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50.000 Güterzüge weniger durch Freiburg

Von links: Nicole Razavi, Verkehrsministerin des Landes Baden-Württemberg, Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB-InfraGO, Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister und Clarissa Freundorfer, Konzernbevollmächtigte für das Land Baden-Württemberg. Foto: Enya Steinbrecher

Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Deutsche Bahn, der Bund und das Land Baden-Württemberg am vergangenen Freitag den offiziellen Baubeginn für die neue Güterzugstrecke im Rheintal eingeläutet. Das Infrastrukturprojekt ist Teil des Ausbaus der Bahnverbindung Karlsruhe–Basel und des europäischen Güterverkehrskorridors Rotterdam–Genua.

Es war ein bedeutender Spatenstich, der sich am vergangenen Freitag zwischen den Gemeinden Reute und Teningen ereignet hat: Nach Jahrzehnten der Vorbereitungen geht es nun mit dem Ausbau der Rheintalbahn voran.

Die neue Strecke wird zwischen Offenburg und Müllheim im Markgräflerland entlang der Autobahn A5 verlaufen und künftig den Güterverkehr von der bestehenden Rheintalbahn aufnehmen. Gemeinsam mit der Bestandsstrecke stehen damit künftig vier statt bislang zwei Gleise zur Verfügung. Ziel ist es, die Kapazitäten für den Schienengüterverkehr deutlich zu erhöhen und gleichzeitig mehr Raum für den Nah- und Fernverkehr zu schaffen.

Zum Auftakt der Bauarbeiten wurde der erste Bauabschnitt zwischen Riegel und March gestartet. Auf einer Länge von rund elf Kilometern entstehen hier zwei zusätzliche Gleise, die im Regelbetrieb ausschließlich für Güterzüge genutzt werden. Die Bauzeit für diesen Abschnitt wird auf etwa sechs Jahre geschätzt.

DB-InfraGO-Vorstandsvorsitzender Philipp Nagl bezeichnete den Baubeginn als „neues Kapitel beim Ausbau der Rheintalbahn“ und betonte die Bedeutung des Projekts für einen leistungsfähigen und umweltfreundlichen Schienenverkehr.

undesverkehrsminister Patrick Schnieder sprach von einem der wichtigsten europäischen Schienenprojekte, das sowohl den Güterverkehr stärke als auch die Menschen entlang der bestehenden Strecke entlaste. Baden-Württembergs Verkehrsministerin Nicole Razavi hob die wirtschaftliche Bedeutung des Ausbaus für die Region sowie die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene hervor.

Ein wesentlicher Vorteil der neuen Güterzugstrecke liegt in der Entlastung der Anwohnerinnen und Anwohner entlang der heutigen Rheintalbahn. Nach Angaben der Deutschen Bahn werden künftig rund 50.000 Güterzüge pro Jahr Freiburg und die umliegenden Gemeinden umfahren. Dadurch soll die Lärmbelastung entlang der bestehenden Strecke spürbar sinken.
Die neue Güterzugstrecke wird insgesamt mehr als 90 Kilometer lang sein. Wann die Gesamtstrecke in Betrieb gehen kann, hängt von den noch ausstehenden Genehmigungsverfahren für die weiteren Bauabschnitte ab.