Feiern in roten Socken

So war’s bei der Grundsteinlegung für das neue SC-Stadion

Strahlender Sonnenschein und ein üppig gefülltes Festzelt: Die Rahmenbedingungen für die Grundsteinlegung des neuen SC-Stadions im Wolfswinkel konnten besser nicht sein. 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung (darunter Freiburgs Ex-OB Dieter Salomon) feierten das große Ereignis am vergangenen Freitag. Der Wochenbericht hat sich vor Ort umgesehen.


Der Star-Faktor
Was darf keinesfalls fehlen, wenn ein Bundesligist eine Grundsteinlegung feiert? Natürlich ein Schuss Fußball-Prominenz. Und so verfolgte SC-Cheftrainer Christian Streich den Festakt ebenso wie eine Handvoll Profis, darunter Robin Koch, Tim Kleindienst und Nico Schlotterbeck. Auch der langjährige Mannschaftskapitän Julian Schuster weilte unter den Gästen – und strahlte mit der Sonne um die Wette.


Die Schatulle
Wie es der Brauch verlangt, wurde eine goldene Zeitkapsel im Erdreich versenkt. Darin: ein Jubiläumstrikot des SCF, ein Paar Torwarthandschuhe, ein Fanschal, eine Vereinssatzung, Stadionpläne sowie je eine Ausgabe der BZ und des SC-Stadionmagazins.


Und wer hat’s verbuddelt?
Zu den Schaufeln griffen SC-Präsident Fritz Keller, die baden-württembergische Finanzministerin Edith Sitzmann, Oberbürgermeister Martin Horn, Baubürgermeister Martin Haag sowie SC-Vorstand Oliver Leki und Vertreter der Köster AG. Die Osnabrücker Baufirma baut die Arena für einen Fixpreis von 135 Millionen Euro. Im August 2020 soll das 35.000-Zuschauer-Stadion fertig sein.


Der Baufortschritt
„Die Fundamente sind gelegt“, sagt Baubürgermeister Martin Haag. Auch Teile der Südtribüne (das Pendant zur heutigen Nordtribüne), sind bereits zu erkennen – sie wird als einrangige Stehtribüne 9.000 SC-Fans Platz bieten. Unklar ist noch, welche Dimension die Solaranlage auf dem Stadiondach haben wird. Aber, so Martin Horn: „Wenn alles klappt, wird es die größte weltweit auf einem Stadion.“


Die Emotionen
„Auf dem Weg hierher sind mir fast die Tränen gekommen“, sagte SC-Präsident Keller. Emotional war auch Baubürgermeister Haag, der von einem „wunderschönen Tag“ sprach. „Ein Stadion zu bauen ist immer ein Highlight für einen Ingenieur“, schwärmte Niklot von Bülow, technischer Vorstand der Köster AG. Und Oberbürgermeister Martin Horn feierte die künftige Heimat des SC geradezu überschwänglich: „Es wird eines der landschaftlich am schönsten eingebetteten Stadien der Bundesliga“.


Der Hingucker des Tages?
Ganz klar, die Socken von OB Horn. Passend zum Anlass hatt er sich für den SC-Look entschieden: Rot-Schwarz geringelt. Wenn das mal kein gutes Omen ist.

Matthias Joers

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