Vier Hitzetote an der Uniklinik Freiburg machen deutlich, wie gefährlich die aktuelle Hitzewelle ist. Hans-Jörg Busch (54), Leiter der Notfallmedizin erklärt, welche Symptome ernst sind, wie Sie Wohnung und Körper schützen – und warum falsche Klimaanlagen-Einstellung zum Risiko wird.
Bei den Betroffenen habe es sich um Menschen mit gesundheitlichen Vorschädigungen gehandelt, so der Mediziner. In der Notaufnahme seien aber auch vom Handwerker, der draußen arbeiten muss, bis zum Sportler, der auf Hitzewarnungen pfeift, viele andere Patienten gelandet. Wie viele exakt wegen der Hitze erkrankt seien, könne man zwar nicht ganz genau beziffern, so Busch. Es habe aber einen signifikanten Anstieg der Patientenzahlen durch die Hitzewelle gegeben. „Wir hatten Patienten, die ganz klar hitzebedingt, zum Beispiel mit einem sogenannten Sonnenstich, zu uns kamen. Aber es gibt auch eine Grauzone von Patienten, die vielleicht auch ohne die aktuelle Hitze gerade jetzt erkrankt sind. Es ist schwierig, das genau zu trennen.“
Die überdurchschnittlichen Patientenzahlen seien im Nachgang der jüngsten Temperaturrekorde zudem noch nicht vorbei. „Es waren täglich mindestens zwei bis drei Patienten in den letzten fünf, sechs Tagen, die aufgrund der Umgebungstemperaturen zu uns gekommen sind“, so Busch.
Viele trinken zu wenig
Die Symptome der Menschen hätten vom Schwindel, weil man zu wenig getrunken hat, über Übelkeit und Erbrechen bis zum Herz-Kreislauf-Stillstand, zum Organversagen und zur Reanimation gereicht. Viele Menschen würden einfach viel zu wenig trinken, so der Arzt. Es gebe aber auch die tragischen Fälle von Patienten, die wenig mobil in ihrer Dachwohnung stürzen und dann erst nach zwei Tagen entdeckt werden. Und natürlich die Sportler, die mittags bei knapp 40 Grad mit dem Rennrad losziehen, obwohl sie es eigentlich besser wissen müssten. Sport und Arbeit im Freien seien bei der Hitze ein großes Problem. Was auch vorkomme: jemand steigt bereits mit Hitzeproblemen ins Auto und ist dann zu verwirrt, um wieder auszusteigen.
Hans-Jörg Busch, Leiter des Notfallzentrums der Uniklinik. Foto: Uniklinik / Britt Schilling
Aus medizinischer Sicht sei es sinnvoll, sich im Sommer etwas von der südeuropäischen Lebensweise abzuschauen und Tätigkeiten draußen früh oder spät am Tag zu verrichten. „Dazwischen macht es Sinn, sich in die abgedunkelte Wohnung zurückzuziehen.“ Grundsätzlich sei der Gebäudeschutz in Deutschland eigentlich gut, so Hans-Jörg Busch. Wenn es aber auch nachts nicht mehr abkühlt, seien kritische Situationen erreicht. Gesundheitspolitisch müsse daher mehr getan werden, um zum Beispiel Krankenhäuser mit klimatisierten Behandlungszonen schaffen zu können, damit Patienten aus viel zu warmen Wohnungen im Krankenhaus nicht weiterhin ohne Schutz vor der Hitze sind.
Es brauche eine Sensibilisierung in Politik und Bevölkerung gleichermaßen für die Frage, wie man sich vor großer Hitze schützt, zumal sich der Körper nicht wirklich an die Auswirkungen großer Hitze gewöhnt und auch unter künftigen Hitzewellen leiden wird. Zur Sensibilisierung gehöre neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr und möglichen Investitionen in die Verschattung von Wohnräumen, beispielsweise durch entsprechende Schutzfolien am Fenster, auch ein vernünftiger Umgang mit Klimaanlagen in Autos und Wohnungen, soweit sie zur Verfügung stehen: „Man sollte die Klimaanlage nicht auf 16 Grad stellen, wenn es draußen 39 Grad heiß ist“, so Hans-Jörg Busch. „Die extremen Unterschiede machen uns ja auch zu schaffen.“ Nicht die ganz große Absenkung der Raumtemperatur sei wohltuend, sondern eine Absenkung auf beispielsweise 22 Grad im Schlafzimmer, damit man die Nacht durchschlafen kann.
Die Minions wollen für ihren ersten eigenen Film Bösewichte erschaffen. Foto: Universal Studios
„Minions & Monster“ erzählt die abgefahrene, aberwitzige und natürlich absolut wahre Geschichte der Minions und wie sie Hollywood erobern, Filmstars werden, alles verlieren, Monster auf die Welt loslassen und sich dann heldenhaft daranmachen, den Planeten vor genau dem Chaos zu retten, das sie selbst angerichtet haben.
Im dritten Film der „Minions“-Reihe werden die frechen Gehilfen des Superschurken Gru zu Hollywood-Stars in den 1920er-Jahren. Als sie ihren eigenen Film drehen wollen, fehlt ihnen noch das passende Monster. Mit einem Zauberbuch beschwören sie eines, um Filmbösewichte zu erschaffen. Doch das hat ungeahnte Folgen.
In den mehr als 15 Jahren seit ihrem ersten Auftritt sind die Minions die absoluten Kult-Animationsfiguren ihrer Generation geworden. Global bekannt und von Fans jeden Alters geliebt, haben die Illumination Franchises „Ich – Einfach unverbesserlich“ und „Minions“weltweit mehr als 5,6 Milliarden US-Dollar an den Kinokassen eingespielt.
Zu den deutschen Stimmen gehört der zweifache Oscar-Gewinner Christoph Waltz als Regisseur Max. Die Pop-Ikonen Bill und Tom Kaulitz (Tokio Hotel) wirken als Sprecher für die Monster Goomi und Dort. Der Film wurde von dem Oscar-nominierten Regisseur Pierre Coffin inszeniert, der bereits für die ersten drei „Ich – Einfach unverbesserlich“-Filme und den ersten Minions-Film verantwortlich zeichnete. Das Drehbuch stammt von Brian Lynch („Minions“, „Pets“-Filme) und Pierre Coffin.
Niki White (Leo Woodall) zieht mit seinem Mentor Harry (Dustin Hoffman) von Auftrag zu Auftrag. Foto: Black Bear
Niki White (Leo Woodall) ist ein hochbegabter Klavierstimmer mit absolutem Gehör. Nachdem seine einst vielversprechende Musikkarriere ein abruptes Ende fand, zieht er gemeinsam mit seinem eigenwilligen, aber charmanten Mentor Harry (Dustin Hoffman) von Auftrag zu Auftrag durch die ehrwürdigen Konzertsäle. Als der Sicherheitsprofi Uri (Lior Raz) erkennt, dass sich Nikis sensible Hörfähigkeit nicht nur zum Stimmen von Instrumenten, sondern auch zum Knacken von Tresoren eignet, macht er ihm ein verlockendes Angebot. Doch damit wird er in eine gefährliche Unterwelt hineingezogen.
Mit seinem Spielfilmdebüt eröffnet Daniel Roher, der Oscar-prämierte Regisseur von „Nawalny“, eine Welt voller ungeahnter Möglichkeiten in einem sehr speziellen Beruf und lässt das Talent des aufstrebenden Stars Leo Woodall entdecken.
Neue Schilder am Flückiger See weisen in mehreren Sprachen auf Gefahren hin – hier wird auch der Einsatz von Rettungsringen getestet. Erst am gestrigen Dienstag gab es dort einen Sucheinsatz wegen eines mutmaßlichen Badeunfalls. Die groß angelegte Suchaktion verlief jedoch ergebnislos. Foto: Thomas Kunz
Bei dem sommerlichen Wetter suchen viele Freiburger die Abkühlung in Badeseen. Schon jetzt gab es laut DLRG am Großen Opfinger See doppelt so viele schwere Badeunfälle wie im vergangenen Jahr. Neue Schilder an den Seen sollen auf die Gefahren hinweisen, aber auch Rettungsringe werden getestet.
Der jügnste Fall: Am Dienstag, 30. Juni um kurz nach 10 Uhr meldete ein Zeuge, dass eine Frau im Flückigersee in Freiburg untergegangen sei. . Feuerwehr, THW, DLRG und Polizei leiteten sofort eine großangelegte Such- und Rettungsaktion ein. Trotz des intensiven Einsatzes von Tauchern verlief die Suche ergebnislos. Die Maßnahmen mussten am Nachmittag eingestellt werden; die unbekannte Person bleibt weiterhin vermisst.
Auf Initiative von sechs Fraktionen befasst sich der Freiburger Gemeinderat aktuell mit dem Thema Sicherheit an den Badeseen. „Nachdem an den Freiburger Seen lange niemand mehr ertrunken war, ist durch mehrere tödliche Badeunfälle in den letzten beiden Jahren das Thema vermehrt in den Fokus gerückt“, heißt es in der Drucksache der Stadtverwaltung.
Im engen Austausch steht man mit der DLRG-Ortsgruppe Freiburg. Laut dieser passieren in Seen die meisten tödlichen Badeunfälle durch „stilles Ertrinken“. „Dabei ruft die Person nicht nach Hilfe und es fehlt die Kraft, um sich über Wasser zu halten“, erklärt Ute Nostadt, stellvertretende Vorsitzende der DLRG Ortsgruppe. In den meisten Fällen ertrinken Nichtschwimmer, Menschen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss oder es tritt plötzliches Herzversagen auf. Eine unterschätzte Gefahr sei auch die Abbruchkante an den Seen: „Der Boden bricht ab, man erschrickt und kann vielleicht nicht gut schwimmen, dann wird es gefährlich.“
Am Großen Opfinger See gibt es von Mitte Mai bis Mitte September einen DLRG-Wachdienst. Die Wachstation am Südufer ist samstags von 14 bis 19 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr besetzt. Aufgrund des sommerlichen Wetters ist hier viel los: „ Es gab an den vergangenen zwei bis drei Wochenenden bereits doppelt so viele schwere Badeunfälle wie im vergangenen Jahr.“ Das heißt: Personen sind im Wasser untergegangen und beinahe ertrunken, konnten aber gerettet – und mussten nicht reanimiert – werden. Die DLRG ist aber auch für sonstige erste Hilfe im Einsatz, jüngst beispielsweise wegen eines anaphylaktischen Schocks oder einer gebrochenen Schulter. An den anderen Seen gibt es einen solchen Wachdienst nicht, „das wäre für jeden wünschenswert, aber das können wir nicht leisten“. Damit Rettungsfahrzeuge freie Fahrt am Kleinen und Großen Opfinger See haben, wurden Halteverbots-Zonen eingerichtet.
Sechs Übersichtstafeln informieren – neu ergänzt durch einfache Piktogramme, die vor einer wechselnden Wassertiefe warnen. Am Kleinen Opfinger See befinden sich ebenfalls Hinweisschilder. Im Seepark wurden 2025 die alten durch 14 neue Schilder ersetzt – mehrsprachig und mit Piktogrammen. Auch am Moosweiher und am Dietenbachsee werden 2026 neue Schilder aufgestellt. „Wir setzen klar auf Prävention und Sensibilisierung für die vom Wasser ausgehende Gefahr. Die neuen Schilder sind super, denn so kann sie jeder verstehen.“
An vier Stellen am Flückingersee werden Rettungsringe aufgehängt. Erstmal für einen einjährigen Test. Allerdings geht die Verwaltung davon aus, dass das Risiko für Vandalismus groß ist. „Jede Hilfe ist prinzipiell gut, man muss aber schauen, ob es wirklich etwas bringt. Aber allein, dass diese dort platziert werden, erhöht bei den Besuchern das Bewusstsein für die Gefahr“. Geprüft werde von der Verwaltung zudem, welche Möglichkeiten es gibt, Seezugänge baulich sicherer beziehungsweise barrierefrei zu gestalten.
Generell gilt am Badesee: „Man sollte aufeinander aufpassen und vor allem Kinder in Sichtweite behalten. Wenn man eine Person in Not im Wasser entdeckt, sollte man direkt helfen, aber nur, wenn man es sich zutraut. Wenn nicht, sollte man andere auf sich aufmerksam machen, sich die Stelle gut merken und den Notruf wählen, je schneller, desto besser“, so Ute Nostadt. Beim DLRG ist montags Ausbildungstag, da gibt es zahlreiche Schwimmkurse für Kinder oder Erwachsene. Da vor allem Migranten und ausländische Studierende als Risikogruppe für Badeunfälle gelten, gibt es für diese Kampagnen, Workshops und Schwimmkurse.
Fred (Alexandra Lamy) und Adam (Julien Le Berre) sind gemeinsam auf dem Jakobsweg unterwegs.
Foto: Plaion Pictures
Die Lehrerin Fred (Alexandra Lamy) und der rebellische Jugendliche Adam (Julien Le Berre) könnten unterschiedlicher kaum sein. Während Fred an ihrem geordneten Leben festhält, versucht Adam seiner Vergangenheit aus Pflegeheimen, Schulverweisen und Jugendhaft zu entkommen. Ein Resozialisierungsprogramm führt die beiden gemeinsam auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela.
Zwischen Streit, Schweigen und unerwarteten Wendungen werden sie gezwungen, sich ihren Problemen zu stellen. Inspiriert von einer wahren Geschichte erzählt der Film von zwei Fremden, die auf dem Jakobsweg nicht nur zueinanderfinden, sondern auch zu sich selbst.
Platzsturm im Europa-Park Stadion. Jetzt hat das emotionale Ereignis ein Nachspiel. Foto: Detlef Berger
Dem SC Freiburg droht wegen des Platzsturms seiner Fans im Europa-League-Halbfinale auf internationaler Bühne ein Zuschauerausschluss. Eine entsprechende Strafe, die auf Bewährung ausgesetzt wurde, hat die Europäische Fußball-Union UEFA gegen die Breisgauer verhängt. Hinzu kommt eine Geldstrafe.
Diese Party könnte dem SC Freiburg teuer zu stehen kommen: Wie die UEFA am Donnerstag mitteilte, hat der friedliche und viel beachtete Platzsturm im Mai beim 3:1-Halbfinalsieg gegen Sporting Braga Konsequenzen für die Breisgauer. Der Verein muss demnach ein internationales Heimspiel unter Ausschluss der Fans austragen, sollte sich der Vorfall innerhalb der nächsten zwei Jahre wiederholen. Zusätzlich zu dem Zuschauerausschluss auf Bewährung müssen die Südbadener 30.000 Euro Strafe zahlen.
Durch den viel umjubelten Sieg gegen Braga hatte die Schuster-Elf den erstmaligen Einzug in ein europäisches Finale erreicht. Im Endspiel von Istanbul verlor der SC Freiburg letztlich klar mit 0:3 gegen Premier-League-Klub Aston Villa.
Aber auch für die Engländer hat der Finalerfolg ein Nachspiel. Wegen eines rassistischen Fanbanners während des Finals müssen die Villans eine Strafe von 10.000 Euro bezahlen. Und auch den Engländern droht ein Spiel ohne die eigenen Fans, auch diese Strafe wurde von der UEFA auf Bewährung ausgesetzt.
Ihre beiden nächsten europäischen Spiele bestreiten die Freiburger in den Playoffs der Conference League. Die Spieltermine sind der 20. und 27. August. Die Auslosung hierfür geht am 3. August über die Bühne. Geht der SC aus den Playoffs als Sieger hervor, darf der Bundesligist in der Ligaphase der Conference League starten.
Franziska Friedrich (ganz links) mit einem Teil ihres Teams in der Reutebachgasse. Die Schnitzel im „Gasthaus Zähringer Burg“ genießen in Freiburg Legendenstatus (hier eine Fotografie von Dennis Grasse aus dem Buch „So isst Freiburg“). Fotos: Dennis Grasse / Joers
Als vor vier Jahren der legendäre „Ochsen“ in Freiburg-Zähringen schließen musste, führte Wirt Michael Winterhalter das Konzept im „Gasthaus Zähringer Burg“ weiter. Schon damals mit an Bord war Franziska Friedrich. Sie hat nun zum 1. Juni die alleinige Führung in dem Wirtshaus übernommen. Das Konzept – saftige Schnitzel mit Brägele und eine gutbürgerliche Küche – bleibt wie bisher.
„80 Prozent unserer Gäste sind Stammkunden“, berichtet Friedrich beim Gespräch in dem eichenholzvertäfelten Gastraum in der unteren Reutebachgasse, der 120 Gästen Platz bietet. Weitere 30 Plätze gibt es draußen. Seit der umfassenden Renovierung im Jahr 2022 durch Architektin Karin Bayer erstrahlt der historische Charakter des früheren Bauernhauses aus dem 19. Jahrhundert in neuem Glanz.
Es war der perfekte Ort für Michael Winterhalter, um den für seine Schnitzel berühmten „Ochsen“ weiterzuführen. Seit 1999 hatte er das kultige Gasthaus geleitet. Mit dem Ortswechsel ins „Gasthaus Zähringer Burg“ (nicht zu verwechseln mit dem Waldrestaurant Zähringer Burg) kam Franziska Friedrich zum Team dazu. Sie stand davor 22 Jahre lang im „Gleis 1 Hugstetten“ hinter der Theke.
Schon mit dem Umzug des Ochsen in die Zähringer Burg war klar, dass Friedrich eines Tages Winterhalters Nachfolge antreten werde. Dieser Wechsel wurde zum 1. Juni vollzogen. Gemeinsam mit ihrer Familie, die tatkräftig mithilft, und den rund 20 Angestellten, kümmert sie sich im gewohnten Stil um die Gäste. „Wir haben durch die Bank weg tolle Gäste. Die kommen natürlich vorwiegend wegen der Schnitzel“, sagt Friedrich.
Die kleine, aber feine Karte bietet dünne, knusprige Schnitzel mit Brägele, Cordon bleu und im Winter Wildspezialitäten. Salate werden – typisch für das Lokal – in einer großen Schüssel serviert. Die Weine kommen ausschließlich aus der Region. Und das Wirtshaus ist das einzige Lokal in der Stadt, das Andechser Hefeweizen vom Fass anbietet. „Eine Augenweide sind auch unsere Desserts“, sagt Friedrich und schwärmt von ihrem Team um Küchenchef Thee Narasak Suksandaw. „Wir haben klasse Mitarbeiter“, so Franziska Friedrich.
Der Gastraum in der „Zähringer Burg“ wurde zum Umzug 2022 behutsam von Architektin Karin Bayer modernisiert. Viele Kunden aus dem früheren „Ochsen“ in Zähringen halten dem Restaurant auch am neuen Standort die Treue – darunter, laut Franziska Friedrich, gleich drei Stammtische. Foto: Joers
Geändert haben sich die Öffnungszeiten – der neue Ruhetag ist der Sonntag, sonst hat das Lokal ab 17.30 Uhr immer geöffnet. Für größere Gruppen oder Familienfeiern ab 30 Personen öffnet das Wirtshaus auf Wunsch auch zur Mittagszeit. Einen barrierefreien Zugang gibt es auf der Gebäuderückseite. Franziska Friedrich überlegt zudem ab Herbst einen Mittagstisch einzuführen. Bei ihr – so viel scheint klar – ist die Zähringer Burg in guten Händen.
Info: Gasthaus Zähringer Burg, Reutebachgasse 19. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag ab 17.30 Uhr. Warme Küche jeweils bis 20.45 Uhr. Sonntag Ruhetag. Telefon: 07 61 / 55 38 60.
Hinweis der Redaktion: In der Printversion dieses Artikels steht bei den Öffnungszeiten eine fehlerhafte Uhrzeit. Das Gasthaus „Zähringer Burg“ öffnet um 17.30 Uhr, nicht um 17 Uhr. Wir haben den Fehler auf dieser Seite korrigiert.
Am Freitag findet der offizielle Festakt zum zum 125-jährigen Bibliotheksjubiläum statt. Foto: Thomas Kunz
Von Donnerstag bis Sonntag, 25. bis 28. Juni, wird der Münsterplatz zum Open-Air-Wohnzimmer für alle Bücherfans: Bequeme Sitzsäcke, Hängematten, über 3.000 Bücher und ein buntes Programm warten beim StadtLesen-Lesefestival auf Interessierte und Leselustige. Das diesjährige Festival steht im Zeichen eines besonderen Meilensteins: Die Stadtbibliothek Freiburg feiert ihr 125-jähriges Bestehen.
Den Auftakt des Programms bildet am Donnerstag, 25. Juni, um 19.30 Uhr die Open-Air-Lesung auf dem Münsterplatz. Im Rahmen der etablierten Reihe „Freiburger Andruck“ stellt die Historikerin und Autorin Helena Barop ihr neues Sachbuch „Mythen, Macht und Muttermund: Eine feministische Geschichte der Geburt“ vor. Barop beleuchtet darin die Entwicklung der Geburtshilfe vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Moderiert wird die Lesung von Philine Sauvageot vom SWR. Die Eröffnung findet in Kooperation mit dem Literaturhaus, dem Kulturamt, dem SWR-Studio, dem Theater Freiburg und der Badischen Zeitung statt.
Am Freitag, 26. Juni, findet von 11 bis ca. 13 Uhr der offizielle Festakt zum 125-jährigen Bibliotheksjubiläum in der Musikbibliothek statt. Am Samstag, 27. Juni, lädt der Münsterplatz den gesamten Tag über zum Verweilen im Freiluft-Lesebereich ein. Für die Verpflegung am Nachmittag sorgt eine kulinarische Station des Vereins Capoa Freiburg mit afrikanischen Speisen. Am Nachmittag um 15 Uhr steht mit dem Alpacah-Theater ein eigens für Kinder konzipiertes Theaterstück auf dem Programm. Zum Familienlesetag am Sonntag, 28. Juni, findet zunächst um 14.30 Uhr eine Medien-Rallye in der Stadtbibliothek statt. Als Highlight des Tages lesen um 15.30 Uhr SC-Spieler Matthias Ginter und seine Ehefrau Christina Ginter anlässlich der WM 2026 aus ihrem neuen Buch „Die Pfotenkicker“ vor.
Zusätzlich zu den regulären Öffnungszeiten hat die Hauptstelle am Münsterplatz am Samstag, 27. Juni, von 15 bis 19 Uhr sowie am Sonntag, 28. Juni, von 12 bis 19 Uhr als FlexiBib ohne Fachpersonal geöffnet. Die Schirmherrschaft für die viertägige Veranstaltung hat Bürgermeister Roland Meder. Der Eintritt ist für alle Besucher frei.
Ausgelassene Stimmung herrschte wieder beim CSD: Fächer und bunte Schirme waren aufgrund des sommerlichen Wetters Pflicht. Foto: Berthold Krieger
Trotz Sommerhitze feierten am Samstag rund 17.000 Menschen wieder ausgelassen und fröhlich den „Christopher Street Day“ in der Innenstadt und setzten so ein farbenfrohes Zeichen für Toleranz. Die Party-Meute zog zu Technobeats und Samba-Trommelschlägen durch die Straßen. Natürlich wehten hier nicht nur viele Regenbogen-Fahnen, sondern die Teilnehmer hatten wieder jede Menge kreative Outfits kreiert. Pompöser Feder-Kopfschmuck, Engelsflügel, knappe Glitzer-BHs und knallige Farben waren angesagt. Es wird viel getanzt und gelacht. Wichtige Accessoires waren Fächer oder Schirme gegen die Hitze.
Das Motto lautete dieses Jahr „Resisdäncia – Party, Sahne, Widerstand“. Aber die Teilnehmer wollen nicht nur Party machen, es ist auch ein politischer Protest. „Das ist eine Demonstration und wir wollen ein kraftvolles politisches Zeichen setzen“, sagte Versammlungsleiter Ronny Pfreundschuh der BZ. Nach dem Umzug trat abends dann noch die Punkband Pussy Riot auf, die Musikerinnen protestierten international gegen den russischen Präsidenten. Die Songs, die Taso Pletner, Marija Aljochina, Alina Petrova performten, handelten vom Kampf für die Freiheit und Feminismus. Ein besonderer Abschluss des bunten Protests.
Die Teilnehmer hatten sich wieder kreative Kostüme einfallen lassen – oder verzichteten bei dem Wetter einfach auf möglichst viel Stoff. Fotos: Berthold Krieger
Die Aktivistinnen der russischen Band Pussy Riot Taso Pletner, Marija Aljochina, Alina Petrova traten beim Freiburger CSD auf. Foto:Maximo-Hans Musielik
Beim Oberlindenhock gibt es für die Besucher altbewährtes Flair und neue kulinarische Highlights. Foto: Thomas Kunz
Vom 25. bis 28. Juni verwandelt sich Freiburgs obere Altstadt erneut in eine gemütliche und lebendige Festmeile: Der 53. Oberlindenhock lädt zum Feiern, Genießen und Verweilen ein – mit Musik, Kulinarik dem einzigartigen Flair der Freiburger Altstadt. Organisiert wird das traditionsreiche Stadtteilfest von der ARGE Oberlindenhock im Lokalverein Innenstadt Freiburg. Bereits am Donnerstagabend beginnt das Fest mit dem „After Work Hock“. Ab 18 Uhr heißt es: entspannt den Feierabend einläuten, ein kühles Getränk genießen und das Wochenende vorziehen. Der Donnerstag bildet damit erneut das stimmungsvolle Pre-Opening des Oberlindenhocks. Der offizielle Auftakt folgt am Freitag, 26. Juni, um 19 Uhr mit dem traditionellen Fassanstich mit Bürgermeisterin Carolin Jenkner am Oberlindenbrunnen.
Musikalisch hat der Oberlindenhock traditionell einiges zu bieten: Auf zwei Bühnen – in Oberlinden und in der Herrenstraße – erwartet Besucherinnen und Besucher von Freitag bis Sonntag ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Musikprogramm. Mit dabei sind neue Künstler, aber auch echte Publikumslieblinge, die seit vielen Jahren fest zum Oberlindenhock gehören und mit ihrer mitreißenden Musik für beste Stimmung sorgen. Das musikalische Spektrum reicht von Rock ’n’ Roll über Soul und Blues bis hin zu Boogie, Swing und Elektro. Vertraute Klänge, tanzbare Rhythmen und jede Menge Leidenschaft garantieren drei Tage lang authentisches Hock-Feeling im Herzen der Freiburger Altstadt.
Das Bühnenprogramm im Überblick: Freitag, 26. Juni: 19.30 Uhr – Boogie Project (Herrenstraße), 19.30 Uhr – Little Walter’s Rock’n’Roll Zirkus (Oberlinden). Samstag, 27. Juni: 19 Uhr – Bluesdriver (Herrenstraße), 19 Uhr – Chiara und Manu/Pace (Oberlinden). Sonntag, 28. Juni:18 Uhr – Simon & Simon (Herrenstraße), 18 Uhr – DJ Stivo (Oberlinden)
Auch kulinarisch ist für alles gesorgt: Von badischen Spezialitäten über internationale Köstlichkeiten bis zu erfrischenden Getränken – das Angebot der teilnehmenden Gastronomiestände ist vielfältig wie immer. Das gesamte Verzeichnis aller Stände und Anbieter gibt es unter www.oberlindenhock.de/betreiber. Öffnungszeiten: Donnerstag: 18 bis 23 Uhr, Freitag & Samstag: 17 bis 24 Uhr, Sonntag: 15 bis 22 Uhr.