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Finale! Freiburg trifft in Istanbul auf Aston Villa

Der SC Freiburg hat das Finale der Europa League erreicht. Foto: Detlef BergerDer SC Freiburg hat das Finale der Europa League erreicht. Foto: Detlef Berger

Breisgauer Fußball-Wahnsinn: Der SC Freiburg steht im Europa-League-Finale! Das Halbfinal-Rückspiel gegen Sporting Braga gewann Freiburg mit 3:1 (2:0). Nach einer Notbremse spielten die Hausherren 85 Minuten lang in Überzahl.

Magische Europapokal-Nacht im Europa-Park Stadion: Der SC Freiburg schafft nach dem 1:2 im Hinspiel die Wende gegen Braga und gewinnt 3:1 (2:0). Als letzter verbliebener Bundesligaverein in Europa nach dem Champions-League-Aus der Bayern stehen die Südbadener damit erstmals überhaupt in einem europäischen Finale. Am 20. Mai trifft der SC im Endspiel von Istanbul auf Premier-League-Vertreter Aston Villa.

Europapokalatmosphäre vom Feinsten herrschte am Donnerstag im Europa-Park Stadion. Foto: Berger

Schon früh im Spiel schlug das Pendel zugunsten der Freiburger aus: In der 6. Minute sah Mario Dorgeles die Rote Karte für eine Notbremse an Niklas Beste. Beste lief allein aufs Tor zu, kreuzte Dorgeles Laufweg und wurde von diesem kurz vor dem Strafraum gestoppt. Der italienische Schiedsrichter Davide Massa zückte sofort Rot.

Dann die wichtige Freiburger Führung vor 33.700 Zuschauern im Flutlichtspiel: Lukas Kübler rauschte mit einer Willensleistung in den portugiesischen Strafraum und versenkte den Ball im Tor (19.). Die Gäste aus Braga waren plötzlich im Hintertreffen, während der SC die tonangebende Mannschaft war. Klare Chancen der Freiburger blieben jedoch aus. Bis zur 41. Spielminute – und einem Geniestreich von SC-Shootingstar Johan Manzambi: Aus rund 20 Metern Entfernung traf der Schweizer A-Nationalspieler unhaltbar für Braga-Keeper Lucas Hornicek ins rechte Toreck.

Kurz vor der Pause wurde es nochmal brandgefährlich vor dem SC-Tor: Nur der Pfosten und eine Rettungstat von Verteidiger Philipp Treu bewahrten die Schuster-Elf vor dem Anschlusstreffer der Portugiesen.

Freiburger Chancen im Minutentakt

Mit Beginn der zweiten Halbzeit hatte Vincenzo Grifo das 3:0 auf dem Fuß. Doch der SC-Rekordtorschütze legte die Kugel knapp am Tor vorbei (47.). Auch Matthias Ginter fasste sich in der 49. Minute ein Herz und platzierte den Ball per satter Direktabnahme knapp neben den Kasten. In der 52. Minute scheiterte schließlich Manzambi an Hornicek und Grifo verfehlte erneut aus der Distanz das Gästetor (54.). Und in der 69. Minute schrammte Matthias Ginter bei einer Freiburger Ecke haarscharf am Torerfolg vorbei.

In der 72. Minute dann das erlösende 3:0: Eine Grifo-Freistoßflanke köpfte Lukas Kübler mustergültig mit seinem zweiten Tor des Abends mitten ins Herz der Portugiesen. Die aber gaben sich nicht geschlagen und verkürzten durch Paul Victor (78.). Braga warf alles nach vorne. In der 88. und 89. Minute rettete zweimal Freiburg-Keeper Noah Atubolu jeweils zur Ecke für die Gäste. Die vierminütige Nachspielzeit überstand der SC unbeschadet, auch dank einer erneuten Parade von Atubolu – dann pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. Die Fans der Nordtribüne hielt es nicht mehr auf den Rängen und stürmten den Platz.

Im zweiten, rein englischen Halbfinale des Abends setzte sich Aston Villa nach einer 0:1-Niederlage im Hinspiel gegen Nottingham Forrest durch: 4:0 lautete der Endstand.

Finale, wir kommen! Johan Manzambi (li.) und Bruno Ogbus. Foto: Detlef Berger
Freiburger Ekstase auf dem Rasen im Europa-Park Stadion. Foto: Joers
Nach Abpfiff stürmten die Fans dem Platz. Foto: Joers
Europapokal-Wahnsinn in Freiburg. Foto: Detlef Berger

Viktoria Fuchs stellt sich der neuen Team-Challenge bei „Kitchen Impossible“

Die Spitzenköchinnen Elif Oskan (v.l.), Cornelia Poletto und Viktoria Fuchs kochen bei „Kitchen Impossible“ in unterschiedlichen Teams gegeneinander.Die Spitzenköchinnen Elif Oskan (v.l.), Cornelia Poletto und Viktoria Fuchs kochen bei „Kitchen Impossible“ in unterschiedlichen Teams gegeneinander. Foto: RTL/Henning Kretschmer

Die aktuelle Staffel von „Kitchen Impossible“ begeistert mal wieder die Kochfans. Da Starkoch Tim Mälzer aber etwas kürzer tritt, gibt es die eine oder andere Folge ohne ihn. So wie am kommenden Sonntag, 10. Mai (20.15 Uhr, VOX): Da feiert die neue Team-Edition ihre TV-Premiere.

Hier treten drei der renommiertesten Spitzenköchinnen Deutschlands an: Cornelia Poletto, Elif Oskan und Viktoria Fuchs vom Hotel Spielweg in Münstertal. Sie kochen in Teams gegeneinander – wer die höchste Jury-Bewertung bekommt, gewinnt. Wer behält die Nerven und beweist die beste Team-Chemie?

Zwischen Kreuzfahrtschiff, Caribbean Heat und alpiner Sterneküche geraten die drei Spitzenköchinnen in kulinarische Extremsituationen, die sie nur gemeinsam meistern können. Doch wenn Ehrgeiz auf Freundschaft trifft und die schwarze Box jede Strategie über Bord wirft, zeigt sich schnell: Teamwork kann beflügeln oder eben alles nur noch komplizierter machen.

Beim Charity Golf Cup erspielen Martin Schmitt und Co. eine stolze Summe

Legten sich für den guten Zweck sportlich ins Zeug: Ex-Fußballer Cacau (v.l.), Rechtsanwalt Joachim Strehle, Ex-Profi-Boxer Sven Ottke, Skisprung-Legende Martin Schmitt, Chirurg Christian Fitz und Ex-Schwimm-Weltmeister Klaus Steinbach.Legten sich für den guten Zweck sportlich ins Zeug: Ex-Fußballer Cacau (v.l.), Rechtsanwalt Joachim Strehle, Ex-Profi-Boxer Sven Ottke, Skisprung-Legende Martin Schmitt, Chirurg Christian Fitz und Ex-Schwimm-Weltmeister Klaus Steinbach. Foto: Detlef Berger

20.000 Euro für den guten Zweck erspielten prominente Teilnehmer wie Martin Schmitt, Sven Ottke, Ireen Sheer und viele weitere Persönlichkeiten aus Sport und Showbusiness am 4. Mai beim Europa-Park Eagles Charity Golfcup. Auf dem 18-Loch-Meisterschaftsplatz des Europa-Park Golfclub Breisgau e.V. in Herbolzheim-Tutschfelden wurde nicht nur sportlicher Ehrgeiz gezeigt, sondern auch ein starkes Zeichen für soziales Engagement gesetzt.

In diesem Jahr durften Heidrun und Joel Beckenbauer bei der festlichen Abendgala im Europa-Park Hotel Colosseo den Spendenscheck über 20.000 Euro für die Franz Beckenbauer-Stiftung entgegennehmen. Diese setzt sich für Menschen mit Behinderung sowie für Bedürftige ein. Die Hilfe soll jene erreichen, die unverschuldet in Not geraten sind, etwa aufgrund von Krankheit oder Behinderung. Auch benachteiligte Kinder und deren Familien werden gefördert. Der sportliche Einsatz der Promis hat sich gelohnt!

Die Europa-Park Inhaberfamilie Mack überreichte Heidrun und Joel Beckenbauer den Spendenscheck über 20.000 Euro. Foto: Europa-Park


Fechtlegende Alexander Pusch und Schauspieler Jan Hartmann hatten sichtlich Spaß auf dem Golfplatz. Foto: Europa-Park

„Handwerk is King“ holt den Titel bei südbadischem Song-Contest

Sieger des Song-Contests der Handwerkskammer Freiburg: der „Saunaclub Hinterzarten“.Sieger des Song-Contests der Handwerkskammer Freiburg: der „Saunaclub Hinterzarten“. Foto: Saunaclub Hinterzarten

125 Jahre Handwerkskammer Freiburg – dieses Jubiläum wurde auch musikalisch gewürdigt. Zusammen mit den Jazz & Rock Schulen Freiburg veranstaltete die Handwerkskammer deshalb einen großen Song-Contest für ganz Südbaden. Gesucht wurden Musiker, die neue und frische Versionen des bekannten Liedes „Wer will fleißige Handwerker sehn?“ aus dem 19. Jahrhundert einreichen. Die Resonanz war groß: 29 Titel erreichten die Handwerkskammer.

Von Metalcore bis Hip Hop, von Dixie bis a capella, von Musikverein bis Kindergarten – die musikalische Bandbreite übertraf die Erwartungen der Organisatoren bei weitem: „Wir sind total begeistert, dass uns aus allen musikalischen Richtungen tolle Versionen erreicht haben“, so Präsident Christof Burger. Der Sieg ging an den Saunaclub Hinterzarten aus Freiburg, gefolgt von TobiJ sowie Doctor Cypher & Kathuc – ebenfalls aus Freiburg. Platz 4 und 5 belegten Michael Grießer aus Hartheim sowie Josoa Rakotomanana und Crazy Chris Loony aus Elzach/Biederbach.

Die Musikerinnen und Musiker in Südbaden hatten spürbar Freude beim Lösen der Aufgabe. Vier Handwerksmeister aus Meißenheim-Kürzell hatten sogar eigens für den Contest die Band „Meister 4.0“ ins Leben gerufen. Andere – wie der Musikverein Mahlberg – produzierten gleich ein Video mit. Im Falle der Mahlberger mit stilechtem Hintergrund: kurzerhand wurde eine örtliche Schreinerei zur Drehkulisse umfunktioniert. Auch die Metal-Band „Cultspring“ aus Emmendingen denkt gerne an die Produktion ihrer Version zurück: „Wir hatten viel Spaß am gesamten Prozess!“ Selbst unter den fünf Gewinnern befindet sich mit Michael Grießer aus Hartheim ein Handwerksmeister und langjähriger Freizeitmusiker.

Die Gewinner des Song-Contests, die Band „Saunaclub Hinterzarten“, präsentier ihren Titel „Handwerk ist King“ live bei der Meisterfeier der Handwerkskammer Freiburg am 23. Mai im Europa Park.

Die Songs findet ihr hier: www.hwk-freiburg.de/song-contest. Hört rein!

Der zweite Platz ging an TobiJ aus Freiburg. Foto: TobiJ

Gefolgt von Doctor Cypher & Kathuc aus Freiburg  auf Platz drei. Foto: Doctor Cypher & Kathuc aus Freiburg 

Konzerte, Märchen, Vorträge und mehr: Ebneter KulturSommer startet am 8. Mai

Die Band „Wilde Wälder“ bringt alemannische Songs auf die Bühne, Foto: Britt SchillingDie Band „Wilde Wälder“ bringt alemannische Songs auf die Bühne, Foto: Britt Schilling

Der Vorhang zum Ebneter KulturSommer in Freiburg hebt sich am 8. Mai: Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen musikalischen und kulturellen Highlights. In diesem Jahr gibt es eine besondere Premiere – erstmals werden Veranstaltungen in Gebärdensprache begleitet.

Den Auftakt macht am 8. Mai das „Nehemia Reinhardt Trio“ mit Gypsy-Jazz der 30er-Jahre. Weiter geht es am 9. Mai mit alemannischer Musik der Band „Wilde Wälder“, der Bruce Springsteen-Coverband „Left-handed Boss and Friend“ (15. Mai), der Coverband „Stargazer“ (16. Mai), die den Sound der Hardrock-Legende „Rainbow“ auf die Bühne bringt, oder mit Folkpop von „Aaron Wälchli und Band“ am 17. Mai.

Auf dem Programm stehen aber noch viele weitere Veranstaltungen, von klassischer Musik (mit den Matinee-Konzerten mit jungen Künstlern am 10. Mai, 7. Juni, 14. Juni und 21. Juni jeweils ab 11 Uhr), Spanischen Klangwelten (6. Juni) oder einer Krimi-Lesung am 2. Juni mit Oliver Bottini bis hin zu italienischer Filmmusik am 12. Juni, einer Ukulele-Nacht (13. Juni) oder Jazz und Pop. „Es ist wieder dafür gesorgt, dass die kulturelle Vielfalt bestens dargestellt wird“, so Vorstand Walter Hätti.

Die Philosophische Reihe widmet sich mit Vortrag und Diskussion Hannah Arendt (20. Mai). Die neue Reihe „Zeitgeister“ verbindet am 22. Mai Musik und Diskussion – im Zentrum stehen Vertonungen von Ossip Mandelstam und Paul Celan. Das beliebte Veranstaltungsformat Brennpunkt ist am 27. Mai thematisch der künstlichen Intelligenz gewidmet. Am 28. Mai lädt Schlossherr Nikolaus von Gayling-Westphal zum Vortrag „Sieben Frauen auf Schloss Ebnet“ im frisch renovierten Gartensaal ein. Darin berichtet er von den weiblichen Vorfahren, die dort lebten.

Am 9. Juni findet eine besondere Premiere statt: Bei der Lesung für Kinder „Nixies“ und „Herr Tilly“ von Jenny Blok und beim Vortrag „Meine Wege mit Erfolgen“ von Stefan Goldschmidt ist ein Gebärdendolmetscher dabei. Ebenso bei der Lesung „Seerauchen“ von Sabine Eschbach am 11. Mai.
Dazu kommt in diesem Jahr ein neues Märchenprojekt am 19. Juni in Zusammenarbeit mit der Reinhold-Schneider-Schule, der Emil-Gött-Schule und der Feyelschule sowie „Traktor mit Klavier“ auf dem Gelände des Schlosses Ebnet. „Hör Mal“ ist eine interaktive Märchenreise durch den Schlosspark für Kinder ab fünf Jahren, die Märchenfiguren wie Cinderella oder den kleinen Däumling besuchen. Am 20. Juni gibt es eine Kooperation mit dem SWR-Experimentalstudio in Freiburg. Bei „Due Dimensioni“ wird neue Musik aus Italien präsentiert. Besonders freuen sich die Organisatoren des Ebneter KulturSommers über ein gemeinsames Konzert der Musikvereine Ebnet, Littenweiler, Kappel und der Trachtenkapelle Stegen am 21. Juni. „Wir wollen mit dem Programm Grenzen überschreiten und alle Sparten zusammenbringen“, betont der künstlerische Leiter des KulturSommers, Detlef Heusinger.

Fast alle Veranstaltungen gehen in der Kulturscheune des Schlosses Ebnet über die Bühne. Ein Konzert wird erneut bei der Gärtnerei Pleuger in Ebnet am 23. Mai ausgerichtet. Zukünftig könnte es beim Ebneter KulturSommer noch weitere Locations für Konzerte und Co. geben – beispielsweise auf der Dachterrasse des Restaurants bei Galeria am Europaplatz, denn das Kaufhaus plant kulturelle Kooperationen.

Aufgrund der Fußball-WM beginnt der KulturSommer früher und läuft bis 21. Juni.
Der Vorverkauf hat bereits vielversprechend begonnen, so Walter Hätti: „Vor allem die Konzerte von Wilde Wälder und Left-handed Boss and Friend sind der Renner. Wer sich dafür noch Karten sichern will, sollte schnell sein.“

Weitere Informationen und Tickets www.ebneter-kultursommer.de.

Clara Tomljanovic präsentiert eine musikalische Reise durch die Klanglandschaften Spaniens. Foto:
Clara Tomljanovic

Sport und Business: Am Wochenende findet der Sport Summit Freiburg statt

Benedikt Doll - Sport Summit FreiburgWintersport-Ass Benedikt Doll ist einer der Speaker beim Sport Summit am 8. und 9. Mai im FT-Sportpark. Foto: Privat / Joers

Der erste Sport Summit Freiburg am 8. und 9. Mai im FT-Sportpark will Vertreterinnen und Vertreter aus Spitzensport, Wirtschaft und Politik zusammenbringen. Prominente Gäste sind unter anderem Wintersportler Benedikt Doll und Felicia Mutterer, Co-Gründerin des Frauen-Zweitligisten FC Viktoria Berlin und gebürtige Freiburgerin.

Die Idee

Im regionalen Spitzensport fehle es oft an Impulsen für gemeinsame Entwicklungen, so Dietmar Junginger, Chef der Agentur Jumediaprint, der den Summit mitorganisiert. Vielen Vereinen mangele es am Know-how im Umgang mit der Wirtschaft. „Vereine müssten aber wissen, welche Tools es braucht, um den Nerv eines Sponsors zu treffen.“ Der Sport Summit soll deshalb eine Plattform bieten: für Sportlerinnen und Sportler, Politikerinnen und Politiker, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Studierende. Ziel ist es, Perspektiven auszuloten und konkrete Kooperationen anzustoßen. „Es geht darum, die Puzzleteile zusammenzusetzen, um ein Sportbild der Zukunft für die Region Freiburg zu kreieren.“

Wie es dazu kam

Grundlage ist das Erfolgsprojekt „Die Großen Spiele“ von 2023. Vier Freiburger Spitzensportvereine – Basketball (USC), Eishockey (EHC), Handball (HSG) und Volleyball (FT) – bündelten ihre Kräfte unter einem gemeinsamen Marketingdach. Daraus entstanden gemeinsame Ticketaktionen und besondere Spiel-Highlights. Das Projekt bewies eindrucksvoll, welches Potenzial in abgestimmter Zusammenarbeit liegt.

Das Programm

Elf hochkarätige Speaker erwarten die rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Neben Mutterer und Doll sprechen Sportvermarktungsexperte Stephan Westermann und Eva-Maria Hänel, CEO der Influencer-Marketing-Agentur Reachbird. Das zweitägige Event wird von SC-Stadionmoderator Stephan Mayer moderiert. Neben Talks, zehn Workshops und einer Podiumsdiskussion kommen am Samstag außerdem Sportmedizinerinnen und Sportmediziner zu Wort. Den Abschluss bildet ein Live-Spiel der HSG Freiburg Red Sparrows am Samstagabend.

Info: Sport Summit Freiburg, 8./9. Mai 2026, FT-Sportpark. Ticketpakete unter sport-summit.de

Nilgänse entwickeln sich in Freiburg vom Exoten zum Alltagsbild

Im Unipark ist ein Nilgans-Pärchen heimisch – derzeit ziehen sie ihre Jungen auf. Foto: Joers

Nilgänse als invasive Art werden in ganz Baden-Württemberg immer mehr zum Ärgernis – zuletzt diskutierte die Stadt Tübingen sogar einen Abschuss der Tiere. Auch in Freiburg sind einige Tiere heimisch und auch hier gibt es ein Managementkonzept.

Sie sind längst kein seltener Gast mehr in Freiburg: In Parks, an Gewässern und auf Grünflächen gehört die ursprünglich aus Afrika stammende Nilgans inzwischen zum Stadtbild. Mit der wachsenden Population nehmen jedoch auch Konflikte mit Menschen zu – ein Umstand, den die zuständigen Behörden genau im Blick behalten.

Die Entwicklung der Bestände sowie mögliche Probleme im Zusammenleben von Mensch und Tier werden von den Wildtierbeauftragten kontinuierlich beobachtet, so Andreas Schäfer von der Unteren Jagdbehörde und Wildtierbeauftragter der Stadt Freiburg. „Wir sind hierbei regelmäßig beratend tätig.“ Dabei nehmen die Anfragen zu, heißt es aus dem Forstamt. Jährlich wenden sich inzwischen mehr als 20 Betroffene an die Fachstellen – Tendenz steigend.

Ein flächendeckendes Monitoring der Nilgansbestände im gesamten Stadtgebiet gibt es nicht – „der Aufwand wäre zu groß“, so Schäfer. In der offenen Landschaft werden pro Jahr rund 20 Tiere erlegt. Hinzu kommen die dokumentierten Beratungsfälle sowie Beobachtungen von Bewirtschaftern und städtischen Stellen. Diese zeichnen ein klares Bild: Die Nilgans ist inzwischen nahezu überall präsent, wo Grünflächen auf Gewässer treffen. Besonders in den vergangenen fünf Jahren habe die Verbreitung deutlich zugenommen, so Schäfer.

Auch landesweit zeigt sich dieser Trend: In Baden-Württemberg führt die Nilgans die Statistik der bejagbaren Gänsearten an – mit mehr als 2.000 erlegten Tieren pro Jahr, bei insgesamt rund 4.000 Gänsen. Die Zahlen steigen seit Jahren exponentiell stark an.

Vor diesem Hintergrund hat das Freiburger Forstamt gemeinsam mit weiteren Ämtern zu Beginn des Jahres eine Managementkonzeption erarbeitet. Diese bündelt den aktuellen Kenntnisstand und mögliche Maßnahmen im Umgang mit der Art. Klar ist jedoch: Eine Bejagung welcher Art auch immer – zum Beispiel auch durch gelege-Entnahme, die Fallen- oder Fangjagd – ist im städtischen Siedlungsraum grundsätzlich verboten. Die untere Jagdbehörde könne dies nur in Ausnahmefällen erlauben, so Schäfer. „Eine Bejagung ist aber immer nur das letzte Mittel“, so der Wildtierbeauftragte. SIe käme nur infrage, wenn zuvor alle milderen Maßnahmen keinen Erfolg hatten.

Eine mildere Form der Bejagung stellen unter anderem Gelege-Behandlung oder auch die Entnahme von Gelegen dar. „Derzeit versuchen wir das als Pilotprojekt im Stadtgarten und sammeln Erfahrungen“, so Schäfer.

Die Nilgans brütet üblicherweise auf Inseln und in Uferbereichen, aber auch in Bäumen und Sträuchern sowie auf begrünten Flachdächern. Die Brutzeit reicht normalerweise von Ende Februar bis Mai, doch Beobachtungen zeigen, dass auch spätere Bruten möglich sind. So wurde im Stadtgarten auch im Oktober noch erfolgreich gebrütet. „In Zeiten des Klimawandels wird dies zur Normalität werden“; so Schäfer.

Doch nicht nur im Stadtgarten sind die Tiere bekannt: Auch im Park des Universitätsklinikums lebt seit einigen Jahren ein Nilgänse-Paar. „Die Tiere sind lauter und verursachen mehr Verschmutzung als heimische Arten“, so Pressesprecher Johannes Faber. Dennoch sei die Population stabil, sodass derzeit kein Handlungsbedarf bestehe. Sollte sich dies ändern, wolle man das weitere Vorgehen mit den zuständigen Behörden abstimmen.

Rezeptbetrug: Wie eine Freiburgerin einen Millionenschaden anrichtete

Landgericht FreiburgDie Angeklagte gestand die Taten vor dem Landgericht Freiburg. Sie wurde nun zu vier Jahren Haft und fünf Jahren Berufsverbot im Gesundheitswesen verurteilt. Fotos: Bernd Peters / Adobe.Stock, Jaguardo

Eine 59 Jahre alte Freiburgerin ist vor dem Landgericht Freiburg in rund 200 Fällen verurteilt worden. Mit gefälschten Rezepten erschleicht sich die Frau als Pflegedienstleiterin hohe Summen. Der Betrug im Gesundheitswesen bleibt lange unentdeckt. Wie konnte das passieren?

Man sieht den Menschen nicht an, was sie auf dem Kerbholz haben. Die 59 Jahre alte Nicole K. aus Freiburg ist zum Beispiel so ein Fall: Äußerlich wirkt sie wie die nette Frau in der Schlange im Supermarkt, die Schokolade für die Enkel kauft. Wer sie vergangene Woche jedoch im Freiburger Landgericht erlebt hat, erfährt andere Details aus dem Leben dieser unscheinbar wirkenden Südbadenerin, die nun für Betrügereien in rund 200 Fällen und mit einer Schadenssumme von rund 1,3 Millionen Euro zu vier Jahren Haft und fünf Jahren Berufsverbot im Gesundheitswesen verurteilt worden ist.

Konkret ging es in dem mehr als 100 Ordner und zwei Jahre polizeiliche Ermittlungsarbeit umfassenden Mammutverfahren um Abrechnungsbetrug mit Rezepten für Verbandmaterial: Die geständige Angeklagte nutzte ihren Job als Pflegedienstleiterin in einer Klinik am Kaiserstuhl, an der Uniklinik Freiburg und bei einem Pflegedienst in Freiburg, um mit gefälschten oder von Ärzten vorab unterschriebenen Blanko-Rezepten bei einem Großhändler Verbandmaterial zu bestellen. Dafür erhielt sie eine Provision in Höhe von 30 Prozent.

Unterm Strich konnte die Frau damit bis zu 15.000 Euro im Monat ergaunern und mindestens 360.000 Euro unrechtmäßige Provisionen einstreichen. Der Großhändler, bei dem laut dem vorsitzenden Richter Alexander Schöpsdau offenbar „die linke Hand nicht wusste, was die rechte tat“, rechnete wiederum gutgläubig die gefälschten Rezepte mit über 30 geschädigten Krankenkassen ab, wodurch ein Schaden von über 1,3 Millionen Euro für das Solidarsystem entstand.

Erst als die AOK sich an die Klinik wandte, weil die übergroßen Bestellungen dort auffielen, flogen die Betrügereien auf und die Klinik erstattete Anzeige gegen Nicole K., was die Ermittlungen gegen sie in Gang brachte. Die unrechtmäßig erhaltenen Provisionen sowie weitere 120.000 Euro für zusätzliche Geschädigte hat die Angeklagte mittlerweile durch einen Grundstücksverkauf zurückzahlen können.
Dass die Frau nun zum ersten Mal in ihrem Leben ins Gefängnis muss, wunderte selbst den vorsitzenden Richter. Schließlich ziehen sich Lügen und Betrug „wie ein roter Faden“ vom Fake-Abitur über das gefälschte Abschlusszeugnis als Krankenschwester von 1989 bis hin zu mehr als einem Dutzend Vorstrafen wegen Diebstahls, Fälschungsdelikten und Betrugs in den vergangenen drei Jahrzehnten durch das „komplett auf Lügen aufgebaute“ Leben der Frau, so Alexander Schöpsdau.

„Mit großer kriminelle Energie“

Die Taten im aktuellen Verfahren seien „hartnäckig und mit großer krimineller Energie“ über einen langen Zeitraum begangen worden. Nach ihrem Rauswurf an der Klinik am Kaiserstuhl Ende 2022 habe sie sich dort weiterhin mithilfe eines Kollegen Zugang zu Patientendaten für Rezeptfälschungen verschafft.

Trotz ihrer 15 Vorstrafen seit 1995 konnte sie immer wieder Arbeitsstellen im Gesundheitswesen finden. Ein Führungszeugnis musste sie offenbar nie vorlegen. Selbst nach einer Hausdurchsuchung ließ Nicole K. nicht von ihren Machenschaften ab und versuchte zuletzt beim Gemeindevollzugsdienst in Freiburg einen beruflichen Neuanfang.

Mit dem Urteil folgte das Gericht annähernd dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf eine Bewährungsstrafe gesetzt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, müsste die Angeklagte spätestens nach vier Monaten ihre Haftstrafe antreten. Die Staatsanwaltschaft Freiburg überprüft derzeit zudem weitere Ermittlungen gegen Nicole K. wegen des Verdachts der Urkundenfälschung.

Mit dem damaligen Arbeitgeber habe sie vor dem Arbeitsgericht zudem „ein brillantes Arbeitszeugnis“ herausgehandelt, mit dem sie ab Sommer 2023 einen Job an der Uniklinik in Freiburg fand, wo sie sofort Zugangsdaten eines Kollegen ausspionierte, um neue Betrugsgeschäfte bei einem weiteren Anbieter von Verbandsmaterialien aufzuziehen.

Autor: Bernd Peters

Initiative aus Freiburg sammelt erneut für Traumahilfezentrum in Lviv

Spendenabend Traumahilfe Zentrum LvivSpendenabend auf der Luisenhöhe in Horben (v.l.): CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter, ARD-Korrespondentin Andrea Beer, Anke Wiedemann (Stadt Freiburg) und Oberstaatsanwalt Klaus Hoffmann. Foto: Gökhan Önol

In Freiburgs ukrainischer Partnerstadt Lviv entsteht derzeit ein neues Traumahilfezentrum. Im Sommer soll es teilweise den Betrieb aufnehmen. Bereits im vergangenen Jahr sammelte eine Initiative erfolgreich Spendengelder dafür. Bei einem Spendenabend im Gesundheitsresort Luisenhöhe wurde der Spendenaufruf nun erneuert.

„Das Traumahilfezentrum hat eine große Bedeutung nicht nur für die Region Lviv, sondern für die gesamte Ukraine“, sagt der Freiburger Oberstaatsanwalt Klaus Hoffmann, der bereits mehrfach seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs in der Ukraine war. Das neue Zentrum soll Soldaten und Angehörigen dabei helfen, ihre Kriegstraumata zu verarbeiten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Kunsttherapie. Im Sommer soll es teilweise den Betrieb aufnehmen.

Möglich wird das dank der Gelder aus Freiburg: Mit rund einer Million Euro unterstützt Freiburg das Projekt – aus dem städtischen Haushalt, aber auch aus Privatspenden. So kamen vor einem Jahr 59.404 Euro bei einer Spendenaktion zusammen. Die Stadt Freiburg verdoppelte diese Summe. Nun wird die Kampagne wiederholt. Prominente Gäste des Spendenabends in Horben waren neben Hoffmann die ehemalige ARD-Korrespondentin für die Ukraine, Andrea Beer, sowie CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter. In einer Live-Schalte in die Ukraine berichtete Sängerin Daria Kudryk vom Leben in Freiburgs Partnerstadt, wo die russischen Drohnen inzwischen auch tagsüber einschlagen. Kudryk betonte, wie wichtig solche Spendenveranstaltungen für die Moral der Ukrainer seien – sie würden einem das Gefühl geben, nicht vergessen zu werden.

„Das bedeutet den Menschen in der Ukraine unheimlich viel“, weiß auch Klaus Hoffmann. Unterstützt wurde der Spendenabend vom Hotel Luisenhöhe, der Brauerei Ganter und dem Weingut Bärmann aus Merdingen. Und so ist es das Ziel der Initiative, ihr Spendenziel aus dem Vorjahr zu übertreffen. Stand Montag lagen bereits Spendenzusagen über 50.000 Euro vor, so Hoffmann.

Info: Spenden kann man über das Spenden-Konto der Stadt Freiburg (Verwendungszweck „Traumahilfe Lviv“) bei der Sparkasse Freiburg, IBAN: DE 75 6805 0101 0000 1919 19. Die Stadt Freiburg verdoppelt die Spende.

Kinotipp: Der Politthriller „Nürnberg“ mit Russel Crowe als Hermann Göring

Hermann Göring (Russell Crowe) steht in Nürnberg vor Gericht.Hermann Göring (Russell Crowe) steht in Nürnberg vor Gericht. Foto: Sony Pictures Classics

Die Oscar-Preisträger Russell Crowe und Rami Malek liefern sich in James Vanderbilts „Nürnberg“ ein nervenaufreibendes psychologisches Duell von großer Intensität. Der packende und hochkarätig besetzte Politthriller über den folgenreichsten Prozess des 20. Jahrhunderts verbindet spannungsreiches Justizdrama mit einer vielschichtigen Auseinandersetzung über Macht, Schuld, Ideologie und Verantwortung.

Nürnberg, 1945. In den Ruinen einer vom Krieg gezeichneten Stadt erhält der amerikanische Militärpsychiater Douglas M. Kelley (Rami Malek, „Bohemian Rhapsody“) einen ungewöhnlichen Auftrag: Er soll die inhaftierten Hauptverantwortlichen des NS-Regimes in Vorbereitung auf die Nürnberger Prozesse untersuchen. Unter ihnen ist der ehemalige Reichsmarschall Hermann Göring (Russell Crowe, „Gladiator“), dessen Intelligenz, Charisma und manipulative Stärke Kelley gleichermaßen herausfordern wie faszinieren. Trotz anfänglicher Machtspiele gelingt es dem Arzt, Görings Vertrauen zu gewinnen und Einblick in seine Persönlichkeit zu erhalten. Während im Gerichtssaal die Verhandlungen beginnen, fällt es Kelley zunehmend schwerer, die notwendige Distanz zu wahren.

„Nürnberg“ erzählt als packender Thriller von den historischen Nürnberger Prozessen 1946, in denen führende Mitglieder des nationalsozialistischen Regimes für ihre Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkriegs zur Rechenschaft gezogen wurden. Der Film wurde von James Vanderbilt („Der Moment der Wahrheit“) geschrieben und inszeniert und basiert auf Jack El-Hais Sachbuch „Der Nazi und der Psychiater“.

Zum hochkarätigen Ensemble gehören außerdem Leo Woodall („The White Lotus“), Michael Shannon („Boardwalk Empire“), Richard E. Grant („Can You Ever Forgive Me?“), Mark O’Brien und John Slattery („Mad Men“).