Sprengung erfolgreich: In einem Wohnhaus in der Fehrenbachallee in Freiburg hatten Einsatzkräfte mutmaßlich gefährliche Stoffe entdeckt. Drei Häuser wurden geräumt, die Straße teilweise gesperrt. Spezialisten führten die Sprengung durch.
Die Sprengung der mutmaßlich gefährlichen Substanz in der Fehrenbachallee durch den Entschärfungsdienst der Bundespolizei war erfolgreich. Das vermeldete die Polizei am Donnerstag um 17.36 Uhr. Verletzt wurde bei der kontrollierten Sprengung niemand, auch sind bislang keine Hinweise über Sachschäden eingegangen. Sobald vollständig sichergestellt sei, dass für die Bewohner keine Gefahr mehr von den gefundenen Substanzen ausgeht, werde die polizeiliche Sperrung aufgehoben.
Verdacht auf Pikrinsäure
Auch zur Art des Gefahrguts machte die Polizei nun Angaben: Bei der gesprengten Substanz handelte es sich „möglicherweise um getrocknete Pikrinsäure“, so die Einsatzkräfte. Die Ermittlungen der Polizei zu den Hintergründen dauern an. Ersten Erkenntnissen zufolge sollen die festgestellten Chemikalien bereits seit vielen Jahren dort gelagert worden sein.
Polizei und Rettungskräfte hatten am Donnerstag in der Fehrenbachallee im Freiburger Stadtteil Stühlinger mutmaßlich gefährliche Stoffe im Keller eines Wohnhauses festgestellt. Der unmittelbare Bereich um die Fundstelle wurde geräumt, außerdem ein Teil der Fehrenbachallee für den Verkehr gesperrt.
Drei Wohnhäuser waren von der Räumung betroffen. Spezialisten für Kampfmittelbeseitigung sprengten die Behältnisse in einem Erdloch vor Ort.
Um 16.02 Uhr hatte auch die bundesweit Warnapp Nina einen Alarmmeldung ausgelöst. Die gefundenen Gefahrstoffe wurden darin als „überalterte Chemikalien“ beschrieben. Weiter hieß es, es werde bei der Sprengung „einen deutlich hörbaren Knall geben“.


Spezialisten für Kampfmittelbeseitigung werden im Stühlinger eine kontrollierte Sprengung durchführen. Symbolfoto: Joers