Die Festung halten

Seit neun Spielen zuhause ungeschlagen: Baut der SC seine Heimserie weiter aus?

Die beachtliche Unbesiegt-Serie des SC Freiburg ist nach der Niederlage in München gerissen – da gilt es nun, die Heimspiel-Serie weiter auszubauen. Gegner am Sonntag ist die Eintracht aus Frankfurt. Die konnte auswärts schon zwei Siege einfahren – darunter einen gegen die Bayern. Saison- und Stadionübergreifend haben die Breisgauer seit neun Spielen zuhause kein Spiel mehr verloren. Die letzte Niederlage in heimischen Gefilden datiert vom 24. Spieltag der Vorsaison beim 0:3 gegen RB Leipzig (6. März).
Ob die Festung Freiburg auch gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag (15.30 Uhr / DAZN) uneinnehmbar bleibt, hängt nicht zuletzt von der körperlichen Verfassung der Nationalspieler ab. Dauerbrenner Christian Günter, der beim 9:0 der deutschen A-Nationalmannschaft gegen Liechtenstein erstmals von Beginn an randurfte, dürfte erholt sein – beim letzten WM-Qualispiel in Armenien blieb er ohne Einsatzminuten. Vor allem aber dürfte er voller Eindrücke und Adrenalin zurückkehren: „Es war eine tolle Erfahrung, im vierten Anlauf mal von Anfang an zu spielen und die Nationalhymne auf dem Platz mitsingen zu dürfen, davon habe ich immer geträumt“, sagte der 28-Jährige.
Die weiteste Reise hat Wooyeong Jeong hinter sich. Der 22-Jährige blieb zunächst im südkoreanischen Goyang gegen die Vereinigten Arabischen Emirate ohne Einsatz, wo Südkorea mit 1:0 siegte. Danach ging es für ihn und sein Team weiter ins WM-Gastgeberland Katar für das Qualifikationsspiel gegen den Irak (Spiel nach Redaktionsschluss).
Bange sein muss dem SC zwar nicht angesichts des Holperstarts der Gäste aus Frankfurt. Doch der überraschende 2:1-Auswärtssieg der Eintracht beim FC Bayern Anfang Oktober ließ das schlummernde Potenzial der Gäste zumindest aufblitzen. Hinzu kommt: Die personellen Fragezeichen nehmen mit zunehmenden Saisonverlauf auch beim SC zu. Jüngstes Beispiel war die vorzeitige Abreise von Nico Schlotterbeck von der Nationalmannschaft. Ihn plagten muskuläre Probleme.

Matthias Joers

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