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Noch vor Saisonstart: Im Europa-Park gibt es am Sonntag ein Pre-Opening

Europa-ParkBereits an diesem Sonntag öffnet der Europa-Park beim Pre-Opening seine Pforten. Foto: Europa-Park

Schon eine Woche vor dem offiziellen Saisonstart am 28. März öffnet der Europa-Park in Rust für einen Tag lang seine Tore. Beim exklusiven Pre-Opening an diesem Sonntag, 22. März können sich die Gäste auf die Saison 2026 einstimmen.

Für alle, die ihren Besuch im Europa-Park kaum mehr abwarten können, öffnet Deutschlands größter Freizeitpark am Sonntag, 22. März seine Tore zu einem exklusiven Pre-Opening Sunday. Gäste spüren so schon einige Tage vor dem offiziellen Saisonstart am 28.03.2026 den Europa-Park Zauber und genießen eine unvergessliche Zeit mit ihren Liebsten.

Die Vorfreude auf den Achterbahnwind, das Lachen der Kinder und das bunte Treiben im gesamten Park sind die perfekte Einstimmung auf die neue Saison 2026 (mehr dazu demächst auch im Freiburger Wochenbericht). Die Gastronomiebetriebe des Europa-Parks verwöhnen die Besucher am Pre-Opening Sunday mit kulinarischen Köstlichkeiten. Außerdem gibt es zahlreiche Überraschungen, die darauf warten, entdeckt zu werden. Zum Pre-Opening Sunday kann es sein, dass vereinzelte Attraktionen noch nicht in Betrieb sind und einige Shows noch nicht angeboten werden.

Weitere Infos und Tickets für den Pre-Opening Sunday gibt es hier.

Volkshochschule Freiburg veranstaltet Japanischen Kulturtag im Schwarzen Kloster

VHS Freiburg JapantagDie VHS Freiburg lädt am 22. März zum Japanischen Kulturtag ein. Foto: Pixabay

Die Volkshochschule Freiburg lädt am Sonntag ins Schwarze Kloster zum Japanischen Kulturtag ein. Besucher erleben Musik, Origami und Taiko-Trommeln. Spenden unterstützen Projekte in Japan.

Die Volkshochschule Freiburg lädt am Sonntag, 22. März, von 13 bis 17 Uhr zum Japanischen Kulturtag unter dem Motto „Fukushima gedenken, Japan erleben“ ins Schwarze Kloster ein. Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Musik, Taiko-Trommeln, Origami, Kalligraphie, japanischen Snacks und Getränken, Kendama-Spiel, Kampfkunst und Shiatsu.

Der Einlass beginnt um 12.45 Uhr; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist gebührenfrei. Spenden sind willkommen und gehen an verschiedene Projekte in Japan; zudem werden Projekte für Kinder aus Fukushima und Nordjapan unterstützt. In diesem Jahr wird kein Obentô-Mittagessen angeboten.

Weitere Informationen zum Japantag 2026 gibt es hier.

Gefäßchirurgie am St. Josefskrankenhaus Freiburg behandelt immer mehr Patienten

Chefarzt Abidin Karatas (Artemed Kliniken Freiburg)Chefarzt Abidin Karatas, Doppel-Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie am St. Josefskrankenhaus in Freiburg. Foto: Artemed Kliniken Freiburg

Die Gefäßchirurgie- und Endovaskularchirurgie am St. Josefskrankenhaus Freiburg wächst rasant. Chefarzt Abidin Karatas setzt auf ein ganzheitliches Konzept. Was das für Patienten bedeutet?

Die Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie am St. Josefskrankenhaus Freiburg verzeichnet seit ihrer Gründung vor eineinhalb Jahren einen deutlichen Anstieg der Patientenzahlen und behandelt aktuell rund 750 Patienten pro Jahr mit komplexen Gefäßerkrankungen. Das geht aus einer Mitteilung des St. Josefskrankenhauses hervor. Um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, verstärkt die Klinik unter Leitung von Chefarzt Abidin Karatas kontinuierlich ihr ärztliches Fachpersonal. Ziel sei es, trotz hoher Auslastung eine hochwertige und kontinuierliche Betreuung sicherzustellen.

Die Klinik behandelt unter anderem Erkrankungen wie die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) – auch als „Schaufensterkrankheit“ bekannt – sowie Aneurysmen und Venenthrombosen, deren Diagnostik oft besonders anspruchsvoll sei. Zu den Schwerpunkten der Klinik zählen die Aortenchirurgie, Bypassverfahren sowie komplexe gefäßchirurgische Eingriffe. Das Versorgungskonzept umfasst dabei sowohl offene chirurgische als auch minimalinvasive Eingriffe und bezieht alle relevanten Fachdisziplinen direkt ein. Enge Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten sowie spezialisierte Sprechstunden sollen eine nahtlose und patientenorientierte Behandlung gewährleisten.

„Von der Erstdiagnose über die operative Therapie bis zur Nachsorge – unsere Patientinnen und Patienten bleiben während des gesamten Behandlungsprozesses in unserer Verantwortung“, betont Chefarzt Abidin Karatas. „Ergänzend zur medizinischen Versorgung ist auch die Qualität der pflegerischen Versorgung ein zentraler Erfolgsfaktor des sehr individuellen Therapiekonzeptes.“ (fwb)

5:1 und Grifo-Rekordtor: Freiburg erstmals im Viertelfinale der Europa League

SC Freiburg Genk Europa LeagueDeutlicher 5:1-Sieg im Rückspiel: Der SC Freiburg ließ dem belgischen Erstligisten Genk keine Chance. Foto: Detlef Berger

Der SC Freiburg hat zum ersten Mal das Viertelfinale der Europa League erreicht. Durch einen 5:1 (2:1)-Heimsieg im Rückspiel gegen KRC Genk lösten die Breisgauer das ersehnte Viertelfinal-Ticket und treffen dort auf Celta Vigo. Und: Vincenzo Grifo ist durch seinen Treffer zum 3:1 nun alleiniger Rekordtorschütze des Vereins.

Schon in der 19. Minute ging die Mannschaft von Trainer Julian Schuster in Führung. Der Kopfballtreffer von Abwehrchef Matthias Ginter nach einer Grifo-Freistoßflanke egalisierte den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel vor einer Woche. Fast im direkten Gegenzug hätten die Belgier den Ausgleich erzielen können. Doch SC-Torwart Noah Atubolu parierte Bibous Kopfballchance sehenswert. „Atu hält den im richtigen Moment“ freute sich sein Trainer.

Freiburg erhöhte sechs Minuten danach auf 2:0. Ein abgefälschter Ball landete bei Ginter, der per Kopf zum einschussbereiten Igor Matanovic ablegte (25.). Genk kam in der Folge besser ins Spiel. In der 39. Minute fiel schließlich der 2:1-Anschlusstreffer – Matte Smets nutzte die Verwirrung im Freiburger Strafraum nach einem Abpraller vom Pfosten. Für die immer passiver werdenden Freiburger kam der Pausenpfiff dann genau richtig.

106 Tore: Grifo alleiniger Rekordtorschütze

Im zweiten Durchgang setzte der SC vor den 33.000 Zuschauern im Europa-Park Stadion endgültig den Kurs Richtung Viertelfinale. So ist Vincenzo Grifo zur Stelle, als ein Rückpass der Gäste zum Torwart zu kurz gerät (53.) Sein Treffer zum 3:1 ist Grifos 106. Pflichtspieltor für den SC Freiburg – damit löste er Nils Petersen ab und ist nun alleiniger Rekordtorschütze des Vereins. In der Mixed Zone nach Abpfiff verriet er, das er den Spielball als Erinnerung mitnehmen darf: „Der wird bedruckt und kommt in eine Vitrine“, sagte Grifo, der von einem „magischen Abend“ sprach. Und sein Teamkollege Igor Matanovic sagte: „Ich hoffe, dass er noch mehr als die 106 Tore schießt, weil er einfach ein geiler Typ ist.“

Nach Grifos Rekordtor boten sich den Gastgebern zunehmend mehr Räume. Ein schnell ausgespielter Konter in der 56. Minute brachte das 4:1 durch Yuito Suzuki: Der fast allein aufs Gäste-Tor zulaufende Johan Manzambi legte an der Strafraumkante quer zum Japaner, der traf. Und in der 79. Minute gelang Maximilian Eggenstein der 5:1-Endstand. Die Fans auf den Rängen besangen den fulminanten Europapokal-Heimsieg mit „Oh wie ist das schön“-Rufen.

„Für uns war es wichtig das Spiel deutlich zu gestalten“, sagte 5:1-Torschütze Maximilian Eggenstein. „Man hat bei allen gemerkt, dass wir das Ding drehen wollten.“ Und Matthias Ginter sagte über das erstmalige Erreichen des Viertelfinales: „Das ist sehr, sehr groß und sehr besonders für den ganzen Verein. Es macht mich persönlich stolz, das miterleben zu dürfen“, so der 32-Jährige.

Im Viertelfinale trifft der SC Freiburg auf den Tabellensechsten der spanischen Primera Division, Celta Vigo. Die Spanier hatten im Achtelfinale Olympique Lyon bezwungen. Die Hinspiel-Begegnung des Viertelfinales findet am 9. April in Freiburg sowie das Rückspiel am 16. April in Spanien statt. „Wir sind unglaublich stolz über das Erreichte“, sagte SC-Trainer Schuster. „Es gab Zeiten in diesem Verein, wo wir uns über den Klassenerhalt gefreut haben. Jetzt dürfen wir uns über das Erreichen des Viertelfinales im Europapokal freuen.“

Der SC Freiburg ging früh in Führung und ließ sich auch vom zwischenzeitlichen Anschlusstor der Gäste aus Belgien nicht beirren. Foto: Berger
Der SC Freiburg und seine Fans erlebten ein Fußballfest gegen Genk. Foto: Detlef Berger

Zweites „Playdate“: Spieletreff am 23. März in der Freiburger Markthalle

Großer Andrang und begeisterte Teilnehmer gab es beim ersten „Playdate“: nun stehen weitere Termine für den Spieletreff fest. foto: steinbrecherGroßer Andrang und begeisterte Teilnehmer gab es beim ersten „Playdate“: nun stehen weitere Termine für den Spieletreff fest. Foto: Steinbrecher

Unter dem Motto „Spielen verbindet und macht Spaß!“ fand im Januar der erste zentrale Freiburger Spieletreff „Playdate“ statt. Die Idee hat einen Nerv getroffen: Statt der erwarteten 150 Personen kamen mehr als 500 Menschen. Sie haben an diesem Abend nicht nur gespielt, sondern sich ausgetauscht und vernetzt. Aufgrund der erfolgreichen Premiere findet am 23. März der nächste Spieletreff in der Markthalle statt.

Los geht es um 18 Uhr, das Ende ist für 22 Uhr vorgesehen. Und die nächsten Termine für dieses Jahr stehen bereits fest: Weitergespielt werden kann am Montag, 18. Mai, und am Montag, 16. November.
Ziel der Veranstaltung ist es, Menschen ins Gespräch zu bringen und Gemeinschaft zu fördern – insbesondere auch für diejenigen, die sich allein fühlen oder neue Kontakte knüpfen möchten. Spielen schafft Nähe, baut Barrieren ab und verbindet unterschiedlichste Menschen ganz natürlich.

Vor Ort erwarten die Besucher vielfältige Gesellschaftsspiele, erfahrene Spiele-enthusiasten („Erklärbären“) sowie Möglichkeiten zum zwanglosen Austausch. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

Das Angebot ist für alle erwachsenen Menschen, die Lust auf Begegnung, Spaß und gemeinsames Ausprobieren haben. Dabei ist es egal, ob sie erfahrene Spieler sind oder nicht. Während des Abends kann der Tisch immer wieder gewechselt werden, um verschiedene Spiele auszuprobieren.
Das Projekt ist eine Kooperation zahlreicher ehrenamtlicher Spieletreffs aus den Stadtteilen, der Markthalle Freiburg, des Spieleladens FreiSpiel und dem Nachhaltigkeitsmanagement der Stadt Freiburg. Weitere Infos unter www.spieletreff-freiburg.de/playdate

Poesie & Punkrock-Attitüde und eine Reggae-Legende: Neue Acts fürs ZMF bestätigt

Burning Spear, einer der prägendsten Stimmen der Reggae-Geschichte, wird das ZMF eröffnen. Foto: Burning SpearBurning Spear, einer der prägendsten Stimmen der Reggae-Geschichte, wird das ZMF eröffnen. Foto: Burning Spear

Am 15. Juli öffnet das 42. Zelt-Musik-Festival seine Zeltplanen und gestaltet für 19 Tage den Freiburger Sommer. Nun steht auch fest, welcher musikalische Act den Festivalsommer eröffnen wird: Burning Spear, einer der prägendsten Stimmen der Reggae-Geschichte, wird am ersten Festivalabend im ZMF-Zirkuszelt auftreten. Seit über sechs Jahrzehnten verkörpert der jamaikanische Musiker eine kraftvolle musikalische Vision, die weit über die Grenzen des Genres hinausgeht. Mit seiner einmaligen Stimme und seiner tief verwurzelten Botschaft von Selbstbestimmung, kultureller Identität und Einheit hat er Generationen von Hörern weltweit beeinflusst.

Das Programm des 42. Zelt-Musik-Festivals ist fast vollständig, fünf weitere Acts stehen nun ebenfalls fest: Am 16. Juli kehrt die Band um Frontfrau Dota Kehr endlich zurück auf die ZMF-Bühne. Dota besticht durch eine seltene Mischung aus musikalischer Präzision und textlichem Tiefgang. Mal mit bissiger Ironie, mal mit entwaffnender Ehrlichkeit begegnet die Band dem Alltäglichen und hüllt es in ein Gewand aus modernen Liedermacher-Melodien. Ein Abend für alle, die Musik mit Haltung und Poesie suchen.

Mit einer Stimme, die Vergleiche mit Legenden wie Nina Hagen nicht scheuen muss, erobert Lara Hulo am 23. Juli erstmals das Freiburger Festival. Die junge Künstlerin thematisiert in ihren Songs das Suchen und Finden der queeren Liebe – mal als zerbrechliche Ballade, mal als kraftvolles Statement. Live überzeugt sie durch eine Authentizität, die zwischen rauer Energie und intimen Momenten schwankt und das Publikum unmittelbar in ihren Bann zieht.

Ein weiteres ZMF-Debüt kann das Publikum am 24. Juli mit der Punkrock-Band Itchy erleben. Seit 25 Jahren beweist das Trio, dass man auch als etablierte Band die Spielfreude eines Newcomers behalten kann. Mit einer explosiven Mischung aus eingängigen Melodien, klarer gesellschaftspolitischer Haltung und einer ordentlichen Portion Selbstironie bringt die Band jede Bühne zum Beben. Ein Pflichttermin für alle, die Lust auf ehrlichen Punkrock und eine mitreißende Show haben.

Acht Jahre nach seinem ersten Auftritt als Support kehrt Tristan Brusch am 29. Juli als Hauptact zum ZMF zurück. Im Gepäck hat der Ausnahmekünstler den Abschluss seiner gefeierten Album-Trilogie. Brusch gilt als einer der talentiertesten Songschreiber der Gegenwart und versteht es wie kaum ein Zweiter, Wahn, Liebe und Melancholie in opulente Pop-Arrangements zu gießen. Ein Konzert-Highlight für Liebhaber:innen anspruchsvoller Texte und musikalischem Feingefühl.

Ihr 30-jähriges Bandbestehen feiert am 2. August die aus Hamm stammende Band Kapelle Petra. Bekannt für ihren humorvollen Indie-Rock, eine treue Fangemeinde und ihren legendären Bühnengast „Gazelle“, verspricht das Trio eine Show, die zwischen absurder Komik und mitreißenden Hymnen pendelt – ein würdiges Finale für den Festivalsommer.

Tickets auf www.zmf.de und an allen bekannten VVK-Stellen.

Lara Hulo ist zum ersten Mal beim ZMF zu Gast. Foto: Jeanette Friedrich
Die Punkrock-Band Itchy  einer explosiven Mischung aus eingängigen Melodien, klarer gesellschaftspolitischer Haltung und einer ordentlichen Portion Selbstironie Foto: Dominik Drossart

Regierungspräsident Carsten Gabbert hält nichts von Bürokratieabbau mit der Kettensäge

Carsten Gabbert ist seit 2024 Regierungspräsident in Freiburg. Foto: Bernd PetersCarsten Gabbert ist seit 2024 Regierungspräsident in Freiburg. Foto: Bernd Peters

Bürokratieabbau ist ein beliebtes Thema. Zuletzt hat die FDP im vergangenen Herbst die Abschaffung der Regierungspräsidien im Land gefordert. Carsten Gabbert (Grüne), seit rund zwei Jahren in Freiburg als Regierungspräsident im Amt, hält von solchen Radikalforderungen wenig.

Das ist Bürokratie, das kann weg: Spätestens bei den politischen Erfolgen von libertären Anti-Bürokraten wie Javier Milei in Argentinien und dem radikalen Abbau von Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst in den USA durch Elon Musks „DOGE“-Behörde wird auch hierzulande wieder verstärkt – und sicher nicht immer zu Unrecht – über Bürokratie und Behörden diskutiert und manchmal auch geschimpft.

Gebündelte fachliche Expertise unter einem Behördendach

Ein beliebtes Ziel solcher Debatten waren und sind in Baden-Württemberg immer wieder die Regierungspräsidien (RP) als Mittler zwischen der Landesregierung in Stuttgart und den einzelnen Regionen im Land. Zuletzt hat die FDP im vergangenen Herbst das Thema wieder hervorgeholt und die Abschaffung der Regierungspräsidien in Stuttgart, Tübingen, Karlsruhe und Freiburg gefordert. Carsten Gabbert, Regierungspräsident in Freiburg, hält von solchen Radikalforderungen erwartungsgemäß wenig. Gerade in Südbaden, weit weg von den Schaltstellen der Landesmacht in Stuttgart, sei es gut, fachliche Expertise gebündelt unter einem Behördendach anbieten zu können. Ein Beispiel seien die zahlreichen Landesförderprogramme, die von den Fachabteilungen am RP umgesetzt werden und bei denen es auf die regionale Sachkenntnis besonders entscheidend ankomme: So habe die Freiburger Behörde im vergangenen Jahr allein 146 Schulprojekte mit 125 Millionen Euro Landesförderung eingesetzt.

Wie das Geld verteilt werde, hänge viel von der vorausgehenden Fachberatung durch das RP ab, so Juliane Laule, die stellvertretende Leiterin der Schulabteilung am RP Freiburg. Über 20 Millionen gingen an die Feuerwehren in der Region, so Vizeregierungspräsident Klemens Ficht, überwiegend für die Anschaffung neuer Feuerwehrautos. Und 47 Millionen wurden im Straßenbau eingesetzt. „Wobei solche Förderungen dank unserer Beratungskompetenz auch ein Vielfaches an Investitionen vor Ort erst ermöglichen“, betont der Abteilungsleiter für Verkehr und Straßen, Karl Kleemann. Ähnlich sei es im Städtebau, so der zuständige Abteilungsleiter Johannes Dreier, wo das RP 2025 satte 58 Millionen Euro eingesetzt hat: „Jeder Förder-Euro löst das sieben- bis achtfache an Investitionen aus!“

Der Breisacher Hof wird mit Hilfe des Städtebauförderprogramms saniert. Foto: Michael Bamberger
Der Breisacher Hof wird mit Hilfe des Städtebauförderprogramms saniert. Foto: Michael Bamberger

Mehr Mut und Offenheit, weniger Problemorientierung

Ob Strukturförderung im ländlichen Raum (41 Millionen Euro in 2025) oder Umweltmaßnahmen und die Versorgungssicherung in der Wasserwirtschaft (37,4 Millionen Euro in 2025): Die durchs RP geförderte Regionalentwicklung ist für jemanden wie Gabbert und sein breit aufgestelltes Team eher ein Beweis für ein funktionierendes Staatswesen als für eine Last am Bein des Steuerzahlers. Carsten Gabbert ist überzeugt: Würde man den Laden in Freiburg zusperren, so drohe eine weit weniger effektive Förderpolitik „mit der Gießkanne“ von Stuttgart aus und ohne das Expertenwissen an der Basis.

Reformbedarf gebe es ohne Frage, so Carsten Gabbert unlängst vor Journalisten weiter. Wobei der Freiburger Behördenchef nicht nur aus dem Bauch heraus argumentiert, sondern aus seiner Zeit als Bürgermeister von Schuttertal in der Ortenau und als selbstständiger Unternehmensberater einiges an Innensicht und Ansatzpunkten für Behördenreformen mitbringt. In seinem aktuellen Buch „Was Verwaltung braucht … ist alles schon da!“ beschreibt er eindrücklich einerseits die fehlende Agilität und Bereitschaft, Neues auszuprobieren, die Behördenarbeit häufig lähmt. Und er rät andererseits zu mehr Mut und Offenheit (beispielsweise beim Thema Digitalisierung) und weniger Problemorientierung (beispielsweise beim Thema Datenschutz). Nicht nur zum Selbstzweck und für mehr Tempo im Amt, sondern auch, um eine Behörde wie das RP Freiburg als Arbeitgeber für junge Menschen attraktiver zu machen: Themen wie KI oder Cloud-Computing seien etwas, was die „Generation Alpha“ erwarte, wenn sie ins Arbeitsleben einsteigt. Es gebe viele Möglichkeiten, Behördenarbeit zu modernisieren, schreibt Gabbert in seinem Buch. Man müsse sie nur einsetzen.

Bernd Peters

Glamouröse Sportlersause: So wurde bei der Galanacht des Sports gefeiert

Sie sorgten zur Showeröffnung für Stimmung: Die Formation Cantaloop des 1. Jazzdance Club Freiburg.Sie sorgten zur Showeröffnung für Stimmung: Die Formation Cantaloop des 1. Jazzdance Club Freiburg. Foto: Valentin Behringer

Für die Freiburger Sportlerszene war der vergangene Samstag wieder der Höhepunkt des Jahres, denn die Galanacht des Sports wurde für sie zum feierlichen Treffpunkt. Rund 1.500 Gäste erlebten eine mitreißende Show. Für Stimmung sorgten unter anderem der 1. Jazzdance Club Freiburg sowie Niclas Gunkel und Johanna Forst – ein Duo aus dem Showteam Matrix des TV Freiburg-Herdern. Aber auch Handstand-Akrobat Ruslan Kalachevskyi aus der Ukraine faszinierte das Publikum mit seiner Darbietung.

Oberbürgermeister Martin Horn und Sportbürgermeister Stefan Breiter zeigten ebenfalls vollen Einsatz. Sie übergaben 173 Medaillen an Freiburgs beste Sportler. Eine Besonderheit an diesem Abend: Mit Leonie (Europameisterin im Unterwasserrugby) und Lars Schäfle (RKG-Ringer) gewann ein Geschwisterpaar den Titel „beste Sportlerin“ beziehungsweise „bester Sportler“. Lars Schäfle war bereits fünf Mal nominiert, aber erst dieses Mal hat er den Titel geholt. Und dann gibt es noch Sophia Schäfle, eine ebenfalls, wie ihr Bruder, aktuell sehr erfolgreiche Ringerin. Alle drei standen auch gemeinsam auf der Bühne, als sie von OB Horn ihre Sportmedaillen überreicht bekamen. „Ich bin natürlich sehr stolz. Und für Lars freut es mich besonders, weil er so oft nominiert war und es dieses Mal endlich geklappt hat“, sagte der Vater der drei Geschwister, Hartmut Leiber, Vorsitzender der RKG Freiburg.

Emotional wurde es auch, als Sportbürgermeister Stefan Breiter verabschiedet wurde – als Geschenk gab’s ein Gutscheinbuch zahlreicher Vereine. Damit kann er zig Sportarten testen, „mit Kegeln fange ich an“, verriet er. Nach dem offiziellen Teil wurde dann ausgelassen auf der Tanzfläche zum Sound von DJ MR.T weitergefeiert, hier bewiesen nicht nur die Sportler, sondern auch die anderen Gäste jede Menge Kondition!

Hier herrschte Partystimmung: Nach dem offiziellen Teil wurde auf der Tanzfläche bis spät in die Nacht gefeiert. Foto: Valentin Behringer
Freuten sich über die gelungene Galanacht (v.l.): Oberbürgermeister Martin Horn, Sportbürgermeister Stefan Breiter, Martin Zenke, Geschäftsführer des Freiburger Wochenbericht, der Medienpartner der Galanacht ist, Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach und Bildungsbürgermeisterin Christine Buchheit. Foto: Valentin Behringer

Michaela Klausmann ist die einzige Frau im Löschzug der Berufsfeuerwehr Freiburg

Michaela Klausmann ist die erste Frau auf dem Löschzug der Berufsfeuerwehr Freiburg. Foto: Feuerwehr Freiburg

Als einzige Frau arbeitet Michaela Klausmann in der Freiburger Berufsfeuerwehr auf dem Löschzug. Damit machte sie ihr Hobby zum Beruf – und möchte gleichzeitig ein Vorbild für Jungen und Mädchen sein, die Menschen helfen wollen.

Mit 12 Jahren trat Michaela Klausmann in die Freiwillige Feuerwehr in ihrer Heimatstadt Waldkirch ein und damit in die Fußstapfen ihres Großvaters. Heute, 24 Jahre später, hat sie ihre Leidenschaft zum beruf gemacht und arbeitet als einzige Frau in Südbaden auf einem Profilöschzug.

Nach der Realschule entschied sich Klausmann für sein FSJ beim DRK-Ortsverein in Emmendingen. „Hier habe ich festgestellt, dass der Rettungsdienst ein toller Beruf ist“, so Klausmann. Es folgten die Ausbildung zur Rettungssanitäterin und später die Qualifikation zur Notfallsanitäterin. Gleichzeitig wechselte sie mit 18 Jahren in die aktive Abteilung der FFW in Waldkirch – und entschied sich, den Sprung in die Berufsfeuerwehr zu wagen. 2019 begann sie die 18-monatige Ausbildung in Freiburg. „Der Job ist ähnlich zur Freiwilligen Feuerwehr – das Feuer brennt überall gleich heiß“, so Klausmann. Die Lehrgänge, die in der Freiwilligen Feuerwehr normalerweise an den Wochenenden absolviert werden, legte sie gesammelt in der sechsmonatigen Grundausbildung ab, ebenso wie die Befähigung, verbeamtet zu werden. Da sie bereits Sanitäterin war, konnte sie sich den Kurs sparen. Zur Ausbildung gehört auch ein rund einjähriges Wachpraktikum auf der Wache.

Ausbildungstechnisch sei noch viel möglich, so Klausmann, gerade, wenn sie in den gehobenen Dienst wechseln will. Derzeit fühlt sich die 36-Jährige aber wohl im mittleren Dienst.

Mehr Frauen in den Beruf

Während es in der Integrierten Leitstelle und im Hintergrund noch weitere Frauen gibt, ist Michaela Klausmann die einzige, die Hand anlegt, wenn es brennt. Das merkt sie hin und wieder: „Gerade Kinder gucken schon mal, wenn sie eine Frau bei der Feuerwehr sehen“, sagt sie. In der Zwischenzeit gebe es mehr Mädchen und Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr, worüber sich Klausmann freut: „Das hat sich geändert und das ist auch sehr wichtig.“ In der Berufsfeuerwehr ist und bleibt sie als Frau eine Exotin. Dabei sieht sie klare Vorteile: „Frauen bekommen oft gerade zu anderen Frauen einen anderen Bezug und sie wirken oft auch deeskalierend.“

Den Schritt von der Freiwilligen Feuerwehr in die Berufsfeuerwehr zu machen, sei groß – gerade im Bezug auf die Fitness. „In der Freiwilligen Feuerwehr kann man viele seiner Aufgaben auswählen, in der Berufsfeuerwehr muss man alle machen können.“ Aber auch in der Berufsfeuerwehr kann sie sich auf ihr Team verlassen – wenn doch mal ein paar Zentimeter fehlen. „Jeder kann etwas besser, als andere.“
Das Team habe anfangs zwar etwas misstrauisch geguckt, in der Zwischenzeit ist ihre Anwesenheit jedoch Normalität. Dass das nicht immer so war, weiß Klausmann: Vor dem Umbau der Wache habe es zum Beispiel keine Frauenumkleiden gegeben. „Das war aber vor meiner Zeit.“ Heute sei das anders und auch abschließbare Duschen gebe es in der Zwischenzeit.

Nicht nur sie fühlt sich in der Berufsfeuerwehr wohl: „Jeder, der gerne technisch arbeitet und Menschen helfen will, ist hier gut aufgehoben“, so Klausmann. Stellen werden auch in Freiburg immer wieder frei und auch Quereinsteiger bewerben sich darauf. Wichtig ist vor allem, dass man im Team gut harmoniert, denn auf der Wache gibt es Schichtarbeit. So kommt es, dass man nicht nur Wochenende, sondern auch Feiertage regelmäßig miteinander verbringt. „Da ist man an Weihnachten oder Silvester auch mal den ganzen Tag weg.“

Mit dem Schichtdienst hat Klausmann selbst kein Problem. „Wenn wir wenig Einsätze haben, haben wir im Nachtdienst auch auf der Wache die Möglichkeit, zu ruhen.“ Generell sei es in Freiburg verglichen mit anderen Großstädten eher ruhig. Dadurch, dass das Team bereits auf der Wache ist, seien auch die Ausrückzeiten nicht mit denen der Freiwilligen Feuerwehr vergleichbar, in der die Leute vom Arbeitsplatz und aus der Freizeit gerufen werden – viel zu oft für Bagatellprobleme, wie Klausmann weiß. Auch sie unterstützt ihre Abteilung in Waldkirch in ihrer Freizeit noch. „Ich mache das immer noch sehr gerne – aber es ist schon anders geworden, seit ich in Freiburg bin.“

Infos zum Werdegang in der Berufsfeuerwehr gibt es unter www.feuerwehr-freiburg.de/mitmachen-und-unterstuetzen/berufsfeuerwehr/ und zur Freiwilligen Feuerwehr unter www.feuerwehr-freiburg.de/mitmachen-und-unterstuetzen/freiwillige-feuerwehr/

Freiburger Studienberater filmte heimlich 800 Frauen: Kritik an mildem Urteil und der Uni

Demo Universität FrauenkollektivRund 250 Teilnehmer waren bei der Demo am Montag dabei. Foto: Michael Bamberger

Ein Uni-Mitarbeiter hat über Jahre mit versteckten Kameras in Bädern und Toiletten heimlich mehr als 800 Frauen gefilmt. Das Freiburger Amtsgericht hat den 57-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Am Montag protestierten deshalb rund 250 Menschen gegen das aus ihrer Sicht zu milde Urteil – und sie kritisieren auch die Universität.

„Wir wehren uns“ stand auf einem Transparent bei der Demo vor dem KG I, die das Freiburger Frauenkollektiv und das Studierendenkollektiv organisiert hatten. Rund 250 Teilnehmer waren hier zusammengekommen, um gegen das Urteil, aber auch gegen den Umgang der Universität mit dem Fall zu protestieren.

„Ein Jahr und neun Monate auf Bewährung ist ein Schlag ins Gesicht für die Betroffenen“, heißt es in einem Redebeitrag der Demo, der großen Applaus erntete, wie die BZ berichtet.

Der ehemalige Studienberater des Service-Centers Studium hatte zwischen 2009 und 2024 mehr als 800 Frauen gefilmt. Er machte heimlich Aufnahmen von jungen Studentinnen, denen er eine WG im Stadtteil Rieselfeld vermietet hatte, aber auch an seinem Arbeitsplatz, auf den dortigen Toiletten sowie von Kolleginnen auf einer Dienstreise. Auf seinen Festplatten wurden Tausende Videos gefunden.

Verurteilt wurde der 57-Jährige für 60 Taten zwischen 2019 und 2024 – die restlichen sind bereits juristisch verjährt (wir berichteten). Vor zwei Jahren entdeckte eine Studentin eine Minikamera im Badezimmer ihrer WG: als das Ermittlungsverfahren bekannt wurde, kündigte die Uni dem 57-Jährigen fristlos.
Viele Mitarbeiterinnen und Studentinnen hätten erst durch die Berichterstattung der Medien davon erfahren. Sie kritisieren, nicht früh genug und ausreichend von der Universität informiert worden zu sein, so die BZ. Bei der Kundgebung schilderte beispielsweise Smilla, die in der WG gewohnt hatte, ihre Erlebnisse. Der Vermieter habe die Kandidatinnen gezielt ausgesucht, alle hätten nahezu dasselbe Alter gehabt und hätten gut ausgesehen. Als die Kamera im Bad entdeckt wurde, litt sie lange unter Panikattacken und Übelkeit: das werde sie „ihr Leben lang beschäftigen“.

Die Teilnehmer der Demo am Montag fordern, dass der Fall lückenlos aufgearbeitet, Studentinnen besser geschützt und eine Anlaufstelle für Betroffene eingerichtet wird. „Ungeachtet ihrer Verjährung sind für uns diese Taten unerträglich“, schrieb die Uni in einer Mail an die Studierenden. Man wolle nun die Räume der Universität stärker auf „unerlaubte Aufnahmetechnik“ prüfen und den Schutz der Frauen und die Prävention verstärken.