Freiburger Jubel auf europäisch: Das Tor zum 3:0-Endstand erzielte Matthias Ginter. Foto: Detlef Berger
Der SC Freiburg hat seine Viertelfinale-Premiere in der Europa League mit einem verdienten Sieg gekrönt. Die Tore beim 3:0 (2:0) gegen Celta Vigo erzielten Vincenzo Grifo, Niklas Beste und Matthias Ginter.
Gegen die als auswärtsstark geltenden Galizier gab sich der Sport-Club von Anfang an keine Blöße. Vor 32.600 Zuschauern im Europa–Park Stadion schnürte Freiburg die Gäste mit viel Offensivdruck früh ein. Vincenzo Grifo brachte den SC dann durch einen schönen Schlenzer von der Strafraumkante in Führung (10. Minute).
Das griffige Spiel der Hausherren ließ danach zwar etwas nach, doch Freiburg ließ defensiv nie wirklich etwas anbrennen. Das 2:0 in der 32. Minute war die Folge: Igor Matanovic legte am Fünfmeterraum quer auf Niklas Beste, der ins Tor traf. Kurz darauf war Manzambi im Pech: seinem Schuss war das Aluminium im Weg (34.). Mit einer verdienten 2:0-Führung ging es in die Pause.
Im zweiten Durchgang blieb die Schuster-Elf weiter gefährlich. Der SC, der sich äußerst zweikampfstark präsentierte, bot den Gästen aus Spanien kaum Raum zur Entfaltung. Yuito hatte in der 63. Minute das 3:0 auf dem Fuß, wurde aber kurz vor dem Torschuss fair vom Ball getrennt.
In der 78. Minute fiel das 3:0 dann doch: Bei einer Ecke von Niklas Beste war Matthias Ginter zur Stelle und überwand Gäste-Torwart Ionut Radu dank eines platzierten Kopfballs. In der 88. Minute setzte auch noch der eingewechselte Lucas Höler einen Schuss an den Pfosten des Gästetores.
Der deutliche Sieg bedeutet für den SC eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel am 16. April (18.45 Uhr) bei Celta Vigo. „Es ist ein erster Schritt, nicht mehr und nicht weniger“, warnte Freiburgs Cheftrainer Julian Schuster dennoch.
Die Oberbürgermeister-Wahl am 26. April in Freiburg rückt näher. Wann sind wo gemeinsame Auftritte von OB-Kandidierenden geplant? Wann gibt es welche Livestreams? Wir zeigen die wichtigsten Termine.
Kandidaten im Konzerthaus
Die Stadt Freiburg lädt am Mittwoch, 15. April, von 19.30 Uhr an (Einlass ab 19 Uhr) zur öffentlichen Vorstellung der Kandidierenden im Konzerthaus Freiburg ein. An dem Abend stellen sich die Kandidierenden persönlich vor. Anschließend findet eine Fragerunde statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auf freiburg.de und auf www.infreiburgzuhause.de wird es außerdem einen Livestream der Veranstaltung geben.
OB-Wahlarena – keine Plätze mehr, aber Livestream
Am Montag, 13. April, um 19 Uhr gibt es im Bürgerhaus Seepark eine Wahlarena zur Oberbürgermeisterwahl. Alle Tickets für die kostenlose Veranstaltung von BZ, SWR und der Landeszentrale für politische Bildung sind bereits vergeben. Es wird aber ein Livestream angeboten (den Link gibt’s hier, sobald er feststeht). Bei der Podiumsdiskussion stellen sich die Kandidierenden in mehreren Runden persönlichen und politischen Fragen.
„Dialog statt Duell“ mit Stein und Horn
Das offene Bündnis Friedensstadt Freiburg veranstaltet am Donnerstag, 9. April, von 19 bis 20.30 Uhr im DGB Haus (Friedrichstraße 41–43) ein moderiertes Gespräch „Dialog statt Duell“ mit den beiden OB-Kandidierenden Martin Horn und Monika Stein. Moderiert wird die Veranstaltung von Barbara Schramkowski und Greta Waltenberg, die Begrüßung spricht Jürgen Grässlin.
Podiumsdiskussion zu Klimaschutz in Freiburg
Am Montag, 20. April 2026, 19 Uhr findet die Podiumsdiskussion „Klimaschutz in Freiburg“ in der Evangelischen Hochschule, Hörsaal im Gebäude B (Bugginger Straße 38) in Freiburg statt. Die OB-Kandidierenden Martin Horn, Monika Stein, Achim Wiehle und Dejan Mihajlović stellen sich den Fragen der Freiburger Klimagruppen.
Offenes Gespräch vor dem Theater Freiburg
Die BUNDjugend-Gruppe in Freiburg lädt am Samstag, 11. April von 14 – 16 Uhr vor dem Stadttheater am Platz der Alten Synagoge zu einem offenen Gespräch mit OB-Kandidierenden ein. Mit dabei sind die OB-Kandidaten Achim Wiehle, Dejan Mihajlović, Martin Horn, Monika Stein und Florian Braune.
Diskussion „Werte wählen“ (bereits ausgebucht)
Der Verein AllWeDo e.V lädt am Freitag, 17. April von 18:30 bis 20:30 Uhr in der Weiherhofschule zu einem Podiumsgespräch zum Thema „Werte Wählen“. Zugesagt haben Martin Horn, Monika Stein, Dejan Mihajlović, Florian Braune und Achim Wiehle. Die kostenlose Veranstaltung war binnen weniger Tage komplett ausgebucht. Restplätze, falls reservierte Plätze freibleiben sollten, werden vor Ort vergeben.
„Heiße Kautsch“ in Weingarten
Am Mittwoch, 22. April, 18 Uhr im Mehrgenerationenhaus EBW Freiburg (Sulzburger Straße 18) bietet das die Podiumsdiskussion „Heiße Kautsch“ den Menschen im Stadtteil Weingarten eine Möglichkeit, sich zu den anstehenden Wahlen zu informieren. Eingeladen sind die Kandidierenden der OB-Wahl.
Katharina Schirmbeck ist jetzt FWTM-Geschäftsführerin. Foto: Oliver Frank / TPO SPO
Am 1. April hat Katharina Schirmbeck die Geschäftsführung der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) übernommen.
Die 43-jährige Managerin verantwortet die Bereiche Tourismus & Innenstadt, Märkte & Events, Marketing & Kommunikation sowie Gebäudemanagement & IT. Gemeinsam mit Geschäftsführer Jens Mohrmann, der die Bereiche Wirtschaftsförderung, Messe, Konzerthaus & Historisches Kaufhaus, The Smarter E sowie Administration leitet, bildet sie die neue Doppelspitze der FWTM. Schirmbeck kommt aus St. Peter-Ording, wo sie als Tourismusdirektorin die strategische Weiterentwicklung der Destination sowie das Marketing, das Veranstaltungswesen und die Digitalisierungsstrategie verantwortete.
Krankheiten rechtzeitig zu erkennen ist wichtig – auch bei den Augen, um das Sehvermögen zu bewahren. Die Uniklinik lädt zu einem Infoabend ein. Foto: Adobe.Stock
Sehvermögen bewahren – das geht nur, wenn man Augenkrankheiten früh erkennt. Die Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg informiert am 14. April über Makuladegeneration und Grünen Star und gibt praktische Tipps zur Vorsorge und Behandlung.
Die Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg lädt am Dienstag, 14. April, von 18 bis 19 Uhr zu einem öffentlichen Informationsabend zum Thema Augengesundheit ein. Die Veranstaltung findet im Hörsaal der Killianstraße 5 in Freiburg statt. Interessierte erhalten fachliche Informationen zu den häufigen Augenkrankheiten altersbedingte Makuladegeneration und Grüner Star (Glaukom).
Die Teilnahme ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im Anschluss an die Vorträge haben Besucherinnen die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an die Expertinnen der Klinik zu richten. „Viele Menschen bemerken krankhafte Veränderungen am Auge erst spät. Wer jedoch früh reagiert und regelmäßig zur Kontrolle geht, kann das Sehvermögen deutlich länger erhalten“, betont Thomas Reinhard, Ärztlicher Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg.
Die Veranstaltung gibt umfassende Einblicke in Vorsorgeuntersuchungen, Warnzeichen und Behandlungsmöglichkeiten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der minimalinvasiven Glaukomchirurgie, einschließlich der Implantation kleiner Stents zur Regulierung des Augeninnendrucks. Die Klinik deckt damit die gesamte Bandbreite der Glaukombehandlung ab – von ambulanten Eingriffen bis zu komplexen Operationen.
Ziel der Veranstaltung ist es, die Öffentlichkeit über frühe Anzeichen von Augenkrankheiten und effektive Präventionsmaßnahmen zu informieren und das Bewusstsein für die Bedeutung regelmäßiger Augenkontrollen zu stärken.
Gewinnspiel: Tickets für den SC Freiburg gewinnen mit dem Freiburger Wochenbericht und badenova. Foto: Detlef Berger
Fußballfans aufgepasst: Gewinnen Sie Eintrittskarten für das kommende Bundesliga-Heimspiel des SC Freiburg gegen den 1. FC Heidenheim am Sonntag, 19. April um 15.30 Uhr – denn auch in dieser Saison verlosen der Freiburger Wochenbericht und Badenova gemeinsam attraktive Tickets im Europa-Park Stadion. Zu gewinnen gibt es 1 x 2 Sitzplatzkarten für die Osttribüne.
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Wer zwei Karten für das Heimspiel des SC Freiburg gewinnen möchte, beantwortet die folgende Gewinnspielfrage und ruft ab heute, Mittwoch, 8. April bis Sonntag, 12. April, 24 Uhr unter 01 37/ 9 37 95 69 (0,50 € pro Anruf aus dem Dt. Festnetz/Mobilfunk) an, nennt das Stichwort „Badenova“ und die richtige Antwort. Teilnahme ab 18 Jahren. Ein Gewinnspiel von: Freiburger Wochenbericht Verlags GmbH, Lörracher Str. 3, 79115 Freiburg. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!
Gewinnspielfrage:
Welcher frühere Freiburger Spieler gehört dem aktuellen Kader des 1. FC Heidenheim am längsten an? A) Marvin Pieringer B) Eren Dinkci C) Jonas Föhrenbach
Teilnahmebedingungen Gewinnspiel SC Freiburg Ticketverlosung mit Badenova
1.Veranstalter:
1.1 Veranstalter des Gewinnspiels ist die Freiburger Wochenbericht Verlags GmbH, Lörracher Str. 3, 79115 Freiburg, im Folgenden als Freiburger Wochenbericht bezeichnet.
1.2 Mit der Teilnahme erklärt sich der Gewinnspielteilnehmer mit der Geltung der Teilnahmebedingungen sowie den Datenschutzbedingungen einverstanden.
2. Teilnahme:
2.1 Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, muss die Gewinnspielfrage: Welcher frühere Freiburger Spieler gehört dem aktuellen Kader des 1. FC Heidenheim am längsten an? A) Marvin Pieringer B) Eren Dinkci C) Jonas Föhrenbach beantwortet werden.
2.2 Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, müssen Teilnehmer unter der kostenpflichtigen Telefon-Hotline (0,50 Cent pro Anruf aus dem Dt. Festnetz/Mobilfunk) mit der Rufnummer 01 37/ 9 37 95 69 anrufen und am Telefon das Stichwort „badenova“ und die richtige Antwort auf die Gewinnspielfrage nennen.
2.3 Das Gewinnspiel endet mit Ablauf des 12.4.2026 (nachfolgend „Aktionszeitraum“ genannt).
2.4 Als Gewinn verlost der Freiburger Wochenbericht 1 x 2 Sitzplatz-Eintrittskarten für das Bundesliga-Heimspiel des SC Freiburg gegen den 1. FC Heidenheim am Sonntag, 19. April 2026 um 15.30 Uhr im Europa-Park Stadion in Freiburg.
3. Teilnahmeberechtigung:
3.1 Teilnahmeberechtigt ist nur, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat und seinen ständigen Wohnsitz in Deutschland hat.
3.2 Nicht teilnahmeberechtigt am Gewinnspiel sind alle an der Konzeption und Umsetzung des Gewinnspiels beteiligten Personen, Mitarbeiter des Freiburger Wochenbericht sowie deren Angehörige.
4. Gewinnermittlung, Gewinnbenachrichtung und Gewinnverteilung:
4.1 Die Ermittlung der Gewinner erfolgt zeitnah nach Ablauf des Aktionszeitraum per Losverfahren.
4.2 Die Gewinner der Verlosung werden zeitnah telefonisch benachrichtigt.
4.3 Die Aushändigung des Gewinns erfolgt nach Beendigung des Gewinnspiels ausschließlich per E-Mail-Versand oder per Selbstabholung unter dieser Adresse: Freiburger Wochenbericht Verlags GmbH, Lörracher Straße 3, 79115 Freiburg. Für den Versand des Gewinns wird eine E-Mail Adresse benötigt. Eine Aushändigung des Gewinns auf dem Postweg ist nicht möglich.
5. Datenschutz:
5.1 Für die Teilnahme am Gewinnspiel ist die Angabe von persönlichen Daten notwendig. Alle Namen und Telefonnummern der Teilnehmenden werden erfasst und zur Gewinnermittlung gespeichert. Die Kontaktdaten, die vom Gewinner mitgeteilt werden, werden ausschließlich zur Versendung des Gewinnes genutzt und innerhalb eines Jahres gelöscht. Eine weitere Nutzung oder Weitergabe der Daten an Dritte findet nicht statt. Den Teilnehmenden stehen gesetzliche Auskunfts-, Änderungs- und Widerrufsrechte zu. Fragen oder Beanstandungen im Zusammenhang mit diesem Gewinnspiel sind an die im Impressum angegebenen Kontaktdaten des Veranstalters zu richten.
5.2 Die Gewinner sind damit einverstanden, im Falle eines Gewinns vom Freiburger Wochenbericht über den Umstand, gewonnen zu haben, informiert und entsprechend kontaktiert zu werden.
5.3 Sofern der Gewinner dem zustimmt, besteht im Falle eines Gewinns die Möglichkeit, dass ein vom Gewinner erstelltes Foto (Selfie) des Gewinners unter Angabe seines Namens in der gedruckten Ausgabe und in der Online-Ausgabe des Freiburger Wochenbericht veröffentlicht wird – ein Anspruch hierauf besteht jedoch nicht und die Entscheidung darüber liegt im Ermessen des Freiburger Wochenbericht.
6. Rechtsweg:
6.1 Das Gewinnspiel des Betreibers unterliegt ausschließlich dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Von links: Klaus Döll, Sprecher Verwaltungsgericht Freiburg, Christoph Sennekamp, Präsident des Verwaltungsgerichts, Lisa Körner, Sprecherin Verwaltungsgericht Foto: Bernd Peters
Zunehmend sieht das Verwaltungsgericht Freiburg Kläger, die auf einen Anwalt verzichten und ihre rechtliche Argumentation durch KI erstellen lassen. Doch das führt oft zu Fehlern und am Ende zu enttäuschten Klägern.
Dass manche Kläger sich neuerdings vor einer Verhandlung ihre rechtlichen Argumente von KI-Programmen wie ChatGPT schreiben lassen, macht den Richtern am Verwaltungsgericht (VG) Freiburg zunehmend zu schaffen, wie Gerichtspräsident Christoph Sennekamp berichtet.
Konkrete Fallzahlen nannte der Jurist zwar nicht, durch die KI-Argumentationen der Kläger entstehe aber ein großer zusätzlicher Erklärungsbedarf: „Es kommen einfach zunehmend Menschen ohne Anwalt zu uns, die eine von ChatGPT erstellte falsche Rechtslage als Argumentationsgrundlage verwenden.“ Es mache Arbeit, die eigentlichen Rechtsverhältnisse „aufzudröseln“. Und es sorge bei den Klägern für Frust, wenn sie unverrichteter Dinge wieder abziehen müssten. „Aber eine Rechtsprechung, die irgendwie Pi mal Daumen erfolgt, ist eben nicht unsere Aufgabe“, so Sennekamp weiter. Jeder Fall werde vom Gericht einzeln betrachtet und entschieden.
Die Fehler seien zum Beispiel dadurch begründet, dass die Künstliche Intelligenz nicht auf Urteile und Urteilsbegründungen zurückgreifen könne, die in den entsprechenden Datenbanken nur gegen Gebühr erhältlich seien, so VG-Sprecherin Lisa Körner. Also setze die KI ihre Argumente aus frei verfügbaren Daten zusammen. Zum Beispiel aus Skripten von Jura-Studenten, die aber natürlich auch fehlerbehaftet seien.
Selbst Anwälte verlassen sich im Einzelfall auf die KI
Dazu passe die erschreckende Entwicklung, dass laut einer aktuellen Allensbach-Erhebung nahezu jeder zweite Deutsche mittlerweile der Ansicht sei, dass das, was Richter entscheiden, auch von ihm selbst entschieden werden könne. Der Vertrauensverlust vieler Menschen in die staatlichen Institutionen sei erschreckend. „Verboten ist das natürlich nicht“, so Christoph Sennekamp. Er wolle den KI-Einsatz auch grundsätzlich nicht verteufeln, beispielsweise gebe es beim Thema Datenauswertung interessante Pilotprojekte. Aber Recht und Gesetz seien „komplexe Angelegenheiten“. Wenn diese auf ein Weltbild träfen, das aus „einer festen Meinung und wenig Differenzierung“ bestehe, sei dies mithin problematisch. Es falle aber auch zunehmend auf, dass ausländische Kläger, die im Verfahren einen Übersetzer benötigten, mit juristisch gestochen scharf formulierten, aber inhaltlich falschen Schriftsätzen in die Verhandlung kämen, so VG-Sprecher Klaus Döll.
Schwerwiegender sei allerdings, dass auch Anwälte mittlerweile mit Schriftsätzen zur Verhandlung kämen, die von der KI verfasst worden seien, so Körner: „Ich habe hier schon Grundsatzurteile vorgelegt bekommen, die nicht auffindbar waren, weil sie einfach nicht existierten.“ Noch seien dies zwar Einzelfälle. Problematisch seien sie aber dennoch, so Christoph Sennekamp: „Anwälte sind Organe der Rechtspflege. Wenn sich das Phänomen der KI-Argumentationen dort häufen sollte, wird das ein Thema, das man mit der Anwaltskammer erörtern muss.“
Bilanz des VerwaltungsgerichtsFreiburg
Im vergangenen Jahr stiegen die Verfahrenseingänge um 43 Prozent auf rund 8.800 Fälle (2024: rd. 6.100). Besonders die Zahl der Klagen von abgelehnten Asylsuchenden stieg von rund 3.900 im Jahr 2024 auf zuletzt rund 6.400 stark an. Die Zahl der zu erledigenden Bestandsfälle stieg von rund 4.000 im Jahr 2024 auf knapp 6.400 im vergangenen Jahr an. Aber auch die Zahl der erledigten Verfahren stieg von rund 4.200 im Jahr 2024 auf rund 6.400 im vergangenen Jahr. Viel Arbeit machen dem Gericht die (in der Regel) erfolglosen Klagen gegen die GEZ-Gebühren sowie Verfahren, die gegen die Rückzahlung Corona-Hilfen gerichtet sind. Im laufenden Jahr befasst sich das Gericht aber auch mit Fällen von Impfskeptikern, die ihre schulpflichtigen Kinder nicht gegen Masern impfen lassen wollen, dem Streit um die Verringerung der Parkräume in der Freiburger Wiehre und der Anfechtung der Bürgermeisterwahl in Staufen.
Am 27. Juli kehrt die britische Indie-Rock Band Razorlight nach 15 Jahren auf die Zirkuszelt-Bühne des ZMF zurück. Foto: Charles Henri Belleville
Die Cumbia-Punk-Band Son Rompe Pera und die britische Indie-Rock-Band Razorlight wurden als weitere Acts für das ZMF bestätigt. Auch das afro-kubanische Orchester der Buena Vista All Stars tritt beim Festival auf.
Die aus Mexiko stammende Band Son Rompe Pera verbindet virtuoses Marimba-Spiel mit energiegeladenem Cumbia-Punk. Am 17. Juli begeistert sie mit einer Fusion aus Rock, Cumbia und Straßenkultur das ZMF-Publikum. Ihre mitreißenden Shows mischen Klassiker aus Mexiko, Peru und Kolumbien mit eigenen Songs und unerwarteten Covers – stets roh, tanzbar und absolut authentisch.
Am 27. Juli kehrt die britische Indie-Rock-Band Razorlight nach 15 Jahren auf die Zirkuszelt-Bühne des ZMF zurück. Bekannt für weltweit erfolgreiche Hits wie America oder Wire to Wire und mit lässig-charmanter Rock-Attitüde, prägte die Band maßgeblich die Welle der 2000er, die Gitarrenmusik zurück in den Mainstream und in die Clubs brachte. Die Indie-Gruppe um Frontmann Johnny Borrell schafft eine Live-Atmosphäre, die sofort mitreißt. 2024 veröffentlichte Razorlight in ihrer ursprünglichen Konstellation ein neues Album, mit dem sie diesen Sommer das Freiburger Publikum begeistern werden.
Ob auf den Straßen Havannas oder in den besten Konzerthallen der Welt, die Buena Vista All Stars laden ihr Publikum ein, eine Reise durch Musik, Geschichte und das kubanische Lebensgefühl anzutreten. Am 30. Juli bietet das Orchester ein authentisches und zugleich zeitgemäßes Erlebnis afro-kubanischer Musik im ZMF-Zirkuszelt. Tickets unter www.zmf.de.
Der Mond steht im Mittelpunkt des Konzerts. Foto: stock.adobe.com
Zu einem Konzert im Mondschein lädt das Freiburger Planetarium, Bismarckallee 7g, am Donnerstag, 16. April, um 19.30 Uhr ein. Unter dem Titel „An den Mond“ ist ein kurzweiliges Programm geboten, das vom Kunstlied über Oper und Chanson bis hin zum Broadway-Musical reicht.
Der Mond als Sehnsuchtsort hat nicht nur das romantische Lied geprägt. In allen Zeiten und Ländern hat er Komponisten inspiriert und vom verklärten Stern bis zur Mondfahrt Eingang in die Musik und Literatur gefunden. Die Sopranistin Inga Schaefer und der Pianist Christian Nagel bringen einige dieser musikalischen Glanzlichter von Schumann, Brahms, Debussy, Gershwin und Bernstein auf die Bühne. Außerdem überraschen sie mit einer Uraufführung. Thematisch passende Gedichte, unter anderem von Christian Morgenstern oder Else Lasker-Schüler, ergänzen die Musik. Das Publikum kann den Mond derweil von allen Seiten betrachten, während er über den Köpfen ruhig durch die Kuppel des Planetariums wandert.
Der Eintritt zum Konzert kostet regulär 24 Euro, ermäßigt 18 Euro. Ticketreservierung und weitere Infos unter 0761/3890630 und auf www.planetarium-freiburg.de.
Dieses Storchenpaar auf dem Mundenhof hat bereits ein Nest bezogen. Foto: Gustav Bickel
Es klappert wieder auf dem Mundenhof und den Kirchtürmen in den Freiburger Ortsteilen. Bereits seit Februar sind die Weißstörche aus ihren Winterquartieren zurück und beziehen ihre Nester. Dabei geht es nicht immer friedlich zu.
Die Ehrenamtlichen des Vereins Weißstorch-Breisgau e.V. haben im Vorjahr 44 Nester auf Freiburger Stadtgebiet zwischen Ebnet, St. Georgen, Munzingen und Hochdorf gezählt. Und die seien auch inzwischen bis auf wenige Ausnahmen alle wieder belegt, berichtet Vorsitzender Gustav Bickel, der in Freiburg-Opfingen lebt.
Doch ob die jetzigen Nestinhaber auch auf ihrem Nest bleiben können, ist keineswegs sicher. „Es finden Nestkämpfe statt.“ Dabei geht es mit spitzem Schnabel ordentlich zur Sache, denn die besten Nester, bevorzugt hoch oben, beispielsweise auf einem Kirchturm, sind heiß begehrt. Bickel hat einen Kampf, der für einen der beteiligten Störche sogar tödlich endete, noch eindrücklich in Erinnerung.
Nicht nur beim Hoheitsrecht über das Storchennest, sondern auch beim Zusammenfinden der Paare gibt es noch Änderungen. Störche seien ihrem Nest deutlich treuer als ihrem Partner, sagt Bickel. Wenn ein Storch etwas verspätet in der Brutregion ankommt, kann es durchaus sein, dass der Vorjahrespartner bereits mit einem anderen Storch auf dem Nest sitzt.
Gustav Bickel vom Verein Weißstorch-Breisgau bereitet das Nest auf dem Kirchturm in Munzingen vor. Foto: Gustav Bickel
Auch wenn die Störche hohe Nistplätze, die ihnen einen guten Blick auf das Futterangebot, Feinde und Konkurrenz erlauben, bevorzugen, beziehen sie manchmal aber auch gezielt niedrigere Nistplätze. So beispielsweise auf dem Mundenhof, wo einem Storchenpaar ein Kletterbaum, der eigentlich für Kinder gedacht war, gefiel. Der Freiburger Tierpark beherbergt seit etlichen Jahren mit 30 Storchennestern eine regelrechte Storchenkolonie. Manchmal würden auch denkbar ungeeignete Orte wie betriebene Schornsteine oder Strommasten von Störchen als Nistplatz auserkoren, sagt Bickel. Der Verein ist dankbar, wenn Bürger ihnen neu hinzugekommene Nester melden. Nicht nur für die Statistik, sondern auch, um bei ungeeigneten Nistplätzen beraten zu können.
In den vergangenen Jahren konnten die ehrenamtlichen Storchenbetreuer des Vereins in ihrem Gebiet zwischen Markgräflerland und Ortenau eine stetige Zunahme der Brutpaare beobachten. Während 2000 gerade einmal 18 Storchenpaare gezählt wurden, waren es 2014 bereits 90. Im vergangenen Jahr zählten sie 237 Brutpaare. Doch dieses Frühjahr scheint das exponentielle Wachstum der hiesigen Storchenpopulation gestoppt zu sein. Grund dafür könnte die Vogelgrippe sein, der im vergangenen Herbst viele Störche in ihren Winterquartieren in Spanien zum Opfer gefallen sind.
Viele Weißstorchpaare in Freiburg sind bereits fleißig am Brüten. Mit dem Schlüpfen der Jungtiere kann voraussichtlich ab Ende April gerechnet werden.
Freiburg wählt am 26. April – wohin geht die politische Reise? Foto: Michael Bamberger
Rund 175.000 Freiburgerinnen und Freiburger sind am 26. April aufgerufen eine neuen Oberbürgermeister zu wählen. Neun Kandidaten stellen sich zur Wahl. Der Wahlkampf verläuft bislang respektvoll, aber intensiv. Der Freiburger Politikwissenschaftler Ulrich Eith erklärt im Kurzinterview, warum die hohe Kandidatenzahl eine Stichwahl wahrscheinlich macht.
Bisher wirkt das Geschehen im Wahlkampf verhalten. Scharfe Attacken der Kontrahenten untereinander sind bislang ausgeblieben. Wie schätzen Sie das ein?
Ulrich Eith: Alle Kandidierenden versuchen natürlich, ihre Vorstellungen ins richtige Licht zu rücken. Es finden zudem zahlreiche Veranstaltungen statt, die auch gut besucht sind. Insofern ist durchaus ein richtiger Wahlkampf zu beobachten. Dass die Kandidierenden respektvoll miteinander umgehen, heißt nicht, dass es keinen intensiven Wahlkampf gibt.
Gibt es aus Ihrer Sicht eine Wechselstimmung bei dieser Wahl?
Eith: Im Unterschied zur letzten OB-Wahl kann ich bei dieser Wahl keine ausgeprägte Wechselstimmung wahrnehmen. Aber die hohe Anzahl an Kandidierenden, die teilweise sehr bekannt sind, führt dazu, dass ein zweiter Wahlgang durchaus möglich ist.
Welche Rolle wird die Wahlbeteiligung bei der Wahl am 26. April spielen?
Eith: In der Vergangenheit hatten wir bei OB-Wahlen immer eine ganz gute Wahlbeteiligung. Alle, die den amtierenden OB herausfordern, werden ihre Wählerpotenziale mobilisieren. Auch diejenigen, die sich für eine weitere Amtsperiode von Amtsinhaber Martin Horn einsetzen, werden in dieser Situation zur Wahl gehen. Insofern stehen die Zeichen ganz gut, dass wir eine ordentliche Wahlbeteiligung haben werden.
Zur Person: Prof. Dr. Ulrich Eith (66 Jahre), ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Freiburg und seit 2008 Institutsdirektor des Studienhauses Wiesneck in Buchenbach.