Mit vereinten Kräften

Nach dem Lockdown: Fünf Rathausfraktionen machen sich für kraftvollen Neustart in der Innenstadt stark

Irgendwann wird das alte Lebensgefühl zurückkehren und Öffnungen zum Gebot der Stunde werden. Damit der Neustart glückt, strebt eine Gemeinderatsmehrheit ein umfassendes Wiederaufbau-Paket an, das der Innenstadt zu neuer Blüte verhelfen soll.Aktuell spricht vieles dafür, dass Deutschland angesichts der dritten Corona-Welle und gefährlicherer Mutationen noch einmal in einen harten Lockdown muss. Ebenfalls spricht viel dafür, dass nach dem Abebben dieser dritten Welle tatsächlich die Zeit für größere und nachhaltigere Öffnungen kommen wird. In Anbetracht des Ausmaßes in dem Kultur, Handel, Gastronomie und Tourismus durch die Pandemie getroffen wurden, haben nun fünf Gemeinderatsfraktionen, die gemeinsam eine Mehrheit bilden, einen Maßnahmen-Katalog zur Wiederbelebung vorgelegt. Es han-delt sich um die Fraktionen SPD/Kulturliste, CDU, JUPI, FDP/Bürger für Freiburg sowie Freie Wähler.
Konkret geht es bei den Vorschlägen um die Belebung der Innenstadt: Unter anderem fordern die Fraktionen eine kurzfristige Einberufung eines runden Tisches mit allen Verantwortlichen und Beteiligten im Kultursektor. Einer der ambitioniertesten Punkte ist dabei die Forderung nach einer Etablierung einer Festivalkultur in der Innenstadt als zukünftiges „kulturelles Leuchtturmprojekt“. Angedacht ist unter anderem ein neues Freiburg-Festival, generell mehr Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen, die auch kommerziellen Charakter haben könnten, kostenlose Fahrten in Bussen und Straßenbahnen an vier Samstagen im Jahr, Pop-Up-Stores und mehr.
Angestrebt wird zudem eine stärkere Verzahnung von Kultur, Handel und Tourismus. In diesem Zusammenhang soll ein Kultur-Werbekonzept erstellt werden. Desweiteren soll die touristische Restart Kampagne regional um eine Werbekampagne zur Wiedereröffnung des Einzelhandels ergänzt werden und neue Park-and-Ride-Plätze, unter anderem am SC-Stadion, entstehen.


Gebot der Stunde
„Es geht uns darum, den besonders betroffenen Branchen eine Perspektive zu geben. Wir wollen den Menschen zeigen, dass wir schon jetzt daran denken, was man machen kann, sobald wieder einigermaßen Normalität herrscht“, erklärt FDP-Gemeinderat Christoph Glück, einer der Ideengeber für den Vorstoß. „Wir wollen Dinge ermöglichen. Das ist jetzt das Gebot der Stunde. Deswegen freut es mich, dass ein breites Bündnis im Gemeinderat sagt, das bringen wir jetzt auf den Weg. Das muss die Verwaltung jetzt umsetzen. Ich hoffe, dass wir die Zeit des Stillstands nutzen. Damit wir die fertig ausgearbeiteten Dinge nur noch aus der Schublade ziehen müssen, sobald es wieder losgeht“, so Glück.

Sven Meyer
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