„Die Fasnet wird sensationell“

Die Vorfreude ist groß: dieses Jahr gibt es wieder das volle närrische Programm – Interview

Endlich wieder Fasnet – nach zwei Jahren Corona-Pause dürfen die Narren wieder richtig feiern. Welche Highlights die Besucher erwarten und warum diese Fasnetsaison etwas Besonderes ist, erzählt Elferratspräsident Achim Wiehle im Gespräch mit Saskia Schuh.

Herr Wiehle, nach zwei Jahren Corona-Pause darf wieder richtig Fasnet gefeiert werden – wie groß ist die Vorfreude?

Achim Wiehle: Die Freude ist sehr groß. Wir fühlen uns ein bisschen wie Anfänger, obwohl wir das schon jahrelang machen, das haben wir bei den ersten Veranstaltungen gemerkt. Es kommt einem vor, als wäre es das erste Mal, auch bei den Akteuren, sie haben mehr Lampenfieber als sonst. Wir sind aber gut gestartet und haben ein sehr, sehr gutes Gefühl für dieses Jahr.

Welche Highlights erwarten die Besucher?

Wiehle: Wir haben eine absolute Besonderheit: Die Zähringerstädte richten im Wechsel das Zähringer Narrentreffen aus. Dieses Jahr ist Freiburg dran, am 11. und 12. Februar kommen die Zünfte, Cliquen und Guggenmusiken aus den zwölf Zähringerstädten, um sich hier auf die Fasnet einzustimmen. Neben einem Empfang der Stadt wird es am Samstag einen Fackelumzug mit einer großen Nacht der Zähringer auf dem Münsterplatz und einen große Narrenumzug der Zähringerstädte am Sonntag geben. Die heiße närrische Phase hat für uns bereits mit dem Uffmugge am vergangenen Samstag begonnen. Ein ganz großes Highlight sind auch die Straßenfasnet sowie die Beizenfasnet in den Lokalen und natürlich der große Umzug am Rosenmontag. Diese Saison ist etwas besonderes, es wird vielleicht schon ein paar Anlaufschwierigkeiten geben, aber das Zähringer Treffen ist unser Warm-Up, das wird richtig gut und die Fasnet danach sensationell.

Auf welche Veranstaltung freuen Sie sich am meisten?

Wiehle: Ich freue mich am meisten auf das große Narrentreiben mit Bühne vor dem Münster beim Zähringer Narrentreffen. Eine solche Nacht der Narren hatten wir zum letzten Mal anlässlich des Stadtjubiläums, bevor Corona über uns hereingebrochen ist. Völlig überraschend waren es 12.000 Besucher auf dem Münsterplatz, daran wollen wir anknüpfen.

Es gibt aber einen Wermutstropfen – der beliebte Kripoball wird dieses Mal nicht stattfinden...

Wiehle: Ja, das ist sehr schade. Der Kripoball ist eine absolute Institution. Die Elferratssuppe der Breisgauer Narrenzunft wird es leider auch nicht geben. Dafür war Corona mitentscheidend, wir wollten die Halle nicht bis auf den letzten Platz füllen. Ein weiterer Grund war aber auch der zusätzliche Organisationsaufwand für das Zähringer Treffen.

Gibt es nach zwei Jahren Zwangspause Nachwuchssorgen?

Wiehle: Die Breisgauer Narrenzunft hat da eine Sonderstellung, aber ich weiß von anderen, dass sie Nachwuchsprobleme haben. Es ist wichtig, dass wir jetzt wieder daran anknüpfen, weil man sich sonst vielleicht die Fasnet abgewöhnt, davor haben wir ein bisschen Angst. Aber bis jetzt spüren wir davon nichts und gerade die Jugendarbeit funktioniert super, der Nachwuchs war bei der Online-Fasnet eingebunden und veranstaltet dieses Jahr auch wieder viel.

Mit wie vielen Fasnetfans rechnen Sie dieses Jahr?

Wiehle: Wir rechnen mit Besucherzahlen auf Vor-Corona-Niveau, das ist wetterabhängig, aber wenn man alle Veranstaltungen zusammennimmt sind das bis zu 250.000 Besucher pro Fasnetsaison. Allein beim Rosenmontagsumzug gehen wir von 80.000 Besuchern aus.

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