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Life-Science-Unternehmen Sartorius eröffnet neues Kompetenzzentrum auf der Haid

Das neue Sartorius-Kompetenzzentrum im Gewerbegebiet Haid. Foto: SartoriusDas neue Sartorius-Kompetenzzentrum im Gewerbegebiet Haid. Foto: Sartorius

Vor 32 Jahren in Freiburg als Start-up CellGenix gegründet, hat sich das Unternehmen, das seit 2021 mehrheitlich zum Konzern Sartorius gehört, zu einem bedeutenden Global Player im Bereich Zellkulturmedien für die Entwicklung und Produktion biologischer Arzneimittel entwickelt.

Mit der Eröffnung des neuen Kompetenzzentrums in der Endinger Straße soll die Erfolgsstory weitergeschrieben werden.Der Life-Science-Konzern Sartorius hat am 18. Mai in der Endinger Straße 2 im Gewerbegebiet Haid mit rund 180 Gästen ein neues Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Produktion von Materialien für den Zell- und Gentherapiemarkt eröffnet. Mit einer Investition von mehr als 140 Millionen Euro habe man die Produktionskapazität am Standort mehr als verdoppelt, sagte Daniel Spatz, Geschäftsführer von Sartorius CellGenix in Freiburg. Damit will das Unternehmen seine Ausrichtung auf das wachsende Geschäftsfeld der Zell- und Gentherapien stärken. Mit den durch Sartorius hergestellten Komponenten sollen Biopharmazeutika-Hersteller innovative, aber bisher oft sehr teure Zell- und Gentherapien schneller und effizienter entwickeln und produzieren können. Mittels dieser Biopharmazeutika sollen bisher unheilbare Erkrankungen besser behandelt werden können.

Auf rund 18.000 Quadratmetern bietet das neue Gebäude moderne Produktions-, Labor- und Büroflächen für bis zu 180 Mitarbeitende. Sartorius stellt dort essenzielle Komponenten wie Zytokine und Wachstumsfaktoren her, die für die Herstellung biologischer Arzneimittel benötigt werden. Das Gebäude setze auf nachhaltige Gebäudetechnik, führte Spatz aus: Es kommt vollständig ohne fossile Brennstoffe aus, nutzt Geothermie für Wärme, Brunnenwasser zur Kühlung und 2.500 Quadratmeter Photovoltaikfläche zur Stromerzeugung. Spatz betonte auch die Bedeutung des Standorts Freiburg für das Unternehmen, der es mit seiner Lage im Dreiländereck ermögliche, benötigte Fachkräfte zu gewinnen.

„Das Gebäude sieht jetzt sehr groß aus, aber diese Sicht wird sich ändern“, sagte René Fáber, Leiter der Sparte Bioprocess Solutions und Mitglied des Vorstands von Sartorius, und skizzierte die Richtung: Man werde sich irgendwann wieder überlegen müssen, wie man sich erneut erweitern könne. Die jetzige Standorterweiterung ist Teil eines langfristigen Investitionsprogramms von Sartorius zum Ausbau seines weltweiten Entwicklungs- und Fertigungsnetzwerks. Seit der Übernahme der Mehrheit an der 1994 als Spin-off der Universitätsklinik gegründeten CellGenix GmbH 2021 hat sich die Zahl der Mitarbeitenden mit mittlerweile 140 Stellen in Freiburg nahezu verdoppelt. Seit Anfang des Jahres gehört CellGenix zu 100 Prozent zu Sartorius, einem international agierenden Unternehmen mit Headquarter in Göttingen.

Zur Eröffnung des neuen Gebäudes wurde das symbolische Band durchtrennt. Von links: Daniel Spatz (Sartorius CellGenix), Michael Kleiner (Wirtschaftministerium), Felicia Rosenthal (Mitbegründerin CellGenix), René Fáber (Sartorius), Robert Staible (Stadt Freiburg). Foto: Heike Schwende

Ministerialdirektor Michael Kleiner, der als Vertreter des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg an der Eröffnung teilnahm, betonte die große Bedeutung der Erweiterung von Sartorius in Freiburg – „erst recht in diesen Zeiten“, die sich für die Industrie im Land schwierig gestalteten. Stellvertretend für den sich auf dem Heimflug von Istanbul befindenden Oberbürgermeister Martin Horn ergriff Robert Staible vom Amt für Wohnraumentwicklung und Vermessung das Wort. Was hier entstanden sei, setze ein starkes Zeichen für den Unternehmensstandort Freiburg. Entscheidend sei nun auch, was hier weiter passieren werde. „Sie
haben sich ganz wichtige Aufgaben gestellt.“