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Schüler des Friedrich-Gymnasiums in Freiburg planen neue PV-Anlage für ihre Sporthalle

Die Sporthalle des Friedrich-Gymnasiums bekommt eine neue große Photovoltaikanlage auf dem Dach. Das Besondere daran: Der Anstoß für das Projekt kam aus Klima-AG der Schule. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler planen die Anlage selbst mit Unterstützung der Stadt.

Bereits seit mehreren Jahren setzt sich die Klima-AG des Friedrich-Gymnasiums für eine leistungsfähigere Solaranlage auf der Schul-Sporthalle ein (mehr dazu hier). Die bestehende Anlage deckt nur zwei Prozent des Strombedarfs. Also begannen die Schüler, selbst daran zu planen. Und mit einer Petition, die von 1.432 Menschen unterstützt wurde, verliehen die FG-Schüler ihrem Anliegen gegenüber der Stadt Freiburg Nachdruck. „Es ist ein Stück aktive Energiewende“, sagt Schüler Anton Schweisthal bei einer Pressekonferenz im FG, zu der auch Oberbürgermeister Martin Horn kam.

Der zeigte sich beeindruckt von dem Engagement der Schülerinnen und Schüler. „Mit welcher Fachkompetenz und mit welcher Motivation ihr da ran gegangen seid, hat bei uns in der Verwaltung auch für Erstaunen gesorgt“, so der OB.

Angeleitet von ihren Lehrkräften, darunter FG-Lehrer Thomas Frischmann, haben sich die Schülerinnen mit Erträgen der Anlagen, Dachflächen oder auch der Sonneneinstrahlung befasst. Gemeinsam mit dem städtischen Immobilienmanagement (IMF) stiegen sie ab Oktober 2025 in die vertiefte Planung ein. Auch am Bau der rund 190.000 Euro Anlage selbst werden die Schüler mithelfen. Noch vor den Sommerferien 2026 soll der Aufbau beginnen. „Wir müssen Vollgas geben, damit das gelingt. Aber wir sind überzeugt davon, dass das klappt“, sagt Projektleiter Arnold Schulz vom IMF, der berichtete, dass es sich dabei um „ein Herzensprojekt“ von IMF-Leiter Ulrich Becht handelt.

Die Anlage wird am Ende rund 65 Kilowatt-Peak liefern. Abzüglich diverser Faktoren wie der Sonneneinstrahlung könnte die Anlage bis zu 30 Prozent des Stromverbrauchs der Schule decken. Und fest steht: Auch die regelmäßige Wartung der Anlage werden die Schüler selbst stemmen. „Es wird eine experimentelle Anlage, die für kommende Klima-AG-Mitglieder erlebbar sein wird“, so Schulz.

Die bestehende Anlage auf der Turnhalle des Friedrich-Gymnasiums ist viel zu klein und soll durch eine neue ersetzt werden. Die Klima-AG der Schule ist eng die Arbeiten eingebunden. Foto: Joers