Jolanda Kallabis auf Profi-Kurs

Sport

Freiburger Leichtathletin peilt nach Teamwechsel EM 2024 an

Jolanda Kallabis, die beste deutsche Nachwuchsathletin des vergangenen Jahres, steht nach ihrer Verletzung wieder auf der Laufbahn. Das Freiburger Toptalent, das bislang bei der FT 1844 Freiburg von ihrer Mutter Nina Rosenplänter trainiert wurde, bereitet sich nun auf die Hallensaison 2024 vor – und das in einem neuen Team. „Ich bin jetzt tatsächlich Profi“, sagt Kallabis über ihren Wechsel zum Pro-Team OAC Europa, das von einem Schweizer Laufschuh-
Hersteller gesponsort wird.

Hinter Kallabis liegt eine ereignisreiche Zeit. Die famose Saison 2022 hatte die Tochter des früheren Weltklasse-Hindernisläufers Damian Kallabi  mit neuer U18-Weltbestleistung über 2.000 Meter Hindernis (6:07,72 min) abgeschlossen. Und im Februar dieses Jahres hatte sich die 18-Jährige bei der Hallen-DM über 800 Meter zur Deutschen Meisterin in 2:03,71 Minuten gekrönt. Dann aber zwang sie ein Ermüdungsbruch im rechten Fuß zu einer Trainingspause.

Olympia (noch) kein Thema

„Die Verletzung hat sich hingezogen. Zumal auch ein Ödem festgestellt wurde“, blickt sie auf diese Phase zurück. Mit dem jetzigen Wechsel in ein Pro-Team nach dem Abschluss ihres Abiturs schlägt die Freiburgerin ein neues Kapitel auf. Die ersten Trainingswochen unter dem früheren Bundestrainer  Thomas Dreißigacker hat sie zusammen mit dem Team in St. Moritz absolviert. Aktuell steht das erste von drei Trainingslagern in Südafrika auf dem Programm. Zwei weitere werden folgen.

„Jolanda wurde von ihrer Mutter sehr breit ausgebildet und hat bereits sehr gute Leistungen auf einem breiten Leistungsspektrum von 400 Metern bis 2.000 Meter Hindernis gezeigt. Das ist eine sehr gute Grundlage, um den nächsten Schritt zu schaffen, sich auch in der Frauenklasse zu behaupten“, sagt Dreißigacker. Nun nimmt Kallabis die EM in Rom von 7. bis 12. Juni ins Visier.  Dabei gilt ihre Konzentration den Mittelstrecken. Die U20-WM Ende August in Lima soll der zweite Saisonhöhepunkt werden. Ob es dann sogar für Olympia 2024 in Paris reicht, ist dagegen (noch) nicht entschieden.