Ein heißer Tanz mit Marcelo

Europa League: In Piräus bekommt es der SC mit einem Hexenkessel zu tun – Mark Flekken verlängert Vertrag

Die Europa-Wochen für den SC Freiburg gehen weiter – und der Sport-Club ist weiterhin in Topform. Der Tabellenzweite der Fußball-Bundesliga will die Erfolgs-geschichte nun auch in Piräus und Hoffenheim fortsetzen. Nach den Heimspielen gegen Qarabag in der Europa League (2:1) und gegen Mönchengladbach (0:0) geht es für Freiburg auswärts weiter: am Donnerstag auf der europäischen Bühne mit dem Spiel bei Olympiakos Piräus (18.45 Uhr / Livestream auf RTL+) und am Sonntag bei der TSG Hoffenheim (19.30 Uhr / DAZN). Drei Fakten rund um die kommenden Aufgaben:


Belastung der Spieler
Zwar bleibt den Freiburgern angesichts der engen Taktung kaum Gelegenheit, durchzuatmen. Doch für SC-Torwart Mark Flekken, der am Dienstag seinen Vertrag verlängerte, fällt das zurzeit gar nicht so sehr ins Gewicht: „Es läuft gerade erfolgreich für uns, das macht es wesentlich einfacher, sich da durchzudrücken.“ Über seinen neuen Vertrag sagt er: „ Ich fühle mich beim Sport-Club am richtigen Ort und bin stolz auf das, was wir bisher zusammen erreicht haben“ Gut gerüstet sieht den SC auch Michael Gregoritsch: „Wir sind immer in guter Abstimmung mit dem Trainerteam, wie wir uns fühlen. Darum geht es jetzt, dass jeder Spieler ehrlich ist und sagt, wenn er müde ist“. Trainer Christian Streich sagt dazu: „Diese Ehrlichkeit ist immer ein schmaler Grat für die Spieler. Dabei begleiten wir sie.“


Hexenkessel von Piräus
Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt musste vergangene Saison in der Gruppenphase durch den Hexenkessel von Olympiakos Piräus – und gewann am Ende 2:1 nach einer frühen 1:0-Führung der Griechen. Bei den SC-Spielern ist die Vorfreude auf das Spiel im Karaiskakis-Stadion groß: „Klar, wir können nicht viel trainieren. Aber dafür fliegen wir nach Griechenland, spielen in einem überragenden Stadion eigentlich gegen eine Champions-League-Mannschaft. Da wollen wir uns beweisen und auch wieder punkten“, sagt SC-Angreifer Gregoritsch. Euphorie herrscht beim Piräus-Anhang auch aufgrund der Verpflichtung von Real-Madrid-Legende Marcelo. Der 34-jährige brasilianische Verteidiger war vergangene Woche von Tausenden Olympiakos-Fans frenetisch begrüßt worden: „Wenn man die Videos sieht, wie Marcelo da vorgestellt wird, mit Bengalos, mit dieser Atmosphäre, dann merkt man schon ein bisschen, was da am Donnerstag abgehen kann. Darauf freue ich mich am meisten“, sagt Mark Flekken. Und: „Wir schauen von Minute eins an, wieviel wir da mitnehmen können“, so der 29-Jährige.


Rückkehr von Kevin Schade
Glücksgefühle gibt es aber auch im Breisgau: Wohl nie ist ein Einwechselspieler im neuen Europa Park-Stadion (außer vielleicht Nils Petersen) von den Fans lauter begrüßt worden als Kevin Schade am vergangenen Sonntag. Die Rückkehr des pfeilschnellen Offensivspielers nach sechs Monaten Verletzungspause (Bauchmuskelverletzung) ist für den SC wie ein weiterer Neuzugang mitten in der Saison. Hier aber dämpft Streich die Erwartungen: „Es geht nur darum, dass die Spieler so schnell wie möglich, aber so langsam wie nötig fit werden. Wir machen alles, dass die Spieler, und besonders ihr Umfeld das verstehen.“ Es könne daher durchaus sein, dass Schade nun zunächst in der Zweiten Mannschaft „für 60 bis 70 Minuten“ zum Einsatz komme, um ihn behutsam an die Belastung heranzuführen. Das, so Streich, werde in Absprache mit den Ärzten und Physiotherapeuten bewertet.

Matthias Joers

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Gegen Qarabag (oben) glückte der Auftakt für SC-Kapitän Christian Günter und sein Team. Nun wartet in Piräus Brasiliens Weltstar Marcelo (rundes Bild). FOTOS: DETLEF BERGER / OLYMPIACOS