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So sieht es im sanierten Augustinermuseum aus – Eröffnung am 28. Februar

In der Schatzkammer des Augustinermuseums sind unter anderem mittelalterliche Bildteppiche zu sehen. Foto: Museen Freiburg/Marc DoradzilloIn der Schatzkammer des Augustinermuseums sind unter anderem mittelalterliche Bildteppiche zu sehen. Foto: Museen Freiburg/Marc Doradzillo

Nach mehr als zwei Jahrzehnten Bauzeit öffnet das komplett sanierte Augustinermuseum am Samstag, 28. Februar, seine Türen. Mit Fertigstellung der neuen Ausstellungsräume im ehemaligen Konvent und den
Gewölbekellern ist das Haus komplett: Modern, barrierearm, interaktiv und partizipativ präsentiert das Museum auf rund 3.400 Quadratmetern Kunst- und Kulturgeschichte der Region und verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Gefeiert wird die Fertigstellung mit einem Eröffnungswochenende am Samstag, 28. Februar, und Sonntag, 1. März. Mehr zum Programm unter https://www.freiburger-wochenbericht.de/das-augustinermuseum-feiert-am-28-februar-und-1-maerz-eroeffnungswochenende/. Der Eintritt in das Museum ist bis einschließlich Sonntag, 8. März, kostenfrei.

Bei einem Presserundgang am Donnerstagvormittag durften zahlreiche Journalisten sich schon vor der Eröffnung ein Bild von den neuen Räumlichkeiten machen. Hier sind Handwerker nach wie vor am Werk, damit bis zum Samstag alles fertig ist. „Das ist ein besonderer und lang ersehnter Festtag für Freiburg. Das Augustinermuseum erstrahlt in neuem Glanz und alter Pracht. Das war eine große gemeinsame Kraftanstrengung, nun kehrt ein kultureller Leuchtturm in unsere Stadt zurück“, betonte Oberbürgermeister Martin Horn am Donnerstag. Aber damit nicht genug: Der Augustinerplatz soll bis Mai wieder komplett begehbar sein, ohne Bauzäune, mit mehr Platz, Sitzgelegenheiten und einem größeren Spielplatz.

„Ich bin froh und dankbar, dass die Sanierung und Erweiterung des Augustinermuseums nun noch kurz vor Ende meiner Amtszeit als Bürgermeister vollendet werden konnte. Es war ein langer Weg mit vielen Höhepunkten und auch Tiefschlägen. Aber der engagierte Einsatz der vielen Beteiligten hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Wir laden alle Freiburger ein, die Gelegenheit zu ergreifen, einen neuen, frischen Blick auf Freiburger Kunst- und Kulturgeschichte zu gewinnen“, ergänzte der Erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach.

Drei Bauabschnitte waren nötig, um das Mammutprojekt zu stemmen. Der Startschuss fiel 2002 mit dem Beschluss im Gemeinderat. Den Auftakt bildete die Erneuerung der ehemaligen Klosterkirche. 2016 war der zweite Bauabschnitt, das Haus der Graphischen Sammlung, fertig. Nach dem 100-jährigen Jubiläum des Augustinermuseums im Jahr 2023 ist die Eröffnung von Kreuzgang, Konventgebäude und historischen Gewölbekellern nun der Abschluss des dritten und letzten Bauabschnitts. In dem denkmalgeschützten Gebäude ist für rund 95 Millionen Euro ein moderner Museumsbau entstanden.

„In diesen über zwei Jahrzehnten ist seit dem ersten Mauerdurchbruch viel passiert: Es war ein langer und harter Weg, der uns vor viele Herausforderungen gestellt hat. Viele geplante, aber auch unvorhersehbare Herausforderungen mussten gemeistert werden“, so Baubürgermeister Martin Haag. So hatte beispielsweise ein Pilzbefall in der Dachkonstruktion die Sanierung verzögert.

Hochmoderne Technik in Doppelböden und Wänden sorgt für das richtige Klima für die empfindlichen Kulturschätze, auf eine möglichst barrierearme Gestaltung wurde viel Wert gelegt. Mit rund 1.600 Quadratmetern zusätzlicher Ausstellungsfläche auf vier Etagen hat sich das Museum verändert – im Fokus stehen nun Stadt- und Kulturgeschichte. Diese bilden einen deutlichen Gegenpol zur
Ausstellung überwiegend sakraler Kunst im ehemaligen Kirchengebäude. Auch der Einsatz neuer Medien – von Präsentationen und Animationen über interaktive Stationen bis hin zum immersiven Raum –
macht den Unterschied.

Schatzkammer und Stadtgeschichte: Die neuen Ausstellungbereiche

Mit den zahlreichen Themenbereichen spannt das Museum einen weiten Bogen von der frühen Geschichte bis in die Gegenwart. Neu ist auch: Ab jetzt ist ein kompletter Rundgang im Augustinermuseum möglich, von der Glasmalerei geht es direkt zum Bereich Stadtgeschichte, der bisher im Wentzingerhaus untergebracht war. Von Rittern, Bächle und Jahrhundertbaustellen: Was Freiburg in den vergangenen 900 Jahren prägte und wie sich die Stadt entwickelte, zeigen zahlreiche Objekte und Modelle. Im Fokus steht auch die faszinierende Baugeschichte des Münsters.

In der Schatzkammer sind mittelalterliche Bildteppiche, Goldschmiedekunst oder Raritäten wie der Adelhauser Tragaltar aus dem 8. Jahrhundert zu bestaunen. Auch in den Bereichen Religion und Klosterleben gibt es viel zu entdecken. In einer immersiven Rauminstallation erleben die Besucher den Schwarzwald – sie streifen zwischen den Bäumen umher oder schauen den Glasbläsern am Ofen zu.

Prunkvoll wird es in der Barockgalerie, die Malerei von 1600 bis 1800 zeigt, in der Welte-Lunge dreht sich dagegen alles um Freiburger Musikgeschichte. Die selbstspielenden Instrumente der Firma M. Welte & Söhne sind weltbekannt. Das Schaudepot zeigt rund 1.300 Notenrollen, die auf dem Steinway-Welte- Flügel abgespielt werden können.

Der Bereich Protest und Revolution reicht von der Badischen Revolution über die Atomkraft bis hin zu aktuellen Bewegungen wie „Fridays for Future“ oder „I can’t breathe“. Im „Frei_Raum“ ist die erste Jahresausstellung „Zukunfts(t)räume. Ein Museum im Wandel“ zu sehen.

Info: Das Augustinermuseum mit dem Café Kien ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis 19 Uhr geöffnet. Bis einschließlich Sonntag, 8. März, ist der Eintritt frei. Danach kostet er 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Für Menschen unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard oder Museums-PASS-Musées ist der Eintritt frei. Das Ticket gilt als Tageskarte für alle Häuser der Museen Freiburg. Alle Informationen zum Augustinermuseum, zu den Veranstaltungen und Bildungsangeboten gibt es unter www.museen.freiburg.de

Meisterwerke der Godlschmiedekunst werden in der Schatzkammer ausgestellt. Foto: Museen Freiburg/Marc Doradzillo
Prunkvolle Malerei von 1600 bis 1800 in der Barockgalerie Foto: Museen Freiburg/Marc Doradzillo
Bei der Stadtgeschichte steht steht auch die faszinierende Baugeschichte des Münsters im Fokus – es war im Mittelalter zentraler Treffpunkt und weit mehr als ein Gotteshaus. Foto: Schuh
Beeindruckendes Gemälde: der 400 Jahre alte Korntawerplan zeigt das einstige Freiburg Foto: Museen Freiburg/Marc Doradzillo
Multimediales Erlebnis: Der immersive Schwarzwald-Raum Foto: Museen Freiburg/Marc Doradzillo
In der Welte-Lunge mit selbstspielendem Flügel steht die Musikgeschichte im Mittelpunkt Foto: Patrick Seeger
Im „Frei_Raum“ ist die erste Jahresausstellung „Zukunfts(t)räume. Ein Museum im Wandel“ zu sehen. Foto: Schuh
Ein Bereich beschäftigt sich mit Protestbewegungen: von der Badischen Revolution bis hin zu „Fridays for Future“. Foto: Museen Freiburg/Marc Doradzillo
Im Museum dreht sich viel um die Geschichte der Stadt. Foto: Schuh

Dauerregen verzögert Bauarbeiten in der Kappler Straße in Littenweiler

Ein Plattendruckversuch zeigt, wie stark sich der nasse Boden unter Druck verformt. Foto: Heike SchwendeEin Plattendruckversuch zeigt, wie stark sich der nasse Boden unter Druck verformt. Foto: Heike Schwende

Die Stadtverwaltung möchte Vorwürfen entgegentreten, dass die Bauarbeiten in der Kappler Straße in Freiburg-Littenweiler unnötig verlängert werden. Der anhaltende Regen der vergangenen Tage sorgt für zu viel Feuchtigkeit im Untergrund, wodurch es nicht möglich ist zu asphaltieren.

An einer der derzeit größten und längsten Baustellen in Freiburg wird bereits seit Februar 2025 gearbeitet. Nach bisherigem Zeitplan sollen die Arbeiten, die in fünf Bauabschnitten vonstattengehen, bis 2027 abgeschlossen werden. Noch ist man im ersten Bauabschnitt, für den die Kappler Straße zwischen Lindenmattstraße und Kreuzsteinacker komplett gesperrt ist. Dessen Ende war eigentlich zuletzt im Februar geplant gewesen.

Für Anwohnende ist die Baustelle eine Dauerbelastung, denn ein Teil des Verkehrs zwängt sich durch die Ekkebertstraße, eigentlich eine Spielstraße, doch die Verkehrsberuhigung war wegen der Bauarbeiten aufgehoben worden. Der Unmut der Anwohnenden führte zu einem moderierten Güteverfahren vor dem Verwaltungsgericht. In dessen Zuge versicherte die Stadt, dafür zu sorgen, dass der erste Bauabschnitt so schnell wie möglich beendet wird.

Um zu demonstrieren, worin momentan der Grund dafür liegt, dass es in der Kappler Straße nicht vorangeht, hat die Stadt am vergangenen Freitag zu einem Vororttermin für die Presse eingeladen.

Der vom Messgerät ermittelte Wert ist zu hoch für den Asphalt. Foto: Heike Schwende
Der von Albin Enderlin ermittelte Messwert ist zu hoch für den Asphalt. Foto: Heike Schwende

„Der Boden schwimmt“

Auf dem Messgerät von Albin Enderlin, Mitarbeiter des Bauunternehmens Schleith, zeigt sich der Wert 2,39. Ein paar Meter weiter hinten hatte der Wert sogar 3,23 betragen. „Der Boden schwimmt“, erklärt Bauleiterin Lara Boehm. Liege der Wert, der durch einen Drucktest ermittelt wurde, über 2,2, könne keine Asphaltschicht aufgetragen werden. Sonst könnten später bei Belastung der Straße Risse und Verwerfungen auftreten, so Boehm. Die Bauarbeiten würden deshalb länger dauern als ursprünglich angenommen. Ein fester Termin sei momentan unmöglich zu nennen, sagt Frank Uekermann, Leiter des Garten- und Tiefbauamts der Stadt Freiburg. „Ende März wird knapp werden, das sage ich jetzt schon mal voraus“, ergänzt Uekermann, auf das bisher angepeilte Bauende im März 2027 Bezug nehmend. Niemand habe Interesse daran, dass die Baustelle länger dauere, betont er. Das koste nicht nur die Stadt, sondern auch die Baufirma mehr Zeit und mehr Geld. Es seien sich ändernde Rahmenbedingungen, die dafür sorgten, dass manche Arbeiten länger dauerten.

„Wir bauen im Bestand“, sagt Boehm. Erst als der Boden offen war, hatte sich gezeigt, dass an den Wasserleitungen nachgearbeitet werden musste. Parallel dazu wurden neue Kabel für Strom und Beleuchtung verlegt, auch Glasfaser für schnelles Internet wird verlegt – Arbeiten, die ursprünglich nicht eingeplant waren, „aber sinnvollerweise mit erledigt werden“.
Heike Schwende

In Freiburgs Alte Stadthalle zieht nun doch kein Pflegeheim

Stadhalle FreiburgWas wird aus der Alten Stadthalle? Foto: Schuh

In die Alte Stadthalle in Freiburg kommt nun doch kein Pflegeheim. Der Stiftungsrat der Heiliggeistspitalstiftung hat sich in seiner Sitzung am 24. Februar für einen Neubau des Johannisheims am Standort „Im Zinklern“ in Freiburg-West entschieden. In einem Ideenwettbewerb soll nun eine andere Nachfolgenutzung für die denkmalgeschützte Stadthalle gefunden werden.

Die Variante in der denkmalgeschützten Alten Stadthalle in Littenweiler wäre laut Stiftungsverwaltung zwar grundsätzlich als Haus-in-Haus-Lösung möglich gewesen (mehr dazu hier), wäre aber deutlich teurer geworden als ein Neubau „auf der grünen Wiese“. Höhere Baukosten, betriebliche Nachteile, bauliche Risiken im Bestand und der enge Zeitrahmen gaben den Ausschlag gegen die Stadthalle – auch mit Blick auf die späteren Kosten für die Bewohnerinnen und Bewohner. „Die Versorgung älterer Menschen ist für uns kein Geschäftsmodell, sondern unser Stiftungsauftrag und Herzensangelegenheit“, betont Joachim Spross, neuer Stiftungsdirektor der Heiliggeistspitalstiftung seit Oktober 2025. Nach der vertieften Prüfung seien im Zinklern rund 78 Pflegeplätze realisierbar. Die Stiftung geht derzeit von einem Investitionsvolumen von rund 22 Millionen Euro für den Pflegeheimbau im Zinklern aus.

Mit der Entscheidung ist der Weg für einen städtebaulichen und konzeptionellen Ideenwettbewerb zur Zukunft der Alten Stadthalle frei. Auf Basis der nun vorliegenden Gutachten zu Tragwerk, Bausubstanz und Denkmalschutz soll die Verwaltung in der zweiten Jahreshälfte 2026 dem Gemeinderat ein Verfahren vorschlagen, um in einem offenen Wettbewerb Konzepte für eine innovative, nachhaltige und denkmalgerechte Nutzung der Stadthalle zu finden. „Die Umnutzung der Alten Stadthalle bleibt eine anspruchsvolle, aber auch spannende Aufgabe – baulich wie wirtschaftlich“, erklärt Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag. „So ein Projekt hat natürlich Chancen, aber auch Risiken, die wir aber mit den Untersuchungen der letzten Monate weiter eingrenzen können“.

Ideen für eine Nachnutzung gab es in der Vergangenheit immer wieder. Zuletzt wurde die Stadthalle etwa als ein möglicher Standort für eine Feuerwache Ost ins Gespräch gebracht (mehr dazu hier). Wegen Statikproblemen am Dach, welches mit einer Trägerkonstruktion abgesichert werden musste, ist die Stadthalle seit Ende 2022 gesperrt (mehr dazu hier).

Motive aus Lviv und Tel Aviv: Foto-Ausstellung in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof

Bei der Ausstellung werden die Parallelen der Städte gezeigt. Hier ein Motiv von Yuriy Kovalchyk, der in Lviv lebt.Bei der Ausstellung werden die Parallelen der Städte gezeigt. Hier ein Motiv von Yuriy Kovalchyk, der in Lviv lebt. Foto: Yuriy Kovalchyk,

Ab 28. Februar ist die Ausstellung „Lviv – Tel Aviv“ in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof mit Fotografien von Valentine Kleyner und Yuriy Kovalchyk zu sehen. Diese findet anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Freiburg – Tel Aviv-Yafo und 20 Jahre Freundeskreis Tel Aviv-Yafo statt. Lemberg ist die Kulturhauptstadt der Ukraine, und Tel Aviv ist eine der wichtigsten Städte Israels. Wie der Name der Ausstellung „Lviv – Tel Aviv“ schon andeutet, werden darin die Parallelen zwischen diesen beiden Städten hervorgehoben. Die Ähnlichkeit beginnt schon beim Klang der Namen. Auch die sehr alte Geschichte des jüdischen Lebens in Lemberg ist bekannt.

Ähnliche Parallelen lassen sich zwischen den Künstlern der Ausstellung ziehen: Valentine Kleyner verbrachte die Hälfte seines Lebens in Lemberg und den Rest in Tel Aviv. Yuriy Kovalchyk wurde in Lemberg geboren und lebt dort. Beide verbindet vor allem ihre Liebe zu Lemberg/Lviv und zur Fotografie.
Die Ausstellung ist eine Kooperation von Kommunalem Kino, der Stadt Freiburg und dem Freundeskreis Freiburg – Tel Aviv-Yafo e.V.

Vernissage am Samstag, 28. Februar, 19 Uhr, Galerie im Alten Wiehrebahnhof. In Anwesenheit von Yuriy Kovalchyk, Begrüßung: Oberbürgermeister Martin Horn. Die Ausstellung ist vom 28. Februar bis zum 4. April zu sehen. Weitere Infos unter www.koki-freiburg.de.

Das Satireduo „Onkel Fisch“ gastiert erstmals in Freiburg

Die beiden Bewegungsfanatiker Adrian Engels und Markus Riedinger alias Onkel Fisch verbreiten Hoffnung, wo sie können. Foto: Rainer HolzDie beiden Bewegungsfanatiker Adrian Engels und Markus Riedinger alias Onkel Fisch verbreiten Hoffnung, wo sie können. Foto: Rainer Holz

Mit dem neuen Live-Programm „Hoffnung – ein Serviervorschlag“ gastiert das preisgekrönte Satireduo „Onkel Fisch“ am 28. Februar erstmals in Freiburg. Und wo sie hinkommen, bringen sie die Hoffnung mit. Ihr Motto: Verzweifeln kann man immer noch. Es ist viel zu einfach, auf alles zu schimpfen. Im ständigen Beschuss von Schwarzmalern und Weißmachern glauben viele Menschen, schon am Abgrund zu stehen. Vielleicht, aber am Abgrund ist die Aussicht auch am besten. Primär ist das meiste eine Frage der Perspektive.

Die beiden Bewegungsfanatiker Adrian Engels und Markus Riedinger verbreiten Hoffnung, wo sie können. Und wie sie’s können: mit Spaß, Singen, Tanzen und das in Deutschlandtempo und Zeitlupe. Am 28. Februar, 20 Uhr, treten sie im Vorderhaus (Habsburgerstraße 9) auf. Tickets ab 27 Euro unter 0761/88849999 oder vorderhaus.reservix.de.

Kinotipp: Das Sportbiopic „Marty Supreme“ ist für neun Oscars nominiert

Für seinen großen Traum sind ihm alle Mittel recht: Marty (Timothée Chalamet) kommt einer Hollywood-Diva (Oscar-Preisträgerin Gwyneth Paltrow) näher, um ihren Mann als Sponsor zu gewinnen.Für seinen großen Traum sind ihm alle Mittel recht: Marty (Timothée Chalamet) kommt einer Hollywood-Diva (Oscar-Preisträgerin Gwyneth Paltrow) näher, um ihren Mann als Sponsor zu gewinnen. Foto: Tobis Film

Schuhverkäufer Marty (Timothée Chalamet, „Dune“) hat nur ein Ziel im Leben: Weltmeister im Tischtennis zu werden und somit in den Olymp der gefeierten Athleten aufzusteigen, zu denen er sich selbst ohnehin schon lange zählt. Um an einem Turnier in London teilnehmen zu können, setzt der junge New Yorker alles auf eine Karte.

In den Hinterhöfen Manhattans träumt der junge Schuhverkäufer Marty von einer Zukunft, die ein paar Nummern größer ist als der kleine Schuhladen seines Onkels. Angetrieben von der Idee, Weltmeister im Tischtennis werden zu können, taucht er jede Nacht ab in die verrauchten Wettkampfhallen der Stadt, wo er sich mit viel Talent, der nötigen Chuzpe und dank der Hilfe seines besten Freundes (Sänger Tyler Okonma) ein paar Dollar dazuverdient. Zu wenig, um eine Profikarriere zu finanzieren und an den Turnieren in London, Paris oder Tokio teilnehmen zu können.

Also „leiht“ sich Marty kurzerhand Geld aus dem Safe seines Onkels, belügt seine Mutter (Fran Drescher, „Die Nanny“) ebenso wie seine Freundin (Odessa A’zion, „Until Dawn“) und schmeißt sich schamlos an eine Hollywood-Diva (Oscar-Preisträgerin Gwyneth Paltrow) ran, deren Ehemann (Kevin O’Leary, „Shark Tank“) er gleichzeitig als Sponsor gewinnen will. Um an einem Turnier in London teilnehmen zu können, setzt der junge New Yorker alles auf eine Karte, muss sich im nervenaufreibenden Finale aber dem japanischen Sportstar Endo (Koto Kawaguchi) geschlagen geben. Doch das ist erst der Anfang der Odyssee eines Mannes, der bereit ist, für Ruhm und Erfolg alles zu riskieren.

Angelehnt an die Biografie des legendären Tischtennisspielers und Lebemanns Marty Reisman konnte Regisseur Josh Safie für den ersten Spielfilm ohne seinen Bruder Benny ein energiegeladenes Ensemble gewinnen. Für die Hauptrolle hat Timothée Chalamet einen Golden Globe gewonnen. Das Sportbiopic ist außerdem für neun Oscars nominiert – unter anderem als bester Film und für den besten Hauptdarsteller.

Porträt einer Musiklegende: Baz Luhrmann bringt Elvis ins Kino

Verschollen geglaubtes Filmmaterial wurde mit modernster Technik restauriert. Foto: Universal StudiosVerschollen geglaubtes Filmmaterial wurde mit modernster Technik restauriert. Foto: Universal Studios

„Epic: Elvis Presley in Concert“: Der visionäre Regisseur Baz Luhrmann („Moulin Rouge“) lässt Musiklegende Elvis Presley neu aufleben, mit verloren geglaubten Aufnahmen, Welthits und einer unvergleichlichen Stimme in nie dagewesener Tonqualität.

Während der Dreharbeiten zu seinem mehrfach Oscar-nominierten Film „Elvis“ (2022) fand Luhrmann das verschollen geglaubte Filmmaterial der legendären Elvis-Konzertfilme aus den 1970er-Jahren. Gemeinsam mit unveröffentlichten Super-8-Filmen der Graceland-Archive wurden die Filmnegative mit modernster Technik restauriert. „Epic: Elvis Presley in Concert“ ist ein Konzertfilm, wie es ihn nie zuvor im Kino gegeben hat.

Freiburgs OB-Kandidat Achim Wiehle setzt auf Sicherheit, Wirtschaft und Erhalt des Flugplatzes

Achim Wiehle OB-WahlAchim Wiehle ist ehrenamtlich in der Ukraine-Hilfe tätig und organisierte zahlreiche Hilfstransporte in das Kriegsgebiet. Am Dienstag stellt er im Kreise seiner Unterstützer sein Wahlprogramm vor. Foto: Joers

Am 26. April wählt Freiburg einen neuen Oberbürgermeister. Der Freiburger Unternehmer Achim Wiehle, der sich auch ehrenamtlich engagiert, stellte auf einer Pressekonferenz sein Wahlprogramm vor. Im Kreise seiner Unterstützer, darunter der Freiburger CDU, äußerte sich Wiehle unter anderem zum Streit um den Erhalt des Flugplatzes.

Sicherheit, solide Finanzen, mehr Tempo beim Wohnungsbau und ein „unternehmerfreundlicheres“ Klima: Mit diesen Schwerpunkten will Achim Wiehle in den Kampf um das Freiburger Rathaus bei der OB-Wahl am 26. April gehen. Vor allem das Thema Sicherheit steht für den 54-Jährigen „nicht umsonst an erster Stelle“ seines Programms. Es gebe Zonen in Freiburg, in denen Kriminalität „trotz vieler Konzepte“ verfestigt sei, darunter auf dem Stühlinger Kirchplatz. „Das dürfen wir nicht dulden“, sagte der verheiratete Vater von drei Söhnen am Dienstag im Technikhaus der Brauerei Ganter. Deshalb wolle er, würde er zum OB gewählt werden, unmittelbar nach der Wahl eine Task Force mit allen relevanten Akteuren ins Leben rufen – Ziel sei es, die Kriminalitätszahlen zu senken.

Wiehle will Flugplatz erhalten

Sicherheit, so Wiehle, bedeute für ihn aber auch Katastrophen- und Krisenvorsorge. Angesichts einer unübersichtlichen weltpolitischen Lage sei es nicht auszuschließen, dass Deutschland in Konflikte hineingezogen werde oder Freiburg von Naturkatastrophen getroffen werde. Deshalb wolle er sich hier mit regionalen Städten und Gemeinden abstimmen: „Wer hat welche Ressourcen, welche Ideen, welche Konzepte?“ Freiburg müsse sich besser auf Krisen vorbereiten.

Achim Wiehle (3.v.l.) im Kreise seiner Unterstützer am Dientag in der Brauerei Ganter. Von links: Bernard Rotzinger (CDU Kreisvorsitzender), Sarah Augustin (Junge Union Freiburg), Arno Heger (Fraktionsvorsitzender CDU-Gemeinderatsfraktion), Tobias Schließmann (Junge Liberale Freiburg) sowie der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Schüle. Foto: Joers

In diesem Zusammenhang spricht sich Wiehle auch klar für den Erhalt des Freiburger Flugplatzes aus und stellt sich damit gegen den Vorschlag seiner Mitbewerberin Monika Stein (mehr dazu hier). Der Flugplatz sei nicht nur wegen der Stationierung des Rettungshubschraubers und aufgrund der Kaltluftschneise erhaltenswert, sondern werde Wiehle zufolge auch im Krisen- oder Bündnisfall „als medizinischer und logistischer Standort“ gebraucht.

Als Unternehmer legt Wiehle großen Wert auf Wirtschaftsthemen. Freiburg sei, so seine Diagnose, teils von einem „unternehmerfeindlichen Klima“ geprägt, und Unternehmer würden in politischen Debatten als „Heuschrecken“ dargestellt. Seine Erfahrung sei jedoch eine andere: „Das sind Menschen, die Verantwortung übernehmen, Arbeitsplätze schaffen und den Laden am Laufen halten.“ Durch konsequente Digitalisierung, schlankere Prozesse und den Abbau von Bürokratie wolle er den Wirtschaftsstandort Freiburg „nicht nur stärken, sondern ausbauen“. Der städtischen Verschuldung – Wiehle zufolge rund zwei Milliarden Euro – wolle er mit einer konsequenteren Haushaltsdisziplin begegnen.

Auch beim Wohnungsbau spricht er sich für eine Beschleunigung der Verfahren und weniger Hürden beim Bau aus. Als Negativbeispiel nennt er das Baugebiet Kleineschholz, wo die Stadt fast nur auf Baugruppen setzt. Dürften dort aber städtische Wohnungsbaugesellschaften oder private Entwickler zum Zug kommen, würden „die Bagger schon rollen“, so seine These. Klimaschutz dürfe zudem nicht „ideologisch“ betrieben werden. Er fordert, dass die Stadt bei eigenen Gebäuden mit gutem Beispiel vorangeht – etwa mit Photovoltaik auf städtischen Dächern. „Erst wenn die Kommune ihren eigenen Handlungsspielraum ausschöpft, sind wir in Sachen Klimaschutz glaubwürdig“, so Wiehle. Zuletzt möchte sich Wiehle unter dem Schlagwort „Gesellschaft“ für eine Stärkung von Betreuungs- und Bildungsangeboten einsetzen.

Auf der Pressekonferenz machte der CDU-Kreisvorsitzende Bernhard Rotzinger noch einmal deutlich, dass die CDU Wiehle offiziell unterstützt. Er sei jedoch kein eigener Parteikandidat, sondern parteilos. „Achim Wiehle ist vernünftig, verlässlich und zeigt Haltung“, so Rotzinger.

Augustinermuseum feiert am 28. Februar und 1. März Eröffnung

Die Badische Revolution ist ein Thema im Augustinermuseum. Foto: Marc DoradzilloDie Badische Revolution ist ein Thema im Augustinermuseum. Foto: Marc Doradzillo

Das Augustinermuseum feiert mit einem Eröffnungswochenende am Samstag, 28. Februar, und Sonntag, 1. März. An beiden Tagen präsentiert ein buntes Programm großen und kleinen Besuchenden die spannenden Museumswelten. Von 10 bis 17 Uhr stehen im Haus verteilt Expertinnen und Experten bereit, die unter dem Motto „1000 Fragen, 1000 Antworten“ über alle Themen und Ausstellungsobjekte informieren. In der Werkstatt Museumspädagogik können jeweils von 10 bis 16.30 Uhr persönliche Museumsandenken, beispielsweise eine kreative Museumstasche oder ein Button mit dem Lieblingsmuseumsmotiv, gestaltet werden.

Von Freiburg in die Welt

Was die neue Museen-Freiburg-App alles bietet, wird mit dem App-Explainer von 10 bis 14 Uhr inklusiv und interaktiv erklärt. Von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr können am Samstag und am Sonntag kleine Museumsdetektive im Museum auf Spurensuche gehen. Von 11 bis 13 Uhr und von 14 bis 16 Uhr bieten Restauratoren spannende Einblicke in ihre Arbeit am Museum. In der Welte-Lounge erklärt ein Experte die Technik des selbstspielenden Welte-Flügels, einem Freiburger Exportschlager des frühen 20. Jahrhunderts, der damals als neues Weltwunder gefeiert wurde. Einblicke in die aufwendige Sanierung des Konventgebäudes geben federführende Mitarbeitende von 14 bis 17 Uhr und berichten von den zahlreichen Highlights und Herausforderungen.

Einen musikalischen Höhepunkt setzt am Samstag von 13 bis 15 Uhr die Freiburger Kultband Redhouse Hot Six in der Skulpturenhalle mit Oldtime-Jazz der 1920er- und 1930er-Jahre.

Speed-Dating mit Museen

Am Sonntag gibt es ebenfalls ein besonderes Highlight: Kuratoren verschiedener Freiburger Museen laden von 14 bis 16 Uhr zu jeweils 20-minütigen Speed-Dates mit Archäologie, Ethnologie, Naturkunde, Geschichte und neuer Kunst ein. Denn das neue Augustinermuseum ist Teil einer unglaublich vielfältigen Freiburger Museumslandschaft, die es sich lohnt zu
entdecken.

Im neu eröffneten Augustinermuseum gibt es viel Spannendes entdecken. Foto: Marc Doradzillo

Bis zum 8. März ist der Eintritt frei

Der Museumsbesuch und der Besuch sämtlicher Veranstaltungen sind am Eröffnungswochenende frei. Der Museumseintritt bleibt noch bis zum 8. März kostenfrei.

Die Romantikomödie „Ein fast perfekter Antrag“ mit Heiner Lauterbach und Iris Berben

Walter (Heiner Lauterbach) trifft seine Jugendliebe Alice (Iris Berben) wieder.Walter (Heiner Lauterbach) trifft seine Jugendliebe Alice (Iris Berben) wieder. Foto: Leonine Filmverleih

Der eigenwillige Witwer Walter (Heiner Lauterbach) vertreibt sich seine Zeit im Ruhestand damit, Restaurants zu testen und akribisch im Internet zu bewerten. Bei einem seiner Restaurantbesuche trifft er zufällig seine Jugendliebe Alice (Iris Berben) wieder. Vor 40 Jahren hatte er ihr einen Heiratsantrag gemacht und war spektakulär gescheitert. Die lebensfrohe und freigeistige Kunstprofessorin ist auch heute noch das genaue Gegenteil des altmodischen, akkuraten Walter.

Der Ehrgeiz des pensionierten Ingenieurs ist geweckt. Er will es diesmal besser machen, während Alice gar nicht daran denkt, denn sie liebt ihr unabhängiges Leben und braucht keinen Beziehungsstress. Sie stellt eine Bedingung: Erst wenn er echtes Interesse an ihrer Welt zeigt, bekommt er vielleicht eine zweite Chance. Und so schreibt sich Walter, der sich nie für Kunst interessiert hat, zu Alice Entsetzen als Gaststudent in ihrem Kurs ein – fest entschlossen, sich selbst und ihr zu beweisen, dass es nie zu spät ist, neue Wege zu gehen. Aber nicht nur Alice stellt ihn vor ungeahnte Herausforderungen, sondern auch die Begegnung mit seinen 40 Jahre jüngeren Kommilitonen. Unerwartet finden sich Alice und Walter in einem neuen, aufregenden Kapitel ihres Lebens wieder und müssen sich fragen: Rostet alte Liebe wirklich nicht?

Mit perfektem komödiantischem Timing und unwiderstehlichem Charme begeistern die Publikumslieblinge Heiner Lauterbach und Iris Berben in dieser turbulenten Rom-Com. Mit dem Film setzen Regisseur Marc Rothemund und Drehbuchautor Richard Kropf nach ihrem Kinohit „Wochenendrebellen“ ihre Zusammenarbeit fort.