Fokussiert auf das Abenteuer

Thomas Stamm führt als neuer Trainer der U23 den SC Freiburg in die Dritte Liga

Klein sind die Fußstapfen nicht, die Christian Preußer nach fünf Jahren als Trainer der Zweiten Mannschaft des SC Freiburg hinterlassen hat. Thomas Stamm macht aber nicht den Eindruck, als wäre der Aufgabe, die sein Vorgänger ihm hinterlassen, nicht gewachsen. Der bisherige Trainer der U19, der die U23 nun in die Dritte Liga führen darf, wirkte bei seiner offiziellen Vorstellung am Montag nicht nur selbstbewusst, sondern auch fokussiert auf seinen künftigen Job: „Es war für mich ein einfaches Ankommen. Ich kenne ganz viele aus dem bestehenden Team. Es fühlt sich bereits gut an“, sagte der gebürtige Schweizer, der vor knapp sechs Jahren zum SC kam.


Traditionsreiche Gegner
Bereits in weniger als zwei Wochen startet die Dritte Liga für den SC. Den Anfang macht ein Heimspiel gegen Wehen-Wiesbaden am Montagabend, 26. Juli. Die Liga ist gespickt mit traditionsreichen Vertretern: Spiele gegen Vereine wie Magdeburg, Kaiserslauten, Braunschweig oder 1860 München sorgen für ordentlich Vorfreude beim SC. Vor allem aber freuen sich Spieler und Trainer darauf, wieder vor Zuschauern antreten zu dürfen. Einen Vorgeschmack darauf gab das Testspiel der Profis am Samstag vor 3.000 Fans (siehe unten). Mit Guillaume Furrer und Emilio Kehrer kamen dort auch zwei U23-Spieler beim 2:1-Sieg gegen Drittligist Saarbrücken zum Einsatz. Thomas Stamm coachte derweil die Zweite beim Test in Schaffhausen (1:1).
Mit Neuzugang Vincent Vermeij (26 Jahre) vom MSV Duisburg, Johannes Flum und Sandrino Braun-Schumacher (beide 33) verfügt das junge Team über drei versierte Kräfte, die bereits viele Schlachten geschlagen haben. „Sie können vorangehen und den Jungs ihre Erfahrung mitgeben, auch in Momenten, in denen es schwieriger wird“, sagt Stamm. Und schwierige Momente, davon geht der 38-Jährige aus, dürften in der Profiliga einige kommen. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir ganz oben mitspielen werden“, sagt Stamm. Zu den Favoriten zählt er naturgemäß die drei Zweitliga-Absteiger Osnabrück, Braunschweig und Würzburg, sowie die Teams von Wehen-Wiesbaden, Mageburg, Saarbrücken und 1860. Dahinter erwartet Stamm ein enges, erweitertes Mittelfeld. „Wir sehen die Dritte Liga als Chance, um die Jungs auf ein anderes Level zubringen“, sagt Stamm. Die Mannschaft solle „mutig auftreten“. Das Saisonziel ist der Klassenerhalt.
Neu für die U23 ist nicht nur Liga, sondern auch die Heimspielstätte – statt im Mösle kickt die Zweite künftig im Dreisamstadion. „Ein Stadion mit großer Tradition“, sagt Stamm. Dort will sein Team nun ein neues Kapitel hinzufügen.


Matthias Joers

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