Dauergast auf dem Podium

U23-Weltcup: Lexware-Fahrer Martin Vidaurre triumphiert erneut – Max Brandl 16. in der Elite

Im US-amerikanischen Snowshoe in West Virginia wurde am Wochenende die sechste Etappe des Mountainbike-Weltcup ausgetragen. Martin Vidaurre (Lexware Team) fuhr erneut als schnellster über die Ziellinie des U23-Rennens. Im Rennen der Elite wurde Maximilian Brandl nur 19 Tage nach seiner Schlüsselbein-Operation 16. „Das war ein hartes Rennen heute, und ich bin überglücklich, dass ich gewinnen konnte. Die Jungs waren echt stark“, sagte Vidaurre im Ziel, der nun sechs der sieben Weltcups gewonnen hat. Bis in die letzte Runde war es dem chilenischen Olympiateilnehmer von Tokio 2021 nicht gelungen, seine Verfolger abzuschütteln, obwohl er es mehrfach versucht hatte. In der letzten Runde setzte er dann die finale Attacke und distanzierte den US-Amerikaner mit deutschen Wurzeln Bjorn Riley. Dritter wurde Mathis Azzaro aus Frankreich.


Sturzbäche im Elite-Rennen
Gut 1,5 Stunden vor Rennbeginn des Eliterennens öffnete sich der Himmel über Snowshoe, dem kleinen Ski-Örtchen mitten in den Wäldern West Virginias. Nebel und starker Regen, der das ganze Rennen der Elite über nicht aussetzte, verwandelten die Trails in Sturzbäche und die Wiesenanstiege in Ackerland. Vom Fernsehbildschirm aus waren die Fahrer kaum zu erkennen. „Unter so starkem Regen bin ich kaum überhaupt Rad gefahren“, schilderte Max Brandl die Gegebenheiten. Der Deutsche Meister, der sich beim Weltcup in der Lenzerheide das Schlüsselbein brach und nun gut drei Wochen nach seiner OP entschied, wieder in die Weltcup-Saison einzusteigen, befand diese Bedingungen für „alles andere als ein gutes Omen“, zumal er noch mit Halskratzen aufgewacht war. Am Freitag war ihm im Shorttrack der siebte Platz gelungen, was einen Start aus der ersten Reihe bedeutete.
Nach dem Start bemerkte er allerdings, dass er das Tempo der Konkurrenz nicht ganz mitgehen konnte und musste zunächst einige Positionen vorbeiziehen lassen. Nach der Startrunde fand er sich auf Position 18, von wo er sich langsam auf Rang 16 arbeitete. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Comeback. Das Tolle ist, dass ich mich in den Bächen heute bergab auch sehr gut gefühlt habe, weshalb heute auch ein so gutes Ergebnis rausgekommen ist“, so der 25-Jährige. (fwb)

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