Mutig verloren

In Bremen will der SC zurück in die Erfolgsspur finden

„Ein komisches Spiel“, so beschrieb Christian Streich das 0:5 in Mainz. Das Debakel, das gefühlt gar keines war, will Freiburg hinter sich lassen – und am Samstag in Bremen wieder punkten. Allzu leicht wird es nicht werden, das Spiel in Mainz vergessen zu machen. Trost gibt’s von den Fans.Vincenzo Grifo, der am Samstag seinen 26. Geburtstag feierte, ließ sich am Montagabend bei einer Autogrammstunde in der Sparkasse Freiburg von den Fans feiern – und sicher auch ein wenig trösten. Das kuriose 0:5-Debakel bei Mainz 05 am vergangenen Freitagabend hatte das Freiburger Selbstvertrauen doch etwas ins Wanken gebracht. Da kamen der Geburtstag und das Treffen mit den Fans als Stimmungsaufheller gerade recht. „Es hat sehr, sehr viel Spaß gemacht“, sagte Grifo über den Plausch mit den Fans.


„Kann man besser lösen“
Am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) ist der Sportclub zu Gast beim SV Werder Bremen. Und da will der SC zeigen, dass die Partie in Mainz nur ein böser Ausrutscher war. Ein gravierender Abspielfehler von dem sonst so sicheren Freiburger Schlussmann Alexander Schwolow hatte die Mainzer in Führung gebracht. „Das 0:1 haben wir selbst geschossen, nur leider ins falsche Tor“, sagte SC-Trainer Christian Streich.
Warum und wieso danach alle Dämme brachen, konnte auch Streich nicht so recht erklären. Zumal die Kennzahlen der Partie in Mainz eine ganz andere Sprache sprachen: Freiburg hatte mehr Torschüsse (17) als Mainz (9), mehr Ballbesitz (65,4 Prozent) und gewann mehr Zweikämpfe (58,7 Prozent).
Gleich mehrere Großchancen hatte Rechtsverteidiger Pascal Stenzel auf dem Fuß. „Ich fand unsere Leistung von Anfang sehr mutig“, sagt er selbst. Alexander Schwolow merkte jedoch an: „Wir haben es den Mainzern in vielen Situationen zu leicht gemacht“, so der SC-Keeper, der seinen Fehler vor der Presse freimütig einräumte: „Das kann man besser lösen“, sagt der Schlussmann, der mit 97 gehaltenen Schüssen der zweitbeste Keeper der Bundesliga ist.
Die neue Woche, so der 26-Jährige, wolle das Team motiviert angehen. Gleichwohl: „Es bleibt eng für uns“, sagt er. Der Zuspruch der Fans sei da aber ganz besonders wichtig: „Man muss den Hut davor ziehen, wie die uns feiern und uns beistehen. Das ist schon einmalig“, so der Freiburger Torhüter.

Matthias Joers


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