Verfolgungsjagd sorgt für Aufregung

Polizeieinsatz am Sonntag wegen Dreharbeiten

Eine Frau flieht mit der Waffe in der Hand vor der Polizei, die Windschutzscheibe eines Autos geht zu Bruch, als ein Maskierter draufkracht – diese Szenen entstanden am Sonntagmorgen für den Kurzfilm „Parish“ des Freiburgers Paul Olszta. Doch bei den Passanten sorgte die Action für Aufregung: „Wir hatten einen richtigen Polizeieinsatz bei der Fluchtsequenz, weil Passanten den Notruf alarmiert haben. Sie dachten, da rennt wirklich eine maskierte Räuberin mit einer scharfen Pistole um ihr Leben“, verrät mir der Filmemacher. Die Polizei brach die Dreharbeiten ab. „Wir wussten nicht, dass wir vorher nochmal bei der Polizei Bescheid sagen sollten, dass wir gerade mit einer Waffe drehen. Wir hatten die Genehmigungen und haben dann mit einer anderen Sequenz weitergemacht“, so Paul. Das Filmteam war unter anderem in der Marien- und der Hildastraße unterwegs. Weitere Aufnahmen entstanden bei dem viertägigen Dreh auch in Stegen, Kappel, Gundelfingen und Todtnau. In dem Kurzfilm flüchtet eine Frau (gespielt von Anna-Sophie Brandstetter, die schon in kleineren Rollen in deutschen Kinofilmen oder als Double von Jennifer Lawrence zu sehen war) vor der Polizei, klaut ein Auto und entdeckt ein Baby auf dem Rücksitz. Angetrieben von dem ungewollten Kidnapping beginnt sie über ihre Vergangenheit nachzudenken und ihre harte Fassade bröckelt. Der 32-jährige Paul Olszta war schon als Drehbuchautor und Regisseur tätig und wurde für seinen Kurzfilm „Dithmacula“ vom Landeshaus Kiel ausgezeichnet. Hauptberuflich arbeitet er jedoch als Krankenpfleger in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie. „Viele Arbeitskollegen unterstützen den Film und bringen Ideen ein“, erzählt er. Auch Freunde und Familie sind dabei – so wie seine einjährige Tochter Lynn Anouk,
die in der Rolle des entführten Babys zu sehen ist. „Sie ist die geborene Schauspielerin, macht das richtig gut und mag den Wirbel am Set“, verrät der Filmemacher lachend. Er finanziert seinen Film selbst und will diesen bei Filmfestivals zeigen. Danach soll der actionreiche Kurzfilm auch auf Youtube oder Vimeo zu sehen sein.

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