Zurück in die Erfolgsspur

Nach zwei Niederlagen trifft der SC nun auf einen Gegner, der nicht zu unterschätzen ist

Gegen Eintracht Frankfurt standen Aufwand und Ertrag beim SC Freiburg in einem Missverhältnis. Nun wollen die Südbadener am Samstag in Bochum wieder Zählbares mitnehmen. Für die Bochumer, die daheim erst ein Ligaspiel verloren, hat SC-Trainer Streich nur lobende Worte übrig.Zwei Spiele in Folge fuhren die in dieser Saison bislang erfolgsverwöhnten Freiburger keine Punkte ein. In beiden Spielen – in München sowie nun daheim gegen Frankfurt – wäre für den SC mehr drin gewesen. Das Szenario, das Freiburgs Vincenzo Grifo jüngst im SC-Stadionheft beschrieb, ist bislang aber nicht eingetreten: „Wenn man mal zwei Spiele nicht gewinnt, dann steht man schon wieder woanders“, sagte der Deutsch-Italiener. Freiburg steht aber nach dem 0:2 gegen Frankfurt auch weiterhin auf dem komfortablen dritten Tabellenplatz.
Und so unglücklich das Resultat angesichts des Freiburger Chancenplus auch ausfiel, förderte das Spiel gegen die Hessen trotz der Niederlage so manchen Lichtblick zutage: allen voran die Leistung von Kevin Schade. Der 19-Jährige machte nach seiner Einwechslung zu Beginn der zweiten Hälfte mächtig Dampf. Dass Schades Unbekümmertheit auch in einem hart umkämpften Match gegen konzentriert zu Werke gehende Frankfurter mehrfach aufblitzte und für Torgefahr sorgte, spricht für das SC-Eigengewächs. Zweimal war Schade nur durch ein Foul zu stoppen. „Da ist er vorbei gewesen. Die Frankfurter haben in der zweiten Halbzeit alles weggemacht, was wegzumachen war – wenn nicht den Ball, dann die Körper“, sagte Streich.
Körperlichkeit wird die Freiburger auch am Samstag im Ruhrstadion gegen den VfL Bochum erwarteten – und vermutlich offensivfreudige Gastgeber: Bei ihrer 0:1-Niederlage in Leverkusen kamen die Bochumer auf doppelt so viele Torschüsse wie die Bayer-Werkself. „Bochum hat wahnsinnig gut gespielt in Leverkusen, mit offenem Visier. Das war beeindruckend, wie Bochum gespielt hat gegen so eine Mannschaft“, sagte SC-Trainer Christian Streich.
Sein Team wird angesichts der Leistungen in den beiden letzten Spielen nicht viel Zuspruch benötigen. Die Brust der Freiburger ist nach wie vor breit. Aber es gehe darum „akribisch zu arbeiten“, so Streich. Die beiden Rückschläge könne der SC nur aufarbeiten, „indem wir Video machen und in dem wir ganz genau bleiben, warum wir in gewissen Situation den Kürzeren ziehen oder warum vielleicht einen Meter falsch stehen“, so der SC-Coach. Dann dürfte das Verhältnis aus Aufwand und Ertrag bald wieder stimmig sein.

Matthias Joers

„Bochum hat wahnsinnig gut gespielt in Leverkusen, mit offenem Visier. Das war beeindruckend, wie Bochum gespielt hat gegen so eine Mannschaft.“
Christian Streich, SC-Trainer, über den nächsten Gegner

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