Kräutergärtnerei in neuen Händen

Geschäftswelt

Kräutergärtnerei Friderich ist nun unter Führung von Ralf Sauter und Berthold Springmann GbR

 

Die Zukunft der Kräutergärtnerei Friderich ist gesichert: Nachdem sie im Frühjahr hatte Insolvenz anmelden müssen, geht es nun unter neuer fachkundiger Führung weiter: Sauter  mit Gartencentern in Gundelfingen, Lahr und Waldkirch sowie Berthold Springmann von Pflanzen-Springmann, Pflanzengroßhandel in Malterdingen, haben ein GbR gegründet und werden dieses in der Region sehr bekannte Unternehmen mit seinem einzigartigen Sortiment von etwa 600 verschiedenen Kräutern – darunter viele Minzen, Petersilien-Spezialitäten, Basilikumsorten und einige Exoten – weiterführen.

Bekannt ist die Gärtnerei Friderich nicht zuletzt durch den Stand, den sie seit 1966 auf dem Münstermarkt in Freiburg betreibt. Das wird auch künftig so sein. Bei den Fachleuten ihres Metiers ist die Gärtnerei ebenfalls geschätzt: Sie beliefert viele Gärtnereien, Gartencenter und Großhändler, in der Region, in ganz Deutschland, in der Schweiz und bis nach Österreich. Alle 15 Mitarbeiter wurden übernommen – „ohne die Erfahrungen dieser hoch motivierten Mitarbeiter hätten wir den Betrieb nicht fortführen können“, betonte Ralf Sauter bei der Begrüßung des Teams.

Der bisherige Inhaber Klaus Friderich wirkt im Betrieb weiter mit als kaufmännischer Leiter. Produktions- und Personalleiter ist Gärtnermeister Martin Dorfner aus Emmendingen.
Springmann und Sauter führen den Betrieb mit lediglich kleinen Änderungen fort. Der Online-Shop und der Privatverkauf in Sasbach wurden eingestellt, weil der Personalaufwand dafür zu hoch war. „Im Betrieb wird sehr viel selbst vermehrt und ausgesät, das ist auch interessant für junge Menschen, die eine Ausbildung als Gärtner machen wollen“, hebt Ralf Sauter hervor. Die regionale Produktion und die Ausbildung von jungen Menschen zum Gärtner liegen Berthold Springmann und ihm sehr am Herzen.

Passend zur Jahreszeit werden gegenwärtig frische Adventskränze für den Münstermarkt in Freiburg selbst gebunden. Die neuen Betreiber sind fest davon überzeugt, dass regional produzierte Kräuter, die überwiegend in der Region verkauft werden, dem „alt-neuen“ Betrieb eine gute Zukunft sichern.