Trotz der Niederlage im Finale der Europa League wurden die Spieler des SC Freiburg am Donnerstag nach ihrer Rückkehr aus Istanbul wie Sieger empfangen. Rund 5.500 Fans waren auf den Messplatz geströmt, um das Team von Trainer Julian Schuster euphorisch zu feiern. Als sie die Bühne betraten, war der Jubel riesig und die Fans sangen „Oh wie ist das schön“. Die Fußballer waren noch sichtlich geknickt und konnten sich nicht so richtig freuen. „Es fällt uns allen hier im Moment wirklich schwer, weil unser Ehrgeiz unglaublich groß war. Wir hatten über die letzten Wochen den Glauben entwickelt, dass wir nicht nur im Finale stehen, sondern den Pokal mit nach Freiburg bringen. Diesen Schmerz werden wir umwandeln in Energie und in Kraft – und das wird uns nur noch besser und stärker machen“, so Julian Schuster.
Von den Fans gefeiert zu werden, war für die Spieler definitiv wichtig: „Es tut uns unglaublich gut, euch alle hier zu sehen und hilft uns allen sehr, diesen Schmerz zu verarbeiten.“ Auch wenn die Absage für die Nationalelf von Julian Nagelsmann schon feststand, skandierten die Fans „Ginter zur WM“. „Wir haben alle wahnsinnig viel investiert und haben alle eine sehr, sehr besondere Saison daraus machen können“, sagte Matthias Ginter auf der Bühne zu Moderator Tom Bartels. Schon zum dritten Mal habe der SC die Quali für die Champions League knapp verpasst, „irgendwann sind wir dran.“
Bei dem Empfang durften sich die Spieler auch ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Voll des Lobes war natürlich auch Rathaus-Chef Martin Horn, der ebenfalls erst aus Istanbul zurückgekehrt war. „Das ist der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Wir sind stolz auf euch. Das größte und wichtigste Aushängeschild der Stadt. Danke an diesen tollen Verein – den europaweiten Botschafter der Stadt“, sagte er. Jetzt geht es für die Kicker erstmal in den wohlverdienten Urlaub, damit sie in der Liga und in der Conference League wieder durchstarten können – wir freuen uns darauf!






Beim Empfang auf der Messe waren SC Trainer Julian Schuster und sein Team noch sichtlich geknickt von der Niederlage – die Euphorie der Fans war trotzdem riesig. Foto: Detlef Berger