Woody und seine Freunde sind durch ein Tablet ersetzt worden – das wollen sie nicht hinnehmen. Foto: Disney/Pixar
Nach sieben Jahren erscheint ein neuer Teil der Pixar-Kultreihe. In dem neuen Animationsabenteuer sind die Spielzeuge dank Tablet und Co. in Vergessenheit geraten. Doch damit wollen sich Woody und seine Freunde nicht abfinden und kämpfen darum, die Kinder von den Bildschirmen wegzulocken.
Die Kult-Spielzeuge sind zurück auf der großen Leinwand, und dieses Mal stehen Buzz Lightyear, Woody, Jessie und der Rest der Bande vor einer ganz neuen Herausforderung, als sie Lilypad begegnen, einem funkelnagelneuen Tablet, das sehr eigenwillige Vorstellungen davon hat, was für ihr Kind Bonnie am besten ist. Wird das Spielen jemals wieder so sein wie zuvor? Durch kreative Aktionen versuchen die Spielzeuge, die Kinder wieder für sich zu begeistern und sie von den Bildschirmen wegzuholen. Es steht viel auf dem Spiel.
Regisseur ist Oscar-Preisträger Andrew Stanton („Wall E – Der Letzte räumt die Erde auf“, „Findet Nemo“). Comedy-Legende Michael Bully Herbig („Das Kanu des Manitu“) schlüpft auch in „Toy Story 5“ wieder in die Cowboystiefel und kehrt als fürsorglicher Woody zu seinen Freunden in Bonnies Kinderzimmer zurück. Dort sorgt erneut auch Dino Rex für Turbulenzen – gesprochen von Star-Comedian Rick Kavanian („Das Kanu des Manitu“). Neu an Bord sind Schauspieler Gery Seidl als Superhelden-Erdnuss Dr. Nutcase, Influencer Zeki Bulgurcu und Radio Teddy Moderatorin Cristina, die die Kuschelpuppe spricht.
Als Fernando (Isaac Hernández) aus Mexiko zu seiner Geliebten Jennifer (Jessica Chastain) in die USA reist, gerät ihre sorgfältig kontrollierte Welt aus den Fugen. Foto: DCM
Jennifer ist ebenso reich wie attraktiv und genießt ein glamouröses Leben als Philanthropin in der amerikanischen High Society. Niemand ahnt, dass sie während ihrer regelmäßigen Aufenthalte in Mexiko eine leidenschaftliche Beziehung mit dem jungen Balletttänzer Fernando führt – einem vielversprechenden Talent ihrer Kulturstiftung.
Verliebt und voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft in den USA wagt Fernando eines Tages den gefährlichen Weg über die Grenze. Als er plötzlich in Jennifers luxuriösem Apartment in San Francisco auftaucht, gerät ihre sorgfältig kontrollierte Welt aus den Fugen.
Ballettstar Isaac Hernández brilliert in seiner ersten Filmrolle an der Seite von Oscar-Preisträgerin Jessica Chastain in Michel Francos provokantem, beklemmend aktuellem Erotikdrama über Machtgefälle, liberale Heuchelei und toxisches Begehren.
Helen (Claire Foy) will dem imposanten Habicht Mabel das Jagen und Fliegen beibringen. Foto: DCM
Als Helens (Claire Foy) geliebter Vater stirbt, wird sie von tiefer Trauer überwältigt und verliert sich in Erinnerungen beim Beobachten von Vögeln und beim Erkunden der Natur. Besessen von der Idee, selbst einen Habicht abzurichten, holt sie den imposanten Vogel Mabel zu sich nach Cambridge. Doch während sie versucht, Mabel das Jagen und das eigenständige Fliegen beizubringen, erkennt sie, wie sehr sie ihre eigenen Gefühle und ihr Leben vernachlässigt hat.
Basierend auf dem autobiografischen Bestseller von Helen Macdonald erzählt der Film eine wahre Geschichte von einer aufwühlenden Reise über die Verbindung zwischen Mensch und Natur – und davon, wie es gelingen kann, Verlust durch Liebe zu überwinden.
Auf dem FTC-Center Court ist am Wochenende viel los. Foto: FTC
Der Freiburger Tennis-Club lädt am Sonntag, 19. Juli, ab 11 Uhr zu einem besonderen Heimspieltag ein: Beim großen Badenliga-Doppelspieltag treten Damen I und Herren I gleichzeitig zu Hause an. Die Männer empfangen den Tabellenzweiten TC Weinheim, die Damen – aktuell Tabellenvierter – treffen auf Spitzenreiter TC Radolfzell. Der FTC hofft dabei auf zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer, die die Terrasse füllen und für echte Heimspielatmosphäre sorgen.
Tennis und Dolce VitaBereits am Samstag, 18. Juli, feiert der Verein außerdem seine italienische Sommerparty „Dolce Vita beim FTC“. Davor wird gespielt: So empfangen die Badenliga-Damen den TC BW Oberweiher ab 11 Uhr. Die Herren wiederum müssen im Freiburg-Derby „auswärts“ beim TC Schönberg ran.
Direkt nach dem Badenligaspiel sind Mitglieder, Freunde und Gäste des Freiburger TC zu einem Sommerabend mit italienischem Flair eingeladen. Geplant sind unter anderem ein Fassanstich mit Freibier zur Feier der Aufsteiger, eine Cocktailbar, Fotostation, XXL-Tennis-Dart, eine große Tombola sowie Musik und stimmungsvolles Licht.
Auch für den Nachwuchs und tennisbegeisterte Kinder und Jugendliche gibt es ein Angebot: Beim „Sun & Fun“-Sommercamp sind noch letzte Plätze frei. Auf dem Programm stehen intensive Tenniswochen mit bis zu vier Stunden Tennistraining täglich, zwei Athletikeinheiten pro Tag, kleinen Trainingsgruppen und individueller Förderung je nach Alter und Spielstärke. Infos unter www.freiburgertc.de
Thorge Berger berichtet von seiner abenteuerlichen Reise und der
magischen Schönheit von Indien. Foto: Thorge Berger
Am 11. November beginnt die neue Mundologia-Saison – und schon der Auftakt der Reihe verspricht großes Reisekino. Mit „Sizilien und seine vielen Gesichter“ entführt Fotograf und Filmemacher Martin Engelmann das Publikum auf die größte Insel des Mittelmeers: von den Gassen Palermos über die Hänge des Ätna bis zu den Traumstränden von Cefalù und Taormina.
Doch dieser Abend ist erst der Anfang eines eindrucksvollen Vortragsprogramms, das bis weit in den März 2027 mit großer Themenvielfalt begeistert. Ob spirituelle Einblicke in das Leben des Dalai Lama durch den Fotografen Manuel Bauer, die wilde Schönheit Sardiniens und Skandinaviens, alpinistische Expeditionen mit Extrembergsteiger Peter Habeler, Wiebke Lühmanns Fahrradtour von Freiburg nach Kapstadt oder abenteuerliche Reisen nach Borneo und Indien – die Mundologia zeigt einmal mehr, wie facettenreich unser Planet ist. Im Januar 2027 geht es unter anderem in die unberührte Natur Finnlands, auf einem Roadtrip nach Italien, in die heimatliche Wildnis, nach Marokko, Kanada und in die Bretagne. Dylan Wickrama fährt mit seinem Motorrad durch 80 Länder und David Hettich ist den Geheimnissen der Weltmeere auf der Spur.
Den jährlichen Höhepunkt bildet das Mundologia-Festival im Konzerthaus Freiburg, das vom 28. bis 31. Januar 2027 bereits zum 23. Mal veranstaltet wird. Stargäste sind diesmal Deutschlands berühmtester Förster Peter Wohleben mit „Das geheime Leben der Bäume“, Julian Janssen alias Checker Julian und Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar mit „Eine Gesellschaft im Wandel“. Neben den Live-Vorträgen ziehen hochkarätige Fotoausstellungen, eine große Messe und ein vielfältiges Workshop-Angebot zahlreiche Besucher an. Mehr unter www.mundologia.de.
Zum Auftakt der Reihe gibt es folgende Vorträge: Mittwoch, 11. November, Kurhaus Bad Krozingen, 19.30 Uhr: Sizilien und seine vielen Gesichter, Martin Engelmann. Samstag, 14. November, Paulussaal Freiburg, 16 Uhr: Sardinien, Holger Fritzsche. Freitag, 4. Dezember, Bürgerhaus am Seepark, 19.30 Uhr: Iran, Thorge Berger. Samstag, 5. Dezember, Bürgerhaus am Seepark, 19.30 Uhr: Indien, Thorge Berger. Freitag, 15. Januar 2027, Bürgerhaus am Seepark, 19.30 Uhr: Abenteuer Ozean, David Hettich.
Der Freiburger Wochenbericht verlost 5×2 Tickets für die Vorträge vom 11. November bis 15. Januar 2027. Wer gewinnen möchte, ruft ab heute bis Sonntag 19. Juli, 0 Uhr unter der 01 37/9 37 95 95 (0,50 € pro Anruf aus dem Dt. Festnetz/Mobilfunk) an und nennt das Stichwort „Mundologia’“. Teilnahme ab 18 Jahren. Ein Gewinnspiel von: Freiburger Wochenbericht Verlags GmbH, Lörracher Str. 3, 79115 Freiburg. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
An drei aufeinander folgenden Tagen erstrahlt Emmendingen wieder im Festivalglanz. Foto: Karo Events
Vom 23. bis 26. Juli findet wieder das „I EM MUSIC“-Festival auf dem Emmendinger Schlossplatz statt. Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren, drei von vier Konzerten sind bereits ausverkauft, so Veranstalter Karo Events bei einem Pressetermin am Montag.
Keine Karten gibt es mehr für die Auftritte von Mark Forster (24. Juli), Nena (23. Juli) und Andrea Berg (25. Juli). Für das Konzert von Rapper Jazeek am 26. Juli sind noch Tickets erhältlich. Weitere Informationen gibt es online unter www.karoevents.de.
Rapper Jazeek tritt am 26. Juli in Emmendingen auf. Foto: Universal Music
Rihito Yamamoto und Torhüter Mio Backhaus, der ebenfalls fließend Japanisch spricht, beim Trainingsauftakt am Sonntag. Foto: Detlef Berger
In den neuen, weißen Auswärtstrikots und bei 32 Grad versammelte sich der SC Freiburg am Sonntag zum ersten mannschaftlichen Aufgalopp. Rund 3.000 Fans verfolgten das Anschwitzen im Europa-Park Stadion. Während Torhüter Noah Atubolu separat trainierte, gab es auch Neues zur Situation um Johan Manzambi.
Der SC Freiburg hat sein erstes öffentliches Mannschaftstraining der neuen Saison absolviert. Die neugierigen Blicke der Fans richteten sich vor allem auf die Neuen: Auf das obligatorische Foto der Neuzugänge mit Trainer Julian Schuster gesellten sich Torhüter Mio Backhaus, Rihito Yamamoto, Berkay Yilmaz sowie aus der U23 Karl Steinmann und Rouven Tarnutzer . Nicht mit von der Partie waren die WM-Fahrer Keisuke Goto, Yuito Suzuki, Philipp Lienhart, Igor Matanovic und Johan Manzambi, die ihren wohlverdienten Urlaub genießen.
Stichwort Japan: Da lüftete der SC das Geheimnis, wie man die Vornamen der japanischen Neuzugänge korrekt ausspricht: Rihito Yamamoto reagiert demnach auf „Lichto“ und Keisuke Goto auf „Keske“.
Anschwitzen vor der neuen Saison beim SC Freiburg. Foto: Detlef Berger
Mit Spannung erwartet wurden die Ausführungen von Vorstand Jochen Saier zu Johan Manzambi. Der steht kurz vor einem Wechsel zum englischen Premier-League-Klub und Freiburgs Europa-League-Finalgegner Aston Villa. Inklusive Boni winkt dem SC dadurch eine Ablöse von 70 Millionen Euro. Aston Villa sticht damit Newcastle United aus, das als erstess die Fühler laut „Athletic“ nach Manzambi ausgestreckt hatte. „Es gibt die klare Tendenz zur Veränderung und wir sind in Gesprächen“, bestätigt Saier den geplanten Abschied vom Schweizer Shootingstar.
Und auch zu Torhüter Noah Atubolu, der noch keinen neuen Verein gefunden, aber ebenfalls Wechselabsichten hegt, äußerte sich Saier. „Es war immer eine offene Kommunikation und es ist völlig legitim, dass Noah für sich einen anderen Weg eingeschlagen hat. Noah befindet sich in Gesprächen mit anderen Vereinen und ich bin überzeugt, dass wir im sehr Guten auseinandergehen werden“, so Saier. Laut einem Sky-Bericht sollen sowohl Aston Villa wie auch der AFC Bournemouth Interesse an Atubolu zeigen. Sein Nachfolger im SC-Tor, der Deutsch-Japaner Mio Backhaus, versprach derweil vollen Einsatz. „Ich kann nicht versprechen, dass immer alles klappen wird. Aber ich kann versprechen, immer 100 Prozent zu geben“, so Backhaus. (majo)
Viel los ist vom 24. bis 27. Juli wieder beim Herdermer Hock Foto: Hans Sigmund
Im nunmehr 46. Jahr findet vom 24. bis 27. Juli im Dorfkern von Alt-Herdern wieder das beliebte Stadtteilfest statt. Die drei Traditionsvereine (Freiwillige Feuerwehr, Turnverein und Lalli-Zunft) sind wieder voll dabei, für zünftiges Essen und Trinken, Musik und Unterhaltung zu sorgen.
Zum zwölften Mal werden dieses Jahr am Glasbach statt der Holzbuden luftige Zelte aufgebaut. Natürlich werden wieder die Kaiserstühler und Markgräfler Weine aus der Winzergenossenschaft Bötzingen zum Verkosten angeboten. Und man ist der Brauerei Ganter treu geblieben: Wie seit dem ersten Hock fließt in Herdern der Gerstensaft aus der Freiburger Traditionsbrauerei. Mehrere Musikkapellen werden im Laufe des Hocks zur Unterhaltung aufspielen. Am Montagabend findet das „Sürpfler-Treffen“ statt. An dem Abend kann man zum Kehraus nochmals gemütlich beisammensitzen.
Das Programm beginnt am Freitag, 24. Juli, um 18 Uhr mit dem offiziellen Start des Hocks. Um 19 Uhr folgt der Fassanstich. Die Trachtenkapelle Heuweiler spielt von 19.15 bis 22.30 Uhr. Am Samstag, 25. Juli, beginnt das Fest ebenfalls um 18 Uhr, von 19 bis 23 Uhr sorgt die Band Gin Fizz-Family für Unterhaltung. Am Sonntag, 26., startet der Hock um 17 Uhr, und die VAG-Blaskapelle tritt von 19 bis 22 Uhr auf. Der Montag, 27. Juli, steht im Zeichen des „Sürpfler-Treffens“ und des Kehraus. Der Musikverein Gundelfingen spielt von 18.30 bis 22 Uhr.
Der Ausschank endet an allen Veranstaltungsabenden um 23.30 Uhr. Neben diversen Bieren und alkoholfreien Getränken der Ganter-Brauerei werden 15 verschiedene Weine und Sekte der Winzergenossenschaft Bötzingen angeboten. Auch der beliebte Hugo-Cocktail ist im Angebot. Außerdem gibt es verschiedene Speisen.
Hinweis: Der Ausschank von Alkohol an Personen unter 16 Jahren ist generell nicht gestattet. Ein spezieller Sicherheitsdienst wird am Festwochenende für die Einhaltung dieser Vorschriften sorgen.
Kamelfohlen Naran ist putzmunter und bereit, mit seinen Kumpanen die Welt zu entdecken. Foto: Mundenhof/Patrick Seeger
Auf dem Mundenhof gibt es derzeit reichlich tierischen Nachwuchs: In den vergangenen Monaten wurden 35 Jungtiere aus fast zehn verschiedenen Tierarten geboren. Besonders erfreulich ist dabei die Geburt von drei Trampeltierfohlen – dem ersten Kamelnachwuchs seit 2019.
Für Besucherinnen und Besucher bietet sich in den kommenden Wochen eine besonders gute Gelegenheit, die Tiere des Mundenhofs aus nächster Nähe zu erleben: 35 Jungtiere verschiedener Tierarten sorgen derzeit für buntes Treiben in Freiburgs Tiergehege. Viele von ihnen sind inzwischen regelmäßig auf den Weiden und in den Gehegen unterwegs und sorgen mit ihren ersten Erkundungstouren für besondere Einblicke in den Alltag des Mundenhofs.
Zum ersten Mal seit 2019 konnte der Mundenhof dieses Jahr die Geburt von drei Kamelfohlen verkünden: Die drei Trampeltierfohlen heißen Qaskiya, Khalil und Naran und kamen zwischen Anfang Mai und Ende Juni zur Welt. Während Qaskiya problemlos geboren wurde, verlief die Geburt von Khalil etwas schwieriger, in der Zwischenzeit ist das Fohlen aber auch wohlauf. Naran wird derzeit mit der Flasche aufgezogen, da seine Mutter ihn nicht säugt. Allen drei Jungtieren geht es inzwischen gut. Die Namen der Kamele stammen aus verschiedenen Sprachen und haben jeweils eine besondere Bedeutung: Qaskiya bedeutet auf Kurdisch „edel“, Khalil heißt auf Arabisch „Freund“ und Naran bedeutet auf Mongolisch „der oder die Sonnige“. Die Jungtiere bleiben etwa eineinhalb Jahre bei ihren Müttern, bevor sie schließlich entwöhnt werden.
Neben den Kamelen gab es in diesem Jahr auch Nachwuchs bei Erdmännchen, Wollschweinen, Bisons, Schottischen Hochlandrindern, Yaks, Watussis, Zackelschafen sowie verschiedenen Ziegenarten. Den Rekord halten die Wollschweine mit 15 Ferkeln. Der Frühsommer ist traditionell die Hauptzeit für Tiergeburten auf dem Mundenhof. Die drei Kamelfohlen wie auch die anderen Kamele sind im Asien-Bereich des Mundenhofs zu sehen. Insgesamt leben auf dem Mundenhof nun elf Trampeltiere sowie 14 Lamas und sieben Alpakas. Für Kinder ab acht Jahren bietet der Mundenhof außerdem Kamelreiten an.
Rund 500 Mitarbeitende arbeiten derzeit am Intuitive-Standort an der Guerickestraße. Foto: Intuitive
Das Pionierunternehmen der roboter-assistierten Chirurgie hat mit dem Umzug der Produktions- sowie der Forschungs- und Entwicklungsteams aus Emmendingen nach Freiburg alle Kräfte der Intuitive Surgical Optics GmbH am Standort an der Guerickestraße vereint. Mit der Bündelung aller Abteilungen am Standort Freiburg könnten sich die Teams gegenseitig inspirieren und sich besser abstimmen, sagt Harald Haigis, General Manager der Intuitive Surgical Optics GmbH, bei der Presseführung durch das Unternehmensgebäude. Damit reagiere das Unternehmen auf die weltweit steigende Nachfrage nach roboter-assistierten Operationssystemen.
Das bekannteste der roboter-assistierten Operationssysteme, die Intuitive entwickelt und herstellt ist der Da-Vinci-Operations-Roboter. Den ersten „da Vinci“ hat das Unternehmen mit Stammsitz in Kalifornien bereits 2000 hergestellt und seither immer weiter entwickelt. Weltweit wurden die Roboter-Assistenten schon bei 20 Millionen Patienten eingesetzt. Eine Vielzahl von Eingriffen, beispielsweise Prostata- oder Darm-Operationen, auch viele gynäkologische Eingriffe, können durch die Chirurgen mithilfe der Roboter-Assistenz präzise und minimal-invasiv, also ohne große Hautschnitte, durchgeführt werden. Das ermögliche nicht nur sehr gute Operationsergebnisse, sondern bedeute für die Patienten eine wesentlich kürzere Genesungszeit, erklärt Tilmann Schlick, Chirurg und Medical Officer bei Intuitive. „Gewebeverletzungen werden reduziert“.
Platz für Erweiterung
Beim Rundgang konnten die Pressevertreter im modernen „Customer Experience Center“ selbst erfahren, wie intuitiv sich das Da-Vinci-System bedienen lässt und mit dreidimensionalem Kamerablick auf das „Operationsfeld“ mit den Greifzangen des Roboters übungsweise kleine Gummiringe über bunte Kegel manövrieren. Geübten Chirurgen gelinge es bereits nach wenigen Wochen Simulationstraining bei Intuitive, Operationen mithilfe der Roboter-Assistenz, zuerst noch unter Anleitung eines in der Robotertechnik erfahrenen Chirurgen, präzise am Patienten auszuführen, sagt Tilmann Schlick. Am Freiburger Universitätsklinikum wurde im Mai bereits die 5.000ste roboter-unterstützte Operation durchgeführt, meldet die Uniklinik in einer Pressemitteilung.
Auf dem 30.000 Quadratmeter großen Gelände im Industriegebiet Nord, ein ehemaliges Areal des Chemieunternehmens Cerdia, hat Intuitive 2022 mit dem Bau eines modernen Firmengebäudes begonnen. Nur zwei Jahre später, 2024, zog bereits die Vertriebsabteilung ein, während Forschung und Entwicklung noch bis vor Kurzem am Standort in Emmendingen verblieben. Nun arbeiten rund 500 Mitarbeitende am Freiburger Standort. Platz wäre für etwa 600 Personen. Rund 10.000 Quadratmeter des Intuitive-Geländes an der Guerickestraße sind derzeit noch unbebaut – Betonung auf noch: „Es laufen bereits Diskussionen, den Campus zu erweitern“, sagt Haigis.
Neben dem Freiburger Standort hat Intuitive auch einen Standort im hessischen Biebertal, wo ebenfalls erweitert wird. In Biebertal werden die Optiken und Kameramodule für die robotischen Assistenzsysteme hergestellt. Sie kommen nicht nur im Da-Vinci-Operationssystem, sondern beispielsweise auch im „Ion“ zum Einsatz, einem Roboter, der bei der Lungenbiopsie verwendet wird und die Früherkennung von Lungenkrebs verbessern kann.
Harald Haigis und Tilmann Schlick mit dem „Da Vinci“, einem roboter-assistiertem Operationssystem. Foto: Heike Schwende
Teil des Green Industry Parks
Als Teil des „Green Industry Park“ im Industriegebiet Nord setzt das Intuitive-Gebäude auf ein umfassendes Energie- und Ressourceneffizienzkonzept. So wird beispielsweise die Abwärme des benachbarten Cerdia-Unternehmens genutzt. Insgesamt werden rund die Hälfte der Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes über erneuerbare Energien gedeckt. Rund um das Gebäude und auf dem Dach entstehen Grünflächen, für deren Bewässerung gibt es Regenwasserspeicher.
Ein Herzstück des Gebäudes ist das 30 Meter hohe Hochregallager auf rund 1.000 Quadratmetern Fläche. Auch dort setzt man bei Intuitive auf Robotertechnik: 24 robotische Trägerwagen flitzen über Schienen, um bis zu 40.000 Boxen und 1.400 Paletten zu bewegen, und so dafür zu sorgen, dass den Produktionsteams bei Intuitive das Material nicht ausgeht.