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Zu hohe Miete: Freiburger Galeria-Standort am Europaplatz auf dem Prüfstand

Derzeit wird über die Filiale am Europaplatz verhandelt.Derzeit wird über die Filiale am Europaplatz verhandelt. Foto: Bamberger

Galeria-Filialen an 33 Standorten werden derzeit überprüft – auch das Warenhaus am Europaplatz ist betroffen. „Die hohe Mietbelastung gefährdet den wirtschaftlich starken Standort“, heißt es in einer Galeria-Pressemitteilung. Deshalb nehme man Gespräche mit dem Vermieter auf, „um die Konditionen an die realen Mietbedingungen anzupassen“.

Das Haus am Europaplatz verfüge über erhebliches strategisches Potenzial, das sich jedoch nur unter wirtschaftlich tragfähigen Rahmenbedingungen langfristig sichern lasse. „Freiburg ist ein attraktiver Standort mit großem Potenzial. Dieses Potenzial können wir jedoch nur dann voll ausschöpfen, wenn wir die Mietbelastung auf ein marktübliches Niveau bringen. Wir wollen am Europaplatz langfristig präsent sein, und wir sind zuversichtlich, gemeinsam mit dem Vermieter eine tragfähige Lösung zu finden“, so Philipp Kretzer, Chief Sales Officer bei Galeria.
Die Verhandlungen seien bereits angelaufen. Sollte es nicht gelingen, eine für beide Seiten tragfähige Lösung zu erreichen. „Sollte dies nicht gelingen, besteht auch die Möglichkeit, dass sich Galeria nach Erfüllung von Verträgen aus Standorten zurückzieht“, heißt es weiter.

Oberbürgermeister Martin Horn will sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Filiale bleibt. „Unsere Galeria-Häuser in Freiburg liegen nur wenige Meter auseinander, gehören aber beide zu den 20 umsatzstärksten Häusern in ganz Deutschland. Ich bin sehr dankbar, dass wir bislang den Erhalt beider Häuser unterstützen konnten, und ich werde mich weiterhin dafür einsetzen. Dort arbeiten mehrere hundert Beschäftigte, die Häuser haben überregionale Bedeutung. Daher werden wir weiter unser Bestes tun und intensiv um beide Standorte kämpfen“, so Oberbürgermeister Martin Horn. Das Ziel sei es, die Häuser als Frequenzbringer für die Freiburger Innenstadt zu erhalten. „Parallel dazu sind wir dabei, Alternativen vorzubereiten. Ein Leerstand an dieser zentralen Stelle wäre Gift für unsere Innenstadt.“

Carmen Siecke, Geschäftsführerin der Stadtinitiative „Gemeinsam Freiburg“, ist sehr optimistisch, dass das Warenhaus am Europaplatz bleibt, falls es zu einer Einigung kommt. „Es ist ein starker Standort und Galeria ist gut aufgestellt“, aber die Miete sei definitiv zu hoch. Und das in einer Zeit, „in der Händler und Gastronomen mit der Inflation zu kämpfen haben.“ Auch die Erreichbarkeit sei ein Problem, „es ist ein großes Baustellenjahr und durch das heiße Wetter gibt es in der Innenstadt rund 15 Prozent weniger Frequenz“, so Carmen Siecke. Deshalb seien beide Galeria-Häuser sehr wichtig, „denn sie sind Besuchermagnete für die Innenstadt.“