Titelfieber und...

Ein Punkt fehlt den HSG-Handballerinnen noch zum Titelgewinn

Für die Frauen der HSG Freiburg verläuft die Saison wie ein einziger Traum: Ein Pünktchen noch und das große Ziel, die Meisterschaft in der 3. Handball-Liga Süd, ist erreicht. Bei Trainer und Mannschaft ist die Vorfreude groß.Die Gerhard-Graf-Halle war wieder rappelvoll am Samstag (32:25 gewann die HSG), selbst der Sportbürgermeister war da. Ja, der Rummel um die Mannschaft nehme zu, sagt HSG-Trainer Ralf Wiggenhauser im Gespräch mit dem Wochenbericht: „Aber nur in der Öffentlichkeit. Hinter den Kulissen dreht sich sowieso alles um Handball.“ Keine Sorge also, dass jetzt noch Nervosität ausbricht? „Ich gehe nicht davon aus, dass das passiert“, sagt Wiggenhauser. Im Gegenteil: „Die Ausgangslage ist schön.“
Ein Erfolg am Sonntag bei der TSG Ketsch II und Freiburg wäre Meister. Und wenn nicht am Sonntag, dann eben im letzten Heimspiel am 27. April gegen Bietigheim II. „Aber es ist tricky. Beide Gegner sind Reservemannschaften von Zweit- bzw. Erstligisten. Und für beide geht es noch um den Klassenerhalt“, sagt der Trainer.
Und doch ist bei der HSG alles auf den möglichen Zweitligaaufstieg ausgerichtet. Im Hintergrund läuft die Sponsorensuche. Und in einer Woche steht eine außerordentliche Mitgliederversammlung an. „Das ist ein Projekt, das durch den gesamten Verein abgestützt sein soll“, sagt Vorstand Raynald Thommen. Vorher will die HSG auch keine finale Aussage darüber treffen, ob sie den Aufstieg akzeptieren würde. Dafür steht laut Thommen seit gestern „definitiv und offiziell fest, dass es keine Relegation geben wird“. Die Staffelleitung hat in einem Schreiben bestätigt, dass die Nord-Staffel mit Hannover-Badenstedt zurückzieht. Damit stünde die HSG direkt als einer von drei Aufsteigern fest, natürlich nur vorausgesetzt der Lizenzantrag der HSG für die zweite Liga würde positiv bewertet.
Und natürlich fehlt noch dieses eine Pünktchen in der Tabelle. „In dieser Woche kann sich sehr viel entscheiden“, sagt Wiggenhauser – und räumt ein: „Wir können es noch gar nicht richtig realisieren.“ Es wäre für die HSG Freiburg der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Er ist zum Greifen nah.

Matthias Joers
 

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