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Heimsieg gegen Leipzig: SC Freiburg spielt weiterhin europäisch

Die Freiburger Spieler bejubeln den Treffer zum 4:1 durch Derry Scherhant. Foto: Detlef Berger

Europa-League-Finalist SC Freiburg spielt auch in der kommenden Bundesliga-Saison international. Ein 4:1 (2:1)-Heimsieg am letzten Spieltag gegen RB Leipzig sicherte der Schuster-Elf Platz sieben und damit die Qualifikation zur Conference League.

Der SC Freiburg stand vor der kniffligen Aufgabe, das größten Spiel der Vereinsgeschichte – das Europa-League- Endspiel gegen Aston Villla am kommenden Mittwoch – auszublenden und den Fokus ein letztes Mal auf die Bundesliga zu legen. Dieser Spagat gelang den Südbadenern mit Bravour.

Der SC präsentierte sich von Beginn an spielfreudig gegen die Gäste aus Leipzig, die die Champions-League-Quali bereits vor Anpfiff sicher hatten. In der 24. Minute ging Freiburg in Führung: eine Flanke von Matthias Ginter legte Matanovic am Fünfmeterraum zurück zum Absender. Ginter köpfte an die Latte, von wo der Ball bei Niklas Beste landete, der das Spielgerät über die Linie drückte. Nur zwei Minuten später erhöhte Matanovic per Kopf nach einer Flanke von Johan Manzambi auf 2:0 (26.). Der Pausenstand hieß jedoch 2:1 – Leipzigs Ouedraogo markierte aus der Distanz den Anschlusstreffer (33.).

Ginters nächster Gruß an Nagelsmann

Kurz nach dem Seitenwechsel legten die Freiburger nach: Matthias Ginter verwertete ein Zuspiel von Manzambi per Drehschuss zum 3:1 (49.). Für den Innenverteidiger, der noch auf dem WM-Zug aufspringen möchte, war es bereits der fünfte Pflichtspieltreffer der Saison. Emotional wurde es in der 60. Spielminute bei einer Freiburger Auswechslung: SC-Eigengewächs Nicolas Höfler, der unter der Woche seinen Abschied von den SC-Profis verkündet hatte, verließ unter großem Applaus der Freiburger Fans das Feld.

Dank der Fans an Nicolas Höfler. Foto: Berger

In der 75. Minute sahen die 33.500 Zuschauer im Europa-Park Stadion das nächste Tor für die Hausherren: ein schneller Konter über Makengo fand als Abnehmer Derry Scherhant. Der Ex-Herthaner fackelte nicht lange und traf zum 4:1. Scherhants Tor war zugleich der Endstand.

Gebührend verabschiedet vor den Freiburger Fans der Südtribüne wurden nach Abpfiff Nicolas Höfler, der 382 Spiele im SC-Trikot bestritt, und auch Maximilian Philipp, der den Verein verlässt.

Nun richten sich die Augen auf den großen Tag am Mittwoch in Istanbul: dann heißt der Gegner Aston Villa, der sich bereits am Freitag in der englischen Premier League mit einem 4:2 gegen den FC Liverpool auf das Endspiel einstimmte. Die Freiburger Fans jedenfalls sind bereit: „Finale, Finale“ tönte es nach Abpfiff gegen Leipzig durchs Freiburger Stadion.

Auf Händen getragen: Nicolas „Chicco“ Höfler bei seinem Abschied von den Heimfans. Foto: Detlef Berger