Die Museen Freiburg starten 2026 mit einem vielseitigen Programm. Das Highlight ist die Eröffnung des sanierten Augustinermuseums Ende Februar. Im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus steht außerdem die erste Sonderausstellung an. Das 35. Jubiläum der beliebten Familienausstellung „Vom Ei zum Küken“, das „Spielfeld. Sport & Kunst“ oder das „Archäo-Labor“ versprechen Abwechslung.
28. Februar bis 21. Februar 2027: „Frei_Raum“, Zukunfts(t)räume – Museum im Wandel (Augustinermuseum). Kloster, Theater, Kartoffellager, Museum – und Ort für kulturellen Austausch: Das Haus blickt zurück und denkt mit den Freiburgern in die Zukunft. 14. November bis 18. April 2027: Haar – Macht – Lust (Augustinermuseum). Haare sind Ausdruck von Identität – politisch, religiös, kulturell und persönlich. Die Ausstellung präsentiert Exponate von der Antike bis zur Gegenwart.
27. Januar bis 13. September: Ende der Zeitzeugenschaft? (Dokumentationszentrum Nationalsozialismus). Die Überlebenden des Holocaust und der Shoa können ihre Erlebnisse nur noch für begrenzte Zeit persönlich vermitteln. Was bleibt, sind ihre Erinnerungen in Büchern, Filmdokus oder Ausstellungen. Hinzu kommen neue Medien wie Comics, Social Media-Formate, Hologramme. Die Ausstellung nimmt deren Entstehung in den Blick und zeigt, was sich im Umgang mit diesen Zeugnissen seit 1945 verändert hat.
21. Februar bis 12. April: Vom Ei zum Küken. Schon zum 35. Mal schlüpfen im Museum Küken seltener Hühnerrassen. Beim Rätseln und Ausprobieren erfahren Neugierige nicht nur alles rund ums Hühnerei, sondern lernen Spannendes über andere eierlegende Tiere. Mitmachstationen regen an, über das Konsumverhalten nachzudenken. Außerdem jagen Kinder bei einer Rallye einen Eierdieb.
20. Mai bis 3. Januar 2027: Voll unfair! Die Ethnologische Sammlung präsentiert zwei künstlerische Positionen: Marcello Martinez-Vega thematisiert in „El País del Cacao“ die Kakao-Produktion in Ecuador. Welche Folgen der Rohstoffabbau für die Zementindustrie in Indonesien hat, beleuchtet Dewi Candraningrum mit Frauenporträts und Installationen.
1. Mai bis 11. Oktober: Spielfeld. Sport & Kunst (Museum für Neue Kunst).Das Museum als Spielfeld: Besucher werden zu Akteuren oder beobachten von der Seitenlinie. Künstlerische Positionen beleuchten Sport als Massenphänomen. In Kooperation mit den Vereinen Ring Freiburg und Benefit. Schirmherr ist Christian Streich.
30. Oktober bis 28. Februar 2027: Freundschaftsspiel. Musée International d’Art Naïf Anatole Jakovsky : Museum für Neue Kunst- Mit der Reihe „Freundschaftsspiel“ geht das Museum für Neue Kunst in den deutsch-französischen Austausch und tritt in Dialog mit dem Musée International d’Art Naïf Anatole Jakovsky. Erstmals stehen Naive Kunst und Art brut im Fokus.
27. Juni bis 18. Oktober: Marcel van Eeden. 6. August 1870 (Haus der Grapischen Sammlung). Mit Fotografie und Zitaten aus historischen Texten setzt sich Marcel van Eeden mit Nationalismus und Rassismus auseinander. Ausgangspunkt ist das Schicksal eines algerischen Kolonialsoldaten.
28. November bis 14. März 2027: Max Klinger. Radierungen (Haus der Graphischen Sammlung). Max Klingers Radierkunst markiert eine Renaissance der Technik um 1900.
8. Oktober bis 27. Juni 2027: Archäo-Labor. Neues aus der Wissenschaft (Archäologisches Museum Colombischlössle). Die Ausstellung präsentiert Neufunde aus Südbaden und vermittelt, wie moderne Archäologie arbeitet.


Die Ausstellung „Freundschaftsspiel“ rückt Naive Kunst und Art brut in den Fokus. Hier das „Portrait d’Anatole Jakovsky“ von Bernard Vercruyce, Foto: Ville de Nice_Musée international d’art naïf Anatole Jakovsky Ville de Nice