Zum Titel gestürmt

Die USC-Eisvögel krönen sich sensationell zum Deutschen Meister im Frauen-Basketball

Vor 1.000 Zuschauern in der Unisporthalle machten Freiburgs Erstliga-Basketballerinnen vom USC Freiburg am Freitag ihr Meisterstück perfekt. Wie sehr das Team in dieser Saison harmonierte, zeigte der klare Heimerfolg im vierten Spiel der Finalserie überdeutlich. Am Ende gab’s Freudentränen und Konfettiregen.Die ohrenbetäubend laute Eisvögel-Fanschar auf den Rängen zählte die letzten Sekunden auf der Spieluhr herunter – dann konnte die Party beginnen. Auf dem Spielfeld fielen sich die Eisvögel-Spielerinnen und das Betreuerteam in die Arme – froh und erleichtert über den sensationellen und unerwarteten Erfolg nach einer langen Saison. Ein 95:65-Erfolg im vierten Playoff-Finalspiel gegen die Rheinland Lions bescherte den Eisvögeln ihre erste Deutsche Meisterschaft. Einen Titel dieser Kategorie gab es in Freiburg das letzte Mal im Jahr 1907 zu bejubeln, als der Freiburger FC im Fußball Deutscher Meister wurde.


20 Punkte Vorsprung
Die Eisvögel stürmten förmlich zu ihrem Triumph. Zwar starteten die Lions zunächst etwas besser in die Partie – doch nach einem überdeutlichen 36:10 im zweiten Viertel hatten die USC-Frauen zur Halbzeitpause mehr als 50 Punkte auf dem Konto. Da betrug der Vorsprung auf den Kontrahenten bereits 20 Punkte. Trotzdem sagte Kapitänin Luisa Nufer nach der Partie: „Es war superschwierig das durchzuziehen, weil wir die ganze Zeit wussten, wir können es wirklich schaffen“, so die Lehramtsstudentin.
Herausragende Scorerin dieses sporthistorischen Abends war Lina Sontag, die mit 20 erzielten Punkten, davon 6 Dreiern, ein äußert glückliches Händchen bewies. Dass der neue Deutsche Meister am Ende nur knapp an der 100-Punkte-Marke vorbeischrammte, zeigte das besondere Potenzial, das in der Eisvögel-Euqipe steckt. Einen bitteren Beigeschmack hatte der große Triumph seiner 13 Meister-Spielerinnen für Eisvögel-Chefcoach Harald Janson – von einer Coronainfektion geplagt war der Sportlehrer dazu verdammt, den Gewinn der Meisterschaft vom heimischen Sofa aus zu verfolgen. Dort sah er dann, wie seine Schützlinge den Meisterpokal, den es von der Liga gab, unter einem blauen Konfettiregen in die Höhe stemmten. Und der Rummel nahm damit erst seinen Anfang. Am Montag weilte ein Teil des USC-Teams im Europa-Park (siehe Seite 6) und am Dienstagabend folgte der offizielle Empfang im Freiburger Rathaus. Denn im Feiern – das versteht sich – sind die Eisvögel natürlich ebenso meisterlich.

Matthias Joers
Mehr über den Titelgewinn der Eisvögel lesen Sie am 11. Mai im Wochenbericht

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