Zwei Freiburger auf Amors Pfaden

„Caliope“ heißt die neue Single-Börse aus Freiburg, die mit einem gänzlich neuen Konzept an den Start geht

Sie nennen sich „Parship“, „eDarling“ oder „Elitepartner“ und sie versprechen alle dasselbe: die große Liebe dank digitaler Kontakte. Firat Delipalta und seine Geschäftspartnerin Julia Jost aus Freiburg verfolgen mit ihrem Angebot „Caliope“ dagegen eine komplett andere Strategie.

Auf „Caliope“ soll das Kennenlernen nämlich nicht rein digital verlaufen, im Gegenteil: Das Internet wird lediglich dazu genutzt, grundsätzliche Daten über sich selbst anzugeben und sich bei einer der kommenden Veranstaltungen einzutragen. Dann treffen sich vier bis zehn Singles in der echten Welt. „So kann man sich in lockerer und ungezwungener Atmosphäre erst einmal kennen lernen“, erklärt Firat Delipalta. Obwohl sich aktuell Millionen von Singles auf den verschiedenen Singlebörsen im Internet tummeln, hörten Jost und Delipalta, die sich selbst über ein Online-Dating-Portal kennenlernten, auch immer wieder von negativen Erfahrungen. „Zum Beispiel monatelanges Chatten, was dann doch nie in einem Treffen mündete oder dass die Leute es mit einem Fake-Profil zu tun hatten“, so Delipalta. „Die Partnersuche im Internet wurde für viele zu einer großen Enttäuschung“, ergänzt Jost. Mit dem neuen Konzept wollen die beiden die Partnersuche wieder zurück in die analoge Welt bringen. Kleine Gruppen sollen sich dann zu unterschiedlichen Unternehmungen zusammenfinden. Vom Kneipenabend, über Bowling bis hin zu Lasertag oder Klettern. „Natürlich achten wir bei der Zusammensetzung der Gruppen auch darauf, dass die Veranstaltung auch den Interessen und dem Alter der Teilnehmer entspricht und zudem ist es wichtig, dass das Geschlechterverhältnis ausgewogen ist“, unterstreicht Jost. Bisher wird die neue Idee gut von den Freiburgern angenommen. Mittlerweile nehmen bereits 100 bis 130 Menschen an den unterschiedlichen Treffen teil – und dass, obwohl Caliope erst seit dem Jahreswechsel zur Verfügung steht. 15 Euro müssen die Teilnehmer bezahlen, ein Abo oder sonstige Gebühren gibt es nicht – und somit auch keine Verpflichtungen. Wer während eines Events sein Interesse für einen der anderen Teilnehmer entdeckt, kann entweder selbst erste Bande knüpfen, oder im Nachhinein auf Caliope den positiven Eindruck bestätigen. Macht der andere dies auch, bekommen die beiden ihre Kontaktdaten gegenseitig übermittelt. Bis jetzt beschränken sich die „Caliope“-Gründer noch auf Freiburg, können sich aber durchaus vorstellen, das Konzept auch deutschlandweit zu vermarkten. Claudia Kleinhans

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