Ampel sorgt für Unmut

Dreisamtal sieht deutlich mehr Ausweichverkehr durch die B31-Ampel

Die Pförtnerampel vor dem B31-Tunnel sorgt im Dreisamtal für Unmut. Denn hier gibt es jetzt deutlich mehr Ausweichverkehr, sagt Kirchzartens Bürgermeister Andreas Hall. Das würde sich noch verschlimmern, wenn die Ampel – wie angekündigt – Richtung Osten verlegt werde. Nun will das Regierungspräsidium zu einer gemeinsamen Gesprächsrunde einladen, um eine Lösung zu finden.Wenn Stau droht, werden die B31-Tunnel stadteinwärts gesperrt – da sie den Brandschutzanforderungen nicht mehr entsprechen. Doch statt zu warten, verlassen viele Autofahrer an der Ausfahrt Kappel/Littenweiler direkt vor der Pförtnerampel die B31. Das bestätigt auch Beatrix Tappeser, Vorsitzende des Bürgervereins Oberwiehre-Waldsee. Der Ausweichverkehr sorgt aber nicht nur in Freiburg für Unmut, auch im Dreisamtal sind die Auswirkungen spürbar.
„Wir nehmen deutlich mehr Ausweichverkehr wahr. Auch wenn es sachlich nicht begründet sein mag – viele Leute scheuen es, an der Ampel zu warten und suchen sich Schleichwege, obwohl sie so meist länger unterwegs sind“, sagt Kirchzartens Bürgermeister Andreas Hall. Gerade morgens, wenn viel auf den Straßen los ist, „fahren einige erst gar nicht auf die B31 und nutzen die Wege über Neuhäuser, Zarten und Ebnet oder fahren gar noch früher von der B31 ab“, so Hall. Wenn die Stadt – wie öffentlich angekündigt – die Pförtnerampel in Richtung Osten vor den Kappler Knoten verlegen würde, würde der Ausweichverkehr im Dreisamtal „noch deutlich zunehmen. Wir fühlen uns nicht in den Prozess miteinbezogen und haben deshalb jetzt die Initiative ergriffen“.
Hall hat – auch im Namen der anderen Dreisamtalgemeinden – einen Brief an das Regierungspräsidium verfasst. Man wünsche sich – wie bei der Diskussion um das Thema Luftreinhaltung – gemeinsame Gesprächsrunden unter der Federführung des Regierungspräsidiums. „Hier wurden mögliche Maßnahmen diskutiert und Auswirkungen auf das Umland berücksichtigt“. Denn es sollten auch andere Möglichkeiten untersucht werden, die den Verkehr auf der B31 besser fließen lassen, so der Bürgermeister.
Die Stadt sieht in der Pförtnerampel lediglich „eine provisorische Zwischenlösung“. Man wolle jedoch erst Zahlen vorliegen haben: „Aktuell läuft eine Verkehrsuntersuchung zur Pförtnerampel und zur Fragestellung, ob die Verkehrssteuerung im Stadtgebiet angepasst werden kann, um die Stausituation im Tunnel hinreichend zu verbessern. Sollte im Ergebnis aus Verkehrssicherheitsgründen eine Pförtnerampel über einen längeren Zeitraum bis zur Anpassung der kompletten Betriebs- und Lüftungstechnik des Tunnels erforderlich werden, werden die verkehrlichen Auswirkungen daraus auf die Umlandgemeinden ebenfalls mit untersucht“, heißt es seitens der Stadt auf Anfrage des Wochenbericht. Das Ergebnis der Untersuchung werde vor der Umsetzung längerfristiger Maßnahmen mit dem Regierungspräsidium Freiburg, dem Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald und den Umlandgemeinden intensiv abgestimmt.
Die Stadt stehe jeglichen Gesprächen offen gegenüber. Das Regierungspräsidium Freiburg hat derweil angekündigt, nach weiteren Fachab-stimmungen zu einer Gesprächsrunde einzuladen, „um damit die Stadtverwaltung Freiburg moderierend zu unterstützen und eine für alle beteiligten Akteure möglichst zufriedenstelle Lösung zu finden“, so die Stadtverwaltung.

Saskia Schuh











Zurück