, ist Michaela Klausmann die einzige, die Hand anlegt, wenn es brennt. Das merkt sie hin und wieder: „Gerade Kinder gucken schon mal, wenn sie eine Frau bei der Feuerwehr sehen“, sagt sie. In der Zwischenzeit gebe es mehr Mädchen und Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr, worüber sich Klausmann freut: „Das hat sich geändert und das ist auch sehr wichtig.“ In der Berufsfeuerwehr ist und bleibt sie als Frau eine Exotin. Dabei sieht sie klare Vorteile: „Frauen bekommen oft gerade zu anderen Frauen einen anderen Bezug und sie wirken oft auch deeskalierend.“
Den Schritt von der Freiwilligen Feuerwehr in die Berufsfeuerwehr zu machen, sei groß – gerade im Bezug auf die Fitness. „In der Freiwilligen Feuerwehr kann man viele seiner Aufgaben auswählen, in der Berufsfeuerwehr muss man alle machen können.“ Aber auch in der Berufsfeuerwehr kann sie sich auf ihr Team verlassen – wenn doch mal ein paar Zentimeter fehlen. „Jeder kann etwas besser, als andere.“ Das Team habe anfangs zwar etwas misstrauisch geguckt, in der Zwischenzeit ist ihre Anwesenheit jedoch Normalität. Dass das nicht immer so war, weiß Klausmann: Vor dem Umbau der Wache habe es zum Beispiel keine Frauenumkleiden gegeben. „Das war aber vor meiner Zeit.“ Heute sei das anders und auch abschließbare Duschen gebe es in der Zwischenzeit.
Nicht nur sie fühlt sich in der Berufsfeuerwehr wohl: „Jeder, der gerne technisch arbeitet und Menschen helfen will, ist hier gut aufgehoben“, so Klausmann. Stellen werden auch in Freiburg immer wieder frei und auch Quereinsteiger bewerben sich darauf. Wichtig ist vor allem, dass man im Team gut harmoniert, denn auf der Wache gibt es Schichtarbeit. So kommt es, dass man nicht nur Wochenende, sondern auch Feiertage regelmäßig miteinander verbringt. „Da ist man an Weihnachten oder Silvester auch mal den ganzen Tag weg.“
Mit dem Schichtdienst hat Klausmann selbst kein Problem. „Wenn wir wenig Einsätze haben, haben wir im Nachtdienst auch auf der Wache die Möglichkeit, zu ruhen.“ Generell sei es in Freiburg verglichen mit anderen Großstädten eher ruhig. Dadurch, dass das Team bereits auf der Wache ist, seien auch die Ausrückzeiten nicht mit denen der Freiwilligen Feuerwehr vergleichbar, in der die Leute vom Arbeitsplatz und aus der Freizeit gerufen werden – viel zu oft für Bagatellprobleme, wie Klausmann weiß. Auch sie unterstützt ihre Abteilung in Waldkirch in ihrer Freizeit noch. „Ich mache das immer noch sehr gerne – aber es ist schon anders geworden, seit ich in Freiburg bin.“
Infos zum Werdegang in der Berufsfeuerwehr gibt es unter www.feuerwehr-freiburg.de/mitmachen-und-unterstuetzen/berufsfeuerwehr/ und zur Freiwilligen Feuerwehr unter www.feuerwehr-freiburg.de/mitmachen-und-unterstuetzen/freiwillige-feuerwehr/
Rund 250 Teilnehmer waren bei der Demo am Montag dabei. Foto: Michael Bamberger
Ein Uni-Mitarbeiter hat über Jahre mit versteckten Kameras in Bädern und Toiletten heimlich mehr als 800 Frauen gefilmt. Das Freiburger Amtsgericht hat den 57-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Am Montag protestierten deshalb rund 250 Menschen gegen das aus ihrer Sicht zu milde Urteil – und sie kritisieren auch die Universität.
„Wir wehren uns“ stand auf einem Transparent bei der Demo vor dem KG I, die das Freiburger Frauenkollektiv und das Studierendenkollektiv organisiert hatten. Rund 250 Teilnehmer waren hier zusammengekommen, um gegen das Urteil, aber auch gegen den Umgang der Universität mit dem Fall zu protestieren.
„Ein Jahr und neun Monate auf Bewährung ist ein Schlag ins Gesicht für die Betroffenen“, heißt es in einem Redebeitrag der Demo, der großen Applaus erntete, wie die BZ berichtet.
Der ehemalige Studienberater des Service-Centers Studium hatte zwischen 2009 und 2024 mehr als 800 Frauen gefilmt. Er machte heimlich Aufnahmen von jungen Studentinnen, denen er eine WG im Stadtteil Rieselfeld vermietet hatte, aber auch an seinem Arbeitsplatz, auf den dortigen Toiletten sowie von Kolleginnen auf einer Dienstreise. Auf seinen Festplatten wurden Tausende Videos gefunden.
Verurteilt wurde der 57-Jährige für 60 Taten zwischen 2019 und 2024 – die restlichen sind bereits juristisch verjährt (wir berichteten). Vor zwei Jahren entdeckte eine Studentin eine Minikamera im Badezimmer ihrer WG: als das Ermittlungsverfahren bekannt wurde, kündigte die Uni dem 57-Jährigen fristlos. Viele Mitarbeiterinnen und Studentinnen hätten erst durch die Berichterstattung der Medien davon erfahren. Sie kritisieren, nicht früh genug und ausreichend von der Universität informiert worden zu sein, so die BZ. Bei der Kundgebung schilderte beispielsweise Smilla, die in der WG gewohnt hatte, ihre Erlebnisse. Der Vermieter habe die Kandidatinnen gezielt ausgesucht, alle hätten nahezu dasselbe Alter gehabt und hätten gut ausgesehen. Als die Kamera im Bad entdeckt wurde, litt sie lange unter Panikattacken und Übelkeit: das werde sie „ihr Leben lang beschäftigen“.
Die Teilnehmer der Demo am Montag fordern, dass der Fall lückenlos aufgearbeitet, Studentinnen besser geschützt und eine Anlaufstelle für Betroffene eingerichtet wird. „Ungeachtet ihrer Verjährung sind für uns diese Taten unerträglich“, schrieb die Uni in einer Mail an die Studierenden. Man wolle nun die Räume der Universität stärker auf „unerlaubte Aufnahmetechnik“ prüfen und den Schutz der Frauen und die Prävention verstärken.
OB-Wahlkampf: Die Plakate hängen, die Themen sind gesetzt – jetzt geht es ans Ausdiskutieren. Foto: Joers
Podien, Plakate und Positionen: Gut fünf Wochen vor der Oberbürgermeisterwahl am 26. April nimmt der Wahlkampf in Freiburg spürbar Fahrt auf. Elf Bewerberinnen und Bewerber sind aktuell bekannt, weitere könnten hinzukommen. Das Wahlverfahren folgt klaren gesetzlichen Regeln.
Der OB-Wahlkampf in Freiburg geht in seine entscheidende Phase. Mit zunehmender Dichte an Podiumsdiskussionen, Bürgerforen und Wahlkampfterminen rückt der Wahlsonntag am 26. April näher – und damit die Entscheidung darüber, wer die Stadt in den kommenden acht Jahren führen wird. Seit Freitag dürfen die Kandidierenden ihre Plakate aufhängen – und begleiten das medienwirksam auf ihren Social-Media-Kanälen. Hinzu kommen zahlreiche öffentliche Veranstaltungen – von klassischen Podiumsdiskussionen bis hin zu thematischen Bürgerdialogen.
Podiumsdiskussionen und Kandidat-O-Mat
Es wird langsam ernst bei der OB-Wahl: Am 4. April geht der Kandidat-O-Mat der Landeszentrale für politische Bildung online. Die erste Debatte gibt es am Freitag auf Einladung der Kulturliste Freiburg (mehr auf Seite 2). Und weitere Podiumsdiskussionen stehen an: Am 26. März veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft der Freiburger Bürgervereine (AGFB) im Bürgerhaus Zähringen ein Panel mit sechs Kandidierenden und am 13. April laden SWR und BZ zu einer Wahlarena ins Bürgerhaus Seepark ein. Am 15. April findet die offizielle Vorstellung der Kandidierenden im Konzerthaus statt. Weil für dieses Format mit viel mehr Kandidaten als noch 2018 zu rechnen ist (damals waren es sechs Personen), soll die Redezeit pro Person verkürzt werden. Darüber berät der Gemeinderat in seiner kommenden Sitzung am 24. März. Bei zwölf oder mehr Bewerbern soll jeder Kandidat dann statt bisher zwölf nur noch sechs Minuten Redezeit haben. Anschließend folgen wie bisher Fragerunden sowie die Schlussstatements.
Am 31. März ist klar, wer auf die Wahlzettel kommt
Noch steht die finale Anzahl an Bewerbern nicht fest. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 30. März, um 18 Uhr. Außerdem benötigt jede Bewerberin und jeder Bewerber mindestens 250 Unterstützungsunterschriften sowie eine eidesstattliche Versicherung, dass die jeweilige Person nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist. Wer zur Wahl zugelassen wird, steht erst am 31. März fest, nachdem der Wahlausschuss die Bewerbungen und die Unterschriftenlisten geprüft hat.
Schon elf Kandidierende
Nach aktuellem Stand treten elf Kandidatinnen und Kandidaten an, von denen gleich mehrere auf die Unterstützung von Parteien zählen können. Darunter Amtsinhaber Martin Horn (parteilos), der von der SPD, FDP und Volt unterstützt wird. Auch die parteiunabhängige Gewerkschafterin Monika Stein tritt erneut an. Sie wird von einem Bündnis bestehend aus Grünen, Linke Liste, Grüne Alternative, Unabhängige Frauen und Urbanes Freiburg getragen. Der Freiburger Unternehmer Achim Wiehle wird von der CDU unterstützt. Stadtrat Karl Schwarz geht für die AfD ins Rennen und Martin Borgmann für Die Partei.
Darüber hinaus kandidieren der Freiburger Lehrer Dejan Mihailovic, in Freiburg bekannt als Organisator der Demos gegen Rechtsextremismus sowie der Rechtsanwalt Florian Braune, der von 2002 bis 2009 im Gemeinderat saß. Weitere Kandidierende sind Vinzenz Bothe von der Werteunion, Valerie Tabea Schult, Claudio Probst von der Anarchistischen Pogo-Partei Deutschlands (APPD) sowie Jürgen Mattutis.
Klare Regeln für das Wahlverfahren
Das Wahlverfahren ist eindeutig geregelt: Entscheidend im ersten Wahlgang ist zunächst die absolute Mehrheit. Erreicht kein Kandidat oder keine Kandidatin mehr als 50 Prozent der Stimmen, kommt es zur Stichwahl: Diese ist für den 17. Mai angesetzt. Anders als 2018 sind zur Stichwahl nur die beiden Bestplatzierten zugelassen. In der Stichwahl genügt dann die einfache Mehrheit der Stimmen, um das Amt zu gewinnen. Angesichts der Vielzahl an Bewerbenden gilt als wahrscheinlich, dass es einen zweiten Wahlgang geben wird.
Wer darf wählen?
Wahlberechtigt sind alle Freiburger mit einer EU-Staatsangehörigkeit, die am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten in Freiburg ihren Hauptwohnsitz haben. Die Wahlbenachrichtigung wird das Freiburger Wahlamt voraussichtlich Ende März an alle Wahlberechtigten verschickt.
Von den Sanddünen der Gobi bis hin zu Begegnungen mit Nomadenfamilien und Adlerjägern: Der Vortrag über die Mongolei bietet spannende Eindrücke. Foto: Olaf Schubert
Echte Geschichten und faszinierende Bilder gibt es bei der Mundologia-Reihe im Bürgerhaus am Seepark. Am Mittwoch, 18. März um 19.30 Uhr zeigt Fotograf Olaf Schubert mit „Mongolei – Im Land der Nomaden“ die faszinierende Vielfalt eines der ursprünglichsten Länder Asiens. Traumstrände, Vulkane, Regenwälder und Reisterrassen stehen neben Metropolen wie Manila, Begegnungen mit Perlenzüchtern, Tierschützern und Katholiken mit außergewöhnlichen Ritualen.
Die Reportage „Philippinen – 7107 Inseln voller Kontraste“ ist ein Portrait des asiatischen Landes, authentisch und eindrucksvoll am 19. März präsentiert von Tobias Hauser. Außerdem ist Wiebke Lühmann nochmal zu Gast in Denzlingen mit ihrer spektakulären Reise von Freiburg bis ans Kap der Guten Hoffnung (21. März, 11 Uhr).
Ryland (Ryan Gosling) trifft auf eine außerirdische Lebensform, die ebenfalls um das Überleben ihrer Spezies kämpft. Foto: Amazon Content Services
„Der Astronaut“ gilt als einer der meisterwarteten Sci-Fi-Filme des Jahres. Ryan Gosling wacht alleine an Bord eines Raumschiffs auf. Nur langsam kehrt seine Erinnerung zurück. Seine Mission ist es, die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren – dabei bekommt er unerwartete Hilfe.
Der Naturwissenschaftslehrer Ryland Grace (Ryan Gosling, „La La Land“) wacht eines Tages auf einem Raumschiff auf – Lichtjahre von zu Hause entfernt, umgeben von der Stille des Alls und ohne Erinnerung daran, wer er ist oder wie er dorthin gekommen ist. Die anderen Crewmitglieder sind alle tot. Als sein Gedächtnis nach und nach zurückkehrt, findet er heraus, was seine Mission ist: Er soll das Rätsel um eine mysteriöse Substanz lösen, die dazu führt, dass die Sonne erlischt. Mikroskopisch kleine Lebewesen drohen eine neue Eiszeit auszulösen und die Welt ins Chaos zu stürzen. Nur ein Stern, Tau Ceti, scheint von dem Phänomen verschont zu sein.
Von der UN-Beauftragten Eva Stratt (Sandra Hüller, „Anatomie eines Falls“) gegen seinen Willen rekrutiert, wurde Grace auf eine interstellare Mission geschickt, um das Geheimnis von Tau Ceti zu ergründen. Um alles und jeden auf der Erde vor dem Aussterben zu bewahren muss er auf sein wissenschaftliches Fachwissen und einige unorthodoxe Ideen zurückgreifen. Mitten in dieser Ausnahmesituation taucht eine außerirdische Lebensform auf, die ebenfalls um das Überleben ihrer Spezies kämpft. Und so führt eine unerwartete Freundschaft dazu, dass er die gefährliche Mission nicht allein absolvieren muss.
In weiteren Rollen sind Lionel Boyce („Shell“), Ken Leung („The Night Shift“) und Milana Vayntrub („This is Us“) zu sehen. Regie führten Phil Lord & Christopher Miller („Spider-Man: Into the Spider-Verse“). Der Film basiert auf dem Roman von Andy Weir („Der Marsianer“), das Drehbuch stammt von Drew Goddard („Der Marsianer“), der bereits Weirs erstes Werk fürs Kino adaptiert hat.
Alex (Will Arnett) und Tess (Oscar-Preisträgerin Laura Dern) verstehen sich trotz bevorstehender Scheidung noch gut. Diese birgt einige Herausforderungen. Foto: Searchlight Pictures
Während ihre Ehe still und leise zerbricht, stehen Alex (Will Arnett, „Arrested Development“) und Tess (Oscar-Preisträgerin Laura Dern, „Jurassic Park“) vor Herausforderungen: Alex kämpft mit dem Älterwerden sowie der bevorstehenden Scheidung und sucht in der New Yorker Comedy-Szene nach einem neuen Lebenssinn.
Tess hingegen stellt sich den persönlichen Entbehrungen, die sie ihrer Familie zuliebe in Kauf genommen hat. Beide müssen sich mit Themen wie Co-Parenting, Identität und der Frage auseinandersetzen, ob Liebe eine neue Form annehmen kann. Der Film von Bradley Cooper („A Star Is Born“) , erzählt eine berührende, lebensnahe Geschichten mit pointiertem Humor.