Da geht noch was

Beim SC Freiburg denkt man über die Zukunft von Karim Guédé und Julian Schuster nach

Hinter den Kulissen des SC Freiburg wird eifrig am Kader für die neue Saison gebastelt. Die beruhigenden 41 Punkte auf dem Konto machen es möglich. Zwei Freiburger Akteure, die sich auf der Zielgeraden ihrer fußballerischen Karriere befinden, könnten noch ein weiteres Jahr beim SC dranhängen. Ihre Erfolgsbilanz gibt ihnen jedenfalls recht.

Es sollte niemand den Fehler machen, diese beiden 32-Jährigen aus dem Kader des SC Freiburg vorzeit abzuschreiben. Gut – das 0:4 in Leipzig taugt vielleicht nur bedingt als Bewerbungsschreiben für Karim Guédé und Kapitän Julian Schuster. Doch davon abgesehen liest sich die Saisonbilanz der beiden erstaunlich. Vor der Partie in Leipzig stand Guédé in drei Spielen auf dem Feld – jedes Mal gab es einen Sieg zu feiern. Ähnlich gut sieht es bei Julian Schuster aus: Unter seinen zwölf Saisoneinsätzen finden sich fünf Siege und vier Unentschieden. „Wir haben viele Punkte mit ihm geholt, wenn er auf dem Platz stand“, sagt auch SC-Trainer Christian Streich über seinen Kapitän. Karim Guédé, dessen Vertrag ausläuft, soll nun laut einem Bericht der Badischen Zeitung mit dem Gedanken spielen, ein weiteres Jahr in Freiburg zu bleiben. Und auch Julian Schuster wollte eigentlich nur noch bis zum Saisonende aktiv Fußball spielen. Danach, so hieß es vor der Saison, könnte er im Verein eine Funktion übernehmen. Mittlerweile denken die Beteiligten darüber nach, ob der Familienvater nicht doch noch ein Jahr dranhängt: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Julian noch einmal ein Jahr spielt. Wir schauen mal und schwätzen miteinander“, sagt SC-Trainer Streich.
Schusters Ansehen im Verein und bei den Fans ist hoch. Er gilt als Integrationsfigur. „Er bringt so viel mit an Einstellung, sozialer Kompetenz und an fußballerischem Wissen“, sagt Streich über seinen langjährigen Spieler. Seit 2008 ist Schuster im Verein. Zur Saison 2011/12 hatte er die Kapitänsbinde von Heiko Butscher übernommen. Ginge es nach seinem Trainer, bliebe Schuster dem Klub noch sehr lange erhalten. „Wenn ich mal nicht mehr hier arbeite, würde ich mir wünschen, dass Julian immer noch beim SC ist. Das ist natürlich ein romantischer Gedanke“, sagt Streich. „Aber das ist mein Wunsch“. Matthias Eisele

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