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SC Freiburg verliert Halbfinale in Stuttgart nach Last-Minute-Treffer in der Verlängerung

SC FreiburgHerbe Enttäuschung: Freiburg verliert nach großem Kampf 1:2 nach Verlängerung beim VfB Stuttgart. Foto: Detlef Berger

Die Halbfinal-Wochen des SC Freiburg beginnen mit einer Enttäuschung: Wie vor 13 Jahren verliert der SC Freiburg ein DFB-Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart mit 1:2 (1:0). Das Freiburger Führungstor erzielte Maximilian Eggestein, Torwart Florian Müller hielt die Schuster-Elf lange im Spiel.

Was für ein Pokalfight! Schon vor dem Anpfiff war die Atmosphäre in der mit 60.000 Zuschauern ausverkauften MHP-Arena elektrisierend. Rund 6.000 mitgereiste Freiburger verwandelten den Gästeblock in ein rot-weißes Fahnenmeer. Aufgrund massiver Pyrotechnik im VfB-Fanblock konnte Schiedsrichter Tobias Welz die Partie erst mit einer fünfminütigen Verspätung freigeben.

6.000 mitgereiste Fans unterstützten die Breisgauer in der Landeshauptstadt. Foto: Detlef Berger

„Wir werden Freiburg auf jeden Fall nicht unterschätzen“, sagte Stuttgarts Nationalstürmer Deniz Undav vor dem Spiel im ARD-Interview. Doch dann machte der zurzeit so bärenstarke SC Freiburg in der ersten Halbzeit mal wieder Freiburg-Sachen: Während die Schwaben druckvoll starteten und sich anfangs ein klares Übergewicht erspielten, bewies die Mannschaft von Julian Schuster die nötige Kaltschnäuzigkeit und nahm eine verdiente Führung mit in die Kabine.

Ein taktischer Fehler im Aufbau zwischen Stiller und Nübel führte zu einer Ecke, die der Sportclub eiskalt ausnutzte: Maximilian Eggestein drückte den Ball nach einer Grifo-Ecke und einer Kopfball-Vorlage von Matthias Ginter über die Linie und stellte den Spielverlauf mit der ersten echten Chance auf den Kopf (28.). Freiburg stand zudem defensiv sicher und verteidigte leidenschaftlich unter den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Ginter verteidigt stark unter den Augen des Bundestrainers

Kurz nach Anpfiff des zweiten Durchgangs vergab Chris Führich (49.) das 1:1. Freiburg sorgte zwar immer wieder für Entlastung nach vorne, doch die Schwaben erhöhten zunehmend den Druck. In der 60. Minute schrammten die Gastgeber erneut knapp am Ausgleich vorbei – doch Müller stoppte Angelos Stillers Ball kurz vor der Linie. Auch der erneut glänzend aufgelegte Matthias Ginter störte in der Szene entscheidend. Nur eine Minute später zappelte der Ball dann doch im Freiburger Tor, bei Stillers Flachschuss stand der Ex-Freiburger Demirovic jedoch im Abseits, was dem VAR nicht entging.

Freiburg bejubelt Eggesteins Führung. Foto: Detlef Berger

Undav gleicht aus, Müller hält Freiburg im Spiel

Turbulent wurde es in der 70. Minute: Yuito Suzuki vergab am Stuttgarter Fünf-Meter-Raum das 2:0 für den SC – sein Schuss aus kürzester Distanz wurde jedoch geblockt. Nur 19 Sekunden später erzielte Undav im direkten Gegenzug den verdienten Stuttgarter Ausgleich. In der Folge entwickelte sich ein enger Schlagabtausch. Beide Mannschaften drängten auf die Führung. In der 82. Minute rettete das Aluminium für den SC, als Lienhart einen Schuss von Undav an den Freiburger Pfosten lenkte. In der vierminütigen Nachspielzeit der regulären Spielzeit entschärfte Florian Müller noch einmal zwei Großchancen von Führich (90.+2) und Undav (90.+4). Es ging in die Verlängerung.

Hölers Treffer zählt nicht

Die begann mit der vermeintlichen Freiburger Führung: Yuito Suzuki schickte den eingewechselten Lucas Höler auf die Reise, der den Ball im Tor unterbrachte (93.). Schiri Welz jedoch pfiff das Tor wegen Hölers Rempler gegen Jeff Chabot zurück, was für Protesten bei den Freiburgern sorgte. „Ich weiß nicht, warum er da abpfeifen muss. Das ist ein reguläres Tor. Das tut weh“, monierte Julian Schuster im ARD-Interview. In der 96. Minute hatte dann der VfB Pech, als Chris Führich den Ball an den Innenpfosten knallte. In der 103. Minute war erneut SC-Torwart Müller gefordert: Erst reagierte er im Stile eines Weltklasse-Keepers gegen Bilal El Khannouss und entschärfte auch die direkt folgende VfB-Ecke.

In der zweiten Hälfte der Verlängerung verflachte die Partie schließlich, echte Torchancen blieben aus. Doch als alles schon aufs Elfmeterschießen hinauszulaufen schien, schlug der eingewechselte Tiago Tomás zu: Per Hacke traf der Portugiese in der 119. Minute mitten ins Freiburger Herz. Der SC warf nochmal alles nach vorne. Doch wie im Jahr 2013 verloren die Breisgauer das Halbfinale in Stuttgart. „Die Niederlage tut weh. Es ist extrem schade“, sagte Freiburgs Torschütze Eggestein direkt nach Abpfiff in der ARD. „Beide Mannschaften haben hier alles reingeworfen. Am Ende ist es bitter, dass es in der 119. Minuten passiert. Aber wir haben ja noch ein Halbfinale.“

Das nämlich findet in der Europa League statt, wo es der SC Freiburg mit dem portugiesischen Erstligisten SC Braga zu tun bekommt. Das Hinspiel in Braga findet am kommenden Donnerstag statt, das Rückspiel in Freiburg am 7. Mai.

Freiburg: Spezialisten sprengen verdächtiges Behältnis in der Fehrenbachallee – keine Verletzten

Kampfmittelbeseitigung FreiburgSpezialisten für Kampfmittelbeseitigung werden im Stühlinger eine kontrollierte Sprengung durchführen. Symbolfoto: Joers

Sprengung erfolgreich: In einem Wohnhaus in der Fehrenbachallee in Freiburg hatten Einsatzkräfte mutmaßlich gefährliche Stoffe entdeckt. Drei Häuser wurden geräumt, die Straße teilweise gesperrt. Spezialisten führten die Sprengung durch.

Die Sprengung der mutmaßlich gefährlichen Substanz in der Fehrenbachallee durch den Entschärfungsdienst der Bundespolizei war erfolgreich. Das vermeldete die Polizei am Donnerstag um 17.36 Uhr. Verletzt wurde bei der kontrollierten Sprengung niemand, auch sind bislang keine Hinweise über Sachschäden eingegangen. Sobald vollständig sichergestellt sei, dass für die Bewohner keine Gefahr mehr von den gefundenen Substanzen ausgeht, werde die polizeiliche Sperrung aufgehoben.

Verdacht auf Pikrinsäure

Auch zur Art des Gefahrguts machte die Polizei nun Angaben: Bei der gesprengten Substanz handelte es sich „möglicherweise um getrocknete Pikrinsäure“, so die Einsatzkräfte. Die Ermittlungen der Polizei zu den Hintergründen dauern an. Ersten Erkenntnissen zufolge sollen die festgestellten Chemikalien bereits seit vielen Jahren dort gelagert worden sein.

Polizei und Rettungskräfte hatten am Donnerstag in der Fehrenbachallee im Freiburger Stadtteil Stühlinger mutmaßlich gefährliche Stoffe im Keller eines Wohnhauses festgestellt. Der unmittelbare Bereich um die Fundstelle wurde geräumt, außerdem ein Teil der Fehrenbachallee für den Verkehr gesperrt.

Drei Wohnhäuser waren von der Räumung betroffen. Spezialisten für Kampfmittelbeseitigung sprengten die Behältnisse in einem Erdloch vor Ort.

Um 16.02 Uhr hatte auch die bundesweit Warnapp Nina einen Alarmmeldung ausgelöst. Die gefundenen Gefahrstoffe wurden darin als „überalterte Chemikalien“ beschrieben. Weiter hieß es, es werde bei der Sprengung „einen deutlich hörbaren Knall geben“.

Autoposer: Polizei in Freiburg zieht zwei auffällige Fahrzeuge aus dem Verkehr

AutoposerZwei auffällige Sportwagen wurden zu einem Fall für die Polizei. Symbolfoto: Pixabay

Die Polizei Freiburg stoppt zwei Poser-Fahrzeuge mit illegalen Umbauten. Besonders ein BMW Coupé sorgt wegen gravierender Sicherheitsmängel für Aufsehen. Die Ermittlungen laufen.

Zwei gefährliche „Poser-Fahrzeuge“ sind am Montag, 20. April im Stadtgebiet von Freiburg von der Polizei aus dem Verkehr gezogen worden. Wie die Polizei mitteilt, wurden die beiden Autos am Montag, 20. April gegen Mittag von einer Streife der Verkehrspolizei kontrolliert, nachdem sie durch besonders lautes Fahrverhalten aufgefallen waren. Das erste Fahrzeug, ein dieselbetriebener Audi SQ5, fiel den Spezialisten der Verkehrsüberwachung durch extremes Motorengeräusch auf. Im Rahmen der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten fest, dass in dem Auto ein illegaler Soundgenerator eingebaut war, der gezielt den Klang eines großvolumigen V8-Motors imitierte. Statt der zulässigen 75 Dezibel verursachte das Fahrzeug ein Standgeräusch von 96 Dezibel. Diese akustische Belastung entspricht laut Polizei der Lautstärke eines Presslufthammers und diene ausschließlich der Erzeugung maximaler Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum.

Noch gravierender stuften die Beamten den Zustand eines anschließend kontrollierten BMW Coupés ein. Hier wurden mehr als zwölf erhebliche und verkehrsunsichere Mängel protokolliert. Darunter befanden sich technische Veränderungen, die nicht nur unzulässig, sondern konkret gefährlich waren. So schliffen die Hinterreifen bereits am Radhauskasten, wodurch das Reifenprofil deutlich beschädigt war. Zudem waren die montierten Reifen bereits zwölf und 13 Jahre alt und wiesen Rissbildungen auf. Dieser Zustand stellte laut Polizei ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Außerdem war eine manipulierte Abgasanlage eingebaut, bei der über eine zusätzlich installierte Klappenkonstruktion die Schalldämpfung vollständig außer Kraft gesetzt werden konnte. Das Ergebnis war maximale Lautstärke bei minimaler Kontrolle.

Die Vielzahl der festgestellten Mängel zeigt laut Polizei, dass es sich nicht um einzelne technische Abweichungen handelt, sondern um systematische und bewusste Umbauten mit dem Ziel, Lautstärke und Auffälligkeit über Sicherheit und Vorschriften zu stellen. Bei beiden Fahrzeugen erlosch die Betriebserlaubnis, die Kennzeichen und Zulassungsbescheinigungen wurden sichergestellt und die Weiterfahrt untersagt. Gegen Fahrer und Halter wurden entsprechende Anzeigen eingeleitet. Kontrollen dieser Art werden laut Polizei weiterhin konsequent durchgeführt, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und die Belastung für Anwohner durch unnötigen Lärm nachhaltig zu reduzieren.

Tickets für das vorletzte Bundesliga-Heimspiel des SC Freiburg zu gewinnen

Gewinnspiel SC FreiburgGewinnspiel: Tickets für den SC Freiburg gewinnen mit dem Freiburger Wochenbericht und Badenova. Foto: Detlef Berger

Fußballfans aufgepasst: Gewinnen Sie – zum letzten Mal in dieser Saison – mit uns Eintrittskarten für das kommende Bundesliga-Heimspiel des SC Freiburg gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag, 3. Mai um 19.30 Uhr – denn auch in dieser Saison verlosen der Freiburger Wochenbericht und Badenova gemeinsam attraktive Tickets im Europa-Park Stadion. Zu gewinnen gibt es 1 x 2 Sitzplatzkarten für die Osttribüne.

Badenova Logo

Wer zwei Karten für das Heimspiel des SC Freiburg gewinnen möchte, beantwortet die folgende Gewinnspielfrage und ruft ab heute, Mittwoch, 22. April bis Sonntag, 26. April, 24 Uhr unter 01 37/ 9 37 95 69 (0,50 € pro Anruf aus dem Dt. Festnetz/Mobilfunk) an, nennt das Stichwort „Badenova“ und die richtige Antwort. Teilnahme ab 18 Jahren. Ein Gewinnspiel von: Freiburger Wochenbericht Verlags GmbH, Lörracher Str. 3, 79115 Freiburg. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Gewinnspielfrage:

Welcher ehemalige Freiburger wurde als Spieler mit dem VfL Wolfsburg DFB-Pokalsieger?

A) Daniel Caligiuri
B) Jörg Schmadtke
C) Max Kruse

Last-Minute-Infos zur OB-Wahl: Was Sie vor dem Wahlsonntag am 26. April wissen müssen

OB-WahlDie OB-Wahl in Freiburg rückt näher. Foto: Joers

Am Sonntag, 26. April, wählen die Freiburgerinnen und Freiburger ein neues Stadtoberhaupt. Wer noch unsicher ist, wie die Abstimmung abläuft, was bei der Briefwahl gilt und wann erste Ergebnisse zu erwarten sind, findet hier die wichtigsten Informationen zum Wahltag im Überblick.

Wann und wo gewählt wird

Die 139 Wahllokale in Freiburg öffnen am Sonntag um 8 Uhr und schließen um 18 Uhr. Wo genau das zuständige Wahllokal liegt, steht auf der Wahlbenachrichtigung, die alle Wahlberechtigten per Post erhalten haben. Wer Wartezeiten vermeiden will, sollte möglichst früh am Tag wählen gehen. Nach Angaben des Wahlamts ist der Andrang erfahrungsgemäß vor allem zwischen 17 und 18 Uhr besonders groß.

Diese Unterlagen sollten Sie mitbringen

Ins Wahllokal mitbringen sollte man möglichst:

  • die Wahlbenachrichtigung
  • den Personalausweis oder Reisepass

Wer die Wahlbenachrichtigung nicht mehr findet, kann trotzdem abstimmen – vorausgesetzt, der Name steht im Wählerverzeichnis. In diesem Fall muss die Identität aber zwingend mit einem Ausweis nachgewiesen werden.

So wird bei der OB-Wahl abgestimmt

Bei der OB-Wahl hat jede Wählerin und jeder Wähler eine Stimme. Auf dem Stimmzettel kann entweder eine der neun vorgedruckten Personen angekreuzt werden oder eine wahlberechtigte Person in die sogenannte freie Zeile eingetragen werden. Ein Musterstimmzettel ist online auf der Seite der Stadt Freiburg zu finden.

Was im Wahllokal erlaubt ist – und was nicht

Im Wahllokal gilt das Wahlgeheimnis. Deshalb muss die Stimme in der Wahlkabine abgegeben werden. Diese darf nur allein betreten werden – auch Familien dürfen nicht gemeinsam in die Kabine. Achtung an alle Selfie-Jäger und Influencer: Filmen und Fotografieren im Wahllokal ist nicht erlaubt.

Briefwahl: Frist endet am Freitagabend

Wer noch per Briefwahl abstimmen will, muss schnell sein: Die Frist zur Beantragung endet am Freitag, 24. April, um 18 Uhr. Das Briefwahlbüro in der Berliner Allee 1 ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

  • Mittwoch und Donnerstag: 8.30 bis 15 Uhr
  • Freitag: 10 bis 18 Uhr

Das Wahlamt empfiehlt wegen der knappen Zeit, die Briefwahlunterlagen direkt vor Ort im Briefwahlbüro zu beantragen. Wer möchte, kann dort auch sofort abstimmen. Mitgebracht werden sollte möglichst die Wahlbenachrichtigung, alternativ genügt auch ein gültiger Ausweis.

Briefwahl für andere beantragen – das gilt

Wer die Unterlagen für eine andere Person beantragen will, braucht eine schriftliche Vollmacht. Diese findet sich auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung. Wer Briefwahl beantragt hat, erhält im Wählerverzeichnis einen entsprechenden Sperrvermerk. Eine Stimmabgabe im Wahllokal ist dann nur noch mit Wahlschein möglich.

Was tun, wenn Briefwahlunterlagen fehlen?

Wer Briefwahl beantragt hat, die Unterlagen aber noch nicht erhalten hat, sollte sich sofort an die Briefwahlstelle wenden. Ein Ersatzwahlschein kann während der Öffnungszeiten beantragt werden – sogar noch am Samstag, 25. April, von 8 bis 12 Uhr. Am Wahlsonntag selbst ist das nicht mehr möglich. Kontakt zum Wahlamt: briefwahl@freiburg.de oder per Telefon: 07 61 / 201 5757

Sonderfall Krankheit am Wahlwochenende

Wer kurzfristig erkrankt, kann noch bis 15 Uhr am Wahlsonntag einen Wahlschein mit Briefwahlunterlagen beantragen. Dafür ist allerdings ein ärztliches Attest nötig. Die Unterlagen können dann von einer bevollmächtigten Person im Wahlamt in der Berliner Allee 1 abgeholt werden.

Wann mit Ergebnissen zu rechnen ist

Am Sonntagabend zählen rund 1550 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer die Stimmen aus. Das vorläufige Endergebnis wird gegen 20 Uhr erwartet. Alle Zwischenstände und Ergebnisse können online live unter der städtischen Wahlseite verfolgt werden. Auch der Freiburger Wochenbericht berichtet. Erhält am Sonntag niemand mehr als 50 Prozent der Stimmen, kommt es am 17. Mai zu einer Stichwahl zwischen den beiden stimmenstärksten Bewerbenden.

Wahlabend auf dem Rathausplatz mit Live-Einordnung

Parallel zur Auszählung gibt es am Sonntagabend eine öffentliche Veranstaltung auf dem Rathausplatz. Dazu laden die Stadt Freiburg und die Badische Zeitung gemeinsam ein. Das Programm beginnt um 17.45 Uhr mit Musik. Ab 18 Uhr stehen Informationen rund um die OB-Wahl im Mittelpunkt. Die eingehenden Ergebnisse werden live von Experten wie Michael Wehner von der Landeszentrale für politische Bildung eingeordnet und auf der Bühne präsentiert. Zwischen 18.45 und 19.15 Uhr dürften sich erste Trends verfestigen. Die BZ überträgt die Veranstaltung außerdem live im Internet.

Verpackungssteuer: So läuft es laut einer IHK-Umfrage bei den Freiburger Betrieben

Die Verpackungssteuer soll den Müll im öffentlichen Raum reduzieren – über deren Sinn diskutiert der Gemeinderat im Oktober.Die Verpackungssteuer soll den Müll im öffentlichen Raum reduzieren – über deren Sinn diskutiert der Gemeinderat im Oktober. Foto: Thomas Kunz

Rund 100 Tage nach Einführung der Verpackungssteuer am 1. Januar zieht die IHK Südlicher Oberrhein eine erste Zwischenbilanz. Grundlage ist eine Umfrage unter 107 Mitgliedsunternehmen, überwiegend aus Gastronomie und Einzelhandel. Die zeigt: Die Steuer sorgt für einen steigenden Aufwand, weniger Umsatz und Konflikte mit den Kunden.

„Wir wollten wissen, wie die Verpackungssteuer bei den Gastronomen und den Kunden ankommt“, erklärt Alwin Wagner, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK, beim Pressetermin in der Sevgin Bäckerei in der Lehener Straße am Dienstag. Die Umfrage zeige deutliche Auswirkungen der Steuer auf das To-go-Geschäft. 66 Prozent der Betriebe verzeichnen weniger Umsatz bei Kaffee und Heißgetränken, 63 Prozent bei warmen Speisen und 48 Prozent bei einwegverpackten Artikeln zum Mitnehmen. Ein Teilnehmer berichtet: „Viele Kunden verzichten inzwischen ganz auf To-go oder überlegen sich den Kauf zweimal.“

Arbeitsaufwand gestiegen

Eine höhere Belastung zeigt sich vor allem im Arbeitsalltag. 83 Prozent der Betriebe beklagen einen zusätzlichen Arbeitsaufwand. Bei 30 Prozent liegt dieser bei ein bis drei Stunden täglich. Kassen mussten umgerüstet werden, für das Personal gab es Schulungen. „Der Erklärungsaufwand ist enorm gestiegen, täglich gibt es unschöne Gespräche an der Verkaufstheke“, betont Christina Gehri, Leiterin des Fachbereichs Standort und Branchen der IHK Südlicher Oberrhein. Oft gebe es Diskussionen, beispielsweise warum zusätzlich zur Verpackungs- noch Mehrwertsteuer anfällt oder über die Höhe der Steuer. Beispielsweise, warum ein Kaffee to go mit Hafermilch (19 Prozent Mehrwertsteuer) mehr kostet als ein Kaffee to go mit normaler Milch (7 Prozent Mehrwertsteuer).

Von Konflikten aufgrund der Verpackungssteuer berichten 53 Prozent der Unternehmen – diese gebe es täglich oder mehrmals pro Woche. Nur 14 Prozent gaben an, dass die Regelung nicht zu Konflikten führt. „Wir haben deutlich mehr Diskussionen an der Kasse“, „einige Kunden reagieren verärgert oder fühlen sich unfair behandelt“ oder „Wir haben bestimmte Produkte aus dem Sortiment genommen, weil es ständig Diskussionen gab“, lauteten die Rückmeldungen von Betrieben. „In einer Bäcker-Filiale musste sogar die Polizei gerufen werden, weil der Kunde Gewalt angedroht hat“, schildern Anja Schneider und Maritta Feitsch von der Bäckerinnung Freiburg Südbaden.

Auch bei den Bäckereien in der Stadt ist der Umsatz zurückgegangen – die Kunden würden aufs Umland ausweichen. „Ein Bäcker hat beim Kaffee zum Mitnehmen komplett auf Mehrweg umgestellt und die Kunden bleiben weg, andere haben warme Speisen aus dem Sortiment genommen. Vor allem kleine Bäckereien können das schwer verkraften.“ In Freiburg seien die Diskussionen auch deutlich häufiger als in Tübingen oder Konstanz, wo es ebenfalls eine Verpackungssteuer gibt. Das sieht auch Stephanie Wolf, stellvertretende Unternehmenssprecherin von McDonald’s so: „Die Beschwerden und das Unverständnis in Freiburg sind erheblich, die Mitarbeiter müssen sehr viel erklären.“ In allen drei Städten sei der Umsatz durch die Steuer zurückgegangen.

Ein zentrales Ziel der Verpackungssteuer ist es, zum Umstieg auf Mehrweg zu bewegen. Die IHK-Umfrage zeigt, dass dieser Effekt noch verhalten ausfällt. 78 Prozent gaben an, dass Einweg nach wie vor bevorzugt wird. Einen Anstieg der Nachfrage nach Mehrweg-Verpackungen gab es bei 22 Prozent.

Nach einem Antrag von SPD/JF, CDU, FDP/BfF und Freien Wählern beschäftigt sich der Gemeinderat im Oktober erneut mit der Verpackungssteuer. Dabei soll die Verwaltung darlegen, wie sich die Steuer finanziell und organisatorisch auf die Betriebe auswirkt und ob sich durch diese der Müll im öffentlichen Raum verringert hat. Der Gemeinderat soll mögliche Anpassungen oder eine Abschaffung diskutieren und beschließen.

Kein Geld vom Bund: Rückschlag für Eishallen-Sanierung in Freiburg

Eishalle FreiburgWie geht es weiter mit der maroden Echte Helden Arena? Foto: Joers

Die geplante Sanierung der Eishalle in Freiburg steht vor Problemen: Für die Echte Helden Arena gibt es keinen Zuschuss aus dem Sportfördertopf des Bundes. Auch zwei weitere Projekte aus Freiburg gehen leer aus. Wie es jetzt weitergeht, bleibt offen.

Herber Rückschlag für die vom Gemeinderat im Dezember beschlossene Eishallensanierung: Die Stadt Freiburg erhält für die Bestandssanierung der maroden Echte Helden Arena keine Gelder aus dem Sportfördertopf der sogenannten „Sport-Milliarde“ des Bundes. Das teilte die Freiburger Bundestagsabgeordnete Chantal Kopf (Grüne) am Mittwochnachmittag mit. „Mit großem Bedauern nehme ich zur Kenntnis, dass keines der Projekte aus Freiburg es in die Projektliste des Bundesprogrammes „Sanierung kommunaler Sportstätten“ geschafft hat“, so  Kopf.

39 Millionen Euro sind als Kosten für Eishallen-Sanierung veranschlagt. Ein Zuschuss von bis zu acht Millionen Euro des Bundes war darin fest vorgesehen. „Die Fördermittel sind essenziell für das Gesamtprojekt“, sagte Freiburgs Finanzbürgermeister Stefan Breiter im Dezember. Der Eigenanteil des EHC Freiburg liegt bei neun Millionen Euro, wovon fünf Millionen Euro von Mäzen Max Zimber-Morath stammen. Geplant ist eine Sanierung der Eishalle im laufenden Betrieb  – jeweils in den Sommermonaten und das drei Jahre lang von 2029 bis 2031. Zur Saison 2031/32 sollte alles fertig sein.

Auch im laufenden OB-Wahlkampf ist die Eishallensanierung Thema: So wurde den Kandidierenden im „Kandidat-O-Mat“ die Frage gestellt, ob die Freiburger Eishalle auch ohne den Bundeszuschuss von acht Millionen Euro wie geplant saniert werden soll. Alle Kandidaten sprachen sich dafür aus auch ohne Bundeszuschuss zu bauen – mit Ausnahme von Florian Braune, der in diesem Fall gleich eine Multifunktionshalle errichten möchte.

Die anderen beiden Projekte, für die die Stadt Freiburg Gelder aus dem Sportfördertopf des Bundes beantragt hatte und die nun ebenso leer ausgehen, sind die geplante Sanierung der Waltershofener Steinriedhalle und des Haslacher Bads.

Partnerin von Eren Dinkçi hat Leukämie: Zahlreiche SC Freiburg-Fans machen bei Registrierungs-Aktion mit

Cinja, der Partnerin von SC-Kicker Eren Dinkçi ist an Blutkrebs erkrankt. Foto: Instagram/eren_dinkciCinja, der Partnerin von SC-Kicker Eren Dinkçi ist an Blutkrebs erkrankt. Die Diagnose war für die beiden ein Schock Foto: privat

Nach dem historischen Erfolg in der Europa-League konnten sich die Anhänger des SC Freiburg auch am Sonntag über einen Sieg in der Bundesliga gegen Heidenheim freuen. Trotzdem rückte das Sportliche an diesem Spieltag nahezu in den Hintergrund. Denn eine Nachricht hatte bei den Fußballfans schon im Vorfeld für Betroffenheit gesorgt. Cinja, die Partnerin von SC-Kicker Eren Dinkçi, der leihweise bei Heidenheim spielt, ist an Blutkrebs erkrankt. Deshalb gab es vor dem Heimspiel eine Typisierungsaktion für potenzielle Stammzellenspender im Europa Park-Stadion. 688 Fans haben sich laut SC vor Ort registrieren lassen – dazu kommen bisher mehr als 1.100 Personen, die das online gemacht haben. In Heidenheim findet die Aktion am 25. April ebenfalls statt.

Die Diagnose war ein Schock für das Paar: „Von einem Moment auf den anderen steht alles still und gleichzeitig beginnt ein Weg, den man sich so nie hätte vorstellen können“, sagen Eren Dinkçi und seine Partnerin Cinja, bei der Ende Januar Leukämie diagnostiziert wurde. Der Fußballer war angeschlagen und deshalb am Sonntag nicht im Einsatz. Vor dem Spiel sagte er bei DAZN: „Uns geht es den Umständen entsprechend gut. Wir sind beide relativ positiv. Es muss einfach so weitergehen. Sie ist zu Hause. Eigentlich wollte sie unbedingt zum Spiel kommen, aber ich habe es ihr verboten, weil es einfach zu riskant ist“, so Dinkçi.

Am Anfang sei es relativ schwer gewesen, das Ganze zu realisieren. „Ich versuche, jede freie Sekunde mit ihr zu verbringen – nach dem Training mit FaceTime oder einfach an freien Tagen zu ihr zu fahren.“ Wer nicht im Stadion war, kann trotzdem helfen. Online können sich alle gesunden Menschen zwischen 17 und 55 Jahren unter www.dkms.de/cinja registrieren.

Freiburgerin Delijah Haile hat es bei „DSDS“ in die Live-Shows geschafft – wird aber nicht dabei sein

Delijah Haile sang im Recall ein Duett mit Menowin Fröhlich.Delijah Haile sang im Recall ein Duett mit Menowin Fröhlich. Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Delijah Haile aus Freiburg hat auch beim DSDS-Recall überzeugt, der am gestrigen Dienstag bei RTL zu sehen war. Für sie war die Anreise zu den Dreharbeiten wohl die Kürzeste, denn die fanden im Europa-Park statt. Hier wurde das 4D-Kino zur TV-Kulisse. Dort mussten die 30 Kandidaten vor der gesamten Gruppe antreten und markante Refrains bekannter Songs performen – von der Jury kurz, präzise und gnadenlos bewertet. Der Druck war enorm, denn für die Hälfte von ihnen war die DSDS-Reise nach diesem Auftritt schon beendet. 15 schafften es ins Kandidaten-Camp in „Silver Lake City“ einzuziehen und stellten sich einer Gruppen-Challenge.

Die 24-Jährige performte mit vier weiteren Sängern „What Was I Made For“ von Billie Eilish und sang das Duett „At Last“ (Etta James) mit Menowin Frühölich. Und auch dieses Mal konnte die Freiburgerin die Jury überzeugen und schaffte es eine Runde weiter in die Live-Shows, die am 28. April und 2. Mai ausgestrahlt werden.

Doch hier tritt Delijah nicht mehr an. In der Begleitshow „DSDS Reality“ (verfügbar auf RTL +) begrüßt Isi Glück die Talente, die bei den Live-Shows dabei sind. Aber es sind nur neun anwesend.  „Seit dem Recall ist viel Zeit vergangen. Zeit, in der sich Delijah dazu entschieden hat, die Show freiwillig zu verlassen“, erklärt die DSDS-Jurorin. In einer Videobotschaft für die anderen Kandidaten sagte die Freiburgerin:  „Ich hatte eine unfassbare Zeit, ich hatte sehr viel Spaß und habe sehr viel dazugelernt. Danke für alles.“ Für sie rücken Noemi Stefaniak und Tyrell Hagedorn nach.

Ausfahrt der Retro Bike-Fans: Dritter Vintage Bike Ride Out am 1. Mai in Freiburg

Am 1. Mai gibt es wieder eine kollektive Spaß-Fahrt. Foto: Dietmar vom BergAm 1. Mai gibt es wieder eine kollektive Spaß-Fahrt. Foto: Dietmar vom Berg

Am 1. Mai um 12 Uhr findet der „Free Wheelie“ – der dritte Vintage Bike Ride Out Freiburg statt. Eine kollektive Spaß-Ausfahrt für Vintage-Bike Radler – von Bonanza über BMX, Fatbike, Stahlrahmen-Rennrad, Beach- und City-Cruiser bis hin zum Camping-Klapprad. Die Teilnehmer treffen sich im Stadtgarten.
Jeder – ausgestattet mit einem dem Motto entsprechenden Bio-Vehicle – kann mitfahren. Nach einer kurzen Begrüßung und einer aufwärmenden Ehrenrunde ums Münster geht es in unsortierter Kolonne ab auf den von diversen gastronomischen Stopps gespickten Parcours durch die Stadt.

Am Ende der 20-Kilometer-Strecke wird beim After-Ride-Cornern noch das lässigste Bike, die krasseste Bremsspur und der Gewinner des Slow Bike Race (wer fährt am langsamsten, ohne abzusteigen?) gekürt. Für Entertainment sorgen The Bellboys TWC & subculture urban media.