Das Freiburg von Übermorgen

Wie sieht die räumliche Zukunft Freiburgs im Jahr 2040 aus? Die Stadt lädt die Bürger dazu ein, mitzugestalten

Wie entwickelt sich Freiburg bis zum Jahr 2040 räumlich weiter und welche Veränderungen muss die Stadt aktiv steuern, um die Lebensqualität und das wirtschaftliche, ökologische und soziale Gleichgewicht in der Stadt zu erhalten? Diese alles entscheidenden Fragen will die Stadtverwaltung im neuen Flächennutzungsplan (FNP) beantworten. Dafür will man in den kommenden Jahren auch die Bürger mit ins Boot holen.„Freiburg soll auch noch in 20 Jahren eine Stadt für alle sein. Deswegen müssen wir jetzt überlegen, wie wir unsere Flächen in der Zukunft langfristig nutzen möchten“, erläutert Oberbürgermeister Martin Horn. Und Baubürgermeister Martin Haag ergänzt: „Im neuen FNP bringen wir unsere vielschichtigen Erfahrungen mit ein. Abseits aktueller Debatten um die Freiburger Wohnungspolitik werden wir sämtliche Nutzungsansprüche behutsam abwägen.“
Mit dem FNP wird für ganz Freiburg die künftige räumliche Entwicklung der Stadt bis zum Jahr 2040 bestimmt. Der Landschaftsplan (LP) ist dabei die fachliche Grundlage für eine nachhaltige, flächen- und landschaftsschonende Entwicklung, indem er beispielsweise Themen aus den Bereichen Landschaft, Lebensräume für Tiere und Pflanzen, Biologische Vielfalt, Wasser oder auch Klima und Luft in einem gutachterlichen Plan verbindet.
Um möglichst viele Freiburger bei der Weichenstellung für die Zukunft mit ins Boot zu holen, wird es zahlreiche Veranstaltungen geben, bei denen Bürger mit Experten in Dialog treten. Den Beginn dazu machen die Zukunftsforen im ersten Halbjahr 2019. Das Motto lautet: „Die Stadt weiterentwickeln, Freiburg bleiben“. Es gehe dabei darum, die Stadt als Ganzes zu denken, so Haag. „Das Ganze betrifft vor allem die 20 bis 40-Jährigen. Diese Gruppe mitzunehmen ist die große Herausforderung“, betont der Baubürgermeister.
Es geht um das Übermorgen. Dies bedeutet, dass Dinge durchdacht werden müssen, die sich möglicherweise grundlegend ändern werden, wie etwas das Thema Mobilität mit dem Stichwort „E-Scooter“, aber auch die Zukunft der Bestattungskultur. Ebenso geht es um die Frage, wie und für wen zukünftig gebaut wird und wie sich die Zukunft des Arbeitens in der Stadt gestaltet.
Martin Horn erinnerte auf der Pressekonferenz daran, dass das Thema Flächenversiegelung noch nie so sensibel war wie heute. Daher gehe es darum, so effizient wie möglich vorzugehen. Ebenerdige Gewerbegebäude, zum Beispiel, müssten der Vergangenheit angehören. Stadtplaner Roland Jerusalem betonte indes, dass der nun beginnende Prozess eine wahnsinnige Chance darstelle, der Frage nachzugehen, was eigentlich die Zukunft ausmache.

Sven Meyer
Infos zu allen Veranstaltungen unter: www.freiburg.de/uebermorgen

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