Wohnbau-Achse durch Zähringen

Im Freiburger Norden sollen knapp 1.400 neue Wohnungen entstehen – Möbelhaus muss wohl weichen

Wohnbaulicher Paukenschlag in Zähringen Nord: Im Dreieck zwischen Schnellstraße, Güterbahntrasse und  Kleingärten sollen rund 1.400 neue Wohnungen entstehen. Aus den Planungsvorschlägen mehrerer Architekturbüros kürte eine Jury nun einstimmig den Siegerentwurf. Dieser übertrifft die Erwartungen der Stadtplaner bei weitem.

Ursprünglich war man von rund 800 neuen Wohnungen ausgegangen, die in dem Gebiet zwischen Isfahanallee und Bahntrasse entstehen sollten –  ein anspruchsvolles Baugebiet mit Straßenläm und Emissionen, wie auch Baubürgermeister Martin Haag weiß. Dennoch sei es durchaus möglich, hier adäquaten Wohnraum zu schaffen. Viergeschossige Häuser mit Gärten, die die Kleingartenanlage säumen, fünf- bis siebengeschossige Wohnblöcke mit kleinen Freiflächen dazwischen, eine zusätzliche Grünanlage, „sehr kompakt und langgezogen.“ So soll der neue Zähringer Norden einmal aussehen. Urban, gemischt, gut an Rad- und Personennahverkehr angebunden.
Vier Architekturbüros hatten sich mit ihren Vorschlägen, wie die 36 Hektar große Fläche  zu bebauen sei, beworben. Am Freitag kürte  eine Jury unter der Leitung von Rudolf Scheuvens, Professors für örtliche Raumplanung aus Wien, nun einstimmig den Sieger. Den Zuschlag erhielt das Büro „Teleinternetcafe“ aus Berlin.
  Bereits zu Beginn der Planungen im Juni wurden Anwohner und Eigentümer aufgefordert, Ideen für das Gebiet zusammenzutragen. Auf deren Grundlage erarbeiteten  die Bewerber jeweils ein städtebauliches Gesamtkonzept. Auch nachträglich hatten Bürger die Möglichkeit, die Entwürfe zu begutachten. „Ein ganz außergewöhnliches Konzept“, findet Rudolf Scheuvens und lobt die Einbindung der Öffentlichkeit in die  Planung.
Mit insgesamt vier privaten Eigentümern gelte es nun, eine Übereinkunft zu finden, so Haag. „Der Erwerb der Grundstücke ist eine Option, aber kein Muss.“ Auf dem künftigen Bauland stehen unter anderem der Real-Markt sowie das Möbelhaus Mömax. Letzteres solle, ginge es nach dem Baubürgermeister, in die Herrmann-Mitsch-Straße ziehen, während Real an seinem Standort bleiben könne. Um einen festen Zeit- und Kostenrahmen anzugeben sei es derweil noch zu früh.Benjamin Resetz

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