Verbale Entgleisung

Fritz Keller will trotz seines Nazivergleichs DFB-Präsident bleiben

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) kommt nicht zu Ruhe. Seit Monaten tobt im Verband ein schmutziger Machtkampf – die Gruppe um DFB-Vizepräsident Rainer Koch und Generalsekretär Friedrich Curtius liefert sich einen epischen Streit mit DFB-Präsident Fritz Keller um die Deutungshoheit im Verband. Nach einem jüngsten Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ vom Dienstag gibt es nun neue Fragen um einen Medienberater, der großen Anteil am Sturz des früheren DFB-Chef Grindel gehabt haben soll – und fast zeitgleich Gelder vom DFB erhalten haben soll. Und nun leistete sich auch noch DFB-Präsident Fritz Keller laut einem Bericht des „Spiegel“ eine verbale Entgleisung: In einer Präsidiumssitzung am Freitag bezeichnete Keller DFB-Vizepräsident Rainer Koch als „Freisler“. Roland Freisler verhängte während des Dritten Reichs als Richter am Nazi-Volksgerichtshof rund 2.600 Todesurteile. Keller entschuldigte sich bei Koch für seine Entgleisung. Einen Rücktritt von seinem Amt schloss der Winzer aus Oberbergen jedoch aus. (fwb)

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