Positive Energie ist gefragt

Am letzten Spieltag in Leverkusen will der SC das 1:4 gegen Union vergessen machen – Haberer geht

Der 34. und letzte Spieltag führt den SC Freiburg nach Bayer Leverkusen. Ein Sieg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) und Freiburg kann mit etwas Glück noch immer die Champions League erreichen. Doch schon jetzt ist das Europa-Ticket sicher. Personell steht derweil ein weiterer Abgang fest.Janik Haberer wird den Sportclub zur neuen Saison Richtung Union Berlin verlassen. Das ist seit Montag offiziell. „Ich habe bisher die längste Zeit meiner Profikarriere beim SC gespielt und es gab für mich selbst wie für die Mannschaft viele Highlights. Ich freue mich, nach so einer erfolgreichen Saison vom Verein und den Fans Abschied nehmen zu können“, sagte Haberer – und rief damit in Erinnerung, was am Samstag nach dem deutlichen 1:4 gegen Haberers künftigen Arbeitgeber etwas verschütt gegangen war: Nämlich dass der SC trotz des deutlichen Rückschlags im Kampf um die Champions-League-Plätze nach wie vor eine herausragend erfolgreiche Saisonbilanz vorweisen kann.


„Total viel zu gewinnen“
Wie die Spielzeit auch endet – schon jetzt steht fest, dass der SC in diesem Jahr Großes geleistet hat, dass er im DFB-Pokal-Finale antreten darf und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der Europa League vertreten sein wird. Und so ganz sind die Träume von Spielen gegen Liverpool oder Madrid in der Champions League ja auch noch nicht ausgeträumt. Voraussetzung ist ein SC-Sieg in Leverkusen, das bereits alle Saisonziele erreicht hat sowie eine gleichzeitige Niederlage von RB Leipzig bei Arminia Bielefeld. Das mag unwahrscheinlich sein, ausgeschlossen ist dieses Szenario aber nicht. Die Mannschaft habe noch „total viel zu gewinnen“ sagte Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier am Sonntag im SWR.
Vorher muss die Mannschaft aber ihre Hausaufgaben machen. SC-Trainer Christian Streich legte deshalb nach dem 1:4 gegen Union den Finger in die Wunde – angesichts von zehn Gegentoren aus den letzten drei Spielen nicht unverständlich. „Wir haben schlecht verteidigt als Gruppe. Das geht nicht auf diesem Niveau, das ist inakzeptabel“, sagte Streich. Der Frust beim SC-Trainer saß auch deswegen so tief, weil das mangelhafte Defensivverhalten zuletzt mehrfach mit der Mannschaft thematisiert worden sei.
Nicht ablenken lassen in Leverkusen darf sich das Team vom immer größer werdenden Pokal-Trubel. Am Montag weilte Kapitän Christian Günter bereits in Berlin – der DFB-Pokal wurde offiziell an die Hauptstadt übergeben. „Für uns ist es etwas ganz Besonderes um den Titel spielen zu dürfen. Wir freuen uns riesig darauf“, so Günter. Doch vorher kommt’s in Leverkusen drauf an.

Matthias Joers

Zurück