XXL-Sommernachtskino geplant

Friedrichsbau eröffnete vor 110 Jahren – Gefeiert wird nächstes Jahr, aber es soll ein extra langes Open-Air-Kino geben

Am Ostersonntag 1911 wurde in der Kaiserstraße das „Lichtspiel-Theater zum Friedrichsbau“ eröffnet. Damit zählt das Friedrichsbau-Kino zu den ältesten noch bestehenden Kinos Deutschland. Aufgrund der Corona-Pandemie kann das nicht groß gefeiert werden, dafür soll das Sommernachtskino bereits am 30. Mai mit zwei Gastspielen starten – und bis Anfang September laufen. Die Freiburger sind seit jeher begeisterte Kinogänger, „hier funktioniert sowohl der Mainstream-Kino wie das CinemaxX, als auch das Besondere, das Arthouse-Kino, das wir ergänzend anbieten, das von Michael Wiedemann über Jahrzehnte aufgebaut und erweitert wurde, sehr gut. Nirgends sonst in der Republik ist der Besuch pro Kopf so hoch wie in Freiburg“, so Friedrichsbau-Geschäftsführer Ludwig Ammann. Aber auch in der „Kinohauptstadt“ gab es einige Herausforderungen: „Ursprünglich waren sehr viele Kinos, die versucht haben, sich die Zuschauer wegzuschnappen. Lange war die Frage, wer den Sieg davonträgt. Als das Fernsehen kam, sind die Kinobesuche dann stark zurückgegangen. Heute ist vor allem der illegale Download der Filme im Internet ein Problem. Streaming-Dienste sorgen dafür, dass sich das alles gerade etwas neu sortiert, sie sind aber weit davon entfernt, das Ende des Kinos zu sein. Das hieß es ja auch, als die ersten DVDs auf den Markt kamen. Kino bleibt immer noch ein großes gemeinschaftliches Erlebnis mit größtmöglichem Bild und bestmöglichem Ton, bei dem man aus dem Haus geht und Menschen trifft, das kann kein Streaming-Dienst bieten.“ Abgesehen von Umbauten wurde der Spielbetrieb im Friedrichsbau-Kino seit 1911 nur wenige Male unterbrochen – durch die Hyperinflation 1922/23, zeitweise durch den Zweiten Weltkrieg und nun durch die Corona-Lockdowns. Start bereits Ende Mai?Viele Freiburger freuen sich schon jetzt auf den Kinobesuch: „Fast täglich erreichen uns Nachfragen, wann es endlich wieder losgeht. Wir hoffen, dass wir bald wenigstens mit dem Sommernachtskino starten dürfen, denn nur das hat letztes Jahr schwarze Zahlen geschrieben“, so Ammann. Das Open-Air-Kino im Innenhof des Schwarzen Klosters könnte – sofern es die Corona-Vorgaben zulassen – 14 Wochen lang, doppelt so lange als bisher, laufen. Die Open-Air-Saison soll zunächst mit zwei Gastspielen beginnen, den Lesbenfilmtagen ab 30. Mai bis 6. Juni und dann der Schwulen Filmwoche vom 7. bis 13. Juni. „Und am 14. Juni würde dann unser Sommernachtskino losgehen, wir planen für den ’Best Case’, es könnte aber auch sein, dass wir erst im Juli anfangen können.“ Wie die Kapazität für das Sommernachtskino reduziert werden muss oder welche Hygiene-Vorschriften gelten, stehe derzeit noch nicht fest, das hänge von den Beschlüssen der Politik ab. Auf dem Programm sollen nicht nur wie gewohnt die erfolgreichsten Filme der letzten zwölf Monate, Premieren und Klassiker stehen, „da es im vergangenen Jahr nicht so viele Filme ins Kino geschafft haben, lassen wir uns auch etwas neues einfallen“. Ob Friedrichsbau, Harmonie oder Kandelhof aufmachen, hänge auch davon ab, wann es wirtschaftlich Sinn mache. „Das können wir hoffentlich spätestens im Juni oder Juli, aber ob wir dann gleich alle drei öffnen oder erstmal mit einem Haus anfangen liegt an den politischen Rahmenbedingungen“ so Ludwig Ammann. Die Feier des Friedrichsbau-Geburtstag wurde vorsichtshalber bereits ins nächste Jahr verschoben. Saskia Schuh Die Freiburger sind seit jeher begeisterte Kinogänger, „hier funktioniert sowohl der Mainstream-Kino wie das CinemaxX, als auch das Besondere, das Arthouse-Kino, das wir ergänzend anbieten, das von Michael Wiedemann über Jahrzehnte aufgebaut und erweitert wurde, sehr gut. Nirgends sonst in der Republik ist der Besuch pro Kopf so hoch wie in Freiburg“, so Friedrichsbau-Geschäftsführer Ludwig Ammann.
Aber auch in der „Kinohauptstadt“ gab es einige Herausforderungen: „Ursprünglich waren sehr viele Kinos, die versucht haben, sich die Zuschauer wegzuschnappen. Lange war die Frage, wer den Sieg davonträgt. Als das Fernsehen kam, sind die Kinobesuche dann stark zurückgegangen. Heute ist vor allem der illegale Download der Filme im Internet ein Problem. Streaming-Dienste sorgen dafür, dass sich das alles gerade etwas neu sortiert, sie sind aber weit davon entfernt, das Ende des Kinos zu sein. Das hieß es ja auch, als die ersten DVDs auf den Markt kamen. Kino bleibt immer noch ein großes gemeinschaftliches Erlebnis mit größtmöglichem Bild und bestmöglichem Ton, bei dem man aus dem Haus geht und Menschen trifft, das kann kein Streaming-Dienst bieten.“
Abgesehen von Umbauten wurde der Spielbetrieb im Friedrichsbau-Kino seit 1911 nur wenige Male unterbrochen – durch die Hyperinflation 1922/23, zeitweise durch den Zweiten Weltkrieg und nun durch die Corona-Lockdowns.


Start bereits Ende Mai?
Viele Freiburger freuen sich schon jetzt auf den Kinobesuch: „Fast täglich erreichen uns Nachfragen, wann es endlich wieder losgeht. Wir hoffen, dass wir bald wenigstens mit dem Sommernachtskino starten dürfen, denn nur das hat letztes Jahr schwarze Zahlen geschrieben“, so Ammann. Das Open-Air-Kino im Innenhof des Schwarzen Klosters könnte – sofern es die Corona-Vorgaben zulassen – 14 Wochen lang, doppelt so lange als bisher, laufen.
Die Open-Air-Saison soll zunächst mit zwei Gastspielen beginnen, den Lesbenfilmtagen ab 30. Mai bis 6. Juni und dann der Schwulen Filmwoche vom 7. bis 13. Juni. „Und am 14. Juni würde dann unser Sommernachtskino losgehen, wir planen für den ’Best Case’, es könnte aber auch sein, dass wir erst im Juli anfangen können.“ Wie die Kapazität für das Sommernachtskino reduziert werden muss oder welche Hygiene-Vorschriften gelten, stehe derzeit noch nicht fest, das hänge von den Beschlüssen der Politik ab. Auf dem Programm sollen nicht nur wie gewohnt die erfolgreichsten Filme der letzten zwölf Monate, Premieren und Klassiker stehen, „da es im vergangenen Jahr nicht so viele Filme ins Kino geschafft haben, lassen wir uns auch etwas neues einfallen“.
Ob Friedrichsbau, Harmonie oder Kandelhof aufmachen, hänge auch davon ab, wann es wirtschaftlich Sinn mache. „Das können wir hoffentlich spätestens im Juni oder Juli, aber ob wir dann gleich alle drei öffnen oder erstmal mit einem Haus anfangen liegt an den politischen Rahmenbedingungen“ so Ludwig Ammann.
Die Feier des Friedrichsbau-Geburtstag wurde vorsichtshalber bereits ins nächste Jahr verschoben.

Saskia Schuh





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