Erst Jack Daniels, dann Rock’n’Roll-Ekstase

AC/DC-Coverband sorgt im Jazzhaus für zwei ausverkaufte Nächte

Konzerte der Starkstrom-Band Hole full of Love sind wie eine Reise in die glorreiche Vergangenheit des Rock’n’Roll. Die fünf Jungs aus Frankfurt gelten als eine der authentischsten AC/DC-Coverbands weltweit, spielten als Headliner auf der weltgrößten AC/DC-Convention in England und als Überraschungsgast vor den deutschen Soldaten in Afghanistan. Ihr Programm: Die gesamte Bon-Scott-Ära + „Back in Black“, das bis heute zweitmeistverkaufte Album der Welt. Die Art und Weise, wie Hole full of Love den legendären Sound rüberbringen, erzeugt selbst bei Teilzeit-Rock’n’Rollern Gänsehaut. Näher dran am Original geht kaum. In Freiburg hat das Quintett eine besonders treue Fan-Basis. An zwei Abenden hintereinander spielten sie am vergangenen Wochenende das ausverkaufte Jazzhaus in Ekstase. Welche Coverband kann das sonst von sich behaupten? Der Wochenbericht besuchte die Rock-Haudegen backstage, wo sie sich bei einer Flasche Jack Daniels auf den Gig einstimmten. „Als ich Teenager war, habe ich unglaublich viel AC/DC gehört – immer direkt nachdem ich aus der Schule zurückkam bis zum Abend. Ein Album lief da manchmal über Wochen. Irgendwann hast Du es einfach im Ohr, wie der Gesang zu klingen hat“, erzählt Sänger Dario Djurinovac, der auf der Bühne in die Rolle Bon Scotts schlüpft. „Ich versuche Bons Timbre und das Gefühl zu transportieren. Du verinnerlichst das, wenn du es regelmäßig als Teenager hörst. Später hätte ich das nicht mehr lernen können“, berichtet Dario. Zu Freiburg hat die Band eine ganz besondere Beziehung. Seit 17 Jahren gastiert sie jeden Januar in der Stadt. „Beim ersten Mal hatten wir 30 Besucher. Doch offenbar hat es sich in Freiburg rumgesprochen, dass wir den Rock’n’Roll ganz gut rüberbringen. Seit dem vierten Jahr sind wir immer ausverkauft.“ Zum Schluss wollen wir wissen, warum die Band sich nur auf eine so kurze Epoche konzentriert. „Es geht um die Texte. So gehaltvolle Texte mit viel Wortwitz und Doppeldeutigkeit gibt es heute einfach nicht mehr“, sagt Dario. Stimmt. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr! (mey)

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