Der SC Freiburg treibt seine personellen Planungen für die kommenden Saison weiter voran. Dabei hilft nicht zuletzt der Geldsegen durch den Verkauf von Shootingstar Johan Manzambi. Vom italienischen Erstligisten Como stößt nun Rückkehrer Yannik Engelhardt zum Team. Eine Entscheidung gab es auch im Fall Noah Atubolu.
Durch den Abschied von Johan Manzambi hat Freiburg einen neuen Transferrekord erzielt. Galten die Wechsel von Kevin Schade (2023 zu Brentford) und Merlin Röhl (2025/26 zu Everton) mit rund 25 Millionen Euro bis dato als Freiburgs Rekorderlöse, pulverisiert der Manzambi-Deal diese Marke: Inklusive erfolgsabhängiger Boni erhält der SC rund 70 Millionen Euro vom englischen Erstligisten Aston Villa. Von den SC-Fans verabschiedete sich Manzambi mit persönlichen Worten auf seinem Instagram-Kanal: „Danke, dass ihr an mich geglaubt habt, dass ihr mir vertraut habt. Ich bin gewachsen, habe gelernt und unglaubliche Momente an eurer Seite erlebt“, schreibt der 20-Jährige dort.
„Fühlt sich richtig gut an“
In Erwartung solcher beträchtlicher Transfererlöse hat der SC Freiburg schon vor Wochen damit begonnen, für Ersatz zu sorgen. Rihito Yamamoto kam für rund sieben Millionen Euro aus St. Truiden, für weitere zehn Millionen Euro wechselte Keisuke Goto vom RSC Anderlecht nach Freiburg. Für Torhüter Mio Backhaus soll der Verein rund zwölf Millionen Euro plus Boni bezahlt haben.

Und nun legten Sportvorstand Jochen Saier & Co. noch einmal nach: Von Como 1907 nahm Freiburg Mittelfeldspieler Yannik Engelhardt unter Vertrag. Laut dem „Kicker“ beträgt die Ablösesumme 7,5 Millionen Euro. Engelhardt spielte bereits von 2021 bis 2023, und war in der vergangenen Spielzeit an Mönchengladbach verliehen. „Yannik hat in seiner ersten Phase beim SC sehr nachdrücklich auf sich aufmerksam gemacht. Er kann ein Spiel lesen und ist technisch sehr gut“, schwärmt SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach. Der 25-Jährige habe zudem „strukturgebende Eigenschaften“. Engelhardt selbst sagt: „Es fühlt sich richtig gut an, wieder in Freiburg zu sein, und ich hatte ein herzliches Willkommen.“
Das sagt Jochen Saier über Noah Atubolu
Während andere Vereine also noch suchen, hat der SC seine Schlüsseltransfers mal wieder frühzeitig vollzogen. Nur die Causa Noah Atubolu ist nach wie vor ungeklärt. Vom 22. bis 31. Juli fährt die Mannschaft ins Trainingslager nach Schruns (Österreich). Der abwanderungswillige Torhüter ist dann nicht dabei, um seinen angestrebten Vereinswechsel voranzutreiben. Um einen möglichen Transfer nicht zu gefährden, hat der Torhüter die SC-Verantwortlichen darum gebeten, ihn nicht mit nach Österreich mitnehmen zu müssen. „Wir haben gemeinsam mit Noah entschieden, dass er sein Trainingsprogramm in der aktuellen Phase in Freiburg fortsetzt. Die persönlichen Gespräche mit Vereinen lassen sich von Freiburg aus besser koordinieren als aus dem Trainingslager in Schruns“, sagt SC-Vorstand Jochen Saier.
Ebenfalls nicht mit in Schruns dabei ist Florent Muslija, der eine Reha absolviert. Aus der U23 der Freiburger fahren Mateo Zelic,
Leon Catak, Mladen Mijajlovic und Jannik Veit mit nach Schruns – die beiden Letzteren vorerst nur bis Freitag. Die WM-Fahrer Philipp Lienhart und Igor Matanovic reisen am Samstag nach.


Noah Atubolu hat mit starken Leistungen das Interesse anderer Vereine auf sich gezogen. Foto: Detlef Berger