Hoffen auf den Lernprozess

Beim Spiel in Bielefeld erwartet SC-Trainer Christian Streich von seiner Mannschaft ein Signal

Die unglückliche Niederlage in Mönchengladbach soll dem SC Freiburg als Fingerzeig dienen – auch wenn vieles gut läuft, sieht Christian Streich noch Luft nach oben. Glücklich zeigt er sich indes über den drängelnden Nachwuchs.Das Profidebüt von Nishan Burkart und der erneute Startelfeinsatz von Yannick Keitel im zentralen Mittelfeld machen den Trainer des SC Freiburg glücklich. Der Nachwuchs klopft an der Tür zur ersten Mannschaft an – und hinterließ bei der bitteren 1:2-Niederlage in Mönchengladbach mehr als nur eine Duftmarke. „Yannick Keitel ist einen richtigen Schritt weiter gekommen, das freut uns extrem“, sagte Streich. Sein „klares, gutes Spiel“, so Streich, „hilft uns richtig weiter.“
Die starke erste Halbzeit in Mönchengladbach hinterließ aufgrund der vielen vergebenen Tormöglichkeiten jedoch einen faden Beigeschmack. Mit Blick auf das Spiel am Freitagabend in Bielefeld (20.30 Uhr/DAZN) formuliert Streich daher eine klare Botschaft an sein Team: „Wir müssen schauen, dass wir es in Bielefeld besser machen.“ Dabei gehe es ihm nicht um mögliche oder unmögliche Europapokal-Ambitionen („interessiert mich nicht“), sondern allein um das Spiel seiner Mannschaft. „Wir hatten sechs klare Möglichkeiten in einer Halbzeit – da sieht die Mannschaft mal, was möglich ist, wenn sie klare, einfache Bälle spielt und die Bälle vorne auch festmacht“, sagt der Freiburger Trainer.
Gegen die Arminen am Freitagabend erwartet Streich „ein völlig anderes Spiel“. Zwei Punkte trennen die Bielefelder von einem Nichtabstiegsplatz. Unter ihrem neuen Trainer Frank Kramer glückte ein Sieg gegen Leverkusen. Zuletzt spielte das Team 1:1 in Mainz. Im Hinspiel hatte der SC 2:0 die Nase vorn. Ein Sieg mit zwei Toren Unterschied würde SC-Trainer Streich wieder gut schmecken. Genau das nämlich glückte in Gladbach nicht: „So gut sind wir noch nicht, dass wir in der ersten Halbzeit das zweite Tor machen“, sagt der 55-Jährige.
Dennoch sieht er seine Elf, die am Freitag auf den gelbge sperrten Ermedin Demirovic verzichten muss, auf einem guten Weg. „Wir hatten gute Ballsicherheit, gutes Positionsspiel, gute Abläufe und haben auch gegen den Ball sehr fleißig und schlau gearbeitet.“ Daran müsse man nun anknüpfen, so Streich.


Matthias Joers

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