Wer macht das Rennen? Die CDU um Manuel Hagel (links) oder Cem Özdemir mit den Grünen? Foto: Picture Alliance, DPA / Marijan Murat
Es läuft auf ein Fotofinish hinaus bei der Landtagswahl am kommenden Sonntag, 8. März. Vor allem im Lager der CDU herrscht Nervosität. Rund 7,7 Millionen Wahlberechtigte entscheiden, wer das Land künftig regiert. Der Freiburger Wochenbericht hat einen Politikexperten zur Ausgangslage befragt.
Die Umfragen kurz vor dem Wahltag deuten auf ein enges Rennen hin: Laut dem ZDF-Politbarometer (Forschungsgruppe Wahlen) hat die über Wochen komfortabel in Führung liegende CDU um Manuel Hagel noch einen zarten Vorsprung und liegt bei 27 Prozent. Die dahinterliegenden Grünen mit Spitzenkandidat Cem Özdemir kämen derzeit auf 25 Prozent. Dahinter folgen die AfD mit 19 Prozent und die SPD mit 9 Prozent. FDP und Linke kämen jeweils auf 6 Prozent.
Scharfe Attacken
„Noch vor wenigen Wochen hätte man nicht geahnt, dass das Rennen so eng wird. Es ist wie ein Fußballspiel, das erst kurz vor der 90. Minute entschieden wird“, sagt Politikexperte Michael Wehner, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung in Freiburg. Seit Cem Özdemirs öffentlichkeitswirksamer Hochzeit mitten im Wahlkampf und der Rehaugen-Affäre von Manuel Hagel herrscht Nervosität im Lager der Konservativen. „Die CDU hat bislang keine größere Wahlkampfdynamik entfacht, und Manuel Hagel gerät in Schlagzeilen, die er sich nicht gewünscht hat. Entsprechend zeigt die Umfragekurve der Grünen nach oben, während die der CDU stagniert oder mit leichten Minuswerten zu kämpfen hat“, so Wehners Analyse.
CDU-Mann Hagel reagiert seit dem Wochenende darauf mit scharfen Attacken gegen seinen Kontrahenten von den Grünen. Özdemir verspreche „Dinge, die seine eigene Partei niemals mitgehen wird. Das ist nicht ehrlich“, sagte Hagel der „Welt“. Laut Wehner ein deutlicher Strategiewechsel: „In der CDU hatte man gehofft, den Wahlkampf vor allem über die Abgrenzung von der AfD zu führen – idealerweise, um die AfD schrumpfen zu lassen. Nun merkt man aber, dass auch bürgerliche, der CDU zuneigende Wähler Richtung Grüne tendieren“, so Wehner.
Ob Özdemirs Bekanntheit und Erfahrung gepaart mit der Strategie, CDU-eigene Themen wie innere Sicherheit und Migrationspolitik für sich zu beanspruchen, am Ende den Ausschlag geben, sei Wehner zufolge aber alles andere als ausgemacht. „Die Zuschreibung von Wirtschaftskompetenz geht nach wie vor eher auf das Konto der Union als auf das der Grünen. Zudem sind bis zu 30 Prozent der Wählerinnen und Wähler noch nicht festgelegt, und es gibt Unschärfen in der Umfragequalität.“ Hinzu komme der Iran-Krieg, der sich in „einem stark exportorientierten Wirtschaftsland wie Baden-Württemberg“ ebenfalls auf die Landespolitik auswirken werde.
Am Ende kommt es also auf jede Stimme an. Die Koalitionsfrage hängt vom Abschneiden der kleineren Parteien ab – aktuell sieht es aber so aus, dass FDP und Linke den Sprung ins Parlament schaffen. „Insofern bleibt im Moment die spannende Frage: Wird es eine grün-schwarze Regierung unter Özdemir oder eine schwarz-grüne Regierung unter Hagel?“, so Wehner.
Das Moderatoren-Duo „Let’s Dance“-Juror Joachim Llambi (r.) und Ex-„Miss Germany“ Babett Konau (l.) mit den „Face of Europe“-Gewinnern Jennifer Teles aus Österreich und Max de Boer aus den Niederlanden.
Foto: Europa-Park
Im Europa-Park Teatro ging wieder die exklusive „Face of Europe-Gala“ über die Bühne. 20 Kandidaten aus ganz Europa präsentierten sich selbstbewusst und authentisch. Sie standen stellvertretend für ihre jeweiligen Länder. Die Jury, unter anderem mit Claudia Effenberg und Ex-Miss Germany Lena Bröder, kürte die 19-jährige, sieben Sprachen sprechende Jennifer Teles aus Österreich und den zwei Meter großen Max de Boer aus den Niederlanden zu den Siegern.
Neben der Show mit Künstlern und Artistik-Darbietungen begeisterte auch das Moderatoren-Duo des Abends – Ex-Miss Germany Babett Konau und „Let’s Dance“-Juror Joachim Llambi – das Publikum. „Face of Europe“ steht für Persönlichkeit, Haltung und europäische Verbundenheit. Dieser Abend hat gezeigt, welches Potenzial in diesem Format steckt“, so Veranstalter Ralf Klemmer. Danach wurde bei der After-Show-Party weitergefeiert – unter den Gästen war unter anderem SC-Kicker Matthias Ginter.
Bei der Erstauflage des vhs Männerkochkurses ging es fröhlich lecker zu. Foto: vhs/D.Koev
Dieser neue Kurs macht Männer zum Helden am Herd: Mitte Februar gab es bei der vhs Freiburg erstmals ein Kochangebot nur für Männer. Hier wurde gezeigt, wie schnell man einfache und leckere Gerichte zubereiten kann. Da das Angebot bei den Herren der Erstauflage so große Begeisterung hervorgerufen hat, legt die vhs am 11. März, 18 Uhr, gleich einen Termin nach.
„Selbst wer noch nie einen Kochlöffel in der Hand hatte, kann hier die Freude am Kochen entdecken. Es ist also auch ein ideales Geschenk zum Beispiel für den Freund oder Ehemann, der sich bislang eher zurückhält“, verrät der Dozent Desko Koev (Koch und Hotelfachmann) und fährt mit einem Augenzwinkern fort: „Gemeinsam entdecken wir die Freude am Kochen und zeigen, dass auch Männer an den Herd gehören.“ Wobei viele der Neuköche besonders schätzen, dass alles gestellt wird und man nur eine Tupperdose für mögliche Reste mitbringen muss. Wer sich oder dem Partner einen Platz im nächsten Kurs sichern möchte, kann sich unter www.vhs-freiburg.de oder Tel. 0761-3689510 anmelden.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Foto: vhs/D.Koev
Sandra und Heiko Geffers und ihr Sohn Tom-Lewis präsentierten bei „Die Höhle der Löwen“ ihr Produkt „Eezee“ – eine einfache, aber revolutionäre Lösung für perfekt gezogene Silikonfugen. Da lieferten sich die „Löwen“ einen emotionalen Schlagabtausch, um die Freiburger für sich zu gewinnen.. Foto: RTL /Stefan Gregorowius
So Feuer und Flamme für ein Produkt sind die Investoren bei „Die Höhle der Löwen“ selten. Die Familie Geffers aus March-Hugstetten präsentierte hier „Eezee“, eine flexible Fertigfuge, die Profis wie Heimwerkern saubere Ergebnisse ermöglicht. Über 20 Jahre führten Sandra und Heiko Geffers einen erfolgreichen Heizungs- und Sanitärbetrieb mit rund 50 Mitarbeitenden. Die Idee entstand direkt aus dem Arbeitsalltag: durch ungleichmäßige oder gar rissige Fugen und unzufriedene Kunden. Um sich voll auf „Eezee“ zu konzentrieren, verkauften sie sogar ihren Betrieb. „Das war kein leichter Schritt, aber wir wollten alles auf diese Idee setzen“, erklären Heiko und sein Sohn Tom-Lewis.
Sie wünschten sich eine Investition von 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile. Und alle fünf Investoren sind sofort begeistert: Für sie ist das Produkt ein universeller Problemlöser. Es folgt ein emotionaler Schlagabtausch mit mehreren Angeboten und sogar einem Kombi-Deal von drei Löwen. „Ich will das unbedingt machen“, sagte Ralf Dümmel. Für ihn haben sich die Freiburger dann auch entschieden. Er war schon vor der Sendung der Wunschinvestor – wegen seiner Erfahrungen im Handel, so die Familie gegenüber der BZ. Aber nicht nur die „Löwen“ sind begeistert: Nach der Ausstrahlung ist die Nachfrage nach der innovativen Fuge groß!
Mabel schlüpft in den Körper eines Roboter-Bibers und kann so mit den anderen Tieren kommunizieren. Foto: Disney/Pixar
Im neuen Disney-Pixar-Animationsabenteuer geht es tierisch zu. Hier erfüllt sich ein Mädchen einen großen Traum, in dem sie eine bahnbrechende neue Technologie nutzt. Sie hoppt in einen täuschend echten Roboter-Biber und taucht so in die Tierwelt ein. Doch ihr großes Abenteuer sorgt auch für Chaos. In „Hoppers“ haben Wissenschaftler entdeckt, wie man menschliches Bewusstsein in lebensechte Robotertiere „hüpfen“ lassen kann, sodass Menschen mit Tieren als Tiere kommunizieren können.
Mithilfe der neuen Technologie schlüpft die junge Frau Mabel in den Körper eines flauschigen Roboter-Bibers. So kann sie mit anderen Tieren kommunizieren, ist aber weiterhin mit ihrer alten Welt verbunden. Gemeinsam mit den anderen Waldbewohnern macht sie sich auf, um ihren geliebten Teich vor Bürgermeister Jerry und seiner neuen Autobahn zu retten. Sie entdeckt dabei Geheimnisse in der Tierwelt, die alles übertreffen, was sie sich je hätte vorstellen können – sorgt aber auch für jede Menge Chaos. Und sie wird sich entscheiden müssen: Will sie ein Mensch oder lieber ein Tier sein?
Die Pixar Animation Studios präsentieren ein Kinoabenteuer für die ganze Familie mit viel Action, Herz und tierischem Humor. Regie führt Daniel Chong („We Bare Bears – Bären wie wir“), produziert wird der Film von Nicole Paradis Grindle („Die Unglaublichen 2“) und Komponist Mark Mothersbaugh („Thor 3: Tag der Entscheidung“) hat den Soundtrack beigesteuert.
In der deutschen Fassung sind die Sprecherrollen prominent besetzt. Neben Heidi Klum leihen Comedy-Queen Martina Hill, der König der Imitatoren, Max Giermann, und Moderatorin Alina Khani den Charakteren ihre Stimme.
Frankenstein (Christian Bale) und seine Braut (Jessie Buckley)
Foto: Warner Bros.
Der einsame Frankenstein (Christian Bale, „The Dark Knight“) reist ins Chicago der 1930er-Jahre, um die geniale Wissenschaftlerin Euphronius (Annette Bening, „American Beauty“) zu bitten, eine Gefährtin für ihn zu erschaffen. Die beiden reanimieren eine ermordete junge Frau – „die Braut“ (Jessie Buckley, „Hamnet“) ist geboren.
Doch was sich daraufhin entfaltet, sprengt all ihre Erwartungen: Mord, Besessenheit und eine entfesselte, radikale Kulturbewegung. Und gesetzlose Liebende in einer wilden und explosiven Romanze. Doch die Polizei ist dem ungewöhnlichen Paar auf den Fersen.
Das Horror-Musical von Maggie Gyllenhaal („Frau im Dunkeln“) ist eine moderne Interpretation des Klassikers „Frankensteins Braut“. In weiteren Rollen sind Oscar-Preisträgerin Penelope Cruz („Vanilla Sky“), Jake Gyllenhaal („Spider Man: Far From Home“) und Peter Sarsgaard („Memory“) zu sehen.
Derya (Özgü Namal) und Aziz (Tansu Biçer) entfremden sich immer mehr. Foto: Alamode Film
Derya (Özgü Namal) und Aziz (Tansu Biçer), ein gefeiertes Künstlerehepaar aus Ankara, führen mit ihrer 13-jährigen Tochter Ezgi ein erfülltes Leben, bis ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks alles verändert. Über Nacht geraten sie ins Visier des Staates und verlieren ihre Arbeit und ihre Wohnung. Sie gehen nach Istanbul. Nach und nach vergrößert sich die Distanz zwischen ihnen und ihrer Tochter, bis sie sich zwischen ihren Wertvorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen.
Nach „Das Lehrerzimmer“ legt Regisseur İlker Çatak erneut ein brisantes und packendes Meisterwerk vor. Der Film wurde bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin mit dem Goldenen Bären für den besten Film ausgezeichnet.
In der Schatzkammer des Augustinermuseums sind unter anderem mittelalterliche Bildteppiche zu sehen. Foto: Museen Freiburg/Marc Doradzillo
Nach mehr als zwei Jahrzehnten Bauzeit öffnet das komplett sanierte Augustinermuseum am Samstag, 28. Februar, seine Türen. Mit Fertigstellung der neuen Ausstellungsräume im ehemaligen Konvent und den Gewölbekellern ist das Haus komplett: Modern, barrierearm, interaktiv und partizipativ präsentiert das Museum auf rund 3.400 Quadratmetern Kunst- und Kulturgeschichte der Region und verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Bei einem Presserundgang am Donnerstagvormittag durften zahlreiche Journalisten sich schon vor der Eröffnung ein Bild von den neuen Räumlichkeiten machen. Hier sind Handwerker nach wie vor am Werk, damit bis zum Samstag alles fertig ist. „Das ist ein besonderer und lang ersehnter Festtag für Freiburg. Das Augustinermuseum erstrahlt in neuem Glanz und alter Pracht. Das war eine große gemeinsame Kraftanstrengung, nun kehrt ein kultureller Leuchtturm in unsere Stadt zurück“, betonte Oberbürgermeister Martin Horn am Donnerstag. Aber damit nicht genug: Der Augustinerplatz soll bis Mai wieder komplett begehbar sein, ohne Bauzäune, mit mehr Platz, Sitzgelegenheiten und einem größeren Spielplatz.
„Ich bin froh und dankbar, dass die Sanierung und Erweiterung des Augustinermuseums nun noch kurz vor Ende meiner Amtszeit als Bürgermeister vollendet werden konnte. Es war ein langer Weg mit vielen Höhepunkten und auch Tiefschlägen. Aber der engagierte Einsatz der vielen Beteiligten hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Wir laden alle Freiburger ein, die Gelegenheit zu ergreifen, einen neuen, frischen Blick auf Freiburger Kunst- und Kulturgeschichte zu gewinnen“, ergänzte der Erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach.
Drei Bauabschnitte waren nötig, um das Mammutprojekt zu stemmen. Der Startschuss fiel 2002 mit dem Beschluss im Gemeinderat. Den Auftakt bildete die Erneuerung der ehemaligen Klosterkirche. 2016 war der zweite Bauabschnitt, das Haus der Graphischen Sammlung, fertig. Nach dem 100-jährigen Jubiläum des Augustinermuseums im Jahr 2023 ist die Eröffnung von Kreuzgang, Konventgebäude und historischen Gewölbekellern nun der Abschluss des dritten und letzten Bauabschnitts. In dem denkmalgeschützten Gebäude ist für rund 95 Millionen Euro ein moderner Museumsbau entstanden.
„In diesen über zwei Jahrzehnten ist seit dem ersten Mauerdurchbruch viel passiert: Es war ein langer und harter Weg, der uns vor viele Herausforderungen gestellt hat. Viele geplante, aber auch unvorhersehbare Herausforderungen mussten gemeistert werden“, so Baubürgermeister Martin Haag. So hatte beispielsweise ein Pilzbefall in der Dachkonstruktion die Sanierung verzögert.
Hochmoderne Technik in Doppelböden und Wänden sorgt für das richtige Klima für die empfindlichen Kulturschätze, auf eine möglichst barrierearme Gestaltung wurde viel Wert gelegt. Mit rund 1.600 Quadratmetern zusätzlicher Ausstellungsfläche auf vier Etagen hat sich das Museum verändert – im Fokus stehen nun Stadt- und Kulturgeschichte. Diese bilden einen deutlichen Gegenpol zur Ausstellung überwiegend sakraler Kunst im ehemaligen Kirchengebäude. Auch der Einsatz neuer Medien – von Präsentationen und Animationen über interaktive Stationen bis hin zum immersiven Raum – macht den Unterschied.
Schatzkammer und Stadtgeschichte: Die neuen Ausstellungbereiche
Mit den zahlreichen Themenbereichen spannt das Museum einen weiten Bogen von der frühen Geschichte bis in die Gegenwart. Neu ist auch: Ab jetzt ist ein kompletter Rundgang im Augustinermuseum möglich, von der Glasmalerei geht es direkt zum Bereich Stadtgeschichte, der bisher im Wentzingerhaus untergebracht war. Von Rittern, Bächle und Jahrhundertbaustellen: Was Freiburg in den vergangenen 900 Jahren prägte und wie sich die Stadt entwickelte, zeigen zahlreiche Objekte und Modelle. Im Fokus steht auch die faszinierende Baugeschichte des Münsters.
In der Schatzkammer sind mittelalterliche Bildteppiche, Goldschmiedekunst oder Raritäten wie der Adelhauser Tragaltar aus dem 8. Jahrhundert zu bestaunen. Auch in den Bereichen Religion und Klosterleben gibt es viel zu entdecken. In einer immersiven Rauminstallation erleben die Besucher den Schwarzwald – sie streifen zwischen den Bäumen umher oder schauen den Glasbläsern am Ofen zu.
Prunkvoll wird es in der Barockgalerie, die Malerei von 1600 bis 1800 zeigt, in der Welte-Lunge dreht sich dagegen alles um Freiburger Musikgeschichte. Die selbstspielenden Instrumente der Firma M. Welte & Söhne sind weltbekannt. Das Schaudepot zeigt rund 1.300 Notenrollen, die auf dem Steinway-Welte- Flügel abgespielt werden können.
Der Bereich Protest und Revolution reicht von der Badischen Revolution über die Atomkraft bis hin zu aktuellen Bewegungen wie „Fridays for Future“ oder „I can’t breathe“. Im „Frei_Raum“ ist die erste Jahresausstellung „Zukunfts(t)räume. Ein Museum im Wandel“ zu sehen.
Info: Das Augustinermuseum mit dem Café Kien ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis 19 Uhr geöffnet. Bis einschließlich Sonntag, 8. März, ist der Eintritt frei. Danach kostet er 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Für Menschen unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard oder Museums-PASS-Musées ist der Eintritt frei. Das Ticket gilt als Tageskarte für alle Häuser der Museen Freiburg. Alle Informationen zum Augustinermuseum, zu den Veranstaltungen und Bildungsangeboten gibt es unter www.museen.freiburg.de
Meisterwerke der Godlschmiedekunst werden in der Schatzkammer ausgestellt. Foto: Museen Freiburg/Marc Doradzillo
Prunkvolle Malerei von 1600 bis 1800 in der Barockgalerie Foto: Museen Freiburg/Marc Doradzillo
Bei der Stadtgeschichte steht steht auch die faszinierende Baugeschichte des Münsters im Fokus – es war im Mittelalter zentraler Treffpunkt und weit mehr als ein Gotteshaus. Foto: Schuh
Beeindruckendes Gemälde: der 400 Jahre alte Korntawerplan zeigt das einstige Freiburg Foto: Museen Freiburg/Marc DoradzilloMultimediales Erlebnis: Der immersive Schwarzwald-Raum Foto: Museen Freiburg/Marc DoradzilloIn der Welte-Lunge mit selbstspielendem Flügel steht die Musikgeschichte im Mittelpunkt Foto: Patrick SeegerIm „Frei_Raum“ ist die erste Jahresausstellung „Zukunfts(t)räume. Ein Museum im Wandel“ zu sehen. Foto: Schuh
Ein Bereich beschäftigt sich mit Protestbewegungen: von der Badischen Revolution bis hin zu „Fridays for Future“. Foto: Museen Freiburg/Marc Doradzillo
Im Museum dreht sich viel um die Geschichte der Stadt. Foto: Schuh
Ein Plattendruckversuch zeigt, wie stark sich der nasse Boden unter Druck verformt. Foto: Heike Schwende
Die Stadtverwaltung möchte Vorwürfen entgegentreten, dass die Bauarbeiten in der Kappler Straße in Freiburg-Littenweiler unnötig verlängert werden. Der anhaltende Regen der vergangenen Tage sorgt für zu viel Feuchtigkeit im Untergrund, wodurch es nicht möglich ist zu asphaltieren.
An einer der derzeit größten und längsten Baustellen in Freiburg wird bereits seit Februar 2025 gearbeitet. Nach bisherigem Zeitplan sollen die Arbeiten, die in fünf Bauabschnitten vonstattengehen, bis 2027 abgeschlossen werden. Noch ist man im ersten Bauabschnitt, für den die Kappler Straße zwischen Lindenmattstraße und Kreuzsteinacker komplett gesperrt ist. Dessen Ende war eigentlich zuletzt im Februar geplant gewesen.
Für Anwohnende ist die Baustelle eine Dauerbelastung, denn ein Teil des Verkehrs zwängt sich durch die Ekkebertstraße, eigentlich eine Spielstraße, doch die Verkehrsberuhigung war wegen der Bauarbeiten aufgehoben worden. Der Unmut der Anwohnenden führte zu einem moderierten Güteverfahren vor dem Verwaltungsgericht. In dessen Zuge versicherte die Stadt, dafür zu sorgen, dass der erste Bauabschnitt so schnell wie möglich beendet wird.
Um zu demonstrieren, worin momentan der Grund dafür liegt, dass es in der Kappler Straße nicht vorangeht, hat die Stadt am vergangenen Freitag zu einem Vororttermin für die Presse eingeladen.
Der von Albin Enderlin ermittelte Messwert ist zu hoch für den Asphalt. Foto: Heike Schwende
„Der Boden schwimmt“
Auf dem Messgerät von Albin Enderlin, Mitarbeiter des Bauunternehmens Schleith, zeigt sich der Wert 2,39. Ein paar Meter weiter hinten hatte der Wert sogar 3,23 betragen. „Der Boden schwimmt“, erklärt Bauleiterin Lara Boehm. Liege der Wert, der durch einen Drucktest ermittelt wurde, über 2,2, könne keine Asphaltschicht aufgetragen werden. Sonst könnten später bei Belastung der Straße Risse und Verwerfungen auftreten, so Boehm. Die Bauarbeiten würden deshalb länger dauern als ursprünglich angenommen. Ein fester Termin sei momentan unmöglich zu nennen, sagt Frank Uekermann, Leiter des Garten- und Tiefbauamts der Stadt Freiburg. „Ende März wird knapp werden, das sage ich jetzt schon mal voraus“, ergänzt Uekermann, auf das bisher angepeilte Bauende im März 2027 Bezug nehmend. Niemand habe Interesse daran, dass die Baustelle länger dauere, betont er. Das koste nicht nur die Stadt, sondern auch die Baufirma mehr Zeit und mehr Geld. Es seien sich ändernde Rahmenbedingungen, die dafür sorgten, dass manche Arbeiten länger dauerten.
„Wir bauen im Bestand“, sagt Boehm. Erst als der Boden offen war, hatte sich gezeigt, dass an den Wasserleitungen nachgearbeitet werden musste. Parallel dazu wurden neue Kabel für Strom und Beleuchtung verlegt, auch Glasfaser für schnelles Internet wird verlegt – Arbeiten, die ursprünglich nicht eingeplant waren, „aber sinnvollerweise mit erledigt werden“. Heike Schwende
In die Alte Stadthalle in Freiburg kommt nun doch kein Pflegeheim. Der Stiftungsrat der Heiliggeistspitalstiftung hat sich in seiner Sitzung am 24. Februar für einen Neubau des Johannisheims am Standort „Im Zinklern“ in Freiburg-West entschieden. In einem Ideenwettbewerb soll nun eine andere Nachfolgenutzung für die denkmalgeschützte Stadthalle gefunden werden.
Die Variante in der denkmalgeschützten Alten Stadthalle in Littenweiler wäre laut Stiftungsverwaltung zwar grundsätzlich als Haus-in-Haus-Lösung möglich gewesen (mehr dazu hier), wäre aber deutlich teurer geworden als ein Neubau „auf der grünen Wiese“. Höhere Baukosten, betriebliche Nachteile, bauliche Risiken im Bestand und der enge Zeitrahmen gaben den Ausschlag gegen die Stadthalle – auch mit Blick auf die späteren Kosten für die Bewohnerinnen und Bewohner. „Die Versorgung älterer Menschen ist für uns kein Geschäftsmodell, sondern unser Stiftungsauftrag und Herzensangelegenheit“, betont Joachim Spross, neuer Stiftungsdirektor der Heiliggeistspitalstiftung seit Oktober 2025. Nach der vertieften Prüfung seien im Zinklern rund 78 Pflegeplätze realisierbar. Die Stiftung geht derzeit von einem Investitionsvolumen von rund 22 Millionen Euro für den Pflegeheimbau im Zinklern aus.
Mit der Entscheidung ist der Weg für einen städtebaulichen und konzeptionellen Ideenwettbewerb zur Zukunft der Alten Stadthalle frei. Auf Basis der nun vorliegenden Gutachten zu Tragwerk, Bausubstanz und Denkmalschutz soll die Verwaltung in der zweiten Jahreshälfte 2026 dem Gemeinderat ein Verfahren vorschlagen, um in einem offenen Wettbewerb Konzepte für eine innovative, nachhaltige und denkmalgerechte Nutzung der Stadthalle zu finden. „Die Umnutzung der Alten Stadthalle bleibt eine anspruchsvolle, aber auch spannende Aufgabe – baulich wie wirtschaftlich“, erklärt Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag. „So ein Projekt hat natürlich Chancen, aber auch Risiken, die wir aber mit den Untersuchungen der letzten Monate weiter eingrenzen können“.
Ideen für eine Nachnutzung gab es in der Vergangenheit immer wieder. Zuletzt wurde die Stadthalle etwa als ein möglicher Standort für eine Feuerwache Ost ins Gespräch gebracht (mehr dazu hier). Wegen Statikproblemen am Dach, welches mit einer Trägerkonstruktion abgesichert werden musste, ist die Stadthalle seit Ende 2022 gesperrt (mehr dazu hier).