Wahlamtsleiter Michael Haußmann im Briefzentrum der Deutschen Post in Freiburg-Hochdorf. Archivfoto: Joers
In Freiburg startet der Versand der Wahlbenachrichtigungen für die Oberbürgermeisterwahl am 26. April 2026. Rund 175.000 Wahlberechtigte erhalten Post von der Stadt Freiburg. Was jetzt wichtig ist, steht im Artikel.
Die Stadt Freiburg hat mit dem Versand der Wahlbenachrichtigungen für die Oberbürgermeisterwahl am Sonntag, 26. April begonnen. Insgesamt werden 175.000 Wahlberechtigte per Post informiert, am Donnerstag startete der Versand. „Wer am Montag also noch keine Wahlbenachrichtigung im Briefkasten hat, sollte sich bei uns melden“, sagt Michael Haußmann, Leiter des Freiburger Wahlamts. Bei der OB-Wahl dürfen mehr Menschen wählen als jüngst bei der Landtagswahl (162.000 Wahlberechtigte) – denn wahlberechtigt sind alle Freiburgerinnen und Freiburger, die die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedsstaats der Europäischen Union besitzen, am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in Freiburg haben.
Welche Kandidaten schaffen es auf den Stimmzettel?
Gegenwärtig sind zehn Kandidierende für die Wahl bekannt. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 18 Uhr Wer letztlich auf dem Stimmzettel steht, entscheidet sich am kommenden Dienstag, 31. März um 16 Uhr. Dann tagt der Gemeindewahlausschuss im Rathaus im Stühlinger (Fehrenbachallee 12; Raum Schauinland). Darin wird über die Zulassung der eingegangenen Bewerbungen zur OB-Wahl entschieden. Die Sitzung ist öffentlich. Falls bei der Wahl am Sonntag, 26. April keine Bewerberin oder kein Bewerber mehr als die Hälfte der Stimmen erhält, findet drei Wochen später, am Sonntag, 17. Mai, eine Stichwahl zwischen den beiden stimmenstärksten Kandidierenden statt.
So läuft die Briefwahl
Wer per Briefwahl abstimmen möchte, kann dies entweder über den QR-Code auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung oder diese online beantragen. Die Frist für die Beantragung der Briefwahl endet am Freitag, 24. April, um 18 Uhr. Das Briefwahlbüro des Wahlamts in der Berliner Allee 1 öffnet ab Mittwoch, 8. April. Dort können Briefwahlunterlagen persönlich oder für andere beantragt werden; in diesem Fall wird eine Vollmacht benötigt. Vor Ort stehen Wahlkabinen zur Verfügung, sodass die Stimmabgabe direkt erfolgen kann. Die Öffnungszeiten des Wahlamts sind montags, mittwochs und donnerstags von 8.30 bis 15 Uhr sowie dienstags und freitags von 10 bis 18 Uhr.
Info: Alles Infos zur Briefwahl gibt es unter www.freiburg.de/obwahl. Wer keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, kann sich beim Wahlamt unter briefwahl@freiburg.de oder unter 07 61 / 2 01 57 57. Weitere Informationen zur Oberbürgermeisterwahl stellt die Stadt Freiburg online unter www.freiburg.de/obwahl bereit. Alle Artikel des Freiburger Wochenbericht zur OB-Wahl 2026 gibt’s hier.
Die Täter haben es vor allem sogenannte Power-Tilts abgesehen – das sind Verbindungsstücke zwischen Baggeram und -schaufel. Foto: Joers
Im Raum Freiburg und entlang der Rheinschiene sind mehrfach Baggeranbauteile entwendet worden. Die Täter gehen offenbar gezielt und mit Fachkenntnis vor. Die Polizei bittet um erhöhte Aufmerksamkeit.
Unbekannte haben in den vergangenen Wochen in den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald mehrfach hochwertige Baggeranbauteile gestohlen. Wie die Polizei mitteilt, wurden dem Polizeipräsidium Freiburg in den vergangenen zwölf Wochen rund zehn Diebstähle von sogenannten PowerTilts und Baggerschaufeln gemeldet.
Die Tatorte liegen laut Polizei überwiegend entlang der Rheinschiene sowie im Bereich der Autobahn in Herbolzheim, Riegel, Denzlingen, Waldkirch, Eichstetten, Endingen und Freiburg. Auch aus Bad Krozingen, Schallstadt, Gundelfingen und Gutach wurden entsprechende Fälle angezeigt. Zudem sind ähnliche Taten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg bekannt geworden.
Bei den gestohlenen PowerTilts handelt es sich um hydraulische Schwenkmotoren, die zwischen Baggerarm und Baggerschaufel angebracht werden. Diese ermöglichen präzises Arbeiten mit großem Schwenkwinkel sowie einen schnellen Wechsel von Anbaugeräten. Die Bauteile erfordern eine fachmännische Demontage, haben einen hohen Wert und wiegen zwischen 100 und 500 Kilogramm. Für den Abtransport wurden nach Angaben der Polizei Transporter oder Anhänger genutzt.
Geben sie die Täter als reguläre Bauarbeiter aus?
Es wird nach derzeitigem Kenntnisstand davon ausgegangen, dass die Täterschaft organisiert und strukturiert vorgeht, über Sachkunde auf Baustellen verfügt und das Diebesgut im östlichen Ausland weiterveräußert. „Nach derzeitigen Erkenntnissen treten die Täter selbstbewusst auf und sind von regulären Bauarbeitern kaum zu unterscheiden“, so Polizeisprecher Michael Schorr.
Von besonderem Interesse für die Ermittler sind Arbeiten und Aktivitäten auf Baustellen und an Baumaschinen außerhalb der üblichen Arbeitszeiten, insbesondere an Wochenenden oder in der Nacht. Auch Hinweise aus dem Umfeld von Monteurunterkünften, in denen die gestohlenen Geräte möglicherweise zwischengelagert werden könnten, sind für die Ermittlungen von Bedeutung. Bauunternehmen, die entsprechende Maschinen und Anbauteile einsetzen, werden zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.
Das Polizeirevier Emmendingen hat eine Ermittlungskooperation eingerichtet und bittet Zeugen, die im Bereich von Baustellen mit Baggerbetrieb verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Hinweise nimmt das Polizeirevier Emmendingen unter der Telefonnummer 07641/582-0 rund um die Uhr entgegen. Verdächtige Wahrnehmungen sollen umgehend über den Polizeinotruf unter der Nummer 110 gemeldet werden.
Der Pumptrack in Freiburg-Zähringen wurde 2020 eröffnet. Foto: Rita Eggstein
Weil es im Freiburger Osten an vereinsunabhängigen Sportangeboten für Jugendliche mangelt, hat sich der Bürgerverein Littenweiler mit einem Schreiben an Oberbürgermeister Martin Horn gewendet. Der Vorschlag ist, einen Pumptrack anzulegen.
Die Anregung sei durch ein Elternteil gekommen, sagt Bruno Gramich, Erster Vorsitzender des Bürgervereins Littenweiler e.V. Im Vorstandsteam des Vereins hätten Eltern den Vorschlag unterstützt. Zwar gebe es in Littenweiler und im Osten von Freiburg viele Angebote für Kinder und Jugendliche über die Vereine und die Kirchen, aber es mangele bis auf ein paar Bolzplätze an niederschwelligen Angeboten, die auch ohne Vereinsmitgliedschaft zugänglich seien. „Manchmal wollen Jugendliche einfach einen Platz, auf den sie – wie auf einem Bolzplatz – niederschwellig drauf können“, sagt Gramich.
Der Vorstand des Bürgervereins beschloss deshalb Ende Februar, sich mit einem Schreiben an den Oberbürgermeister zu wenden. Mit einem Pumptrack soll ein vielseitiges Sport- und Bewegungsangebot entstehen. Die Anlage kann mit dem Fahrrad, dem Roller, mit Inlinern oder dem Skateboard befahren werden. Und ebenfalls wichtig: „Es sollte eine Anlage sein, auf der mehrere Bahnen parallel befahren werden können“, so Gramich. Beim Jugendtreff Haus 197 in der Schwarzwaldstraße existiert bereits eine Mini-Ramp, doch dem Verein schwebt eine größere Anlage vor. Als Beispiele nennt Gramich den Skatepark im Dietenbachpark im Westen von Freiburg und den Pumptrack im Stadtteil Zähringen.
Bei einem Treffen mit den Stadtverantwortlichen möchte der Verein geeignete Standorte anschauen. Vorstellen könne man sich das Gelände beim Jugendtreff Haus 197, wobei die Nähe zur Liegewiese des Strandbads zu prüfen sei, sagt Gramich. Weiterhin komme der Bereich am Ende der Alemannenstraße in Betracht, dort müsse aber die Nähe zur Wohnbebauung berücksichtigt werden. Wichtig sei, dass die Pumptrack-Anlage für möglichst viele Jugendliche im Freiburger Osten gut erreichbar sei. „Vorstellbar wäre auch ein Standort auf den Grünflächen vor der Alten Stadthalle oder am Dreisamufer.“ Hierzu will sich der Bürgerverein gegebenenfalls mit anderen Bürgervereinen oder Ortsverwaltungen abstimmen. Bei der Standortsuche sieht der Bürgerverein aber letztlich die Stadt in der Verantwortung.
Gewinnspiel: Tickets für das Heimspiel des SC Freiburg gegen Bayern München gewinnen mit dem Freiburger Wochenbericht und Badenova. Foto: Picture Alliance / Kolbert-Press
Fußballfans aufgepasst: Gewinnen Sie Eintrittskarten für das kommende Bundesliga-Heimspiel des SC Freiburg gegen den FC Bayern München am Samstag, 4. April um 15.30 Uhr – denn auch in dieser Saison verlosen der Freiburger Wochenbericht und Badenova gemeinsam attraktive Tickets im Europa-Park Stadion. Zu gewinnen gibt es 1 x 2 Sitzplatzkarten für die Osttribüne.
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Wer zwei Karten für das Heimspiel des SC Freiburg gewinnen möchte, beantwortet die folgende Gewinnspielfrage und ruft ab heute, Mittwoch, 25. März bis Sonntag, 29. März, 24 Uhr unter 01 37/ 9 37 95 69 (0,50 € pro Anruf aus dem Dt. Festnetz/Mobilfunk) an, nennt das Stichwort „Badenova“ und die richtige Antwort. Teilnahme ab 18 Jahren. Ein Gewinnspiel von: Freiburger Wochenbericht Verlags GmbH, Lörracher Str. 3, 79115 Freiburg. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!
Gewinnspielfrage:
Wie lautet das Endergebnis des bis dato höchsten Freiburger Heimsieges gegen den FC Bayern? A) 2:1 B) 3:1 C) 5:1
Teilnahmebedingungen Gewinnspiel SC Freiburg Ticketverlosung mit badenova
1.Veranstalter:
1.1 Veranstalter des Gewinnspiels ist die Freiburger Wochenbericht Verlags GmbH, Lörracher Str. 3, 79115 Freiburg, im Folgenden als Freiburger Wochenbericht bezeichnet.
1.2 Mit der Teilnahme erklärt sich der Gewinnspielteilnehmer mit der Geltung der Teilnahmebedingungen sowie den Datenschutzbedingungen einverstanden.
2. Teilnahme:
2.1 Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, muss die Gewinnspielfrage: Wie lautet das Endergebnis des bis dato höchsten Freiburger Heimsieges gegen den FC Bayern? A) 2:1 B) 3:1 C) 5:1 beantwortet werden.
2.2 Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, müssen Teilnehmer unter der kostenpflichtigen Telefon-Hotline (0,50 Cent pro Anruf aus dem Dt. Festnetz/Mobilfunk) mit der Rufnummer 01 37/ 9 37 95 69 anrufen und am Telefon das Stichwort „badenova“ und die richtige Antwort auf die Gewinnspielfrage nennen.
2.3 Das Gewinnspiel endet mit Ablauf des 29.3.2026 (nachfolgend „Aktionszeitraum“ genannt).
2.4 Als Gewinn verlost der Freiburger Wochenbericht 1 x 2 Sitzplatz-Eintrittskarten für das Bundesliga-Heimspiel des SC Freiburg gegen den FC Bayern München am Samstag, 4. April 2026 um 15.30 Uhr im Europa-Park Stadion in Freiburg.
3. Teilnahmeberechtigung:
3.1 Teilnahmeberechtigt ist nur, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat und seinen ständigen Wohnsitz in Deutschland hat.
3.2 Nicht teilnahmeberechtigt am Gewinnspiel sind alle an der Konzeption und Umsetzung des Gewinnspiels beteiligten Personen, Mitarbeiter des Freiburger Wochenbericht sowie deren Angehörige.
4. Gewinnermittlung, Gewinnbenachrichtung und Gewinnverteilung:
4.1 Die Ermittlung der Gewinner erfolgt zeitnah nach Ablauf des Aktionszeitraum per Losverfahren.
4.2 Die Gewinner der Verlosung werden zeitnah telefonisch benachrichtigt.
4.3 Die Aushändigung des Gewinns erfolgt nach Beendigung des Gewinnspiels ausschließlich per E-Mail-Versand oder per Selbstabholung unter dieser Adresse: Freiburger Wochenbericht Verlags GmbH, Lörracher Straße 3, 79115 Freiburg. Für den Versand des Gewinns wird eine E-Mail Adresse benötigt. Eine Aushändigung des Gewinns auf dem Postweg ist nicht möglich.
5. Datenschutz:
5.1 Für die Teilnahme am Gewinnspiel ist die Angabe von persönlichen Daten notwendig. Alle Namen und Telefonnummern der Teilnehmenden werden erfasst und zur Gewinnermittlung gespeichert. Die Kontaktdaten, die vom Gewinner mitgeteilt werden, werden ausschließlich zur Versendung des Gewinnes genutzt und innerhalb eines Jahres gelöscht. Eine weitere Nutzung oder Weitergabe der Daten an Dritte findet nicht statt. Den Teilnehmenden stehen gesetzliche Auskunfts-, Änderungs- und Widerrufsrechte zu. Fragen oder Beanstandungen im Zusammenhang mit diesem Gewinnspiel sind an die im Impressum angegebenen Kontaktdaten des Veranstalters zu richten.
5.2 Die Gewinner sind damit einverstanden, im Falle eines Gewinns vom Freiburger Wochenbericht über den Umstand, gewonnen zu haben, informiert und entsprechend kontaktiert zu werden.
5.3 Sofern der Gewinner dem zustimmt, besteht im Falle eines Gewinns die Möglichkeit, dass ein vom Gewinner erstelltes Foto (Selfie) des Gewinners unter Angabe seines Namens in der gedruckten Ausgabe und in der Online-Ausgabe des Freiburger Wochenbericht veröffentlicht wird – ein Anspruch hierauf besteht jedoch nicht und die Entscheidung darüber liegt im Ermessen des Freiburger Wochenbericht.
6. Rechtsweg:
6.1 Das Gewinnspiel des Betreibers unterliegt ausschließlich dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Im Eingangsbereich der Rathausgasse am Rotteckring wurde das neue Pflaster bereits verlegt. Foto: Bamberger
Seit gut zwei Monaten läuft die umfangreiche Sanierung der Rathausgasse: neues Pflaster, mehr Bäume und Bächle sowie eine Fassadenbegrünung sollen die Einkaufsstraße deutlich schöner machen. Allerdings soll erst im Oktober 2027 alles fertig sein. Für die betroffenen Händler ist die Dauerbaustelle eine Herausforderung: Sie freuen sich auf das Ergebnis, merken aber auch einen Frequenzrückgang.
„Bis jetzt läuft es einigermaßen, wir spüren das, aber müssen da halt durch“, so Bernd Ramsperger von der ansässigen Messerschmiede. Er berichtet von rund 25 Prozent weniger Kundschaft seit Beginn der Arbeiten. Der Baulärm sei eine Herausforderung, „wenn der Saugbagger läuft, kann man das Geschäft eigentlich zumachen“, so Ramsperger. Er hofft, dass es etwas ruhiger wird, wenn die Baustelle weiterzieht, „wir versuchen trotzdem positiv zu bleiben, das Ergebnis wird bestimmt schön.“ Im Moment sei das Wichtigste: „Die Baustelle muss so schnell wie möglich fertig werden, dafür sollte möglichst auch immer samstags gearbeitet werden“, sagt er.
Generell sei die Erreichbarkeit der Innenstadt ein großes Thema: Diese würde momentan beispielsweise auch durch die Baustelle für den Fernwärmeausbau in der Merianstraße erschwert. „Ich würde mir wünschen, dass man die Erreichbarkeit der Innenstadt generell verbessert, da gibt es viel Potenzial“, betont Ramsperger.
Auch beim „Juwelier Seilnacht“ ist die Frequenz „etwas niedriger“, so Geschäftsführer Alexander Lewalter, „aber wir haben zum Glück viele Stammkunden, die den Weg zu uns trotzdem finden.“ Für rund 1,3 Millionen Euro wird die Rathausgasse umfassend erneuert, gestartet wurde Mitte Januar im vorderen Teil der Gasse, angrenzend an den Rotteckring. Parallel begann das GuT mit den Pflasterarbeiten auf dem Gehweg jenseits des Bächles. So geht es Abschnitt für Abschnitt weiter in Richtung Rathausplatz.
Bisher läuft es wie geplant: „Der erste Bauabschnitt liegt im Zeitplan und wird noch im März fertiggestellt“, betont Rathaus-Sprecher Kolja Mälicke. Im zweiten, der im April beginnt, verlegt die Badenova Leitungen. Dann sollen die Einschränkungen durch die Baustelle weniger werden. Für Fußgänger ist die Rathausgasse jederzeit passierbar. Mit dem Auto ist jedoch keine Durchfahrt möglich. Während des Weihnachtsgeschäfts 2026 pausieren die Arbeiten für zwei Monate. Mit den Händlern sei man in einem „guten und konstruktiven Austausch. Der Start einer Baustelle ist für alle Betroffenen am Anfang immer schwierig. Im Eingangsbereich der Rathausgasse ist schon eine eindeutige Verbesserung zu sehen. Sowas sorgt dann auch für Akzeptanz für die unumgänglichen Nebenwirkungen der Baustelle“, so Kolja Mälicke.
Verschönert wird die Gasse nicht nur durch neue barrierefreie, abgeschliffene Naturstein-Pflaster, sondern auch durch zwei neue Bäume, eine Fassadenbegrünung und die Verlängerung des Bächles bis zum Rotteckring. „Wir freuen uns auf das Ergebnis, eine optische Auffrischung ist notwendig, es wird bestimmt ein schönes, idyllisches Gässchen mit der Begrünung“ so Alexander Lewalter. Optimistisch stimmt ihn auch, dass sich in Bezug auf neue Geschäfte und Gastronomie etwas tut. Beispielsweise beim Kleinen Meyerhof: Der soll 2027 nach einer Totalsanierung wiedereröffnen – unter der Leitung von Familie Wittmann, die den Großen Meyerhof führt. Auch für ihn ist es entscheidend, dass es möglichst zügig vorangeht: „Wir hoffen natürlich, dass der Zeitplan eingehalten werden kann, vielleicht geht es ja sogar etwas schneller.“
Unschlagbar soll die Festivalstimmung auch dieses Jahr wieder auf dem ZMF sein – ein hochkarätiges Programm liegt vor. Foto: Klaus Polkowski
Mit großen Schritten geht es auch in Freiburg auf den Festivalsommer zu. Bei der alljährlichen Pressekonferenz am vergangenen Dienstag gaben die Veranstalter Einblicke in das Programm. Zwei Acts sind schon ausverkauft.
Das ZMF ist „ein Flaggschiff der Festivallandschaft“ in Europa: Vom 15. Juli bis 2. August findet es zum 42. Mal statt. Das Programm ist fast komplett und wartet mit Größen wie Sportfreunde Stiller (24. Juli), Katie Melua (17. Juli) und Dota (16. Juli), aber auch Newcomern auf.
Vor dem ZMF liegt ein Generationenwechsel, so Geschäftsführerin Hanna Teepe. So übergibt das bisherige Trio aus Dieter Pfaff, Alexander Heisler und Andreas Schnitzler den Staffelstab an die nächste Generation: In Zukunft werden die Geschwister Emily und Max Heißler sowie Benjamin und Caroline Schnitzler die Geschicke gemeinsam mit Teepe leiten. „Wir sind auf dem ZMF-Gelände groß geworden und kennen das Festival“, so Benjamin Schnitzler.
Umso freudiger konnte das Team am vergangenen Dienstag das Programm präsentieren: Neu bestätigt wurden Razorlight am 27. Juli im Zirkuszelt, Christian Löffler am 18. Juli im Badische-Zeitung-Zelt sowie Singer-Songwriter KAMRAD aus Wuppertal (31. Juli). Auch Burning Speal am 15. Juli ist recht neu im Programm, der Vorverkauf läuft hier schon. Bereits ausverkauft sind Sportfreunde Stiller und Meute. Mit dem BZ-Singalong startet am 14. Juli der Festivalvorabend. Im Zirkuszelt ist am 16. Juli der junge Newcomer Berq zu sehen. Obwohl sich der Termin mit dem WM-Endspiel überschneidet, läuft auch der Vorverkauf zu LABRASSBANDA laut der Organisatoren bereits sehr gut. Tommy Emmanuel steht am 21. Juli im Zirkuszelt auf der Bühne, während am Tag drauf Alin Coen auftritt.
Mit Itchy kommt am 24. Juli eine Band ins Badische-Zeitung-Zelt, mit dem die Veranstalter die Punkszene in Freiburg ansprechen wollen. Auch das Kinderprogramm ist wieder abwechslungsreich: So gibt die Band Zweierpasch am 30. Juli ein Familienkonzert. Am 1. August spielt das Theater Lanzelot „Der kleine Rabe Socke“ im Badische-Zeitung-Zelt, die Freiburger Puppenbühne kommt am 23. Juli mit dem Stück „Kasper und die gestohlene Kuckucksuhr“ ins Badische-Zeitung-Zelt.
Auch für Klassik ist Platz: Der ZMF-Ehrenpreis geht am 19. Juli an das Quartett „Spark“, das an diesem Abend gemeinsam mit Tabea Kind auf der Bühne steht. Das Britpop Orchestral spielt am 22. Juli gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg Werke von Damon Albarn, Jonny Greenwood und mehr. Am 26. Juli kommt das Freiburger Akkordeon Orchester zum ZMF.
Bei den eintrittsfreien Action-Specials, bei denen das ZMF laut Hanna Teepe vor allem Newcomer unterstützen möchte, steht am 24. Juli ein geheimer Rap-Act auf dem Programm.
Zum Start in die Sommersaison wird der neue Themenbereich Monaco eröffnet. Foto: Europa-Park
Neben Achterbahnspaß, zahlreichen Attraktionen und mitreißenden Shows dürfen sich die Besucher ab 28. März auf folgende Neuheiten freuen: Künftig glänzt das Fürstentum Monaco als 18. europäischer Themenbereich im Europa-Park. Inspiriert vom mediterranen Flair erleben Gäste rund um die Achterbahn „Silver Star“ das Land mit prachtvoller Architektur, edlen Yachthäfen und kulinarischen Highlights.
Mit „Sallys Café“ eröffnet die bekannte Food-Creatorin Sally ihr erstes eigenes Café – und das direkt im Blue Fire Dome. Gäste können sich dort auf frisch gebackenen Kuchen, Kaffeespezialitäten und mehr freuen. Und im „Magic Cinema 4D“ wird es spritzig: Snorri, das Maskottchen der Wasserwelt Rulantica, feiert sein Leinwanddebüt. Mehr dazu in der kommenden Ausgabe des Wochenberichts mit Freikarten-Verlosung für den Park.
Die Reisedoku „Same Sun – Mit dem Fahrrad durch Afrika“ zeigt Wiebke Lühmanns abenteuerliche Reise auf dem Rad voller Höhen und Tiefen von Freiburg bis zum Kap der Guten Hoffnung. Foto: Fabienne Engel
„Weit“ von Patrick Allgaier und Gwendolin Weisser der nächste Kinohit aus Freiburg werden. „Same Sun – Mit dem Fahrrad durch Afrika“ erzählt Wiebke Lühmanns Reise von Freiburg bis zum Kap der Guten Hoffnung. Am 3. Oktober 2023 stieg sie auf ihr bepacktes Fahrrad und ließ ihr bisheriges Leben für ein großes Abenteuer hinter sich. 430 Tage war sie unterwegs: die Reise führte über 20.000 Kilometer durch 22 Länder voller Extreme und Herausforderungen, von Sahara-Stürmen über Hitze bis hin zu technischen Problemen.
Der Film zeigt eine Zeit voller Begegnungen, Weite, Zweifel und Veränderung. „Es geht um die Suche nach Unabhängigkeit und Freiheit, um Zweifel und Stärke, darum, dass man sich ins Unbekannte stürzen kann und trotzdem nicht alles alleine schaffen muss. Denn wir sind alle verbunden und nah beieinander. Wir leben alle unter derselben Sonne, deshalb auch der Titel des Films. Der ist authentisch und ehrlich und ich hoffe, ich kann andere inspirieren, etwas zu wagen“, erklärt Wiebke Lühmann.
„Ein krasses Gefühl“
Für den Film hat Fotografin und Filmemacherin Fabienne Engel sie 45 Tage lang mit ihrer Kamera auf der Reise begleitet, „den Rest habe ich selbst gefilmt. Es gab einige Herausforderungen und wir wussten nicht, ob das klappt.“ Der hat es nun wirklich auf die große Leinwand geschafft: „Das ist ein krasses Gefühl, einfach überwältigend und gleichzeitig surreal“, so die Freiburgerin.
Bei gleich drei Premieren im Friedrichsbau-Kino ist die Freiburgerin beim Filmgespräch dabei. Für die Vorstellungen am Freitag- und Samstagabend, jeweils 20.15 Uhr, gibt es noch wenige Tickets. Weitere Infos unter same-sun-film.com und www.friedrichsbau-kino.de.
Auf einer Kinotour ist sie in ganz Deutschland unterwegs, aber „die Premieren in Freiburg mit Familie und Freunden sind für mich etwas sehr, sehr Besonderes, da bin ich noch etwas aufgeregter als sonst. Ich freue mich aber auf den Austausch mit dem Publikum vor und nach dem Film.“ Ihre Erlebnisse hat sie bereits in dem sehr persönlichen Buch „Immer Richtung Süden“ veröffentlicht – das diente als Drehbuch für den Kinofilm.
Und wie geht es nun weiter? „Ich genieße es, wieder in Freiburg anzukommen“, sagt sie. Dieses Jahr konzentriert sie sich auf die Kinotour, aber ein neues Rad-Abenteuer hat sie schon im Kopf. „Die ostafrikanische Küste reizt mich sehr“, so Wiebke Lühmann.
Die Dietenbach-Baustelle mit den Auen am rechten Bildrand. Foto: Maximo-Hans Musielik
Beim ersten von mehreren geplanten Dietenbach-Spaziergängen gaben die städtischen Planer Einblicke in den Baufortschritt des neuen Stadtteils. Vor allem zur Verkehrsführung stellten die Teilnehmer viele Fragen.
Rund einen Monat nach dem Vermarktungsstart lud die Stadtverwaltung zu einem Info-Spaziergang ins Dietenbach-Gebiet ein. Dort, wo eines Tages rund 16.000 Menschen in 6.900 Wohnungen leben und 1.700 Schüler den neuen Schulcampus besuchen sollen, ist heute noch viel Fantasie gefordert, um sich all das vorzustellen. Zum Beispiel der Quartiersplatz des ersten Bauabschnitts mit dem Quartiershaus in Holzbauweise und der daran angegliedeten Kita: „Das hier wird der Nukleus. Von hier wird sich das soziale und kulturelle Leben entwickeln“, sagt Mario Pfau, Leiter der Projektgruppe Dietenbach, in die Runde der Zuhörer.
Das Interesse der Bürger am neuen Stadtteil sei groß, so die Stadtverwaltung. Zur Auftaktveranstaltung für den Vermarktungsstart Ende Februar seien über 300 Menschen gekommen. „Wir brauchen aber Menschen, die nicht nur mitspazieren, sondern die mitbauen“, sagt Oberbürgermeister Martin Horn. Auch die rund 15 Teilnehmer, darunter ein, zwei Bauwillige, stellen fleißig Fragen. Zum Beispiel, ob die Verlängerung der Straßenbahntrasse nach Lehen vom Tisch sei? Pfau sagt, es gebe eine Vorhaltetrasse dafür, geplant sei die Verlängerung aber derzeit nicht. Auch wie viele Stellplätze es im neuen Stadtteil geben werde, fragt ein Teilnehmer. Gemäß dem geplanten Stellplatzschlüssel von 0,5 pro Wohnung seien es 3.500. Tatsächlich, so Mario Pfau, werden es aber insgesamt 4.300 Stellplätze, damit auch Gewerbetreibende, Handwerker, Pflegekräfte oder Carsharing-Nutzer parken könnten. Dauerhaft geht das aber nur in einer der zwölf Quartiersgaragen. „Im Straßenraum selbst wird man nur kurz halten dürfen, etwa zum Be- und Entladen“, so Pfau.
Noch lassen sich die künftigen Straßen, Plätze und Wege allenfalls erahnen. Die Besucher des Spaziergangs bewegen sich auf rund zwei Meter hohen Dämmen, deren Aufschüttung wegen des Grundwassers notwendig ist. Auch an den Dietenbach-Auen führt der Rundgang entlang, eines von mehreren Naherholungsgebieten mit dem namensgebenden Bach des Stadtteils. „Es wird aber nicht so sein, dass man dort an allen Stellen an den Bach kommen kann. Der Grund dafür ist der Gewässerschutz“, sagt Pfau. Das Konzept hierfür werde aktuell erstellt.
Bis die ersten Bewohner in den neuen Stadtteil ziehen werden, vergeht noch etwas Zeit. 2028 soll der Häuserbau beginnen. Wichtige Gebäude wie der Schulcampus, dessen Baustart für Anfang 2027 vorgesehen ist, starten gleichwohl schon davor. Es wird also noch viel zu sehen geben bei den kommenden Spaziergängen (der nächste Termin findet am 12. Mai statt – Anmeldung unter freiburg.de/dietenbach).
Projektleiter Mario Pfau erläutert das Bauvorhaben bei einem Rundgang. Foto: Joers
Lorenz Hart (Ethan Hawke) trifft überraschend seinen Schützling, die 20-jährige Studentin Elisabeth (Margaret Qualley) wieder. Foto: Sony Pictures
Im Mittelpunkt des Films steht der legendäre Songwriters Lorenz Hart (Ethan Hawke). Während der Premierenfeier des Musicals seines ehemaligen Partners gerät sein Leben ins Wanken – der Abend voller Emotionen wird zu einem Wendepunkt.
Lorenz Hart (Ethan Hawke, „Boyhood“), ein Sohn deutsch-jüdischer Immigranten in New York, schrieb in den 1920er-Jahren gemeinsam mit dem Komponisten Richard Rodgers als Liedertexter Songs für große Broadwayproduktionen und ging mit Werken wie „Blue Moon“ und „My Funny Valentine“ in die Musikgeschichte ein. Während sein ehemaliger Partner Rodgers einen großen Erfolg mit dem Musical „Oklahoma!“ feiert, gerät Harts berufliches und privates Leben während der Premierenfeier ins Wanken. Mit einer Vielzahl an Schriftstellern, Schauspielern, Musikern, Freunden und Protegés – eine Parade der Berühmten und derer, die es werden wollen – werden über 100 Minuten in Echtzeit die Ereignisse in der Bar Sardi’s am Abend des 31. März 1943 geschildert. Das Ergebnis ist eine Betrachtung über Freundschaft, Kunst und Liebe: Am Ende dieses Abends wird Hart einer Welt, die sich durch den Krieg unwiderruflich verändert hat, und der scheinbaren Unmöglichkeit der Liebe ins Auge gesehen haben.
Dem fünffach Oscar-nominierten Regisseur Richard Linklater („Before Midnight“) gelingt es mit seinem Talent fürs Komödiantische, die Ereignisse dieses einzigartigen Abends perfekt einzufangen. Das Drehbuch stammt von Robert Kaplow und wurde für einen Oscar in der Kategorie „Bestes Originaldrehbuch“ nominiert.
In weiteren Rollen sind Andrew Scott („All of Us Strangers“), Bobby Cannavale („Boardwalk Empire“) und Margaret Qualley („The Substance“) zu sehen.