Wintersport-Freunde haben es bislang in diesem Winter nicht leicht. Die ersten Januartage verliefen zwar vielversprechend. Doch vor allem im verregneten Dezember standen die Skilifte meistens still. In Hofsgrund hofft man nun auf bessere Tage.
Ob und wie die Schneemengen in den kommenden Wochen im Skigebiet auf dem Feldberg ausfallen, darüber vermochte der scheidende Geschäftsführer der Feldbergbahnen, Kai Lebrecht, Anfang Januar keine Prognose abgeben. „Das ist der berühmte Blick in die Glaskugel“, sagt er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Aber ohne Beschneiung gehe es nicht im größten Skigebiet des Landes. Immerhin: Laut dem neuesten Schneebericht der Feldbergbahnen sind aktuell zehn der 15 Skilifte und Bahnen in Betrieb.
Und auch die Betreiber der Skilifte Hofsgrund kämpfen bislang mit dem Winter. „Wir hatten bislang vier Betriebstage im gesamten Winter. Das ist deprimierend und wir sind total unter Soll“, sagt Gesellschafter Florian Wirbser dem Wochenbericht. Im ganzen Dezember gab es keinen einzigen Betriebstag. „Damit kalkulieren wir zwar, aber es ist trotzdem sehr ärgerlich“, so Wirbser. Die Nachfrage sei da, „und wir hängen unser komplettes Herzblut da rein“. Aber Fixkosten wie TÜV, Wartung, Instandhaltung, Versicherung, Geländepachten, Personal oder den Pistenbully machten das Geschäft unter diesen Bedingungen zunehmend schwieriger.
Hoffnungsvoll fiel das vergangene Wochenende aus. „Am Samstag und Sonntag herrschten gute Pistenbedingungen“, berichtet er. Sogar der Rotlache, laut Wirbser „einer der schönsten Skilifte im Schwarzwald“ sei in Betrieb gewesen. Und das beliebte Flutlichtfahren am Samstag hätten die Betreiber erstmals auch am Sonntag durchgeführt. „Wir waren sehr zufrieden. Man merkt, dass die Leute heiß sind aufs Skifahren“, so Wirbser. In Hofsgrund hofft man, dass man daran nun in den nächsten Wochen anknüpfen könne.


So verschneit wie hier am Samstag auf dem Schauinsland war es diesen Winter nur selten. Foto: Patrick Lohmüller