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Freiburg: Wie geht es weiter mit der Echte Helden Arena?

EHC EishalleFür die veraltete Freiburger Eishalle gibt es – vorerst – keinen Zuschuss aus dem Sportfördertopf des Bundes. Foto: Detlef Berger

Für die Echte Helden Arena gibt es keinen Zuschuss aus dem Sportfördertopf des Bundes. Das sind die ersten Reaktionen.

Rückschlag für die vom Gemeinderat im Dezember beschlossene Eishallensanierung: Die Stadt Freiburg erhält für die Bestandssanierung der maroden Echte Helden Arena keine Gelder aus dem Sportfördertopf der sogenannten „Sport-Milliarde“ des Bundes. Das bestätigte die Freiburger Bundestagsabgeordnete Chantal Kopf (Grüne) in der vergangenen Woche.

39 Millionen Euro sind als Kosten für Eishallen-Sanierung veranschlagt. Ein Zuschuss von bis zu acht Millionen Euro des Bundes war darin fest vorgesehen. „Die Fördermittel sind essenziell für das Gesamtprojekt“, hatte Freiburgs damaliger Finanzbürgermeister Stefan Breiter im Dezember gesagt.
Seine Nachfolgerin, die neue Finanzdezernentin Carolin Jenkner (CDU) brachte im Fall eines gescheiterten Förderantrags einen erneuten Antrag um Förderung ins Spiel. „Das Programm läuft über mehrere Jahre und es ist auch möglich, in den nächsten Jahren berücksichtigt zu werden“, sagte sie dem SWR.

Der Eigenanteil des EHC Freiburg liegt bei neun Millionen Euro, wovon fünf Millionen Euro von Mäzen Max Zimber-Morath stammen. Geplant ist eine Sanierung der Eishalle im laufenden Betrieb – jeweils in den Sommermonaten und das drei Jahre lang von 2029 bis 2031. Zur Saison 2031/32 sollte alles fertig sein. Im gerade zu Ende gegangenen OB-Wahlkampf hatten sich alle Kandidaten dafür ausgesprochen, die Hallensanierung notfalls auch ohne Bundeszuschuss durchzuziehen. Gegenüber der BZ sagte Baubürgermeister Martin Haag: „Wir werden unsere Anträge für die nächsten Runden entsprechend schärfen und alles tun, um alle Möglichkeiten der Co-Finanzierung dieses überregional wichtigen Sportinfrastrukturprojekts auszuschöpfen“.

Auch der Verein Pro Eissport Südbaden e.V. spricht sich dafür aus, das Ziel nun nicht aus den Augen zu verlieren. „Die Sanierung der Freiburger Eishalle ist und bleibt zwingend notwendig“, so Michael Lobstedt von Pro Eissport Südbaden. Das aktuelle Nein vom Bund sei „kein Endpunkt, sondern ein Zwischenschritt, der nun entschlossenes politisches Handeln und die konsequente Nutzung aller weiteren Förderchancen erfordert.“

Gregor Mohlberg, Stadtrat von der Fraktion Eine Stadt für alle, fordert das Eishallenprojekt nun als Projekt der gesamten Region Freiburg zu begreifen. Der OB müsse sich „sich schnell dafür einsetzen, dass alle demokratischen Bundestags- und Landtagsabgeordneten und Landräte in Südbaden sich gemeinsam auf die Sanierung der Eishalle verständigen und dies gegenüber dem Haushaltsausschuss des Bundestags zum Ausdruck bringen“, so Mohlberg.