Jung und entschlossen

Kevin Schade und Noah Weißhaupt zeigen beim 1:1 gegen Köln, was in ihnen steckt

Die Trainingswoche des SC Freiburg vor der Partie in Mainz am Samstag (15.30 Uhr) dürfte vor allem für zwei junge SC-Akteure ein angenehme sein: Noah Weißhaupt und Kevin Schade. Die beiden 19-jährigen Einwechselspieler heimsten viel Lob ein für ihren Auftritt gegen Köln – allen voran vom Cheftrainer des Vereins.Unbekümmert – so lässt sich das Spiel von Noah Weißhaupt und Kevin Schade gegen den 1. FC Köln wohl am besten bezeichnen. Als Freiburg 0:1 hinten lag, ließen die beiden 19-Jährigen ihrem Offensivdrang freien Lauf. Kevin Schade kam zur 72. Minute aufs Feld und hatte nur sieben Minuten später die große Chance zum Ausgleich. Sein Schuss aus 18 Metern zog knapp am gegnerischen Pfosten vorbei.


„Ander als wir früher“
Der in der 87. Minute eingewechselte Weißhaupt leitete dann mit einem Tempodribbling und der anschließenden Flanke das Kölner Eigentor zum 1:1-Endstand ein. „Die Jungen sind heutzutage ein bisschen anders als wir früher. Die haben schon ein gutes Selbstvertrauen und werden nicht mehr so unterdrückt von den Älteren“, sagte SC-Trainer Christian Streich und lieferte damit die Begründung für die Torgefahr an, die die beiden Neulinge in das SC-Spiel einbrachten.
Sinnbildlich für die hoffnungsvolle Entwicklung der Nachwuchskräfte im Freiburger Profikader steht genauso Yannik Keitel. In Abwesenheit von Nicolas Höfler durfte der 21-Jährige auch im vierten Saisonspiel von Beginn an ran und spielte erstmals über die komplette Spielzeit. Der bundesligaerfahrene Neuzugang Maximilian Eggestein aus Bremen musste dagegen zur Halbzeit das Feld räumen für den eingewechselten Janik Haberer.
Und der SC hat noch mehr in Hinterhand: Nishan Burkart, der seit Anfang August verletzt fehlte, steht nun wieder zur Verfügung. Mit 16 Toren und fünf Vorlagen war er der Torgarant beim Aufstieg der Zweiten Mannschaft in die Dritte Liga. Im Testspiel gegen den FC Zürich stand der 21-Jährige jüngst auf dem Feld und scheiterte nur knapp am Torerfolg. „Die Jungen können schon was“, sagte Streich bereits vor Saisonbeginn.
Für den in der Liga weiterhin ungeschlagenen SC kann diese Personallage nur von Vorteil sein. Die erfahreneren Akteure müssen ihre Leistungen bestätigen, während die Jungen Stück für Stück von der Leine gelassen werden. Wie ungemütlich die Freiburger Nachwuchsriege für die Gegner sein kann, könnten nun auch die Mainzer zu spüren bekommen.

Matthias Joers

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