5.000 Freiburger feiern bunten CSD

Ausgelassene Party, aber es gibt auch Kritik

Großer Andrang beim Christopher Street Day: 5.000 Besucher feierten am Samstag auf dem Stühlinger Kirchplatz. Mehr als drei Mal so viele als im vergangenen Jahr waren beim „kleinen“ CSD mit Kundgebung und buntem Programm dabei. Die Stimmung war ausgelassen, viele freuten sich über das Wiedersehen nach langer Zeit. Die queere Gemeinschaft kam unter dem Motto „Break Free“ zusammen und demonstrierte für die Stärkung der Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern. Auch Freiburgs bekannteste Drag Queen Betty BBQ durfte hier natürlich nicht fehlen – sie ist übrigens bald wieder im TV zu sehen. In der Talkshow Nachtcafé plaudert sie am 30. Juli (22 Uhr, SWR) mit Moderator Michael Steinbrecher und weiteren Studiogästen über das Thema „Lesbisch, Schwul, Trans – wie steht“s mit der Toleranz?“. Eines sorgte allerdings nach dem CSD aber für ordentlich Kritik und ließ das Event zum Stadtgespräch werden: die Corona-Regeln wurden nicht eingehalten, gefeiert wurde ohne Abstand und kaum ein Teilnehmer trug – trotz Appell der Organisatoren – eine Maske. Da kam das Lob von Rathaus-Chef Martin Horn für die Veranstaltung samt Schnappschüssen in den sozialen Netzwerken nicht so gut an. Ich hätte mir mitten in der Pandemie auch mehr Verantwortungsbewusstsein gewünscht, gerade da die Inzidenz in Freiburg leider wieder ansteigt!

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