Hilfe, die Bullen kommen

Auf den SC Freiburg wartet der nächste dicke Brocken: Gegner RB Leizpig schwimmt auf einer Erfolgswelle

Am Samstag empfängt der SC Freiburg das Team von RB Leipzig. Nach der 0:2-Niederlage in Dortmund ist es das zweite Spiel gegen einen Hochkaräter innerhalb kürzester Zeit. Vor dem eigenen Publikum sind die Freiburger nicht gänzlich chancenlos – auch wenn die Roten Bullen zuletzt ihre Hausaufgaben gemacht haben.Auf den SC Freiburg kommt am Samstag ein echtes Multitalent zu. Zumindest wenn man dem Gladbacher Trainer Dieter Hecking Glauben schenkt. „Leipzigs große Qualität in diesem Jahr ist neben der Offensive, dass RB mit hoher Konzentration und Aufmerksamkeit sehr, sehr gut verteidigt“, sagt Hecking nach der 0:2-Niederlage seiner Elf in Leipzig.


Hinten hui, vorne hui
Vorbei sind die Zeiten, als Freiburgs kommender Gegner nur für ein Offensivfeuerwerk stand, sich aber hinten leichtsinnige Konter einfing. Da verwundert es nicht, dass die Leipziger als Tabellendritter am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in Freiburg antreten werden .
RB-Coach Ralf Rangnick traut dem Braten aber noch nicht so ganz. Ja, sein Team könne jeden Gegner in der Liga schlagen – „wenn wir alle Mann an Bord haben und unser Spiel gegen den Ball umsetzen“, sagt Rangnick. „Wenn wir unseren Weg verlassen, können wir aber auch gegen fast jeden Gegner Punkte liegen lassen.“
Nach der Defensiv-Orgie in Dortmund kommt auf den SC Freiburg also der nächste Stresstest zu. Christian Streich war zufrieden mit der Leistung der seinen beim Tabellenführer. Vor allem personell sind die Aussichten weit positiver als noch zuletzt. Stürmer Nils Petersen hatte seinen ersten Startelfeinsatz nach seiner Schulterverletzung. Und auch der lange Zeit verletzte Offensivspieler Yoric Ravet kam in Dortmund erstmals in dieser Saison bei den Profis zum Einsatz.
Auch der Dortmunder Trainer Lucien Favre lobt den SC Freiburg und dessen Spielweise. Freiburg sei „eine sehr gute Mannschaft, es war sehr schwer für uns“. Ein Defizit hat Christian Streich aber ausgemacht. „Mit dem Ball“, sei sein Team nicht gut genug gewesen beim BVB.
Mit der Unterstützung des eigenen Publikums dürfte das am Samtag aber besser laufen. Dafür müssen die Freiburger aber auch Leipzig-Keeper Peter Gulasci überwinden. Mit einer Fangquote von 80,4 Prozent zählt Gulasci derzeit zu den stärksten Torhütern der Liga.

Matthias Joers

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