Ginter zurück zum SC

Schlotterbeck-Wechsel nach Dortmund ist jetzt offiziell

Es ist eine kleine Sensation, die sich da am Montag abzeichnete. Der SC Freiburg verliert mit Nico Schlotterbeck einen deutschen Nationalspieler in der Innenverteidigung – und füllt die Lücke wohl mit einem deutschen Nationalspieler, nämlich mit Rückkehrer Matthias Ginter. Schlotterbecks Wechsel zu Borussia Dortmund hatte sich schon länger abgezeichnet und ist seit Montag offiziell. Dass der SC Freiburg aber eine Chance haben würde, den ablösefreien Ginter erneut an sich zu binden, ist eine Überraschung, wenn auch eine naheliegende. Ginter selbst hatte diese Option noch vor zwei Wochen gegenüber dem Sender Sport 1 als „ein Fußball-Wunschdenken“ bezeichnet.


Ein neues Level für den SC
Der in March geborene 28-Jährige reifte beim SC vom Jugendspieler zum Bundesligaprofi heran. Im Januar 2012 debütierte er im ersten Spiel von Christian Streich als SC-Cheftrainer – und erzielte nach seiner Einwechslung kurz vor Spielschluss gleich in seinem ersten Spiel das entscheidende Siegtor im Abstiegskracher gegen Augsburg. Der Rest der Geschichte ist bekannt. Ginter entwickelte sich zu einer Stütze des Teams, wurde in die Nationalelf berufen und mit dieser 2014 (ohne Einsatz) Weltmeister. Danach wechselte er zu Dortmund. In diesem Sommer dann lief sein Vertrag bei Borussia Mönchengladbach aus. Mit internationalen Großklubs wie Inter Mailand, Aston Villa und dem FC Bayern München wurde er in Verbindung gebracht. Doch seine Verbindung zum SC führt ihn nun zurück in seine alte Heimat.
Nico Schlotterbeck unterschrieb derweil am Montag einen Vertrag beim Tabellenzweiten Dortmund. „Dieser Wechsel zeigt einmal mehr, dass wir jungen Spielern eine hervorragende Entwicklungsperspektive bieten“, sagte Freiburgs Sport-Vorstand Jochen Saier. Diese Rochade – Nationalspieler gegen Nationalspieler – zeigt aber auch, zu welchen finanziellen Sprüngen der SC inzwischen imstande ist. Denn klar ist, dass Ginter in Freiburg zu den Topverdienern gehören wird. Medienberichten zufolge kassiert der SC für den Schlotterbeck-Verkauf 20 Millionen Euro Ablöse, sowie fünf Millionen Euro als erfolgsabhängige Boni. Und auf allen Seiten gibt es nur Gewinner. (majo)

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