Glamouröse Galanacht und Überraschungskonzert mitten in der Stadt

Bei der Galanacht des Sports werden Freiburgs erfolgreichste Sportler gefeiert – Band „Unojah“ begeistert Zuhörer auf dem Rathausplatz– Neue Talkshow„Talk im Teng“ kommt gut an

Auch auf der Tanzfläche haben Freiburgs erfolgreichste Sportler jede Menge Kondition – das haben sie bei der Galanacht des Sports am Samstag wieder gezeigt. Sportbürgermeister Otto Neideck und Moderatorin Julica Goldschmidt glänzten beim Ehrungsmarathon als Dreamteam auf der Bühne.  Für jeden der 138 ausgezeichneten Sportler hatte Otto Neideck ein paar persönliche Worte parat. Richtig los ging die Feier aber erst,  als alle Sportler ihre Preise abgeräumt haben. Da tauschten viele  Mädels trotz Glitzerkleid ihre High-Heels gegen Turnschuhe, um auf der Tanzfläche Gas zu geben. Oberbürgermeister Dieter Salomon freute sich, dass mehr als 1000 Gäste zur Party der „großen Freiburger Sportfamilie gekommen waren“.  Er konnte bei den Sportangeboten wie Fechten, Kickern oder Lacrosse aber ausnahmsweise nur zuschauen, „weil es mir in den Rücken geschossen hat“, verrät mir der OB nach der Preisverleihung. Für ihn ist der„SC Freiburg der Absahner des Abends“, denn Torjäger Nils Petersen und  die Mädels der Damenmannschaft waren begeistert über die begehrte Trophäe.  „Ich freue mich für Nils Petersen, er hat eine sensationelle Saison gespielt und in Rio eine Medaille geholt. Alle denken, der SC-Profi gewinnt, aber das ist gar nicht so selbstverständlich, da es hier ja vor allem um Breitensport geht. Ich habe auch schon erlebt, dass das SC-Team nominiert war und trotzdem leer ausging“. SC-Präsident Fritz Keller glaubt, dass Nils Petersen  auch wegen seines Vorbildcharakters und seiner sympathischen Art zum Sportler des Jahres gewählt  wurde. Sein Highlight des Abends: „sich in entspannter Atmosphäre mit anderen  Sportlern  auszutauschen“, erzählt er. Aber auch die Sportangebote haben es ihm angetan, „beim Lacrosse ist eine Wahnsinnsstimmung, das sollte ich ausprobieren. Vielleicht habe ich da zwei linke Hände, aber wer weiß“, sagt er lachend. Aber nicht nur Nils Petersen hatte an diesem Abend Grund zum Strahlen – vor allem die jungen Sportler sammelten fleißig Autogramme und Fotos mit dem SC-Torjäger. „Ich freue mich sehr über den Preis, der ist das I-Tüpfelchen aufs Jahr 2016. Ich hätte es aber meinen  Sportlerkollegen auch total gegönnt, vor denen ich größten Respekt habe.  Ich habe auf dem Rasen ja immer noch zehn Leute hinter mir, wenn ich mal schlecht drauf bin“, verrät er.  Aber auch bei anderen Sportarten wie dem Fechten machte der Fußballer eine gute Figur. Ob er allerdings auch ein talentierter Tänzer ist, bleibt geheim – während Nils mit Fans und anderen Sportlern plauderte, rockte aber immerhin seine Freundin Clara mit zahlreichen feiernden Galagästen die Tanzfläche!

SC-Profis  in Mailand

Wegen der Gala-nacht des Sports hat SC-Torjäger Nils Petersen auf einen Kurzurlaub während der Länderspielpause verzichtet. „Hier ist es ja auch richtig schön, vor allem bei dem tollen Wetter derzeit“, sagt er. Ganz anders seine Mannschaftskollegen –  die fahren sogar gemeinsam nach Italien. Dass sie sich auch privat richtig gut verstehen, zeigt ein Facebook-Schnappschuss aus dem Kurzurlaub in Mailand. Dort shoppen und posieren die SC-Kicker Vincenzo Grifo, Karim Guédé und Aleksandar Ignjovski  gutgelaunt mit ihren Freundinnen Vanessa, Dominique und Jovana auf der Luxus-Shoppingmeile. Das ist bestimmt nicht nur für die Mädels Erholung pur – da bin bin ich schon ein wenig neidisch!

Bunter Musik-Cocktail!

Die Freiburger Band „Unojah“ begeisterte mit einer Mischung aus Reggae, Latin und Weltmusik. Sie wollen aber nicht nur für Feierlaune sorgen, sondern sich  auch für Toleranz und Völkerverständigung einsetzen. „Vielfalt ist Trumpf, nicht nur musikalisch“, erzählt mir Frontmann und Sänger Chaldun Schrade. Ich treffe die Jungs am Freitag auf dem Rathausplatz beim Soundcheck.  Sie überraschen die Freiburger in Kooperation mit dem Verein „Südwind“ mit einem Konzert. Mitsingen dürfen auch 30 Freiburger Schüler,  mit denen die Musiker in Workshops  den Song „Einheit in Vielfalt“ eingeübt haben.  Die Band gibt es seit 2012, ihr kennt sie vielleicht als „Ottoman Empire Soundsytem“. Der aufs Osmanische Reich (auch Ottomanisches Reich genannt) bezogene Name kam  nicht gut an. „Wir wurden permanent missverstanden und gefragt, was wir mit der Türkei zu tun haben.“ Der neue Name „Unojah“  ist eine Kombination aus  Unitas (Latein) und Umojah (Swahili) –  beides steht für „Einheit“. Drei Bandmitglieder studieren Musik, Saxofonist Bilal Heidelberger ist Islamwissenschaftler und Bassist Suleyman Ter Haar sogar Uhrenmachermeister. „Wir träumen aber davon, irgendwann von der Musik zu leben“, erzählt Chaldun. Deshalb wollen die M usiker  mit ihrem neuen Album,  „Colour the People“, an dem sie vier Jahre lang gearbeitet haben, „richtig Gas geben“. Tourauftakt ist am 7. April im Jazzhaus. „Wir starten hier, denn  in Freiburg haben wir bisher eher wenig gespielt und hoffen auf ein buntes Fest mit vielen Musikfans“. 


Erfolgreiche Premiere

Politischer Schlagabtausch in lockerer Atmosphäre : bei der Premiere von „Talk im Teng“ war das Great Räng Teng Teng bis auf den letzten Platz gefüllt. „Rund 100 Leute sind gekommen, deutlich mehr, als wir erwartet hatten“, verrät mir Moritz Schulz. Er moderiert mit Eva Gutensohn die neue Talkrunde. „Unsere neue Veranstaltungsreihe hat was von einem Experiment. Wir wollen eine Plattform zum politischen Austausch bieten –  aber in lockerer Kneipenatmosphäre, das ist mal was anderes“. Talkgast war der Autor Jörg Huber. Und den Besuchern schien es zu gefallen, denn es wurde am Freitagabend rege diskutiert. „Wir freuen uns über den super Zuspruch und dass die Premiere gut geklappt hat, uns hat aber noch ein bisschen die Routine gefehlt“, verrät mir Mortiz.  Das nächste Mal  wird der Club am 31. Mai zur Diskussionsplattform – das wird für den TV- und die Radiomoderatorin bestimmt schnell Routine. Nächstes Mal geht es um die Frage, warum sich Jugendliche vom Salafismus angezogen fühlen. Welcher Experte hier Rede und Antort steht, erfahrt ihr auf der Facebook-Seite „Talk im Teng“. Saskia Schuh

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