„Die Laufnacht macht unglaublich Spaß“

Interview mit Läufer Lukas Naegele über die Freiburger Laufnacht am 30. Juni – Gewinnspiel: Wir verlosen Teamanmeldungen

Ein Lauf um das Münster, das ist die Freiburger Laufnacht. Am Freitag, 30. Juni startet der Jedermann-Lauf. Einer der bekanntesten Köpfe des stimmungsvollen Events ist der Freiburger Lukas Naegele (28), der seine Schuhe für Veranstalter PTSV Jahn Freiburg schnürt. Matthias Eisele sprach mit dem Sportwissenschaftler und dreifachem Freiburg-Marathonsieger

Herr Naegele, Sie leben berufsbedingt mittlerweile in Köln. Wo läuft es sich denn besser: Bei der Laufnacht rund um das Münster oder auf der Kölner Domplatte?Lukas Naegele: Um ehrlich zu sein, bin ich noch nie auf der Kölner Domplatte laufend unterwegs gewesen. Und auch um das Münster laufe ich im Normalfall im Training nicht. Daher bietet die Freiburger Laufnacht mit dieser Streckenführung aber ein ganz besonderes Ambiente.

Die Teilnahme an der Laufnacht Ihres Heimatvereins lassen Sie sich selten entgehen. Wie groß ist die Vorfreude? Naegele: Ich bin mir noch nicht zu hundert Prozent sicher, ob ich auch dieses Jahr wieder an der Startlinie stehen werde. Wenn es sich zeitlich aber irgendwie machen lässt, möchte ich nach meinen beiden Starts in den vergangenen Jahren dieses Jahr versuchen das „Triple“ zu holen. Die Laufnacht hat schon immer ein hohes Ansehen genossen, war bei Hobby- wie Spitzenläufern gleichermaßen beliebt. Dementsprechend toll ist die Stimmung in den abendlichen Gassen Freiburgs und es macht unglaublich Spaß diesen Wettkampf zu laufen. Freiburg scheint Ihnen zu liegen, das zeigen Ihre drei Marathon-Siege. Was ist das Geheimnis? Naegele: Freiburg ist meine Heimatstadt. Hier kenne ich tatsächlich jede Ecke. Viel wichtiger ist aber der motivationale Aspekt. Ausdauersport wird im Kopf gemacht! Der Kopf muss willig sein, dann kann man seinen Körper bis ans absolute Limit bringen. Dieser Willen und diese Motivation, gepaart mit einer unglaublichen Freude, die ich empfinde, wenn ich in Freiburg laufen darf, ist wohl das „Geheimrezept“ warum ich die Leistungen so abrufen kann!

Mittlerweile sind Sie viel auf Bergläufen. Was steht als Nächstes an? Naegele: Nach Jahren auf der „Bahn“ habe ich die Liebe zu Berg- und Trail-Läufen für mich entdeckt. Ich werde zunächst an der Zugspitze bei einem Traillauf starten, dann geht es Mitte Juli ins finnische Lappland zu einem Ultra-Trailmarathon und schließlich folgt Anfang August wieder das Saisonhighlight mit der Berglauf-Langstrecken-WM am Comer See. Danach folgen Trail-Läufe in den Alpen.

Wie wäre es mit einem Tipp für alle Hobbyläufer, die mit dem Start liebäugeln: Wie intensiv sollte man in den letzten drei Wochen bis zur Laufnacht trainieren? Naegele: Ich denke, in den kommenden zwei Wochen macht es schon Sinn noch ein wenig intensiver zu trainieren. In der letzten Woche sollte dann der Großteil des Trainings abgeschlossen sein. Von zu intensivem oder umfangreichem Training ist abzuraten. Bis zur letzten Woche aber gerne das Training variabel gestalten: Zum Beispiel etwas längere Läufe mit ganz entspannter Intensität im Wechsel mit kurzen Trainingseinheiten, bei denen auch mal kurze Abschnitte schnell gelaufen werden dürfen.

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