Rund 250 Teilnehmer waren bei der Demo am Montag dabei. Foto: Michael Bamberger
Ein Uni-Mitarbeiter hat über Jahre mit versteckten Kameras in Bädern und Toiletten heimlich mehr als 800 Frauen gefilmt. Das Freiburger Amtsgericht hat den 57-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Am Montag protestierten deshalb rund 250 Menschen gegen das aus ihrer Sicht zu milde Urteil – und sie kritisieren auch die Universität.
„Wir wehren uns“ stand auf einem Transparent bei der Demo vor dem KG I, die das Freiburger Frauenkollektiv und das Studierendenkollektiv organisiert hatten. Rund 250 Teilnehmer waren hier zusammengekommen, um gegen das Urteil, aber auch gegen den Umgang der Universität mit dem Fall zu protestieren.
„Ein Jahr und neun Monate auf Bewährung ist ein Schlag ins Gesicht für die Betroffenen“, heißt es in einem Redebeitrag der Demo, der großen Applaus erntete, wie die BZ berichtet.
Der ehemalige Studienberater des Service-Centers Studium hatte zwischen 2009 und 2024 mehr als 800 Frauen gefilmt. Er machte heimlich Aufnahmen von jungen Studentinnen, denen er eine WG im Stadtteil Rieselfeld vermietet hatte, aber auch an seinem Arbeitsplatz, auf den dortigen Toiletten sowie von Kolleginnen auf einer Dienstreise. Auf seinen Festplatten wurden Tausende Videos gefunden.
Verurteilt wurde der 57-Jährige für 60 Taten zwischen 2019 und 2024 – die restlichen sind bereits juristisch verjährt (wir berichteten). Vor zwei Jahren entdeckte eine Studentin eine Minikamera im Badezimmer ihrer WG: als das Ermittlungsverfahren bekannt wurde, kündigte die Uni dem 57-Jährigen fristlos. Viele Mitarbeiterinnen und Studentinnen hätten erst durch die Berichterstattung der Medien davon erfahren. Sie kritisieren, nicht früh genug und ausreichend von der Universität informiert worden zu sein, so die BZ. Bei der Kundgebung schilderte beispielsweise Smilla, die in der WG gewohnt hatte, ihre Erlebnisse. Der Vermieter habe die Kandidatinnen gezielt ausgesucht, alle hätten nahezu dasselbe Alter gehabt und hätten gut ausgesehen. Als die Kamera im Bad entdeckt wurde, litt sie lange unter Panikattacken und Übelkeit: das werde sie „ihr Leben lang beschäftigen“.
Die Teilnehmer der Demo am Montag fordern, dass der Fall lückenlos aufgearbeitet, Studentinnen besser geschützt und eine Anlaufstelle für Betroffene eingerichtet wird. „Ungeachtet ihrer Verjährung sind für uns diese Taten unerträglich“, schrieb die Uni in einer Mail an die Studierenden. Man wolle nun die Räume der Universität stärker auf „unerlaubte Aufnahmetechnik“ prüfen und den Schutz der Frauen und die Prävention verstärken.
OB-Wahlkampf: Die Plakate hängen, die Themen sind gesetzt – jetzt geht es ans Ausdiskutieren. Foto: Joers
Podien, Plakate und Positionen: Gut fünf Wochen vor der Oberbürgermeisterwahl am 26. April nimmt der Wahlkampf in Freiburg spürbar Fahrt auf. Elf Bewerberinnen und Bewerber sind aktuell bekannt, weitere könnten hinzukommen. Das Wahlverfahren folgt klaren gesetzlichen Regeln.
Der OB-Wahlkampf in Freiburg geht in seine entscheidende Phase. Mit zunehmender Dichte an Podiumsdiskussionen, Bürgerforen und Wahlkampfterminen rückt der Wahlsonntag am 26. April näher – und damit die Entscheidung darüber, wer die Stadt in den kommenden acht Jahren führen wird. Seit Freitag dürfen die Kandidierenden ihre Plakate aufhängen – und begleiten das medienwirksam auf ihren Social-Media-Kanälen. Hinzu kommen zahlreiche öffentliche Veranstaltungen – von klassischen Podiumsdiskussionen bis hin zu thematischen Bürgerdialogen.
Podiumsdiskussionen und Kandidat-O-Mat
Es wird langsam ernst bei der OB-Wahl: Am 4. April geht der Kandidat-O-Mat der Landeszentrale für politische Bildung online. Die erste Debatte gibt es am Freitag auf Einladung der Kulturliste Freiburg (mehr auf Seite 2). Und weitere Podiumsdiskussionen stehen an: Am 26. März veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft der Freiburger Bürgervereine (AGFB) im Bürgerhaus Zähringen ein Panel mit sechs Kandidierenden und am 13. April laden SWR und BZ zu einer Wahlarena ins Bürgerhaus Seepark ein. Am 15. April findet die offizielle Vorstellung der Kandidierenden im Konzerthaus statt. Weil für dieses Format mit viel mehr Kandidaten als noch 2018 zu rechnen ist (damals waren es sechs Personen), soll die Redezeit pro Person verkürzt werden. Darüber berät der Gemeinderat in seiner kommenden Sitzung am 24. März. Bei zwölf oder mehr Bewerbern soll jeder Kandidat dann statt bisher zwölf nur noch sechs Minuten Redezeit haben. Anschließend folgen wie bisher Fragerunden sowie die Schlussstatements.
Am 31. März ist klar, wer auf die Wahlzettel kommt
Noch steht die finale Anzahl an Bewerbern nicht fest. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 30. März, um 18 Uhr. Außerdem benötigt jede Bewerberin und jeder Bewerber mindestens 250 Unterstützungsunterschriften sowie eine eidesstattliche Versicherung, dass die jeweilige Person nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist. Wer zur Wahl zugelassen wird, steht erst am 31. März fest, nachdem der Wahlausschuss die Bewerbungen und die Unterschriftenlisten geprüft hat.
Schon elf Kandidierende
Nach aktuellem Stand treten elf Kandidatinnen und Kandidaten an, von denen gleich mehrere auf die Unterstützung von Parteien zählen können. Darunter Amtsinhaber Martin Horn (parteilos), der von der SPD, FDP und Volt unterstützt wird. Auch die parteiunabhängige Gewerkschafterin Monika Stein tritt erneut an. Sie wird von einem Bündnis bestehend aus Grünen, Linke Liste, Grüne Alternative, Unabhängige Frauen und Urbanes Freiburg getragen. Der Freiburger Unternehmer Achim Wiehle wird von der CDU unterstützt. Stadtrat Karl Schwarz geht für die AfD ins Rennen und Martin Borgmann für Die Partei.
Darüber hinaus kandidieren der Freiburger Lehrer Dejan Mihailovic, in Freiburg bekannt als Organisator der Demos gegen Rechtsextremismus sowie der Rechtsanwalt Florian Braune, der von 2002 bis 2009 im Gemeinderat saß. Weitere Kandidierende sind Vinzenz Bothe von der Werteunion, Valerie Tabea Schult, Claudio Probst von der Anarchistischen Pogo-Partei Deutschlands (APPD) sowie Jürgen Mattutis.
Klare Regeln für das Wahlverfahren
Das Wahlverfahren ist eindeutig geregelt: Entscheidend im ersten Wahlgang ist zunächst die absolute Mehrheit. Erreicht kein Kandidat oder keine Kandidatin mehr als 50 Prozent der Stimmen, kommt es zur Stichwahl: Diese ist für den 17. Mai angesetzt. Anders als 2018 sind zur Stichwahl nur die beiden Bestplatzierten zugelassen. In der Stichwahl genügt dann die einfache Mehrheit der Stimmen, um das Amt zu gewinnen. Angesichts der Vielzahl an Bewerbenden gilt als wahrscheinlich, dass es einen zweiten Wahlgang geben wird.
Wer darf wählen?
Wahlberechtigt sind alle Freiburger mit einer EU-Staatsangehörigkeit, die am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten in Freiburg ihren Hauptwohnsitz haben. Die Wahlbenachrichtigung wird das Freiburger Wahlamt voraussichtlich Ende März an alle Wahlberechtigten verschickt.
Von den Sanddünen der Gobi bis hin zu Begegnungen mit Nomadenfamilien und Adlerjägern: Der Vortrag über die Mongolei bietet spannende Eindrücke. Foto: Olaf Schubert
Echte Geschichten und faszinierende Bilder gibt es bei der Mundologia-Reihe im Bürgerhaus am Seepark. Am Mittwoch, 18. März um 19.30 Uhr zeigt Fotograf Olaf Schubert mit „Mongolei – Im Land der Nomaden“ die faszinierende Vielfalt eines der ursprünglichsten Länder Asiens. Traumstrände, Vulkane, Regenwälder und Reisterrassen stehen neben Metropolen wie Manila, Begegnungen mit Perlenzüchtern, Tierschützern und Katholiken mit außergewöhnlichen Ritualen.
Die Reportage „Philippinen – 7107 Inseln voller Kontraste“ ist ein Portrait des asiatischen Landes, authentisch und eindrucksvoll am 19. März präsentiert von Tobias Hauser. Außerdem ist Wiebke Lühmann nochmal zu Gast in Denzlingen mit ihrer spektakulären Reise von Freiburg bis ans Kap der Guten Hoffnung (21. März, 11 Uhr).
Ryland (Ryan Gosling) trifft auf eine außerirdische Lebensform, die ebenfalls um das Überleben ihrer Spezies kämpft. Foto: Amazon Content Services
„Der Astronaut“ gilt als einer der meisterwarteten Sci-Fi-Filme des Jahres. Ryan Gosling wacht alleine an Bord eines Raumschiffs auf. Nur langsam kehrt seine Erinnerung zurück. Seine Mission ist es, die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren – dabei bekommt er unerwartete Hilfe.
Der Naturwissenschaftslehrer Ryland Grace (Ryan Gosling, „La La Land“) wacht eines Tages auf einem Raumschiff auf – Lichtjahre von zu Hause entfernt, umgeben von der Stille des Alls und ohne Erinnerung daran, wer er ist oder wie er dorthin gekommen ist. Die anderen Crewmitglieder sind alle tot. Als sein Gedächtnis nach und nach zurückkehrt, findet er heraus, was seine Mission ist: Er soll das Rätsel um eine mysteriöse Substanz lösen, die dazu führt, dass die Sonne erlischt. Mikroskopisch kleine Lebewesen drohen eine neue Eiszeit auszulösen und die Welt ins Chaos zu stürzen. Nur ein Stern, Tau Ceti, scheint von dem Phänomen verschont zu sein.
Von der UN-Beauftragten Eva Stratt (Sandra Hüller, „Anatomie eines Falls“) gegen seinen Willen rekrutiert, wurde Grace auf eine interstellare Mission geschickt, um das Geheimnis von Tau Ceti zu ergründen. Um alles und jeden auf der Erde vor dem Aussterben zu bewahren muss er auf sein wissenschaftliches Fachwissen und einige unorthodoxe Ideen zurückgreifen. Mitten in dieser Ausnahmesituation taucht eine außerirdische Lebensform auf, die ebenfalls um das Überleben ihrer Spezies kämpft. Und so führt eine unerwartete Freundschaft dazu, dass er die gefährliche Mission nicht allein absolvieren muss.
In weiteren Rollen sind Lionel Boyce („Shell“), Ken Leung („The Night Shift“) und Milana Vayntrub („This is Us“) zu sehen. Regie führten Phil Lord & Christopher Miller („Spider-Man: Into the Spider-Verse“). Der Film basiert auf dem Roman von Andy Weir („Der Marsianer“), das Drehbuch stammt von Drew Goddard („Der Marsianer“), der bereits Weirs erstes Werk fürs Kino adaptiert hat.
Alex (Will Arnett) und Tess (Oscar-Preisträgerin Laura Dern) verstehen sich trotz bevorstehender Scheidung noch gut. Diese birgt einige Herausforderungen. Foto: Searchlight Pictures
Während ihre Ehe still und leise zerbricht, stehen Alex (Will Arnett, „Arrested Development“) und Tess (Oscar-Preisträgerin Laura Dern, „Jurassic Park“) vor Herausforderungen: Alex kämpft mit dem Älterwerden sowie der bevorstehenden Scheidung und sucht in der New Yorker Comedy-Szene nach einem neuen Lebenssinn.
Tess hingegen stellt sich den persönlichen Entbehrungen, die sie ihrer Familie zuliebe in Kauf genommen hat. Beide müssen sich mit Themen wie Co-Parenting, Identität und der Frage auseinandersetzen, ob Liebe eine neue Form annehmen kann. Der Film von Bradley Cooper („A Star Is Born“) , erzählt eine berührende, lebensnahe Geschichten mit pointiertem Humor.
Lothar Matthäus im Olympiastadion in Rom. Foto: B|14 FILM
Italien im Sommer 1990: Deutschland wird zum dritten Mal Fußballweltmeister und erlebt eine der größten Sternstunden der deutschen Sportgeschichte. Unter Teamchef Franz Beckenbauer wachsen Fußball-Ikonen wie Lothar Matthäus, Andreas Brehme, Jürgen Klinsmann, Rudi Völler oder Klaus Augenthaler weit über sich hinaus. Die legendären Duelle mit den Niederlanden und Jugoslawien, der emotionsgeladene Finalsieg gegen Argentinien – unvergessliche Gänsehaut-Momente, bis heute nicht aus dem deutschen Fußballgedächtnis wegzudenken. Doch die WM 1990 war weit mehr als nur Fußball. Nach dem Mauerfall, kurz vor der deutschen Wiedervereinigung, entstand im Jubel der Millionen von Menschen aus Ost und West ein neues Selbstbewusstsein. Der Sommer von 1990 schenkte Deutschland nach Jahrzehnten der Teilung wieder ein Wir-Gefühl und wurde so zum Symbol der Hoffnung. Ein Versprechen für Zusammenhalt und Teamgeist.
In der Doku wird die Geschichte dieses Turniers von den Spielern selbst erzählt, so wie nur sie es damals auf und neben dem Platz erlebt haben, bebildert mit bislang unveröffentlichten Aufnahmen von Torwarttrainer und Hobbyfilmer Sepp Maier, Schätzen aus dem FIFA-Archiv und privaten Bildern der Mannschaftskollegen. Nah, authentisch, persönlich und voller Emotionen holt der Kino-Dokumentarfilm das Publikum zurück in jenen Sommer, der Deutschland verzauberte
Trotz einiger Möglichkeiten fehlte es dem SC Freiburg gegen Union Berlin an der Durchschlagskraft. Foto: Detlef Berger
Der in dieser Saison so heimstarke SC Freiburg hat am Sonntag sein Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin knapp mit 0:1 verloren. Vor 33.200 Zuschauern im Europa-Park-Stadion kontrollierten die Breisgauer über weite Strecken das Spiel, mussten am Ende jedoch einen späten Nackenschlag durch einen Ex-Freiburger hinnehmen.
Nach 16 Spielen ohne Niederlage im eigenen Stadion musste sich der SC Freiburg am Sonntag gegen Union Berlin geschlagen geben. Die Partie begann mit viel Intensität und zahlreichen Zweikämpfen im Mittelfeld. Freiburg versuchte früh, über Ballbesitz und kontrolliertes Aufbauspiel das Kommando zu übernehmen. Unter anderem Cyriaque Irie (15.) und der agile Derry Scherhant (22.) verpassten die Chance zur Freiburger Führung. Union verteidigte kompakt und lauerte vor allem auf Umschaltmomente.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig am Spielbild: Freiburg hatte mehr Ballbesitz, während der 1. FC Union Berlin defensiv stabil stand und auf einzelne Konter setzte. Eine gute Freistoßchance in zentraler Position brachte Scherhant nicht auf das Tor der Gäste (52). In der 69. Minute parierte SC-Keeper Noah Atubolu souverän gegen den eingewechselten Axel Král. Kurz darauf rauschten SC-Angreifer Igor Matanovic und Berlins Doekhi bei einem Luftduell mit den Köpfen aneinander. Erst nach einer mehrminütigen Behandlungspause ging es für beide weiter.
Ex-Freiburger Jeong trifft spät, Beste scheitert an Raab
Als vieles bereits auf ein torloses Unentschieden hindeutete, schlugen die Berliner in der Nachspielzeit zu. Der eingewechselte Wooyeong Jeong – von 2019 bis 2023 bei den Breisgauern unter Vertrag – erzielte in der 92. Minute das entscheidende Tor zum 0:1 und sorgte damit für große Ernüchterung im Europa-Park-Stadion. Niklas Beste hatte in der zehnten Minute der 14-minütigen Nachspielzeit noch eine Großchance zum 1:1-Ausgleich – doch Unions Torhüter Raab parierte sehenswert. Für Freiburg blieb trotz engagierter Schlussphase keine Zeit mehr für eine Antwort.
Damit kassieren die Breisgauer eine bittere Heimniederlage – vor allem, weil es der Mannschaft über weite Strecken an der letzten Konsequenz im Abschluss fehlte. Die nächste Chance, es vor dem eigenen Publikum besser zu machen, hat der SC am Donnerstag: Dann bestreiten die Breisgauer nach der schmeichelhaften 0:1-Niederlage im Hinspiel das Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen den KRC Genk (18.45 / RTL+).
Freiburg Sportfamilie feiert am Samstagabend im Konzerthaus Freiburg. Foto: Joers
Viele sportliche Höchstleistungen wurden am Samstag auf der Galanacht des Sports im Konzerthaus Freiburg gefeiert. Der Ehrungsmarathon in Bildern. Weitere Informationen zu den Geehrten in diesem Jahr finden Sie in unserem Kurzüberblick.
Die Formation Cantaloop des 1. Jazzdance Club Freiburg eröffnete die Show. Fotos: JoersDie Formation Cantaloop des 1. Jazzdance Club Freiburg eröffnete die Show. Fotos: JoersGalanacht des Sports mit Freiburgs Bildungsbürgermeisterin Christine Buchheit, Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach und Sportbürgermeister Stefan Breiter. Fotos: JoersModeriert wurde der Abend von Julica Goldschmidt. Foto: JoersGalanacht des Sports 2026 im Konzerthaus Freiburg. Fotos: JoersGalanacht des Sports 2026 im Konzerthaus Freiburg. Fotos: JoersHans-Jürgen Muri und Angela Kotterer vom Sportkreis Freiburg. Fotos: JoersOberbürgermeister Martin Horn begrüßte die Gäste im Rolf-Böhme-Saal des Konzerthauses. Fotos: JoersSportbürgermeister Stefan Breiter bei der Ehrung. Foto: JoersSportbürgermeister Stefan Breiter bei der Ehrung. Fotos: JoersSportbürgermeister Stefan Breiter bei der Ehrung. Foto: JoersAndreas Steiert, Leiter der Freiburger Fußballballschule des SC Freiburg, überreichte den Nachwuchsförderpreis des SC Freiburg an den Kegelverein Freiburg. Auch die Freiburger Faltboot-Fahrer e.V. erhielt den Nachwuchsförderpreis des SC Freiburg.Galanacht des Sports 2026 im Konzerthaus Freiburg. Fotos: JoersDer Turnnachwuchs des PTSV Jahn Freiburg erhielt den ersten Preis des Nachwuchsförderpreises des SC Freiburg.Showact von Niclas Gunkel und Johanna Forst aus dem Showteam Matrix des TV Freiburg-Herdern.Showact von Niclas Gunkel und Johanna Forst aus dem Showteam Matrix des TV Freiburg-Herdern.Galanacht des Sports 2026 im Konzerthaus Freiburg. Fotos: JoersGalanacht des Sports 2026 im Freiburger KonzerthausBasketballerin Karla Busch vom USC Freiburg ist als Eliteschülerin des Sports von der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau ausgezeichnet worden.Der älteste Geehrte war Triathlet Günter Birnbaum im Alter von 86 Jahren. Foto: JoersGalanacht des Sports 2026 im Konzerthaus Freiburg. Fotos: JoersAusnahmeläuferin Jolanda Kallabis (FT 1844 Freiburg) erhielt von OB Horn die Sportmedaille in Gold.Galanacht des Sports 2026 im Freiburger KonzerthausEhrung für den 1. Jazzdance Club Freiburg bei der Galanacht des Sports 2026 im Freiburger KonzerthausGalanacht des Sports 2026 im Konzerthaus mit Sponsor Siegfried Ernst (Mitte) vom Autohaus ernst+könig in Freiburg.Ruslan Kalachevskyi aus der Ukraine meistert absolute Körperbeherrschung.Sportbürgermeister Stefan Breiter bei seiner feierlichen Verabschiedung.Sportbürgermeister Stefan Breiter bei seiner feierlichen Verabschiedung.Galanacht des Sports 2026 im Konzerthaus Freiburg. Fotos: JoersWahl zur Sportlerin des Jahres. Foto: JoersWahl zum Sportler des Jahres.Die HSG Freiburg wurde Mannschaft des Jahres. Foto: JoersSportlerin des Jahres Leonie Schäfle und ihr Bruder Lars Schäfle, Sportler des Jahres.
Mehr Fotos und Informationen rund um die diesjährige Galanacht des Sports finden Sie im kommenden Freiburger Wochenbericht
Leonie und Lars Schäfle mit ihren Siegertrophäen auf der Galanacht des Sports im Konzerthaus. Foto: Joers
Die Geschwister Leonie und Lars Schäfle sind Freiburgs Sportler des Jahres 2025, die Red-Sparrows Handballerinnen von der HSG Freiburg sind Mannschaft des Jahres. Das und viele weitere sportliche Höchstleistungen wurden auf der Galanacht des Sports im Konzerthaus Freiburg gefeiert.
173 Sportmedaillen vergab die Stadt Freiburg am Samstagabend auf der Galanacht des Sports im Konzerthaus Freiburg an die erfolgreichsten Sportler des Jahres 2025. Einer der Höhepunkte des glamourösen Abends war die Sportlerwahl. Bei der Abstimmung, die sich aus einem Publikums- und einem Juryvoting zusammensetzt, stand am Ende ein Geschwisterpaar ganz vorne: Leonie Schäfle, Europameisterin im Unterwasserrugby gewann bei den Frauen und wurde Sportlerin des Jahres knapp vor der zweitplatzierten Ausnahme-Leichtathletin Jolanda Kallabis von der FT 1844 Freiburg. Schäfles Bruder, RKG-Ringer Lars Schäfle, erhielt bei den Männern die meisten Stimmen – nach insgesamt fünf Nominierungen in den vergangenen Jahren ist es das erste Mal, das Schäfle Sportler des Jahres wird. Bei den Mannschaften gewannen die Zweitligahandballerinnen der HSG Freiburg, die sich nun Mannschaft des Jahres nennen dürfen.
Die diesjährige Auszeichnung als Eliteschülerin des Sports der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau ging an Basketball-Jugendnationalspielerin Karla Busch vom USC Freiburg. Über den mit 6.000 Euro dotierten SC Freiburg Nachwuchs-Förderpreis freuten sich die Nachwuchsturner des PTSV Jahn Freiburg (1. Platz), die Freiburger Faltboot-Fahrer e.V. (2. Platz) und der Kegelsportverein Freiburg (3. Platz).
Mit 1.500 Gästen aus Sport, Wirtschaft, Kultur und Politik war das Konzerthaus auch in diesem Jahre sehr gut besucht. Bis spät in die Nacht feierten die Galanacht-Gäste die Erfolge der Sportlerinnen und Sportler.
Mehr über die Galanacht des Sports, Fotos, Hintergründe und Stimmen der Sieger in der kommenden Ausgabe des Freiburger Wochenbericht am 18. März 2026
Die Red Sparrows-Handballerinnen der HSG Freiburg wurden Mannschaft des Jahres 2025. Foto: Joers
Maya Thyssen und Birte Hackenjos (CEO Haufe Group, re.) in der Werkstatt der Münsterbauhütte. Foto: Joers
An der Münsterbauhütte Freiburg arbeitet Maya Thyssen an historischen Steinen und trägt dabei das Logo der Haufe Group. Für zwei Jahre übernimmt das Freiburger Unternehmen ihr Gehalt. Was das für die junge Steinmetzin bedeutet?
Es ist eine ungewöhnliche Kooperation – und eine, die die Freiburger Münsterbauhütte in dieser Form noch nie hatte: Die Freiburger Haufe Group, die allein am Stammsitz in Freiburg rund 2.000 Menschen beschäftigt und insgesamt 2.700 Mitarbeitende hat, übernimmt für mindestens zwei Jahre das Gehalt einer jungen Steinmetzin am Freiburger Münster. „Als ich erfahren habe, dass meine Stelle dank Sponsoring möglich ist, hat mich das sehr beeindruckt“, sagt Maya Thyssen. Im Handwerk werde man oft übersehen. Dank dieser Kooperation sei das nun anders, so die gelernte Steinmetzin und Steinbildhauerin. Von 2018 bis 2021 absolvierte sie an der Münsterbauhütte ihre Ausbildung und ist seit Januar wieder zurück. „Ich habe mich vom ersten Tag an in die Stadt verliebt und bin auch oft genug ins Bächle getreten“, sagt sie.
Denn aufgewachsen ist Thyssen im englischen Canterbury, „mit Blick auf die Kathedrale“, wo sie schon als Kind in der Goldschmiede-Werkstatt ihres Vaters mithalf. „Die Tradition der Denkmalpflege wurde uns sehr früh vermittelt und wie wichtig es ist, Kulturerbe für kommende Generationen zu erhalten“, sagt Thyssen.
Von links: Haufe Group-CEO Birte Hackenjos, Münsterbauverein-Aufsichtsratsvorsitzender Ernst Ulrich Dobler, Steinmetz-Gesellin Maya Thyssen, Münsterbaumeisterin Anne-Christine Brehm und Münsterbauvereins-Vorsitzende Martina Feierling-Rombach. Foto: Joers
Dieser Gedanke sei laut Haufe Group-CEO Birte Hackenjos auch mitentscheidend gewesen, wieso das Digitalunternehmen das Sponsoring übernahm. „Tradition und Vergangenheit sind uns wichtig. Aber es geht darum, das, was sinnvoll und erhaltenswert ist, in die Zukunft zu tragen. Damit wir auch in Zukunft das Münster haben, unterstützen wir gerne die Münsterbauhütte“, so Hackenjos. Auch in der eigenen Belegschaft sei die Idee für das Stellensponsoring gut angekommen, so Hackenjos: „Maya Thyssen ist die erste Steinmetzin in unserem Unternehmen“, scherzt die Haufe-Chefin.
Münsterbaumeisterin Anne-Christine Brehm, die noch bis Ende März im Amt ist und danach eine Professurstelle an der Uni Heidelberg antritt, zeigt sich dankbar für die Spende, die weit über 100.000 Euro beträgt. „Wir brauchen zurzeit jeden Mann und jede Frau“, so Brehm. Unter anderem steht 2027 am Münsterturm die große Oktogon-Sanierung an. Da ist die Kooperation mit der Haufe Group hochwillkommen – vor allem deshalb, weil zwei Drittel des Jahresbudgets des Münsterbauvereins aus Spenden besteht, so Vorsitzende Martina Feierling-Rombach.
Maya Thyssen ist bei der Arbeit am Münster im Übrigen gut an ihrer Kleidung zu erkennen – denn unter ihrer Arbeitskluft trägt sie ein Shirt mit dem Haufe-Logo. „Ziemlich cool“, findet sie selbst.