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Nach 2:0-Führung: SC Freiburg verliert 2:3 gegen die Bayern

SC Freiburg Bayern MünchenDer SC Freiburg machte den Bayern das Leben schwer. Foto: Detlef Berger

Der SC Freiburg hat nur knapp einen Bundesliga-Heimsieg gegen Rekordmeister Bayern München verpasst. Wie im Hinspiel führte der SC Freiburg mit 2:0. Der Ausgleich und die Münchner Führung fielen dann in der Nachspielzeit.

Zur Halbzeit stand es im Europa-Park Stadion 0:0 zwischen dem turmhohen Favoriten aus München und dem SC Freiburg. Das nährte die Hoffnung der Breisgauer auf einen Punktgewinn.

Denn die Schuster-Elf hätte schon in Halbzeit eins gut und gerne in Führung gehen können: In der 15. Minute setzte Philipp Treu einen Schuss nur knapp am Münchner Tor vorbei. Und zweimal klärte Bayern-Keeper Manuel Neuer in höchster Not gegen Lucas Höler (28.) und Startelf-Rückkehrer Philipp Lienhart (34.) – doch beide Szenen pfiff das Schirigespann wegen Abseits zurück. Die Freiburger Griffigkeit schlug sich auch in der Eckenbilanz nieder (3:0 zur Pause)

Die Freiburger Führung nach Toren fiel kurz nach Beginn der zweiten Hälfte: Johan Manzambi fasste sich ein Herz und zog zentral aus rund 20 Metern ab – der scharf geschossene Ball schlug im rechten Toreck ein (46). Der verdutzte Neuer sah dem Ball nur regungslos hinterher. In der 54. Minute verfehlte Höler das Münchner Tor und das 2:0 nur um Haaresbreite.

Der eingewechselte Michael Olise hatte kurz darauf mit seiner ersten Chance den Ausgleich auf dem Fuß – doch auch sein Ball flog knapp am Tor vorbei (57.). Die Bayern, die nun Pavlovic, Musiala und Laimer brachten, gaben fortan den Ton an.

Doch der SC stand stabil und setzte immer wieder Nadelstiche nach vorne – so wie beim inzwischen fünften Freiburger Eckball, den Beste hereinbrachte. Lucas Höler behielt in seinem 300. Pflichtspiel für Freiburg beim folgenden Gestocher im Strafraum die Übersicht und traf unter dem Jubel der Fans zum 2:0 (71.). „Es war eines unserer schlechteren Spiele. Die Freiburger Führung war verdient“, sagte Bayerns Sportchef Max Eberl.

In der Folge war Freiburgs Schlussmann Noah Atubolu gefordert: Einen Distanzschuss von Michael Olise entschärfte der SC-Torwart mit einer Flugeinlage zur Ecke (77.). Gegen Luis Diaz musste Atubolu ein zweites Mal sein Können zeigen, als er dessen Schuss um das Toreck lenkte (81.). An Tom Bischoffs Flachschuss kam der SC-Torwart jedoch nicht heran und es stand 2:1 (81.). Kimmichs Distanzkracher wiederum entschärfte der Freiburger Keeper (84.) und erhielt auch dafür Szenenapplaus. Der Münchner Ausgleich fiel dann doch: Der Torschütze zum 2:2 hieß erneut Tom Bischoff, wieder traf er aus der Distanz (90.+2).

Die Münchner blieben aber weiter am Drücker – und markierten schließlich das späte Last-Minute-Siegtor: In der neunten Minute der Nachspielzeit landete ein Querpass von Davies bei Lennart Karl, der zentral zum 2:3-Endstand für München traf.

Die lange Nachspielzeit sorgte für Frust bei den Freiburgern – „mindestens diskussionswürdig“ sei diese gewesen, so Kapitän Christian Günter. Die starke Darbietung der Freiburger gegen die Bayern sei trotz der Enttäuschung über die Niederlage zugleich Ansporn für das anstehende Viertelfinal-Hinspiel in der Europa League am kommenden Donnerstag gegen Celta Vigo: „Diese Leistung muss für uns der Maßstab sein“, so Günter.

Das Münchner Starensemble feiern mit den mitgereisten Bayern-Fans den Auswärtssieg im Breisgau. Foto: Detlef Berger